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Rezension: »Unter der Drachenwand« von Arno Geiger

Dieses Buch musste ich für den Deutschunterricht über die Ferien lesen. Jetzt habe ich es beendet, bevor morgen die Schule wieder beginnt, und habe ein Highlight gefunden, womit ich vorher nie gerechnet hätte. Also, wer das Buch noch nicht gelesen hat: Lest es! Und falls ihr noch Überzeugungsarbeit braucht, könnt ihr euch ja meine nachfolgende Rezension durchlesen.


Inhalt

Wie lebt sich das Leben – nach fünf Jahren Krieg?

Drei junge Leute wissen nicht mehr, wie es weitergeht. Der Soldat Veit, ausgelaugt vom Krieg. Die Lehrerin Margarete mit ihren aus Wien verschickten Mädchen. Und die junge Margot mit ihrem Baby. Sie treffen am Mondsee, in der Nähe von Salzburg, unter der Drachenwand aufeinander. Was sie teilen, ist die Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg fast sicher verloren, doch wie lang dauert er noch?

Ein Roman des Jahres 1944, über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über die Toten und über die Lebenden.


Bibliographische Daten

Titel: Unter der Drachenwand
Autor: Arno Geiger
Genre: Historischer Roman
Format: Taschenbuch
Verlag: dtv
Seiten: 479
ISBN: 978-3-423-14701-9
Preis: 12,90 € [D]

Erster Satz: »Im Himmel, ganz oben, konnte ich einige ziehende Wolken erkennen, und da begriff ich, ich hatte überlebt.«


Meine Meinung

Hauptsächlich wird das Buch aus der Sicht von Veit erzählt, zwischendurch gibt es aber auch Briefe von anderen Personen; Briefe von der Mutter der Darmstädterin Margot an eben diese, Briefe zwischen Kurt und seiner Cousine Nanni, die eine verbotene Liebesbeziehung führen, und zu guter Letzt Briefe des sich auf der Flucht befindenden Juden Oskar Meyer an seine Cousine Jeannette, die in Südafrika lebt. All diese zunächst scheinbar willkürlich ausgewählten Schriftstücke binden sich zum Ende hin immer mehr in den eigentlichen Handlungsstrang ein, was im Rückblick eine sehr facettenreich ausgearbeitete, berührende und ehrliche Erzählung erzeugt. Somit wirkt die Geschichte wie aus dem Leben damals gegriffen, super realistisch und irgendwie echt.

Einige Charaktere wirkten teils naiv, aber immer sehr glaubhaft, nie wirkte etwas überspitzt oder überromantisiert. Man konnte gut erkennen, wie die einzelnen Figuren zum Krieg stehen, was sie sich von ihm erhofften, wie ihre Erwartungen an die Kriegsführung der Deutschen lauten und wie diese zum Ende hin immer schwieriger aufrecht zu erhalten sind.

Der Schreibstil ist sicherlich nicht für jeden etwas, ich fand ihn aber einfach großartig! Er hat auf jeden Fall großen Wiedererkennungswert und bietet einen tieferen Einblick in Veits Persönlichkeit, seine Gedanken und Gefühle.

Eine ganz eigene Atmosphäre beherrscht das Buch, immer etwas zwischen Hoffnungslosigkeit und purem Glück, mal düsterer, mal fröhlicher, aber immer ein stimmiges Zusammenspiel, das mich selbst die zeitliche Distanz zum zweiten Weltkrieg manches Mal hat vergessen lassen.

Dabei ist der Roman aber ganz und gar nicht belehrend, es gibt keine Wertung im eigentlichen Sinne. Stattdessen wird dem Leser selbst überlassen, was er aus der Geschichte mitnehmen möchte.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass das Buch keinesfalls etwas für schwache Nerven ist! Anfangs geht Veit noch sehr distanziert durch die Geschichte, ist sich nicht sicher, ob das, was in Deutschland gerade passiert, richtig oder falsch ist. Nach und nach und mit zunehmenden Panikattacken nach seiner Zeit im Krieg beginnt jedoch auch er, sich eine Meinung zu bilden, anfangs noch zögerlich, am Ende immer unausweichlicher wird ihm bewusst, wie falsch dieser Krieg eigentlich ist.


Fazit

Für mich ist »Unter der Drachenwand« eines der besten Bücher, die in der NS-Zeit spielen, das ich je gelesen habe. Wer sich für das Thema interessiert, sollte diesen Roman auf jeden Fall lesen!

Highlight

Rezension: »Das Mädchen im blauen Mantel« von Monica Hesse

Hallo ihr Lieben!

Heute mal die Rezension zu einem Buch, das mir wirklich die volle Bandbreite an Emotionen entlockt hat – ich war entsetzt, traurig, wütend, gespannt, nachdenklich und an einigen wenigen Stellen auch mal glücklich (bitte nicht falsch verstehen, denn das Thema ist alles andere als schön).

Ich hatte das Buch gar nicht wirklich auf dem Schirm, bis ich es zu meinem 16. Geburtstag im Dezember 2019 von meiner Tante bekommen habe. Und ich finde, dieses Buch sollte auf jeden Fall mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken!!!


Allgemeine Informationen

Titel: Das Mädchen im blauen Mantel
Autorin: Monica Hesse
Übersetzung: Cornelia Stoll
Genre: Historischer Roman
Format: Taschenbuch
Seiten: 381
ISBN: 978-3-570-31319-0
Verlag: cbt
gelesen: 11.07.20 bis 15.07.20


Inhalt

Schuld und Verrat,
Mut und Widerstand

Amsterdam ist von den Nazis besetzt. Hanneke trauert dort um ihren Freund, der an der Front gefallen ist. Als kleinen Akt der Rebellion gegen die Deutschen beschafft sie Schwarzmarktgüter. So hält sie sich und ihre Eltern über Wasser. Doch eines Tages erhält sie einen sehr ungewöhnlichen Auftrag: Sie soll ein jüdisches Mädchen finden, das aus einem Geheimversteck verschwunden ist. Auf der Suche nach diesem Mädchen gerät Hanneke in ein Netz aus Lügen, Rätseln und Geheimnissen.

»Ein einfühlsames, packendes Buch … über den kleinen, alltäglichen Verrat in einem großen Krieg!«

Kinder- und Jugendmedien Aargau

Meine Meinung

Die Gestaltung

Allein das Cover hat mich bereits angesprochen, als ich mein Geburtstagsgeschenk ausgepackt habe. Es vermittelt direkt diesen ernsten, irgendwie wehmütigen Eindruck, der mich auch das ganze Buch über nicht verlassen hat.

Die Farben passen außerdem perfekt zum Inhalt – und natürlich zum Titel, der ebenfalls perfekt gewählt ist. Und auch im Inneren kann ich nicht über die Gestaltung klagen.


Der Erzählstil

„Das Mädchen im blauen Mantel“ wird von der Protagonistin Hanneke Bakker aus der Ich-Perspektive erzählt. Somit bekommt man sofort einen sehr authentischen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle und lernt sie das ganze Buch über immer besser kennen. Ich würde beinahe sagen, der Leser wächst mit ihr ein Stück über sich hinaus.

Monica Hesses Schreibstil ist sehr anschaulich und einfühlsam und dadurch relativ leicht zu lesen, was in einem krassen Gegensatz zu der Thematik steht. Es wird hier sehr viel mit Metaphern gearbeitet, wodurch das Buch auch sehr ausdrucksstark rüberkam.

Immer wieder hat die Autorin auch holländische Wörter mit einfließen lassen. So hieß das Theater beispielsweise durchgängig „Hollandsche Schouwburg“ und die Untergetauchten waren immer die „Onderduiker“. Das hat dem Ganzen zusätzlich noch etwas sehr Authentisches verliehen.


Die Handlung

Das Buch ist im Großen und Ganzen chronologisch erzählt, wobei es zwischendurch ein paar Rückblicke in Form von Erinnerungen gibt, wenn Hanneke beispielsweise an ihre Beziehung mit Bas zurückdenkt oder an ihre Freundschaft mit Elsbeth, die endete, als diese Rolf, einen deutschen Nationalsozialisten von der Gestapo, heiratete.

Historisches Vorwissen ist auf jeden Fall vorausgesetzt – zumindest die Grundlagen sollten hier bekannt sein wie beispielsweise, wann was passiert eund wie die Schlacht bei Stalingrad ausging. Denn nur mit diesem Vorwissen sind die Anekdoten und Kommentare in dem Buch auch wirklich verständlich. Trotzdem wird aber nicht erwartet, dass der Leser bereits alles weiß, denn auch Hanneke ahnt anfangs nur einen Bruchteil von dem, was tatsächlich hinter den Kulissen abgeht. So lernt der LEser gemeinsam mit Hanneke, was es mit der Hollandsche Schouwburg auf sich hat und wie der Widerstand gegen die Nazis arbeitet.

Insgesamt ist die Geschichte von Hanneke sehr nah am historischen Kontext, obwohl die Figuren größtenteils alle frei erfunden sind. Das erklärt die Autorin noch mal in einer Anmerkung am Ende des Buches. Dort werden Personen, Orte und historische Ereignisse genauer erläutert und man erkennt, dass wirklich sehr wenig abgeändert wurde.

Mirjam, das jüdische Mädchen, das Hanneke im Auftrag von Frau Janssen suchen soll, steht symbolisch für die Grausmakeiten des Holocaust, denn erst durch sie erkennt Hanneke langsam, was Lüge und was Wahrheit ist. Durch Mirjam erst entschließt sich Hanneke dazu, etwas zu unternehmen und auf ihre Art gegen die Nazis zu rebellieren, während sie gleichzeitig glaubt, dass das Finden von Mirjam ein paar ihrer privaten Probleme löst.

Aber auch andere Dinge werden angesprochen, beispielsweise die Rolle, die den Holländern während des Holocausts zufiel. So wird hier nicht nur beschrieben, dass die Niederlande ein Ofper der Nazis waren, sondern es wird auch angerissen, dass das Volk genauso zerrissen ist wie zum Beispiel Deutschland selbst. Denn auch in den Niederlanden gab es eine Gruppe Jugendlicher, die die Hitlerjugend als Beispiel hatte, und auch dort gab es Menschen, die einfach wegsahen.

Durch Hannekes Suche nach der fünfzehnjährigen Mirjam Roodveldt kommen auch ein paar Krimi-Elemente mit in die Geschichte, was die Handlung noch spannender macht, als sie ohnehin schon ist. Es ist ein klarer roter Faden erkennbar, der sich durch das ganze Buch zieht und die Liebesgeschichten spielen nur eine geringe Rolle, obwohl sie für die Handlung essentiell sind. Dennoch werden ihnen nicht zu viel Aufmerksamkeit zugesprochen, sodass das Hauptthema immer noch die Suche nach Mirjam und die Auseinandersetzung mit den Gräueltaten der Nazis bleibt.


Die Charaktere

Hannekes Leben und ihre inneren Konflikte wurden sehr feinfühlig zum Leben erweckt. Es wird sehr gut dargestellt, dass sie sich im Laufe der Geschichte persönlich weiterentwickelt, da sie sich in Gedanken keine Lügengeschichten mehr zurechtlegt, was an dem Tag passiert ist, an dem sie Bas das letzte Mal gesehen hat oder wann und wo die beiden sich kennengelernt haben. Das unterstreicht noch mal, dass Verdrängung eine der größten unbewussten Stärken der Menschheit ist.


Fazit

„Das Mädchen im blauen Mantel“ ist ein sehr aufwühlendes, spannendes Buch, das mich nachdenklich und geschockt zurückgelassen hat und das mir noch lange Zeit im Kopf herumspuken wird.


Meine Bewertung

Gestaltung: 5/5 ⭐

Erzählstil: 5/5 ⭐

Handlung: 5/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐


Gesamt: 5/5 ⭐


Zitate

»Die Arbeit im Theater ist wahrscheinlich ebenso begehrt wie die Arbeit im Jüdischen Hospital. Die Juden, die dort arbeiten, habe ich gehört, bekommen einen Sonderstempel in ihren Ausweis, mit dem sie während der Ausgangssperre unterwegs sein dürfen, ohne deportiert zu werden. Glück ist ein relativer Begriff geworden, heute bedeutet Glück schon, wenn man in seiner eigenen Heimat nicht wie ein Verbrecher behandelt wird.«

Seite 135

»Was habe ich nicht alles versucht, um mir einzureden, dass Bas nicht allein war, als er starb. Aber wenn es so weit ist, ist jeder von uns allein.«

Seite 313

»Wenn etwas völlig anders ausgeht, als man erwartet hätte, so, wie man es sich niemals hätte vorstellen können, ist es dann wirklich vorbei? Heißt das, man muss weitersuchen, nach besseren Antworten, nach Antworten, die einem nicht den Schlaf rauben? Oder bedeutet es, dass es an der Zeit ist, seinen Frieden zu machen?«

Seite 356

Liebe Grüße,

Lara

Mein Lesejahr 2019

Weil ich gerne möchte, dass ihr ein bisschen über meine Lesevorlieben und mein letztes Jahr erfahrt, komme ich heute zu einem mehr oder weniger ausführlichen Beitrag über mein Lesejahr 2019.


Lesemonate im Überblick

Hier sind meine jeweiligen Monatshighlights fett gedruckt, aber bitte beachtet, dass es sich dabei nicht um meine Jahreshighlights handelt. Diese werden weiter unten noch einmal ausführlicher aufgelistet.

Januar: 6 Bücher

  • Bad Girls (E. Lockhart)
  • Book of Lies (Teri Terry)
  • Thalamus (Ursula Poznanski)
  • Revenge – Sternensturm (Jennifer L. Armentrout)
  • Chroniken der Unterwelt – City of Bones (Cassandra Clare)
  • Chroniken der Unterwelt – City of Ashes (Cassandra Clare)

Februar: 5 Bücher

  • Chroniken der Unterwelt – City of Glass (Cassandra Clare)
  • Chroniken der Unterwelt – City of Fallen Angels (Cassandra Clare)
  • Chroniken der Unterwelt – City of Lost Souls (Cassandra Clare)
  • Chroniken der Unterwelt – City of Heavenly Fire (Cassandra Clare)
  • Erwachen des Lichts (Jennifer L. Armentrout)

März: 6 Bücher

  • Im leuchtenden Sturm (Jennifer L. Armentrout)
  • Glanz der Dämmerung (Jennifer L. Armentrout)
  • Funkeln der Ewigkeit (Jennifer L. Armentrout)
  • Der Atlas der besonderen Kinder (Ransom Riggs)
  • Dark Elements – Steinerne Schwingen (Jennifer L. Armentrout)
  • Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht (Jennifer L. Armentrout)

April: 4 Bücher

  • Dark Elements – Sehnsuchtsvolle Berührung (Jennifer L. Armentrout)
  • Das Reich der sieben Höfe – Frost und Mondlicht (Sarah J. Maas)
  • Schullektüre: Ketchup Clouds (Annabel Pitcher)
  • Bookless – Gesponnen aus Gefühlen (Marah Woolf)

Mai: 7 Bücher

  • Die Chroniken des Magnus Bane (Cassandra Clare, Sarah Rees Brennan, Maureen Johnson)
  • Niemalswelt (Marisha Pessl)
  • Sturmtochter – Für immer verboten (Bianca Iosivoni)
  • Sturmtochter – Für immer verloren (Bianca Iosivoni)
  • Harry Potter und der Stein der Weisen (J. K. Rowling)
  • Mein Freund, der Eiffelturm und ich (Dagmar Hoßfeld)
  • Ausgeliehen: The Hurting – Als du mich gestohlen hast (Lucy van Smit)

Juni: 7 Bücher

  • re-read: Silber – Das zweite Buch der Träume (Kerstin Gier)
  • re-read: Silber – Das dritte Buch der Träume (Kerstin Gier)
  • Ausgeliehen: Sadie (Courtney Summers)
  • Ausgeliehen: Eine Handvoll Worte (Jojo Moyes)
  • Stolz und Vorurteil (Jane Austen)
  • Götterfunke – Liebe mich nicht (Marah Woolf)
  • Götterfunke – Hasse mich nicht (Marah Woolf)

Juli: 6 Bücher

  • Götterfunke – Verlasse mich nicht (Marah Woolf)
  • Die unendliche Geschichte (Michael Ende)
  • Vom Winde verweht (Margaret Mitchell)
  • Hörbuch: Show me the stars (Kira Mohn)
  • Die Tribute von Panem – Flammender Zorn (Suzanne Collins)
  • Leberkäsjunkie (Rita Falk)

August: 14 Bücher


September: 4 Bücher


Oktober: 6 Bücher


November: 8 Bücher


Dezember: 5 Bücher


Meine Jahres-Highlights

Ich muss sagen, dass ich 2019 wirklich eine Menge an super guten und spannenden Büchern gelesen habe.

Besonders gut hat mir die Götterleuchten-Reihe von Jennifer L. Armentrout gefallen. Die habe ich in einer Woche komplett durchgelesen, obwohl Schule war, und konnte gar nicht damit aufhören. Sie ist noch immer meine allerliebste Buchreihe, weil bisher noch keine andere an sie herangekommen ist.

Schwer beeindruckt hat mich auch Illuminati von Dan Brown. Zwar habe ich für dieses Buch etwas länger gebraucht, aber insgesamt bin ich dadurch so sehr ins Nachdenken gekommen, dass ich glaube, wirklich etwas für mein Leben gelernt zu haben, nachdem ich es beendet hatte.

Momo von Michael Ende ist nach diesem Jahr mein absolutes Lieblingsbuch. Es hat mich so emotional berührt, obwohl ich es damals als Kind nicht vorgelesen bekommen hatte, dass ich nicht weiß, ob je ein anderes Buch diesem ans Wasser reichen kann.

Auch die Götterfunke-Saga ist eine meiner liebsten Reihen geworden. Ich kann mich nicht erinnern, je so viele Gefühle auf einmal erlebt zu haben (außer bei der Götterleuchten-Reihe), weshalb sie ganz weit oben auf meiner Liste der Highlights steht.


Meine Jahres-Flops

Natürlich gab es aber nicht nur Highlights, sondern auch einige Flops. Davon will ich euch ein paar auflisten, wobei mir zu meinem Leidwesen schon aufgefallen ist, dass ich mehr Flops dieses Jahr hatte als Highlights. Schade, aber vielleicht wird es ja nächstes Jahr besser.

Bereits im Januar habe ich zwei Flops gelesen. Bad Girls hat mir überhaupt nicht zugesagt, weshalb ich es mittlerweile auch an eine Freundin verschenkt habe, aber auch Thalamus von Ursula Poznanski konnte mich nicht überzeugen. Das fand ich ziemlich schade, weil Ursula Poznanski eigentlich eine meiner Lieblings-Autorinnen ist, aber dieses Buch von ihr fand ich einfach nur langweilig.

Weiter ging es mit dem vierten Band von Das Reich der sieben Höfe. Ich hatte super hohe Erwartungen an Frost und Mondlicht, aber leider wurden diese nicht erfüllt. Trotzdem freue ich mich auf die folgenden Bände aus der Sich von Nesta.

Von Dagmar Hoßfeld habe ich gleich zwei Bücher dieses Jahr, die mir überhaupt nicht gefallen haben. Einmal wäre da Mein Freund, der Eiffelturm und ich und dann noch Meine Freundinnen, der Rockstar und ich. Diese Bände haben mir einfach nicht gefallen, weshalb ich die Reihe jetzt auch verkauft habe.

Auch The Hurting von Lucy van Smit hat mir nicht zugesagt, was ich ziemlich schade fand, weil ich hohe Erwartungen an das Buch hatte. Genauso verhielt es sich mit Leberkäsjunkie, welches ich vom dtv-Verlag geschickt bekommen habe, und mit Mythos – Klinge der Freiheit von Joachim Wältermann, welches ich als Rezensionsexemplar lesen sollte.

Die letzten beiden Flops von diesem Jahr waren Looking for Hope von Colleen Hoover und Ein Thron für Schwestern von Morgan Rice. Ersteres fand ich einfach nur langweilig, weil der ganze erste Teil der Serie rund um Hope und Dean aus der Sichtweise von Dean wiederholt wurde, und bei Letzterem hatte ich das Gefühl, die Geschichte sei von einem Grundschulkind geschrieben worden.


Wie viele Bücher habt ihr 2019 gelesen? Mehr oder weniger? Und würdet ihr über ein paar Bücher gerne mehr erfahren? Wenn ja, dann schreibt mir doch einen Kommentar und ich schaue mal, was sich daraus machen lässt 😉

Eure Lara

*Booktalk* 10 Bücher, die ich immer wieder lesen möchte

Hallo ihr Lieben!

Heute, nur einen Tag nach meinem ersten Beitrag auf diesem Blog, veröffentliche ich bereits den zweiten. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich, aber die Freude, die ich beim Schreiben der Beiträge habe, macht alles noch mal umso besser.

Bevor ich euch jedoch fleißig mit Rezensionen versorgen werde, möchte ich, dass ihr mich ein bisschen besser kennenlernt. Und dazu gehört natürlich, die absoluten All-Time-Favourites von mir zu kennen!


Mein erstes, allerliebstes Lieblingsbuch ist Momo von Michael Ende. Und das, obwohl ich erst ziemlich spät zu dem Klassiker gegriffen habe. Im Sommer 2019, um genau zu sein, und damals war ich schon 15. Denn meine Eltern haben mir als Kleinkind tatsächlich nur die beiden Jim Knopf-Bücher vorgelesen, zumindest was Michael Endes Bücher angeht. Auch Die unendliche Geschichte habe ich erst mit 15 Jahren gelesen, was ich im Nachhinein wirklich etwas schade finde.

In dem genannten Buch geht es um das kleine Mädchen Momo, das in einem alten Amphitheater lebt, das vor langer, langer Zeit einmal sehr bekannt gewesen sein muss. Heute ist dieses Theater jedoch nur noch eine mickrige kleine Ruine, die keinen Einwohner der großen, modernen Stadt mehr interessiert. Momo hat keine Eltern, dafür aber ihre beiden Freunde Beppo und Gigi. Die beiden kommen jeden Tag zu dem kleinen, struppigen Mädchen und vertrauen sich ihr an, denn Momo hat die besondere Gabe des Zuhörens. Sobald jemand mit ihr spricht, verspürt er keine Unsicherheit und keine Ängstlichkeit mehr beim Reden, sondern er vertraut sich ihr einfach nur an, um seine Gedanken laut auszusprechen. Doch inmitten dieser Ruhe tauchen eines Tages die sogenannten Grauen Herren auf. Sie arbeiten in der Zeitsparkasse und stehlen den Menschen der großen Stadt ihre Zeit, indem sie ihnen einreden, alles schneller und hastiger zu erleben, um mehr zu erleben. Doch die um ihre Zeit betrogenen Menschen vergessen schon bald, sich um alles Schöne in ihrer Welt zu kümmern. Sie vernachlässigen ihre Kinder, die mit Momo zusammen einen Aufstand planen, um die Grauen Herren zu besiegen. Doch die Grauen Herren sind mächtiger als die Sprösslinge und hindern die Erwachsenen daran, auf diese zu hören …


Als nächstes möchte ich euch Illuminati von Dan Brown vorstellen. Hierbei handelt es sich um den ersten Teil der Reihe rund um den Harvardprofessor Robert Langdon, der auf Symbolologie spezialisiert ist. Als dieser vom Chef einer Schweizer Forschungszentrale für Physik kontaktiert wird, weil einer seiner Mitarbeiter ermordet wurde und sich merkwürdige Symbole auf seinem Brustkorb eingebrannt finden, macht sich Robert Langdon auf die schwierige Suche nach der Geheimgesellschaft der Illuminati. Normalerweise hätte der Professor zwar abgelehnt, sich um den Fall zu kümmern, doch der Mörder hat einen Behälter mit einer höchstgefährlichen Menge Antimaterie entwendet, die eine größere Gefahr als eine Atombombe darstellt. Und alles deutet darauf hin, dass sich die Bombe mitten im Herzen des Petersdoms befindet – und das, während sich die ganze Welt für die Wahl eines neuen Papstes auf dem Petersplatz versammelt …


Das nächste Buch, das ich euch vorstelle, ist wahrscheinlich etwas unbekannter als die zuvor genannten. Es handelt sich um Die Kinder aus Theresienstadt von Kathy Kacer. Das Buch spielt mitten während des zweiten Weltkrieges und die Protagonistin ist das jüdische Mädchen Clara. Als die Herrschaft der Nazis immer brutaler wird, muss sie mit ihrer Familie in das Ghetto Theresienstadt fliehen, wo man behauptet, man werde sich gut um sie kümmern. Doch nur in der Kinderoper Brundibár lässt sich der angsterfüllte Lageralltag besser überstehen. Tagelang übt sie mit ihren Freunden für die Aufführung, bis sie herausfinden, dass diese missbraucht werden soll, um dem Roten Kreuz eine schöne, heile Welt vorzugaukeln. Entschlossen, etwas dagegen zu unternehmen, versuchen sie, das Spiel zu durchkreuzen und Hilfe von der Außenwelt zu bekommen, aber all ihre Versuche bleiben vergebens …


Mein viertes All-Time-Favourite ist The Hate U Give von Angie Thomas. Hier geht es um Starr, die in zwei Welten lebt: einmal in ihrem schwarzen Viertel, wo sie wohnt, und einmal in ihrer überwiegend weißen Privatschule. Und auch Starr selbst scheint aus zwei Seiten zu bestehen, denn für jedes ihrer Umfelde muss sie sich entsprechend verstellen, um angenommen zu werden. Nur bei ihrem Freund Chris kann sie normal sein. Als dann ihr bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, muss sie sich entscheiden, ob sie schweigen oder ihre Stimme erheben soll.


Auch Drei Schritte zu dir von Rachael Lippincott ist ein super schönes Buch, zu dem ich immer wieder greifen werde. Ich weiß, dass es erst 2019 erschienen ist, aber seit ich es gelesen habe, kann ich einfach nicht mehr ohne Stella und Will. Die beiden leiden an der Lungenkrankheit Mukoviszidose, die ihnen verbietet, mit anderen Patienten in Berührung zu kommen. Doch als Will neu in die Klinik kommt, in der Stella beinahe ihr ganzes Leben verbracht hat, zieht es die beiden unweigerlich zueinander hin. Doch das ist nicht einmal das größte Problem; Will leidet an einer schlimmeren Form der Mukoviszidose, weshalb er zu anderen Muko-Patienten mindestens 3 Schritte Abstand halten muss, sonst könnte das für die andere Person tödlich enden …


Love Letters to the Dead von Ava Dellaira habe ich erst vor Kurzem gelesen und trotzdem habe ich das Gefühl, nicht genug von diesem Buch zu bekommen. Es ist so traurig und gleichzeitig so schön, dass ich sogar ein paar Tränen vergießen musste. Es geht um Laurel, deren Schwester May vor ein paar Monaten ums Leben gekommen ist. Und Laurel selbst war dabei, spricht jedoch nicht darüber, was wirklich in jener Nacht passiert ist. Stattdessen will sie einen Neuanfang wagen – an einer Highschool, wo niemand sie kennt und somit keine lästigen Fragen stellen kann. Dort bekommt sie von ihrer Englischlehrerin die Aufgabe, einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit zu schreiben. Laurel wählt Kurt Cobain aus, den Lieblingssänger ihrer Schwester May. Daraus entsteht eine lange Unterhaltung mit anderen toten Berühmtheiten und langsam aber sicher findet Laurel einen Weg zurück ins Leben.


Mein siebtes All-Time-Favourite ist Aquila von Ursula Poznanski. Hier geht es um Nika, die ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage in ihrer WG-Wohnung aufwacht. Doch nicht nur ihre Erinnerung bleibt verschwunden, sondern auch ihre Mitbewohnerin Jenny. Und in Nikas Hosentasche finden sich geheimnisvolle Botschaften und Anweisungen, die sie nur noch mehr verzweifeln lassen. Was ist geschehen in den Stunden zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?


Kerstin Gier ist eine meiner Lieblingsautorinnen, und Wolkenschloss von ihr konnte mich vollauf begeistern, als ich es gelesen habe. Es geht um Fanny, die einen Ferienjob in einem luxuriösen Hotel in der Schweiz bekommen hat. Doch was sich dort ereignet, lässt schnell auf eine Verschwörung schließen, die womöglich auch mit dem gutaussehenden Tristan zusammenhängt, der nachts heimlich an der Außenfassade des altehrwürdigen Gebäudes hochklettert. Und was hat es eigentlich mit dem sagenumwobenen Nadjeschda-Diamanten auf sich, in dessen Besitz die russische Oligarchengattin angeblich sein soll?


Sunset Beach – Liebe einen Sommer lang von Kira Licht ist ein wunderschönes Buch für heiße Sommertage, oder einfach, wenn man sich gerade nach Wärme sehnt. Es geht um Abby, deren geordnetes Leben aus dem Ruder läuft, als der ebenso gutaussehende wie verschlossene Leo an ihre Highschool kommt. Seine Augen gehen ihm schon bald nicht mehr aus dem Kopf, aber als die beiden ein wohltätiges Schulprojekt aufgebrummt bekommen, überrascht Leo sie auf ganzer Linie …


Als letztes möchte ich euch auch Unter dem Zelt der Sterne von Jenn Bennett vorstellen. Auch dieses Buch ist erst 2019 erschienen, und ich habe es in einem Buddy-read gemeinsam mit Sarah von https://magiehinterdenzeilen.jimdofree.com/ gelesen. Schaut doch auch mal bei ihr vorbei, wenn ihr wollt, sie ist eine wirklich herzensgute Person! Also, in dem Buch geht es auf jeden Fall um Zorie, die gemeinsam mit ihren Freunden einen Campingausflug in die Berge macht. Doch als dieser nach einem Streit völlig außer Kontrolle gerät, bleibt Zorie ausgerechnet mit Lennon alleine zurück, dem Jungen, mit dem sie seit einem Jahr keinen Kontakt mehr hat …


Alle Bücher, die ich euch hier gerade vorgestellt habe, sind Einzelbände, wie ihr sicherlich schon festgestellt habt. Natürlich lese ich nicht nur einzelne Bücher, sondern auch Reihen (sogar viel lieber!), aber ich habe aus dem Grund keine Reihen hier genannt, weil ich eher seltener ganze Reihen wiederholt lese. Hat wahrscheinlich was mit meiner eigenen Faulheit zu tun xD.

Ich hoffe, ihr habt ein schönes Weihnachtsfest gehabt und wünsche euch einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Eure Lara