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Rezension: »Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Schleier aus Schatten« von Erin Hunter

Kurzfristig habe ich in zwei Tagen auch den dritten Teil der siebten Warrior Cats Staffel gelesen. Anfangs war ich nervös, weil ich zwar hohe Erwartungen an die siebte Staffel habe, mir der zweite Teil eben dieser aber leider nicht sonderlich gut gefallen hat.

Da es sich um den dritten Teil der siebten Staffel Warrior Cats handelt, treten in dieser Rezension Spoiler zu vorherigen Teilen und Staffeln auf.


Inhalt

Im Wald herrscht tiefes Misstrauen unter den Clans. Jede Katze hat Angst, gegen das Gesetz der Krieger zu verstoßen und angeklagt zu werden. Allein der SchattenClan-Anführer Tigerstern hat den Mut, sich dem tyrannischen Brombeerstern zu widersetzen und gibt den verstoßenen Katzen eine neue Heimat in seinem Territorium. Doch dann verschwindet sein geliebter Sohn Schattenhelle – wurde er getötet? Es kommt zur Zerreißprobe im Wald. Wer wird gewinnen und die Clans in die Zukunft führen – Brombeerstern oder Tigerstern?

Quelle: Thalia


Bibliographische Daten

Bildquelle: Thalia

Titel: Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Schleier aus Schatten
Originaltitel: Warriors. The Broken Code – Veil of Shadows
Autorin: Erin Hunter
Übersetzung: Friederike Levin
Genre: Jugendfantasy
Einband: Hardcover
Seiten: 314
Verlag: Beltz & Gelberg
Reihe: Warrior Cats VII. / Bd. 3
Sprache: Deutsch
Preis: 14,95
ISBN: 978-3-407-75853-8


Meine Meinung

Glücklicherweise hat mir der dritte Teil der siebten Staffel wieder besser gefallen als der zweite. Was ich genauso gut fand wie bereits in den vorherigen Bänden ist der Schreibstil der Autorinnen (Erin Hunter ist das Pseudonym mehrerer Autorinnen). Das Buch macht einfach Spaß zu lesen, ist dabei nicht sonderlich anspruchsvoll und einfach schön zum Abschalten.

Ebenfalls gut gefallen hat mir die Handlung an sich. Sie war spannend von der ersten bis zur letzten Seite und ich hatte nie das Gefühl, dass sich etwas zu sehr in die Länge gezogen hätte. Ich konnte endlich mal wieder mit den Charakteren mitfiebern, auch wenn sich mein Verdacht, wer der Betrüger ist, der in Brombeersterns Körper sitzt, bisher weder bestätigt noch als falsch erwiesen hat, denn genau auf der letzten Seite, als es eigentlich zur Auflösung kommt – Cliffhanger. Zwar echt fies an genau dieser Stelle, aber auch ein sehr gutes Mittel, um die Vorfreude auf den nächsten Band zu steigern. Ich kann es kaum erwarten, auch das nächste Buch endlich zu lesen.

Des Weiteren habe ich keinerlei Logikfehler entdecken können, und soweit ich mich jetzt noch richtig erinnere, gab es nur ein einziges Mal eine Verwechslung der Charaktere, also schon sehr viel weniger als in den vorherigen beiden Teilen. Auch die Protagonist*innen konnten mich von sich überzeugen, ich mochte alle sehr gerne. Dennoch fehlt mir dieses mal ein bisschen die Differenzierbarkeit der einzelnen Persönlichkeiten … keine Ahnung, ob ich das jetzt verständlich ausdrücke, aber irgendwie wirkt es so, als hätten die Protagonist*innen alle eine unterschiedliche Vergangenheit, aber komplett die gleichen Ansichten, Werte, Stärken und Schwächen … Da war in den letzten Staffeln noch mehr Abwechslung drin.

Besonders auffällig ist auch Nebelsterns Verhalten in diesem Teil … Sie entwickelt sich immer mehr in die Richtung, die auch Kurzstern vor seinem Tod eingeschlagen hat und benimmt sich meiner Meinung nach einfach unmöglich. Ich würde das aber nicht unbedingt als Kritikpunkt auffassen, weil sie ja auch in der sechsten Staffel schon begonnen hat, sich von ihrer ursprünglichen Art wegzuentwickeln. Ich bin einfach gespannt, ob sie noch zu Verstand kommt oder nicht.

Der einzige Kritikpunkt, den ich sonst noch habe, bezieht sich auf den Kampf, der relativ am Ende des Buches stattfindet. Dieser war zwar eine logische Konsequenz aus dem, was zuvor passiert ist, der Ablauf selbst war aber doch sehr verwirrend. Im Grunde genommen war das einfach nur ein unübersichtliches Chaos, das die Autorinnen sicherlich noch besser hätten schreiben können.


Fazit

Alles in einem fand ich den dritten Teil der siebten Staffel Warrior Cats wieder sehr angenehm und mitreißend zu lesen, ich konnte mitfiebern und habe nur wenige Kritikpunkte.

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Rezension: »Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Eisiges Schweigen« von Erin Hunter

Hallöle ihr Lieben!

Das 100. Buch im Jahr 2020 ist gelesen und damit habe ich meine Goodreads Challenge geschafft!!! Ich kann es selbst gar nicht glauben, dass ich dieses Jahr so unglaublich viel gelesen habe – die Corona-Pandemie hatte da mit Sicherheit auch ein bisschen Schuld dran. Jetzt aber zur Rezension, ich hoffe, sie gefällt euch!


Inhalt

»Als er ein Leben verlor, hat der Geist einer anderen Katze seinen Körper gestohlen. Brombeerstern kann nicht mehr zurück.«

Endlich ist der Mondsee aufgetaut – der SternenClan jedoch hüllt sich weiterhin in eisiges Schweigen. Und der einst so gütige DonnerClan-Anführer Brombeerstern verhält sich merkwürdig: Streng kontrolliert er seinen Clan und die junge Kriegerin Stachelfrost soll ihm als seine Spionin Gesetzesverstöße melden. Es kommt zu einem Eklat unter den Clans. Nur der WolkenClan-Schüler Wurzelpfote ahnt, dass sich ein Betrüger eingeschlichen hat, während Brombeersterns Geist verzweifelt im Wald umherwandelt.


Bibliografie

Titel: Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Eisiges Schweigen
Autorinnen: Erin Hunter
Übersetzung: Anja Hansen-Schmidt
Genre: Fantasy
Format: Hardcover
Seiten: 377
Verlag: Beltz & Gelberg
ISBN: 978-3-407-75582-7
Reihe: Warrior Cats / St. 7 / Bd. 2
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Ich finde es schwierig, meine Meinung zu diesem Buch hier aufzuschreiben, weil ich doch arg enttäuscht wurde. Normalerweise macht es mir Spaß, mal so richtig Dampf abzulassen, wenn ich ein Buch gelesen habe, das mir nicht so gefallen hat (kritisiert mich nicht dafür, manchmal braucht man sowas eben), aber hier tut es mir beinahe in der Seele weh. Womit ich nicht behaupten will, dass das Buch schlecht ist! Am besten lest ihr euch die Rezension komplett durch um zu verstehen, was genau ich meine.

Also, zuerst einmal spoilert der Klappentext im Grunde genommen schon die gesamte Story. Hätte der Verlag das anders gemacht und nicht erwähnt, dass in Brombeersterns Körper ein Betrüger steckt, hätte das eine Menge Frustration beim Lesen erspart. Wobei, das stimmt nicht. Auch die Autorinnen hätten den Prolog anders gestalten müssen, denn auch darin wird sofort erklärt, dass Brombeerstern einem Betrüger zum Opfer gefallen ist. Das hat leider die Spannung für beinahe das gesamte Buch zerstört.

Trotzdem finde ich das Buch nicht schlecht. Klar, die ersten zwei Drittel waren teilweise recht langatmig und nicht sonderlich spannend zu lesen, aber die Geschichte ist wirklich locker-flockig wegzulesen und der Schreibstil macht auch einfach Spaß.

Dennoch passiert insgesamt seeehr wenig während der knapp 380 Seiten. Erst im letzten Drittel, als Schattenpfote (später Schattenhelle) endlich erkennt, was es mit seinen Visionen auf sich hat, nimmt die ganze Geschichte an Fahrt auf. Auf einmal rebellieren Katzen, es kommt zu geheimen Plänen, und so weiter und so fort. In diesem letzten Teil konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Die Gefühle der Charaktere wurden ebenfalls sehr gut und anschaulich rübergebracht, wenn auch nicht immer hundertprozentig nachvollziehbar. So hätte ich beispielsweise in vielen Situationen komplett anders gehandelt, was mich wieder ein bisschen frustriert hat, aber das hat sicherlich auch mit den Persönlichkeiten der Charaktere zu tun.

Schattenhelle, Wurzelpfote und Stachelfrost sind nämlich ziemlich coole Protagonisten und ich habe sie schon tausendmal lieber gewonnen als Zweigast in der letzten Staffel. Aber das heißt nicht viel, denn Zweigast mochte ich nie so richtig. Nun gut, auf jeden Fall sind sie ziemlich gut ausgearbeitet, ihre Handlungen werden größtenteils begründet erklärt, und sie handeln auch ihrem Alter entsprechend, denn alle drei sind noch sehr jung und damit auch eher unerfahren.

Ach ja, das hätte ich eigentlich schon eher schreiben wollen, aber egal, dann schließe ich eben mit etwas Negativem ab. Ihr wisst ja jetzt zumindest, dass das Buch an sich nicht schlecht ist, ich nur ein paar Probleme damit hatte. Also, die Geschichte war für mich schon recht vorhersehbar. Und das bedeutet nicht, dass sie für jede Person vorhersehbar ist, denn ich habe von mehreren gehört, die überhaupt keine Ahnung hatten, was da so abgeht. Ich aber leider schon. Na gut, die Sache mit Schattenhelles Visionen hat wohl so gut wie jeder recht früh durchschaut, und dafür hat es doch arg lange gebraucht, bis er selbst auch mal dahinter gekommen ist. Aber das meine ich gar nicht, denn ich bin mir zu 90% sicher, wer der Betrüger ist, der Brombeersterns Körper gestohlen hat. Wenn das am Ende tatsächlich stimmen sollte, verliere ich die Hoffnung an die Erins – ihre Bücher würde ich aber trotzdem noch weiterhin kaufen und durchsuchten, egal wie schlecht.

Okay, genug ausgeschweift. An sich gab es in der Geschichte keine Logikfehler. Nur, wenn sich mein Verdacht, was den Betrüger angeht, bewahrheitet, hätte ich einen gefunden. Aber das kann ich natürlich erst dann beurteilen, wenn aufgelöst wird, wer der Betrüger ist. Und das wird hoffentlich nicht mehr die gesamte Staffel dauern. Statt Logikfehlern gab es allerdings wieder ein paar Vertauschungen von Charakteren und teilweise wurden die Namen verwechselt – so wurde aus Tigerstern plötzlich Tigerherz, was sein Kriegername gewesen ist. Wenigstens hielten sich diese Fehler aber noch in Grenzen, nicht so wie in der sechsten Staffel.

Das Ende hat mich leider recht enttäuscht zurückgelassen, obwohl es zugegeben ein richtig, richtig fieser Cliffhanger war. Im Grunde genommen ein klarer Schnitt mitten an einem Punkt, an dem sich die Spannung gerade zum Höhepunkt zugespitzt hat. Tja. Ich hätte aber wenigstens erwartet, dass man erfährt, wie die anderen Clans so reagieren – und DANN den Cliffhanger. Aber ich bin schließlich nicht die Autorin der Bücher (schade, eigentlich), weshalb ich nicht weiß, was sie sich dabei gedacht haben.


Fazit

Der zweite Teil der siebten „Warrior Cats“-Staffel ist keinesfalls schlecht, aber auch nicht so gut wie der vorherige Band. Eigentlich wäre er gar nicht zwingend für die Reihe notwendig gewesen, das hätte vermutlich auch gut noch in den vorherigen und den danachfolgenden Teil aufgeteilt werden können. Aber ich will nicht zu lange herumphilosophieren, was ich als Autorin anders gemacht hätte, weil es das Buch ja schon gibt, wie es eben ist. Aus dem Grund liegt meine Bewertung in der goldenen Mitte:

Rezension: »Warrior Cats. Short Adventure – Donnersterns Echo« von Erin Hunter

Für heute das letzte Mal „Hallo“ an alle!

Ja, richtig gelesen, für heute ist das die letzte Rezension, weil ich dann alle aufgeholt habe, die ich im Oktober nicht gepostet habe. Ich war einfach so demotiviert wegen der Klausurphase, aber die ist jetzt zum Glück überstanden und ich finde zurück zum Bloggen. Erst jetzt merke ich eigentlich so richtig, wie sehr es mir gefehlt hat …

Schluss mit dem Geschnulze, jetzt geht’s weiter mit der Rezension zu „Thunderstar’s Echo“, das im Englischen in dem Sammelband „Legends of the Clans“ erschienen ist. Im Deutschen ist „Donnersterns Echo“ in dem Sammelband „Die unerzählten Geschichten“ erschienen. Die Angaben in dieser Rezension entsprechen alle dem englischen Buch.


Inhalt

In the earliest days of ThunderClan, its first leader faces down a new threat—and forges a new tradition for all the warrior Clans.

This book was not published individually. It was released with Spottedleaf’s Heart and Pinestar’s Choice in Legends of the Clans.


Bibliografie

Titel: Warriors – Thunderstar’s Echo
Autoren: Erin Hunter
Genre: Fantasy
Format: Taschenbuch (Sammelband)
Seiten: 96
Verlag: HarperCollins
ISBN (Sammelband): 978-0062560872
Sprache: Englisch


Meine Meinung

Erstaunlicherweise viel mir der Einstieg in die Story etwas schwerer als bei den anderen Novellen, die ich zuvor gelesen habe. Nach den ersten zwei Kapitel war ich aber in der Geschichte drin und fand es einfach schön, noch mal zu den Anfängen der Clans zurückzukehren, nachdem ich vor allem Donner(stern) in der fünften Staffel so liebgewonnen habe.

Die Entwicklung des DonnerClans ist hier natürlich ein entscheidender Aspekt, der zwar eher unterschwellig in der Story mitschwingt, mich jedoch trotzdem ziemlich interessiert hat. Es war für mich einfach noch mal super schön zu erfahren, wie die Traditionen bspw. der Totenwache entstanden sind.

Obwohl ich mich leider vorher ein bisschen gespoilert habe, fand ich besonders das Abenteuer, das Donnerstern und Blitzschweif unternommen haben, um den DonnerClan zu retten, sehr spannend und vor allem mitreißend erzählt.

Nur an einigen wenigen Stellen waren Handlung und Charaktere für mich nicht so ganz nachvollziehbar. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das nicht einfach daran lag, dass ich es bei Warrior Cats Büchern schon so gewohnt sind, dass das Gesetz der Krieger bereits existiert.


Fazit

Aufgrund der oben genannten Punkte habe ich die Kurzgeschichte von Donnerstern als gute Erinnerung abgespeichert. Zwar gab es ein-zwei kleinere Mankos, die mich persönlich etwas gestört haben, aber im Großen und Ganzen machen sie das Buch nur unwesentlich schlechter für mich als bspw. „Mapleshade’s Vengeance“.

Rezension: »Warrior Cats. Die Welt der Clans – Von Helden und Verrätern« von Erin Hunter

Da so lange nichts mehr von mir kam, werde ich mal versuchen, die ganzen Rezensionen aufzuholen, die noch ausstehen. Als erstes kommen wir da zu diesem schicken Zusatzband der Warrior Cats: Von Helden und Verrätern.

Zudem werde ich mein Bewertungssystem wahrscheinlich auf Dauer ändern, und die folgenden Rezensionen werden eher Kurzrezensionen werden. Ich hoffe, das ist nicht allzu schlimm, aber das macht es für mich insgesamt einfacher.


Inhalt

Drei verirrte Wanderer, noch kleine Kätzchen, aber schon auf dem Weg zum SternenClan, treffen auf Stein, den Bewahrer der Welt. Der alte Kater erzählt ihnen die Geschichten der großen Krieger, Anführer, Beschützer, Heiler, Jäger, Feinde, der Verstorbenen und von den Katzen jenseits der Grenzen. Geschichten, die so noch nie zuvor erzählt wurden!

Das Buch ist voller fesselnder Details, ausführlicher Biografien und zeigt Bilder wichtiger Katzenkrieger, begleitend zu den ersten Staffeln – eine großartige Einführung in die Welt der Clans und ein unentbehrlicher Schatz für alle Fans der Serie!


Bibliografie

Autorinnenteam: Erin Hunter
Verlag: Beltz & Gelberg
Veröffentlichung: 15. August 2019
Genre: Fantasy
Altersempfehlung: ab 10
ISBN: 978-3407754653
Seiten: 107


Da es sich bei dem Buch um einen Zusatzband handelt, war mir schon beim Lesen klar, dass ich nicht wirklich etwas Neues über die einzelnen Charaktere erfahren würde, die ind em Buch vorgestellt werden. Dennoch empfehle ich, vor dem Lesen dieses Buches mindestens bis zur dritten Staffel der Warrior Cats gelesen zu haben, weil „Von Helden und Verrätern“ sonst ziemlich spoilert.

Das Buch ist sehr einfach aufgebaut, was mir sehr gut gefallen hat; auf eine Textseite folgt eine schöne Illustration zu dem jeweiligen Charakter, die einem ein bisschen das Gefühl gibt, ein Bilderbuch für Jugendliche zu lesen. Die Seiten sind schön dick und machen das Buch damit zu etwas Besonderem.

Auf den Textseiten wurden die Persönlichkeiten und Verdienste der jeweiligen Katzen vorgestellt. Dabei wurden sowohl die Helden der Serie, als auch die Bösewichte, berücksichtigt. Gleichzeitig hat man dann auch noch etwas über Stein (der in der dritten Staffel das erste Mal auftaucht – deshalb sollte man die schon gelesen haben) erfahren, der in der Reihe bisher immer eine sehr geheimnisvolle Rolle hatte. Auch bei den vermeintlichen Helden wurde nicht nur über ihre guten Charakterzüge, sondern auch über ihre Fehler berichtet, wodurch es möglich war, sich ein eigenes Bild zu schaffen, das auf der ganzen Warrior Cats Serie beruht.

Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass in jedem Clan auch von Bösewichten gesprochen wurde, außer im DonnerClan. Dabei wären da gerade Ahornschatten oder Stachelkralle es wert gewesen, vier weitere Seiten in dem kleinen Büchlein zu beanspruchen.

Wegen dieses kleinen Kritikpunktes gebe ich dem Buch insgesamt 4,5/5 ⭐.

Rezension: »Warrior Cats. Short Adventure – Rabenpfotes Abschied« von Erin Hunter

Hey!
Bald sind wir durch, versprochen – nach dieser Rezension fehlen noch drei, die ausstehen, dann hab ich vorerst nichts mehr zu tun. Wenn ich bis dahin nicht schon mein jetziges Currently Reading beendet habe, aber mal sehen. Erst mal hoffe ich natürlich, dass ich jetzt mit den nachgeholten Rezensionen schnell fertig werde. Die Angaben in dieser Rezension entsprechen alle dem englischen Buch.


Inhalt

In this novella from the world of Erin Hunter’s #1 nationally bestselling Warriors series, follow Ravenpaw on his final adventure, before the A Vision of Shadows series begins.

Since Ravenpaw chose to leave his life as a warrior behind, he has lived for many happy moons on the farm near the Clan’s old forest territories. But now two kits in need will send him on one last journey – in search of a long-lost warrior Clan.


Bibliografie

Titel: Warriors – Ravenpaw’s Farewell
Autoren: Erin Hunter
Genre: Fantasy
Format: Taschenbuch (Sammelband)
Seiten: 200
Verlag: HarperCollins
ISBN (Sammelband): 978-0-062-34332-1
Sprache: Englisch


Meine Meinung

Der Start in diese Kurzgeschichte fiel mir tatsächlich ein bisschen schwerer als bei den anderen Novellen der Reihe. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass Rabenpfote nicht im Clan lebte, sondern außerhalb mit seinem Freund Mikusch, aber wenn es so war, dann könnte es auch einfach an der Umstellung gelegen haben. Nichtsdestotrotz kamen mir die ersten paar Kapitel sehr langwierig vor, aber zum Glück hat die Story danach weiter an Fahrt aufgenommen und konnte mich doch noch catchen.

Rabenpfote ist einer meiner Lieblingscharaktere der Reihe. Einige mögen ihn vielleicht für einen Feigling halten, ich jedoch bewundere ihn für seinen Mut, seinem Herzen zu folgen und alles hinter sich zu lassen, das er gekannt hat. Außerdem würde ich es wirklich schätzen, ihn als Freund zu haben, so wie Feuerstern und Graustreif.

Anders als bei den meisten anderen Büchern hatte ich hier nur eine sehr vage Vermutung, in welche Richtung sich die Geschichte drehen wird. So ganz bin ich aber bis kurz vorm Ende nicht dahintergekommen, was den Spannungsfaktor auf jeden Fall noch mal erhöht hat.

Der WolkenClan wurde hier als sehr eigenbrödlerisch und unabhängig dargestellt, wenn auch dennoch recht zuvorkommend für einen Clan voller für den Kampf ausgebildeten Katzen.

Zudem fand ich es sehr toll zu lesen, wie sich Rabenpfotes Charakter in der Zeit, die er mit Mikusch in der Scheune gelebt hat, weiterentwickelt hat. Er ist nicht mehr der ängstliche Schüler, der vor seinem brutalen Mentor Tigerkralle fliehen musste, sondern ein erfahrener Kater, der einiges miterlebt hat und dies immer im Hinterkopf behält, um nicht wieder Fehler zu begehen. Trotzdem wurde er hier nicht beschönigt dargestellt, denn er macht einen gravierenden Fehler in dem Buch, der beinahe seine Freundschaft zu Mikusch zerstört hätte. Was genau das allerdings war, werde ich nicht verraten, das würde ja die ganze Spannung nehmen^^.


Fazit

Trotz des eher zähflüssigen Einstiegs in die Geschichte hat mir auch „Ravenpaw’s Farewell“ wirklich gut gefallen. Die Art und Weise, wie die Erins die Bücher erzählen, mochte ich schon immer, und Rabenpfote wurde hier wirklich sehr authentisch dargestellt.

Rezension: »Warrior Cats. Short Adventure – Gänsefeders Fluch« von Erin Hunter

Halli-hallo!
(Ich muss jede Begrüßung einmal ausprobieren, sonst wird es ja auf Dauer langweilig xD). Wahrscheinlich nervt es euch schon, dass die ganze Zeit nachgeholte Rezensionen von mir online kommen, und wenn nicht, dann freue ich mich natürlich 😉

„Goosefeather’s Curse“ ist die englische Ausgabe des Warrior Cats Short Adventures „Gänsefeders Fluch“ und für mich das allerbeste Short Adventure der ganzen Reihe! Die Angaben in dieser Rezension entsprechen alle dem englischen Buch.


Inhalt

In this novella from the world of Erin Hunter’s #1 nationally bestselling Warriors series, discover how Goosefeather learned of his dark and terrible future, before the events of „Warriors Super Edition: Bluestar’s Prophecy“.

Goosefeather is destined to be a medicine cat unlike any ThunderClan has ever known – but will he ever come to terms with a gift that feels like a curse?


Bibliografie

Titel: Warriors – Goosefeather’s Curse
Autoren: Erin Hunter
Genre: Fantasy
Format: Taschenbuch (Sammelband)
Seiten: 113
Verlag: HarperCollins
ISBN (Sammelband): 978-0-062-34332-1
Sprache: Englisch


Meine Meinung

Im Englischen ist „Goosefeather’s Curse“ einzeln nur als E-Book erhältlich und ansonsten in dem Sammelband „Shadows of the Clans“, wo neben diesem auch noch zwei weitere Novellen abgedruckt wurden. Im Deutschen ist „Gänsefeders Fluch“ noch nicht einzeln erhältlich, sondern seit neuestem nur in dem Sammelband „Die unerzählten Geschichten“.

Im Vergleich zu den anderen Short Adventures der Reihe rund um die Kriegerkatzen finde ich „Goosefeather’s Curse“ bisher am mitreißendsten. Natürlich gibt es noch weitere gute, die mir wirklich extrem gefallen haben, aber dieses hier überragt sie noch mal um ein Vielfaches.

Ich mochte es sehr, endlich mal mehr über Gänsefeder zu erfahren, den man bereits in dem Special Adventure „Blausterns Prophezeiung“ als den verrückten Heiler des DonnerClans kennenlernt. Gerade, weil er von allen als verrückt angesehen wird und man glaubt, er habe „Hummeln im Hirn“, fand ich es so interessant, mal in seine eigenen Gedanken und Gefühle abzutauchen. Und dabei musste ich feststellen, dass viel mehr hinter seinem Charakter steckt als die Katze, die den DonnerClan in Kämpfe geführt hat, in denen Katzen umkamen.

Dazu muss aber auch gesagt werden, dass Gänsefeder vermutlich eine bessere Kindheit und damit einen besseren Start ins Leben gehabt hätte, wenn seine Anführerin ein bisschen mehr Weitsicht gezeigt hätte, anstatt ihn mit bereits vier Monden zum Schüler zu ernennen. Dadurch wurde er von seinen Baugefährten und dem Rest des Clans ausgegrenzt und anders behandelt, was wohl auch zu seinem späteren Charakter geführt hat.

Ansonsten ist die Geschichte aber auch sehr spannend und mitreißend erzählt. Ich habe die ganze Zeit über mit Gänsefeder mitgefühlt und fand es großartig, wie sich mit der Zeit die verschiedenen Zusatzbände der Reihe miteinander verknüpft haben.


Fazit

„Goosefeather’s Curse“ oder auf Deutsch „Gänsefeders Fluch“ ist meiner Meinung nach das beste der bisherigen Short Adventures der Warrior Cats Serie. Dabei ist kein Vorwissen zum Lesen dieser Novelle notwendig, da sie sich auch für Einsteiger in die Reihe eignen sollte. Für mich ein Monatshighlight für den Oktober.

Rezension: »Warrior Cats. Short Adventure – Ahornschattens Vergeltung« von Erin Hunter

Hallo ihr Lieben!
Es folgt die nächste Kurzrezension, die eigentlich schon im Oktober angestanden hätte. Es handelt sich um die englische Ausgabe von dem Warrior Cats Short Adventure „Ahornschattens Vergeltung“, das von dem Autorinnenteam Erin Hunter geschrieben wurde. Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, entsprechen alle Daten in dieser Rezension dem englischen Buch.


Inhalt

Die DonnerClan-Katze Ahornschatten verstößt gegen das Gesetz der Krieger, als sie sich in Apfelnacht aus dem verfeindeten FlussClan verliebt und Junge bekommt. Schon bald fliegen Ahornschattens Lügen auf, und sie und ihre Jungen werden gnadenlos verstoßen. Auf der Flucht geraten die Katzen in einen reißenden Fluss und die Jungen ertrinken. Als Apfelnacht sie als seine Gefährtin verleugnet, schwört Ahornschatten den Clans ewige Vergeltung.


Bibliografie

Titel: Warriors – Mapleshade’s Vengeance
Autoren: Erin Hunter
Genre: Fantasy
Format: Taschenbuch (Sammelband)
Seiten: 80
Verlag: HarperCollins
ISBN (Sammelband): 978-0-062-34332-1
Sprache: Englisch


Meine Meinung

Ich habe das Buch im Sammelband „Warriors – Shadows of the Clans“ gelesen, in welchem neben „Mapleshade’s Vengeance“ noch zwei weitere Short Adventures (bzw. Novellen) abgedruckt sind. Einzeln (auf dem Bild bei Bibliografie zu sehen) gibt es nur als E-Book zu kaufen bzw. auszuleihen und nicht als Print.

Tatsächlich finde ich, dass „Mapleshade’s Vengeance“ zumindest im Englischen eines der besten Short Adventures der Warrior Cats Serie ist. Zuvor habe ich schon einige gelesen, mit denen ich es vergleichen kann, und auch nach einem Monat bin ich immer noch der Meinung, jeder Warrior Cats Fan sollte diese Kurzgeschichte zu Ahornschatten gelesen haben.

Und das nicht nur wegen der Handlung, obwohl auch die sehr gut gelungen ist und auf den 80 Seiten wirklich gut untergebracht wurde. Natürlich kann man zu jedem Charakter mehr als bloß eine Kurzgeschichte erzählen, doch das ist hier gar nicht nötig, da alle nötigen Informationen vorhanden waren, und man zudem noch einen kleinen Einblick in Ahornschattens Gefühlswelt vor und nach ihrer Verbannung aus dem DonnerClan bekommt.

Die Erins schreiben – im Englischen wie auch in der deutschen Übersetzung – wirklich großartig aus der Sicht der Kriegerkatzen. Für Menschen völlig normale Verben wie „lachen“, „weinen“ oder „sagen“ werden durch katzentypische Ausdrücke wie „schnurren“, „winseln“ und „miauen“ ersetzt, was dem Ganzen einen sehr authentischen und realistischen Eindruck verleiht.

Die Geschichte rund um Ahornschatten spielt im alten Wald, also noch vor der ersten Staffel und ist zeitlich zwischen „Wolkensterns Reise“ und „Riesensterns Rache“ einzuordnen. Dementsprechend hat man die Vorfahren der Donner- und FlussClan-Katzen kennengelernt, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Der Fokus der Geschichte liegt allerdings auf Ahornschatten und dem, was ihr zu Lebzeiten alles widerfahren ist. Der Verrat durch ihre eigenen Clangefährten und dann der Verrat durch Apfelnacht haben ihr schwer zugesetzt, weshalb ihre Charakterentwicklung von einer treuen Kriegerin zu einer der bösesten Katzen der Warrior Cats relativ nachvollziehbar war.

Nur an einigen Stellen ging mir die Entwicklung von eben jener treuen Katze in die böse Ahornschatten, die vom Wald der Finsternis aus Rache an den Clan-Katzen übt, ein bisschen zu schnell. Da hätte ich mir manchmal einen noch etwas tieferen Einblick in ihren Kopf und ihre Gedanken gewünscht, wobei das wohl nur bei einer umfangreicheren Geschichte möglich gewesen wäre.


Fazit

Für mich gehört „Mapleshade’s Vengeance“ oder auf Deutsch „Ahornschattens Vergeltung“ zu einer der besten Kurzgeschichten aus der Welt der Warrior Cats. Ich kann sie jedem Fan der Reihe empfehlen, und auch Neueinsteiger sollten keine großartigen Probleme mit dieser Novelle haben. Auf jeden Fall sehr gelungen und eine klare Leseempfehlung!