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Rezension: »The Upper World – Ein Hauch Zukunft« von Femi Fadugba

»The Upper World – Ein Hauch Zukunft« ist das Debüt des Autors Femi Fadugba und wurde mir vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


Inhalt

Esso, ein schwarzer Teenager aus der Londoner Südstadt, verliert bei einem Autounfall das Bewusstsein und sieht plötzlich Szenen aus der Zukunft. Darin ist sein Leben in Gefahr, das seiner Freunde – und das Leben seiner großen Liebe Nadia. Das will er um jeden Preis verhindern. Doch dazu braucht er die Hilfe eines Mädchens aus der Zukunft…

Femi Fadugbas spektakuläres Debüt: ein hoch spannender Zeitreise-Thriller mit politischer Botschaft, der alle Genregrenzen sprengt.


Bibliographische Daten

Titel: The Upper World – Ein Hauch Zukunft
Autor: Femi Fadugba
Übersetzung: Alexandra Ernst
Genre: Science Fiction
Format: Hardcover
Seiten: 414
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-16622-2


Meine Meinung

Wer das Bloggerportal kennt, weiß, dass Blogger*innen dort Bücher, die innerhalb der Verlagsgruppe Random House erschienen sind oder noch erscheinen, als Rezensionsexemplar anfragen können. Meine Anfrage für »The Upper World« rührt daher, dass mich Cover und Klappentext des Buches sofort angesprochen haben. Sofort habe ich auf eine vielversprechende Geschichte gehofft, wobei ich eigentlich dachte, dass sie eher in die Fantasy-Richtung geht.

Letztendlich wurde mir aber etwas ganz anderes aufgetischt als ich erwartet hatte, was aber nicht unbedingt schlecht ist. Tatsächlich würde ich das Buch im Bereich Science Fiction einordnen, denn Wissenschaften – insbesondere Physik und Philosophie – spielen eine sehr große Rolle in dem Buch.

Da ich auf so gut wie allen Gebieten der Physik unzureichend bewandert bin, um es mal vorsichtig auszudrücken, war das Buch dann schon anspruchsvoll für mich. Ab der zweiten Hälfte dann in Teilen auch schon wieder zu anspruchsvoll. Zwar wurden alle physikalischen Erklärungen durch Skizzen sowohl mitten im Buch als auch im Anhang – und in letzterem Fall durch Fußnoten gekennzeichnet – veranschaulicht und zudem auch vereinfacht dargestellt, aber gegen Ende des Buches hin nahm der physikalische Aspekt der Geschichte dann die Überhand, sodass ich mehrfach Verständnisprobleme hatte und der Storyline nicht mehr 100%ig folgen konnte.

Genau deshalb kam die Spannung teilweise nicht ganz bei mir an, obwohl sie mit jedem Kapitel gesteigert wurde. Sobald ich dann aber wieder durch irgendwelche Formeln aus dem Konzept gekommen bin, war auch die Spannung wieder dahin.

Was mich allerdings immer hat weiterlesen lassen, waren die Charaktere. Obwohl die Nebencharaktere etwas zu flach geblieben sind, konnte mich die Ausarbeitung der beiden Protagonist*innen Esso und Rhia überzeugen. Esso mit seinem selbstironischen Humor war sehr erfrischend und hat zudem einen sehr realitätsnahen Einblick in die Welt (und die Schwierigkeiten) der heutigen Jugend geboten. Rhia auf der anderen Seite steht stellvertretend für die Generation Jugendlicher in 15 Jahren. Auch wenn sie mir zum Ende hin etwas zu schnell Zusammenhänge begreift, die mir nicht mal in den Sinn gekommen wären, war sie mir sogar ein klitzekleines Bisschen sympathischer als Esso.

Fazit

Alles in einem würde ich das Buch zwar weiterempfehlen, aber mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass zumindest physikalische Grundlagen da sein sollten sowie ein Vermögen von abstraktem Denken, da es sonst schnell – wie bei mir – zu Verständnisschwierigkeiten kommen könnte.

Rezension: »Als die Stadt in Flammen stand« von Kimberly Jones und Gilly Segal

Herzlichen Dank an das Team vom Bloggerportal und der Verlangsgruppe Random House für dieses Rezensionsexemplar!


Inhalt

Ein schwarzes und ein weißes Mädchen. Eine Stadt in Flammen. Nur gemeinsam können sie überleben.

Lena hat Stil, einen coolen Freund und einen Plan. Campbell dagegen will einfach nur das Jahr an der neuen Schule schaffen. Als die Mädchen ein Footballmatch besuchen, geraten sie plötzlich in eine Auseinandersetzung der Zuschauer. Eine Eskalation, die von Hass und Gewalt getragen ist und bei der sich beide unverhofft Seite an Seite wiederfinden.

Lena und Campbell sind nicht befreundet. Doch das ist unwichtig, wenn die Stadt in Flammen steht und sie aufeinander angewiesen sind, wollen sie die Nacht überleben …

(Quelle: Klappentext)


Bibliographische Daten

(Quelle: Amazon)

Titel: Als die Stadt in Flammen stand
Originaltitel: I’m Not Dying with You Tonight
Autorinnen: Kimberly Jones, Gilly Segal
Übersetzung: Doris Atwood
Genre: Young Adult
Format: Taschenbuch
Seiten: 271
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-31463-0
Deutsche Ersterscheinung: 13. September 2021


Meine Meinung

Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen, weshalb ich es auch sofort beim Bloggerportal anfragen musste. Nach den ersten zwei Kapiteln war ich mir dann aber doch nicht mehr so sicher, ob mich dieses Buch würde begeistern können. Mit Campbell konnte ich sofort relaten, zumindest bis zu einem gewissen Grad, aber Lena fand ich sehr schwierig. Besonders Lenas Beziehung zu ihrem Freund Black, die so offensichtlich toxisch war, dass ich es schon als Qual empfand, aus ihrer Sicht über ihn zu lesen.

Ich habe mich aber aufgerafft und weitergelesen – und das hat sich aber sowas von gelohnt! Ich hatte keine Ahnung, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde und wurde diesbezüglich auf ganzer Linie überrascht. Mit der Zeit habe ich Lena besser kennengelernt und mittlerweile ist sie mir sogar richtig ans Herz gewachsen – auch wenn ihre Beziehung zu Black immer noch toxisch ist. Und das ist auch ein Kritikpunkt meinerseits, denn das Thema wurde zwar zwischendurch via Campbell oder Lenas besten Freundin LaShunda angesprochen, jedoch nie abgehakt. So blieb also auch zuletzt offen, ob Lena Black sein Verhalten während dieser einen katastrophalen Nacht wie all die Male zuvor wieder verzeihen würde oder nicht.

Dennoch fand ich Black am Ende auch gar nicht mehr so schrecklich als Charakter. Bloß seine und Lenas Beziehung zueinander. Black selbst hat in den letzten paar Kapiteln noch mal bewiesen, dass er eigentlich ein ganz guter Kerl ist, aber das entschuldigt noch lange nicht sein Verhalten Lena gegenüber.

Besonders gut jedoch fand ich die Darstellung von (Alltags-)Rassismus und Vorurteilen im Allgemeinen. Campbell und Lena sind beide im Laufe der Geschichte über sich hinausgewachsen, haben Dinge an den Kopf geworfen bekommen und erkannt und sind – zumindest würde ich es so sagen – dadurch ein Stückweit zu reflektierteren, besseren Menschen geworden.

Auch den Schreibstil mochte ich sehr gerne. Zwar kann ich mir vorstellen, dass Lenas Slang im Englischen noch besser rüberkommt, aber auch in der deutschen Übersetzung wurde das sehr gut gelöst, indem aus Lenas Sicht tatsächlich fast komplett in realistischer Jugendsprache geschrieben wurde. Dadurch wurde der Kontrast zu Campbell wieder deutlicher, der in dem Buch eine große Rolle spielt, damit beide zum Schluss ihre Differenzen überwinden können.


Fazit

Mich hat »Als die Stadt in Flammen stand« nach anfänglichen Startschwierigkeiten komplett mitgerissen und in seinen Bann gezogen, weshalb ich es auf jeden Fall als Empfehlung einstufen würde!

Rezension: »Nur fast am Boden zerstört« von Sophie Gonzales

Vielen Dank an das Bloggerportal und die Verlagsgruppe Random House für dieses Rezensionsexemplar! Und ein noch größeres Danke, weil es kein Problem dargestellt hat, dass ich die Rezension erst jetzt hochladen konnte.


Inhalt

Will Tavares ist der perfekte Sommerflirt – witzig, attraktiv und liebevoll – aber gerade als Ollie denkt, er hätte sein Happy End gefunden, enden die Sommerferien und Will antwortet nicht mehr auf seine Nachrichten. Um die Sache noch schwieriger zu machen, muss Ollie wegen eines Familiennotfalls ans andere Ende der USA ziehen. Was ihm deutlich weniger ausmacht, als er herausfindet, dass er von jetzt an auf dieselbe Schule wie Will geht – nur dass dieser Will nichts mit dem Jungen zu tun hat, mit dem Ollie seinen Sommer verbracht hat. Dieser Will ist ein Basketball-Crack, bekennt sich nicht zu seiner Sexualität und ist obendrein ein ziemlicher Idiot. Ollie denkt nicht daran, Will hinterherzutrauern. Doch dann taucht Will „zufällig“ ständig in Ollies Nähe auf: vom Cafeteria-Tisch bis hin zu Ollies Musikkurs. Und Ollies Entschluss gerät gehörig ins Wanken …

(Quelle: Amazon)


Bibliographische Daten

(Quelle: Amazon)

Titel: Nur fast am Boden zerstört
Originaltitel: Only Mostly Devastated
Autorin: Sophie Gonzales
Übersetzung: Doris Atwood
Genre: Young Adult
Format: Paperback
Seiten: 336
Verlag. cbj
ISBN: ‎ 978-3570166086
Deutsche Ersterscheinung: 26. Juli 2021


Meine Meinung

Schon nach der ersten Seite war ich völlig gefesselt vom Schreibstil der Autorin. Er ist an genau den richtigen Stellen mal witzig, mal emotionsgeladen und mal ernsthaftig. Allein dadurch hat mich das Buch schon komplett in seinen Bann gerissen.

Hinzu kommt dann noch der Humor, der unbedingt eine Erwähnung finden muss in dieser Rezension. Denn der ist einfach grandios! So oft musste ich über Ollies Gedanken und Worte schmunzeln oder sogar lachen, weil sie mir so sehr aus der Seele gesprochen haben, gleichzeitig aber einfach lustig waren.

Zudem ist die ganze Geschichte sehr tiefgründig ausgearbeitet. Immer mal wieder erfährt man als Leser*in in kleinen Rückblicken mehr über den vorangegangenen Sommer – was, nebenbei bemerkt, auch die Neugierde auf das Prequel steigert. Die detailreich ausgearbeiteten Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen haben ihr Übriges dazu getan. Allgemein hat mir die Zusammenstellung der Charaktere super gut gefallen, es gab viel Diversity und Freundschaften, die sich wunderbar ergänzt haben, auch wenn das die Charaktere selbst vielleicht nicht sofort erkannt haben.

Außerdem sind sowohl der Plot an sich, als auch auch die Liebesgeschichte zwischen Ollie und Will – und alle anderen Liebesgeschichten – sehr glaubhaft und realistisch dargestellt. Ich habe den Charakteren alles abgekauft, was sie gesagt oder getan haben, und war komplett in der Welt von Ollie und Will versunken.

Es spielt aber nicht „nur“ das Thema Sexualität eine große Rolle in dem Buch. Auch Trauer, Verlust, Freundschaft und natürlich Liebe sind Themen, die einen Platz finden, der nicht zu knapp kommt. Das macht das Buch für mich zu einem absoluten Wohlfühlbuch, das ich ohne Zweifel an alle weiterempfehlen werde!


Fazit

»Nur fast am Boden zerstört« von Sophie Gonzales ist eine absolute Empfehlung, ein Highlight und ein Pageturner für mich. Wer auf der Suche nach einer zuckersüßen, gleichzeitig aber auch emotional geladenen und humorvollen Story ist, der muss dieses Buch unbedingt lesen!

Rezension: »Der Zwillingscode« von Margit Ruile

Hallo ihr Lieben!

Etwas verspätet kam mein Rezensionsexemplar von „Der Zwillingscode“ bei mir an. Ich habe es dann sofort angefangen zu lesen, um den Loewe-Verlag nicht noch länger auf meine Rezension warten zu lassen. Das Buch ist eine Dystopie, die im Januar 2021 erschienen ist, also noch ganz neu. Zugegeben lese ich ja eher selten Neuerscheinungen, aber da ich zurzeit so im Dystopien-Fieber bin, hat sich das hier ganz gut angeboten.

Das Buch ist ein Rezensionsexemplar, das mir vom Loewe-Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Das beeinflusst weder meine Meinung noch den Inhalt der Rezension.


Inhalt

Was passiert, wenn die Dinge, die wir erschaffen, uns gar nicht mehr brauchen?

Vincent ist siebzehn und eine Doppel-C-Seele. Sein Sozialpunktestand ist so niedrig, dass an ein Studium nicht zu denken ist. Stattdessen repariert er heimlich die mechanischen Haustiere der Firma Copypet. Eines Tages bringt eine alte Frau eine Katze zur Reparatur. Und die führt Vincent geradewegs in die Simulation – eine virtuelle Welt, in der alle unsere Gegenstände ihr digitales Leben führen. Verborgen in dieser Zwillingswelt aber liegt ein Code. Vincent muss ihn finden, denn davon hängt die Zukunft der Menschheit ab.

Ein außergewöhnliches Zukunftsszenario im Stil von Black Mirror.


Bibliografie

Titel: Der Zwillingscode
Autorin: Margit Ruile
Genre: Dystopie
Format: Paperback
Seiten: 315
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7432-0324-2
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Dieses Buch ist eine seltene Enttäuschung für mich gewesen. Der Inhalt klingt wirklich interessant, und auch das Cover hat mich sofort angesprochen. Die Umsetzung konnte mich aber leider auf keiner Ebene überzeugen …

Die Welt aus dem Buch ist im Grunde genommen unsere, aber im Jahr 2057. Die Digitalisierung hat ganz andere Ausmaße angenommen – alles ist vernetzt, jeder hat ein Handy, echte Tiere sind teils schon komplett ausgestorben und werden durch künstliche Tiere der Firma Copypet ersetzt. Das alles ist in der Gesellschaft völlig normal. Genau wie der Sozialpunktestand, den jeder Mensch besitzt. Je besser der Sozialpunktestand, desto mehr Privilegien und Rechte hat man. Das Buch beschäftigt sich mit einer sehr aktuellen Thematik, nämlich der Künstlichen Intelligenz. In der Geschichte hat sich eine K.I. nun weiterentwickelt, ohne dass die Menschen davon wissen.

Wie gesagt: Gute Idee, aber die Umsetzung leider nicht mein Fall. Die Storyline an sich ist ganz in Ordnung. Es gibt einen roten Faden und am Ende einen halbwegs überraschenden Showdown. Allerdings gab es auch keine anderen Handlungsstränge, was das ganze sehr einfach und irgendwie eindimensional hat wirken lassen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr schlicht und einfach und dadurch angenehm und schnell zu lesen. Trotzdem war er nicht sonderlich aussagekräftig oder gar bildgewaltig. Es haben auch viele Beschreibungen und Erklärungen gefehlt, wodurch vieles ein Rätsel für mich blieb und ich auch jetzt noch eine ganze Menge offener Fragen habe. Zudem gab es eine Menge Logikfehler, was ich persönlich ziemlich schade finde, weil zumindest im Lektorat genau auf solche Dinge noch mal geachtet werden sollte. So frage ich mich jetzt aber zum Beispiel, wie es sein kann, dass sich Vincent in seinen Erinnerungen selbst sieht. Oder dass ein Programm, dass durch Lippenlesen Töne in Stummfilme spielt, Windgeräusche einblenden kann.

Außerdem konnte ich weder zu Vincent noch zu irgendeinem anderen Charakter eine Bindung aufbauen. Zwar war zumindest Vincent in der Theorie recht tiefgründig ausgearbeitet, aber da seine Emotionen und Gedanken so extrem auf der Strecke geblieben sind, konnte ich mich einfach nicht in ihn hineinversetzen.

Stattdessen kam es mir so vor, als wäre ich eine Zuschauerin in einem Kinofilm. Tatsächlich stelle ich mir die Geschichte als Film auch besser vor als als Buch. Da merkt man meiner Meinung nach auch deutlich, dass die Autorin vorher in der Filmbranche tätig war und Drehbücher geschrieben hat.

Die ganze Handlung spielte sich sehr temporeich ab, und irgendwie wirkte das Buch extrem komprimiert, weil viele Informationen fehlten, die das Verständnis einfacher gemacht hätten. So blieb alles irgendwie oberflächlich und ich konnte nie in die Geschichte abtauchen. Einige Seiten mehr, vielleicht sogar um die 100, hätten dem Buch sicher nicht geschadet.

Obwohl ich auf den ersten hundert Seiten das Gefühl hatte, es könnte endlich mal was passieren, muss ich jetzt im Nachhinein zugeben, dass die ersten hundert Seiten weitaus weniger temporeich waren als der Rest. Dort hat sich nichts zu schnell entwickelt, was ich jetzt mal als Pluspunkt zähle.

Das offene Ende ist hier ausnahmsweise ebenfalls mal ein Pluspunkt. Zwar bin ich ein großer Fan von Happy Ends, aber hier hätte das gar nicht gepasst und wäre viel zu vorhersehbar gekommen. Stattdessen wurde alles irgendwie noch realistischer und hat zumindest noch ein bisschen was aus der Geschichte rausgeholt.


Fazit

Leider war dieses Buch der erste richtige Flop in diesem Jahr. Ich hatte so große Hoffnungen und vor allem hohe Erwartungen, aber keine einzige wurde erfüllt. Stattdessen muss ich eingestehen, dass es dem Buch nicht geschadet hätte, noch ein paar Mal überarbeitet zu werden, sodass noch mindestens 100 Seiten an Ausführungen hinzugekommen wären.

Rezension: »Cryptos« von Ursula Poznanski

Hallo ihr Lieben!

Kommen wir nun zur ersten Rezension diesen Monat! Es handelt sich um die Hörbuchfassung von „Cryptos“, dem neuesten Werk von Ursula Poznanski. Vielen Dank an das Bloggerportal für das Bereitstellen dieses tollen Rezensionsexemplares!


Allgemeine Informationen

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Titel: Cryptos
Autorin: Ursula Poznanski
Specherin: Laura Maire
Genre: Dystopie
Format: Hörbuch (MP3-CDs)
Länge: 12h 53min
ISBN: 978-3-8445-3939-4
Verlag: der Hörverlag (als Print: Loewe)
gehört: 12.08.20 bis 08.09.20


Inhalt

Kerrybrook ist Janas Lieblingswelt: ein idyllisches Fischerdorf mit viel Grün, geduckten Häuschen und einer Burgruine. Es gibt Schafe, gemütliche Pubs und vom Meer her weht ein kühler Wind. Manchmal lässt Jana es regnen. Meistens dann, wenn an ihrem Arbeitsplatz mal wieder die Kühlung ausfällt und es schon vor elf Uhr so heiß ist, dass man kaum mehr atmen kann.

Jana ist Weltendesignerin. Auf ihrem Desktopf entstehen die alternativen Realitäten, in denen jeder spannende Abenteuer erleben kann, w#hrend er sich eigentlich in einer Art VR-Kapsel befindet. Denn in einer Wirklichkeit, in der das Klimasystem bereits gekippt ist, bleibt für die meisten Menschen nur die Flucht ins Virtuelle …


Meine Meinung

Die Gestaltung

Genau wie auch in der gesamten Geschichte, findet sich im Cover die Liebe zum Detail wieder, die das Buch unter anderem so besonders macht. Das Motiv passt haargenau zum Inhalt.

Auch im Inneren kann das Hörbuch von der Gestaltung her punkten. Ein besonderes Highlight ist für mich das Kapitelregister – dort steht, welche Tracks zu welchem Kapitel gehören, was einen besseren Überblick ermöglicht.


Der Erzählstil

Wie immer kann ich vom Schreibstil der Autorin nur schwärmen. Ursula Poznanski hat es geschafft, alles so detailreich und gleichzeitig nie zu ausschweifend auszubauen. Es baut sich schon von Anfang an Spannung auf und ich wollte kaum mehr aufhören zu hören – leider hat mir die Zeit einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht xD.

Die Sprecherin ist perfekt gewählt. Laura Maires Ausdrucksweise passte perfekt zur Protagonistin Jana und ich habe sofort rausgehört, wenn sich etwas um Gesagtes oder um Gedachtes handelte. Nur, dass die Anfänge jedes Tracks ein bisschen mit rausgeschnitten wurden, hat leicht gestört – nichts Dramatisches, meist wurde ein Wort oder so rausgeschnitten.


Die Handlung

Ursula Poznanski hat mit „Cryptos“ mal wieder großen Einfallsreichtum bewiesen. Allein schon die Idee, dass das Buch mit topaktuellen Themen wie Klimawandel und virtuellen Realitäten spielt, hat mich neugierig gemacht.

Vielleicht fragt man sich nun, ob denn alles wirklich realistisch dargestellt wurde. Das ist dann eine wirklich unbegründete Sorge. Poznanski hat sich sehr viele Gedanken gemacht und es letztlich hinbekommen, alles so realitätsnah wie möglich zu gestalten. Es wurde auf so viele kleine Details geachtet, es wurde so vieles verständlich erklärt. Und trotz der Tatsache, dass ich ein Großteil des Buches in der virtuellen Realität abspielt, blieb der Bezug zur Wirklichkeit vorhanden.

Mit der Gestaltung der unterschiedlichen Welten wurde eine sehr behagliche und gleichzeitig ein bisschen faszinierende Atmosphäre geschaffen – auch wenn nicht alle Welten so angenehm zum Leben sind wie Janas Kerrybrook.

Zudem gab es immer mal wieder gleichermaßen schockierende wie glaubwürdige Wendungen, die nicht vorhersehbar waren und das Lese- bzw. Hörerlebnis spannender gemacht haben. Die abwechslungsreiche Storyline hat dies noch einmal unterstrichen, sodass ich nie das Gefühl hatte, irgendwas an der Geschichte hätte noch ausgebessert werden können.

Das Ende war für mich noch ein kleines Highlight. Anders als erwartet ist es eher offen und lässt einen als Leser noch eine Weile grübelnd zurück. Man weiß nicht, ob Jana und ihre Komplizen es hinterher schaffen, die Drahtzieher zu stoppen, aber gerade das machte das Ende so realistisch für mich. Es hat noch weitere zwei Stunden gebraucht, bis ich mich getraut habe, diese Rezension zu schreiben, weil ich noch so lange über die Geschichte nachgedacht habe.


Die Charaktere

Ich hatte Jana als Protagonistin sofort liebgewonnen. Ihr Charakter wurde durch ihre Taten und Aussagen sehr hervorgehoben, und dadurch, dass das ganze Buch aus ihrer Perspektive geschrieben ist, habe ich einen sehr deutlichen Einblick in ihre Gedanken bekommen. Obwohl sie vielleicht für einige etwas naiv scheinen könnte, fand ich gerade das so sympathisch an ihr – ich kenne keine Person, die nicht ein kleines Bisschen blauäugig ist, und so wirkte Jana auf mich noch viel authentischer. Sie hat einen sehr ausgeprägten, starken Charakter, der mich sofort von sich überzeugt hat.

Auch die anderen Charaktere in dem Buch klingen noch lange nach. Jeder hatte eine eigene Persönlichkeit, die genau zu ihm passte, und ich liebe einfach diese facettenreiche Ansammlung von Menschen, die Ursula Poznanski da geschaffen hat.


Fazit

Für mich ist „Cryptos“ sehr nahe an einem Highlight dran. Einzig, dass die Anfangsworte in der Hörbuchfassung rausgeschnitten wurden, fand ich ein bisschen lästig, ansonsten gibt es von mir keine Kritikpunkte!


Meine Bewertung

Gestaltung: 5/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 5/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐


Gesamt: 4,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara

Kurzrezension: »Die rogodanischen Schriften – Gesamtausgabe« von Tim J. Radde

Hallo ihr Lieben!

Wie versprochen gibt es jetzt noch eine Kurzrezension zur Gesamtausgabe von „Die rogodanischen Schriften“! Ich werde diese Rezension nicht in Gestaltung, Erzählstil, Handlung und Charaktere gliedern, das könnt ihr alles in den ausführlicheren Rezensionen zu den einzelnen Bänden nachlesen, die ich euch verlinkt habe. Vielmehr werde ich kurz erklären, worum es in der Reihe geht, was ich daran insgesamt gut und was nicht so gut fand und ob es sich meiner Meinung nach lohnt, sich die Gesamtausgabe zuzulegen.

Zur Rezension von Band 1

Zur Rezension von Band 2

Zur Rezension von Band 3

Zur Rezension von Band 4


Allgemeine Informationen

Titel: Die rogodanischen Schriften – Gesamtausgabe
Autor: Tim J. Radde
Genre: High Fantasy
Format: E-Book
Seiten: 1012 (auf meinem E-Reader)
Reihe: Die rogodanischen Schriften / Bd. 1 / Bd. 2 / Bd. 3 / Bd. 4


Inhalt

In der Hauptstadt Jerobina liegt ein junger Mann bewusstlos auf der Straße. Gerettet von einem magisch Begabten und unterstützt durch eine Straßendiebin versucht er, seinen Lehrmeister aus den Fängen der königlichen Stadtwache zu retten. Durch ihre Befreiungsaktion rücken sie in den Fokus des Herrschers und einer geheimen Macht. Der Krieger Endrael wird so durch die Vergangenheit seiner ihm unbekannten Eltern und die Verbundenheit zu seinem Ausbilder in einen aufkommenden Krieg zwischen den loyalen Schergen des Königs und einem wachsenden Widerstand verwickelt. Die Freunde entdecken einen drohenden Schlagabtausch, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint … Endrael muss sich bewusst werden, ob er sich dem Kampf um Gerechtigkeit widmen will oder den Pfad der Rache einschlägt.


Meine Meinung

Ich habe die ersten drei Bände von „Die rogodanischen Schriften“ im Mai gelesen und ich fand sie wirklich gut. Die Reihe ist mal etwas ganz Anderes, denn weder Tims Schreibstil noch die Welt und die Handlung konnte ich mit etwas Ähnlichem vergleichen.

Ein Pluspunkt für die Gesamtausgabe ist natürlich, dass es darin einige Extras gibt, die so nicht in den einzelnen Büchern vorhanden sind. Beispielsweise ist die Innengestaltung viel ansprechender – nicht nur von der Formatierung her, denn zusätzlich gibt es am Anfang noch eine Karte von der bekannten Welt. Das größte Highlight der Gesamtausgabe ist vermutlich aber der exklusive vierte Teil der Reihe, „Letztes Erbe“, den ich geradezu verschlungen habe.

Aber lohnt es sich deshalb, sich die Gesamtausgabe zu kaufen? Meiner Meinung nach schon. Es gibt so viele kleine Details, die das Lesen einfach schöner machen und in den Einzelbänden so nicht vorhanden waren. Dennoch würde ich raten, zuvor eine Leseprobe vom ersten Teil zu lesen, weil der Schreibstil wie bereits gesagt etwas ganz Anderes ist und sicherlich nicht jedem unbedingt zusagt. Wenn euch die Leseprobe gefällt und ihr unbedingt weiterlesen wollt, würde ich tatsächlich empfehlen, die Gesamtausgabe zu kaufen. Wenn ihr immer noch unsicher seid, holt euch erst den ersten Teil der Reihe, um dann zu entscheiden, wie ihr weiter damit verfahren wollt.

Viel mehr möchte ich hier gar nicht verraten. Natürlich könnte ich euch jetzt noch auflisten, was für Besonderheiten die Welt hat, die Tim erstellt hat, aber ich glaube, es ist besser, wenn ihr das selbst herausfindet.


Alles Liebe,

Lara

Rezension: »Die rogodanischen Schriften – Letztes Erbe« von Tim J. Radde

Hey alle zusammen!

Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass ich im Mai „Die rogodanischen Schriften“ von Tim J. Radde gelesen habe. Vor etwas mehr als einem Monat ist dann auch endlich die Gesamtausgabe der Reihe erschienen – mitsamt einem exklusiven vierten Band, der mehr als 100 Jahre nach der ursprünglichen Trilogie spielt!

Um diesen vierten Band soll es in dieser Rezension gehen, und natürlich werde ich auch noch eine extra Kurzrezension für die Gesamtausgabe schreiben, um einen allgemeinen Überblick zu geben.

In der Rezension kann es zu Spoilern für die vorherigen Bände kommen, da es sich um den vierten Teil einer Reihe handelt.

Zur Rezension von Band 1

Zur Rezension von Band 2

Zur Rezension von Band 3

Zur Rezension der Gesamtausgabe

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, das mir vom Autor zur Verfügung gestellt wurde. Dies ändert nichts an meiner ehrlichen Meinung oder dem Inhalt der Rezension.


Allgemeine Informationen

Titel: Die rogodanischen Schriften – Letztes Erbe
Autor: Tim J. Radde (https://www.timjradde.de/)
Genre: High Fantasy
Format: E-Book (exklusiv in der Gesamtausgabe enthalten)
Seiten: 104 (auf meinem E-Reader)
Reihe: Die rogodanischen Schriften / Sequel
gelesen: 09.07.20 bis 10.07.20


Inhalt

Viele Jahre sind seit dem Kampf gegen Manderion und dem Krieg vergangen. Endrael lebt auf dem Plateau der Lüfte mit den Abbildern seiner Familie. Friede herrscht auf der bekannten Welt, bis sich alles ändert.

Eine Armee von Mischwesen hat den Kontinent überfallen und bedroht, alles Leben zu vernichten. Balar ist tot, seine Kräfte gehören nun Endrael. Dieser versucht nun gemeinsam mit seiner Nachfahrin und einem Wanderprediger die feindlichen Kräfte zurückzuschlagen, um ein weiteres Mal seine Heimat vor dem sichergeglaubten Ende zu bewahren.


Meine Meinung

Die Gestaltung

Da es sich bei „Letztes Erbe“ um ein Sequel handelt, das es nur in der Gesamtausgabe gibt, ist auch kein eigenes Cover vorhanden, das ich bewerten könnte. Stattdessen werde ich mehr auf die Innengestaltung eingehen, denn die finde ich wirklich gelungen!

Im Gegensatz zu den ersten drei Bänden, die ich einzeln gelesen habe, wurde in der Gesamtausgabe mehr Wert darauf gelegt, dass alles anschaulich und übersichtlicher wirkt. So wird mit verschiedenen Textgrößen als Titel und Untertitel gearbeitet. Außerdem sind neue Zeilensprünge leicht eingerückt, was noch mal für ein besseres Leseerlebnis und mehr Übersichtlichkeit sorgt. Zudem gibt es Initialbuchstaben am Anfang jedes Absatzes.


Der Erzählstil

Ich finde, man merkt deutlich, dass sich Tims Schreibstil im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat. Und dennoch ist nichts von seiner Individualität verlorengegangen. Noch immer sind die Ereignisse leicht nüchtern und dennoch spannend geschrieben, aber die Sätze sind nicht mehr so verschachtelt wie zuvor.

Die Wortwahl hat sehr gut gepasst und war vor allem stimmig mit der ganzen Welt, die Tim ausgearbeitet hat. Manchmal waren mir zwar die Beschreibungen ein bisschen zu ausführlich, aber dadurch hat man eben auch einen Einblick bekommen, wie die bekannte Welt hundert Jahre später aussieht.


Die Handlung

Vermutlich denken sich manche von euch jetzt, dass so ein Sequel eigentlich eher unnötig ist und nur der Geldmache dient. Ich kann euch aber sagen, dass dieses Sequel sich wirklich lohnt, wenn einem die anderen drei Teile von „Die rogodanischen Schriften“ gefallen haben.

Ich fand es einfach großartig, wieder aus Endraels Sicht zu lesen und zu erfahren, wie die bekannte Welt nach soo vielen Jahren aussieht und was sich verändert hat. Diese Entwicklung hat Tim sehr realistisch dargestellt und es gibt auch einige Parallelen zu unserer Welt.

Gerade der Anfang war auch auf emotionaler Ebene ein Highlight, denn obwohl bei mir keine Tränen geflossen sind, wurde ich schon ein wenig wehmütig und traurig … Ich habe auf jeden Fall mit Endrael mitgelitten, was zuvor nie so richtig der Fall gewesen war.

Die Zeitsprünge haben mich auch nicht so extrem gestört, weil ich darauf vorbereitet war. Da der vierte Teil an sich recht kurz ist, waren diese Zeitsprünge für eine authentische Handlung notwenig und auch die Rückblicke waren wieder sehr aufschlussreich – so habe ich noch mal etwas mehr über Endrael erfahren können.

Der Spannungsbogen wurde allerdings trotz der Kürze des Buchs weder zu schnell noch zu langsam ausgearbeitet. Zwar wirkte der Grund für die Bedrohung der bekannten Welt ein bisschen an den Haaren herbeigezogen, war aber trotzdem nicht soo unrealistisch, sodass ich mir das alles trotzdem ganz gut vorstellen konnte.


Die Charaktere

Mich hat erstaunt, dass Endrael trotz all der Jahre, die vergangen sind, noch immer so viele seiner ursprünglichen Charakterzüge aufweist. Er ist noch immer ein Kämpfer und jemand, der für Gerechtigkeit einsteht und er lernt auch aus seinen Fehlern, in diesem Teil womöglich mehr als in den Bänden zuvor. Trotzdem merkt man ihm sein Alter auch an, was ich teilweise recht amüsant fand.

Die kleine Katin habe ich ebenfalls sehr liebgewonnen. Sie erinnert mich so sehr an ihre Vorfahrin und sie ist so ein aufgewecktes Mädchen, die einige Eigenschaften von Endrael geerbt hat. Über sie hätte ich gerne noch ein bisschen mehr erfahren.


Fazit

Wer „Die rogodanischen Schriften“ gemocht hat, wird auch den vierten Teil bzw. das Sequel „Letztes Erbe“ mögen. Es mag zwar nicht unbedingt notwendig zu sein, aber ich fand es trotzdem unglaublich toll, noch mal ein letztes Abenteuer gemeinsam mit Endrael zu erleben!


Meine Bewertung

Gestaltung: 4,5/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 4/5 ⭐

Charaktere: 4/5 ⭐


Gesamt: 4,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara