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Rezension: »Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Schleier aus Schatten« von Erin Hunter

Kurzfristig habe ich in zwei Tagen auch den dritten Teil der siebten Warrior Cats Staffel gelesen. Anfangs war ich nervös, weil ich zwar hohe Erwartungen an die siebte Staffel habe, mir der zweite Teil eben dieser aber leider nicht sonderlich gut gefallen hat.

Da es sich um den dritten Teil der siebten Staffel Warrior Cats handelt, treten in dieser Rezension Spoiler zu vorherigen Teilen und Staffeln auf.


Inhalt

Im Wald herrscht tiefes Misstrauen unter den Clans. Jede Katze hat Angst, gegen das Gesetz der Krieger zu verstoßen und angeklagt zu werden. Allein der SchattenClan-Anführer Tigerstern hat den Mut, sich dem tyrannischen Brombeerstern zu widersetzen und gibt den verstoßenen Katzen eine neue Heimat in seinem Territorium. Doch dann verschwindet sein geliebter Sohn Schattenhelle – wurde er getötet? Es kommt zur Zerreißprobe im Wald. Wer wird gewinnen und die Clans in die Zukunft führen – Brombeerstern oder Tigerstern?

Quelle: Thalia


Bibliographische Daten

Bildquelle: Thalia

Titel: Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Schleier aus Schatten
Originaltitel: Warriors. The Broken Code – Veil of Shadows
Autorin: Erin Hunter
Übersetzung: Friederike Levin
Genre: Jugendfantasy
Einband: Hardcover
Seiten: 314
Verlag: Beltz & Gelberg
Reihe: Warrior Cats VII. / Bd. 3
Sprache: Deutsch
Preis: 14,95
ISBN: 978-3-407-75853-8


Meine Meinung

Glücklicherweise hat mir der dritte Teil der siebten Staffel wieder besser gefallen als der zweite. Was ich genauso gut fand wie bereits in den vorherigen Bänden ist der Schreibstil der Autorinnen (Erin Hunter ist das Pseudonym mehrerer Autorinnen). Das Buch macht einfach Spaß zu lesen, ist dabei nicht sonderlich anspruchsvoll und einfach schön zum Abschalten.

Ebenfalls gut gefallen hat mir die Handlung an sich. Sie war spannend von der ersten bis zur letzten Seite und ich hatte nie das Gefühl, dass sich etwas zu sehr in die Länge gezogen hätte. Ich konnte endlich mal wieder mit den Charakteren mitfiebern, auch wenn sich mein Verdacht, wer der Betrüger ist, der in Brombeersterns Körper sitzt, bisher weder bestätigt noch als falsch erwiesen hat, denn genau auf der letzten Seite, als es eigentlich zur Auflösung kommt – Cliffhanger. Zwar echt fies an genau dieser Stelle, aber auch ein sehr gutes Mittel, um die Vorfreude auf den nächsten Band zu steigern. Ich kann es kaum erwarten, auch das nächste Buch endlich zu lesen.

Des Weiteren habe ich keinerlei Logikfehler entdecken können, und soweit ich mich jetzt noch richtig erinnere, gab es nur ein einziges Mal eine Verwechslung der Charaktere, also schon sehr viel weniger als in den vorherigen beiden Teilen. Auch die Protagonist*innen konnten mich von sich überzeugen, ich mochte alle sehr gerne. Dennoch fehlt mir dieses mal ein bisschen die Differenzierbarkeit der einzelnen Persönlichkeiten … keine Ahnung, ob ich das jetzt verständlich ausdrücke, aber irgendwie wirkt es so, als hätten die Protagonist*innen alle eine unterschiedliche Vergangenheit, aber komplett die gleichen Ansichten, Werte, Stärken und Schwächen … Da war in den letzten Staffeln noch mehr Abwechslung drin.

Besonders auffällig ist auch Nebelsterns Verhalten in diesem Teil … Sie entwickelt sich immer mehr in die Richtung, die auch Kurzstern vor seinem Tod eingeschlagen hat und benimmt sich meiner Meinung nach einfach unmöglich. Ich würde das aber nicht unbedingt als Kritikpunkt auffassen, weil sie ja auch in der sechsten Staffel schon begonnen hat, sich von ihrer ursprünglichen Art wegzuentwickeln. Ich bin einfach gespannt, ob sie noch zu Verstand kommt oder nicht.

Der einzige Kritikpunkt, den ich sonst noch habe, bezieht sich auf den Kampf, der relativ am Ende des Buches stattfindet. Dieser war zwar eine logische Konsequenz aus dem, was zuvor passiert ist, der Ablauf selbst war aber doch sehr verwirrend. Im Grunde genommen war das einfach nur ein unübersichtliches Chaos, das die Autorinnen sicherlich noch besser hätten schreiben können.


Fazit

Alles in einem fand ich den dritten Teil der siebten Staffel Warrior Cats wieder sehr angenehm und mitreißend zu lesen, ich konnte mitfiebern und habe nur wenige Kritikpunkte.

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Rezension: »Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Eisiges Schweigen« von Erin Hunter

Hallöle ihr Lieben!

Das 100. Buch im Jahr 2020 ist gelesen und damit habe ich meine Goodreads Challenge geschafft!!! Ich kann es selbst gar nicht glauben, dass ich dieses Jahr so unglaublich viel gelesen habe – die Corona-Pandemie hatte da mit Sicherheit auch ein bisschen Schuld dran. Jetzt aber zur Rezension, ich hoffe, sie gefällt euch!


Inhalt

»Als er ein Leben verlor, hat der Geist einer anderen Katze seinen Körper gestohlen. Brombeerstern kann nicht mehr zurück.«

Endlich ist der Mondsee aufgetaut – der SternenClan jedoch hüllt sich weiterhin in eisiges Schweigen. Und der einst so gütige DonnerClan-Anführer Brombeerstern verhält sich merkwürdig: Streng kontrolliert er seinen Clan und die junge Kriegerin Stachelfrost soll ihm als seine Spionin Gesetzesverstöße melden. Es kommt zu einem Eklat unter den Clans. Nur der WolkenClan-Schüler Wurzelpfote ahnt, dass sich ein Betrüger eingeschlichen hat, während Brombeersterns Geist verzweifelt im Wald umherwandelt.


Bibliografie

Titel: Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Eisiges Schweigen
Autorinnen: Erin Hunter
Übersetzung: Anja Hansen-Schmidt
Genre: Fantasy
Format: Hardcover
Seiten: 377
Verlag: Beltz & Gelberg
ISBN: 978-3-407-75582-7
Reihe: Warrior Cats / St. 7 / Bd. 2
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Ich finde es schwierig, meine Meinung zu diesem Buch hier aufzuschreiben, weil ich doch arg enttäuscht wurde. Normalerweise macht es mir Spaß, mal so richtig Dampf abzulassen, wenn ich ein Buch gelesen habe, das mir nicht so gefallen hat (kritisiert mich nicht dafür, manchmal braucht man sowas eben), aber hier tut es mir beinahe in der Seele weh. Womit ich nicht behaupten will, dass das Buch schlecht ist! Am besten lest ihr euch die Rezension komplett durch um zu verstehen, was genau ich meine.

Also, zuerst einmal spoilert der Klappentext im Grunde genommen schon die gesamte Story. Hätte der Verlag das anders gemacht und nicht erwähnt, dass in Brombeersterns Körper ein Betrüger steckt, hätte das eine Menge Frustration beim Lesen erspart. Wobei, das stimmt nicht. Auch die Autorinnen hätten den Prolog anders gestalten müssen, denn auch darin wird sofort erklärt, dass Brombeerstern einem Betrüger zum Opfer gefallen ist. Das hat leider die Spannung für beinahe das gesamte Buch zerstört.

Trotzdem finde ich das Buch nicht schlecht. Klar, die ersten zwei Drittel waren teilweise recht langatmig und nicht sonderlich spannend zu lesen, aber die Geschichte ist wirklich locker-flockig wegzulesen und der Schreibstil macht auch einfach Spaß.

Dennoch passiert insgesamt seeehr wenig während der knapp 380 Seiten. Erst im letzten Drittel, als Schattenpfote (später Schattenhelle) endlich erkennt, was es mit seinen Visionen auf sich hat, nimmt die ganze Geschichte an Fahrt auf. Auf einmal rebellieren Katzen, es kommt zu geheimen Plänen, und so weiter und so fort. In diesem letzten Teil konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Die Gefühle der Charaktere wurden ebenfalls sehr gut und anschaulich rübergebracht, wenn auch nicht immer hundertprozentig nachvollziehbar. So hätte ich beispielsweise in vielen Situationen komplett anders gehandelt, was mich wieder ein bisschen frustriert hat, aber das hat sicherlich auch mit den Persönlichkeiten der Charaktere zu tun.

Schattenhelle, Wurzelpfote und Stachelfrost sind nämlich ziemlich coole Protagonisten und ich habe sie schon tausendmal lieber gewonnen als Zweigast in der letzten Staffel. Aber das heißt nicht viel, denn Zweigast mochte ich nie so richtig. Nun gut, auf jeden Fall sind sie ziemlich gut ausgearbeitet, ihre Handlungen werden größtenteils begründet erklärt, und sie handeln auch ihrem Alter entsprechend, denn alle drei sind noch sehr jung und damit auch eher unerfahren.

Ach ja, das hätte ich eigentlich schon eher schreiben wollen, aber egal, dann schließe ich eben mit etwas Negativem ab. Ihr wisst ja jetzt zumindest, dass das Buch an sich nicht schlecht ist, ich nur ein paar Probleme damit hatte. Also, die Geschichte war für mich schon recht vorhersehbar. Und das bedeutet nicht, dass sie für jede Person vorhersehbar ist, denn ich habe von mehreren gehört, die überhaupt keine Ahnung hatten, was da so abgeht. Ich aber leider schon. Na gut, die Sache mit Schattenhelles Visionen hat wohl so gut wie jeder recht früh durchschaut, und dafür hat es doch arg lange gebraucht, bis er selbst auch mal dahinter gekommen ist. Aber das meine ich gar nicht, denn ich bin mir zu 90% sicher, wer der Betrüger ist, der Brombeersterns Körper gestohlen hat. Wenn das am Ende tatsächlich stimmen sollte, verliere ich die Hoffnung an die Erins – ihre Bücher würde ich aber trotzdem noch weiterhin kaufen und durchsuchten, egal wie schlecht.

Okay, genug ausgeschweift. An sich gab es in der Geschichte keine Logikfehler. Nur, wenn sich mein Verdacht, was den Betrüger angeht, bewahrheitet, hätte ich einen gefunden. Aber das kann ich natürlich erst dann beurteilen, wenn aufgelöst wird, wer der Betrüger ist. Und das wird hoffentlich nicht mehr die gesamte Staffel dauern. Statt Logikfehlern gab es allerdings wieder ein paar Vertauschungen von Charakteren und teilweise wurden die Namen verwechselt – so wurde aus Tigerstern plötzlich Tigerherz, was sein Kriegername gewesen ist. Wenigstens hielten sich diese Fehler aber noch in Grenzen, nicht so wie in der sechsten Staffel.

Das Ende hat mich leider recht enttäuscht zurückgelassen, obwohl es zugegeben ein richtig, richtig fieser Cliffhanger war. Im Grunde genommen ein klarer Schnitt mitten an einem Punkt, an dem sich die Spannung gerade zum Höhepunkt zugespitzt hat. Tja. Ich hätte aber wenigstens erwartet, dass man erfährt, wie die anderen Clans so reagieren – und DANN den Cliffhanger. Aber ich bin schließlich nicht die Autorin der Bücher (schade, eigentlich), weshalb ich nicht weiß, was sie sich dabei gedacht haben.


Fazit

Der zweite Teil der siebten „Warrior Cats“-Staffel ist keinesfalls schlecht, aber auch nicht so gut wie der vorherige Band. Eigentlich wäre er gar nicht zwingend für die Reihe notwendig gewesen, das hätte vermutlich auch gut noch in den vorherigen und den danachfolgenden Teil aufgeteilt werden können. Aber ich will nicht zu lange herumphilosophieren, was ich als Autorin anders gemacht hätte, weil es das Buch ja schon gibt, wie es eben ist. Aus dem Grund liegt meine Bewertung in der goldenen Mitte: