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Rezension: »Die Flüsse von London« von Ben Aaronovitch

Hey ihr Lieben!

Es hat ein bisschen gedauert, aber jetzt habe ich endlich „Die Flüsse von London“ beendet, das ich zusammen mit Daniel von Lesemagie gelesen habe. Beziehungsweise, wir haben es teilweise gemeinsam gelesen, denn als bei mir die Schule wieder angefangen hat, bin ich nicht mehr hinterhergekommen. Na ja, so was kann passieren und ich bin froh, dass niemand mir das übel nimmt.


Inhalt

Können Sie beweisen, dass Sie tot sind?

Peter Grant ist frischgebackener Police Constable, als man ihm einen unerwarteten Karrierevorschlag macht: Er soll Zauberlehrling werden, der erste in England seit fünfzig Jahren. Jetzt muss er sich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin aushandeln, Leichen in Covent Garden ausgraben … Alles ziemlich anstrengend. Und der Papierkram!

»Ich liebe dieses Buch!«

Charlaine Harris

»So stellt man es sich vor, wenn Harry Potter erwachsen geworden und zu den Bobbies gegangen wäre. Eine einzige große, witzige, phantasievolle Kapriole.«

Diana Gabaldon

Bibliografie

Titel: Die Flüsse von London
Autor: Ben Aaronovitch
Übersetzung: Karlheinz Dürr
Genre: Urban Fantasy
Format: Taschenbuch
Seiten: 480
ISBN: 978-3423213417
Verlag: dtv
Reihe: Peter Grant / Bd. 1
gelesen: 12.08.20 bis 09.09.20


Meine Meinung

Die Gestaltung

Die Cover der Reihe haben noch nie meinem Geschmack entsprochen. Angesichts des Inhalts muss ich aber zugeben, dass die Außengestaltung perfekt passt. Das auf alt gemachte Cover harmoniert sehr gut mit der Geschichte an sich. Auch, wenn ich kein Fan von der Aufmachung bin, kann ich diesbezüglich nicht viel entgegensetzen.

Von Innen wurde die Gestaltung dem Äußeren angepasst. Die Kapitelanfänge haben alle eine Überschrift, die weder zu viel noch zu wenig über das Kapitel verrät, und sie sind in derselben altmodischen Schrift geschrieben wie der Titel.


Der Erzählstil

Schon auf den ersten Seiten konnte mich Ben Aaronovitch mit seinem Schreibstil teils begeistern, teils abschrecken. Das Buch ist sehr humorvoll und ironisch geschrieben, es gibt viele kleine Anekdoten, die ich mal mehr mal weniger verstanden habe, und so einige Male musste ich mir ein Schmunzeln verkneifen.

Trotzdem hat der Schreibstil auch eine Sache an sich, die ich bei vielen Büchern nicht so gern mag, denn er ist sehr ausführlich. Bei den Büchern von Dan Brown hat mich das bisher nicht gestört, hier fand ich es teilweise eher nervig und langweilig. Der Protagonist ist noch sehr jung und scheint sich mit gefühlt jeder Sache auszukennen – die Architektur wurde detailreich beschrieben, ebenso wie die Umstände in anderen Jahrhunderten und physikalische Gesetze. Und das, obwohl Peter sein Abitur nicht geschafft hat.

Durch die sehr ausschweifenden Beschreibungen hat sich das Buch oft gezogen und konnte mich nach der Hälfte einfach nicht mehr richtig fesseln. Auch, wenn ich so oder so nicht zum Lesen gekommen bin, hatte ich jetzt auch nicht das Bedürfnis, unbedingt weiterlesen zu müssen.


Die Handlung

Die Grundidee mag ich sehr gerne, wirklich. Die Umsetzung … Naja. Hat mich manchmal etwas enttäuscht beziehungsweise vielmehr überfordert. Im Klappentext kommt nicht so gut rüber, dass all die Dinge, die er erledigen muss, größtenteils zu ein und demselben Kriminalfall gehören, den Peter und sein Mentor Nightingale aufdröseln müssen. Aber dazu später.

Zuerst einmal frage ich mich nämlich, wie das mit Mama und Papa Themse genau abläuft, beziehungsweise mit deren Kindern. Irgendwelche Kinder fallen in einen Fluss und sind daraufhin der Fluss selbst, oder wie? Da wurde mir eindeutig zu wenig erklärt, auch wenn der Hexenmeister selbst keinen Plan hat, was es mit den Themsegöttern auf sich hat.

Die ganzen unterschiedlichen Handlungsstränge haben mich zusätzlich etwas überfordert, mal ganz davon abgesehen, dass die einzelnen Kapitel insgesamt vieeel zu lang für meinen Geschmack waren. Die neuen Absätze waren manchmal komplett aus dem Zusammenhang gerissen und haben für mich einfach nichts mehr mit dem vorherigen Kapitel zu tun gehabt.

Sowohl Daniel aus auch mir ist außerdem aufgefallen, dass die Nationalitäten der einzelnen Charaktere eine unbegründet große Rolle in der Geschichte spielen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob eindeutig diskriminierende Andeutungen gegenüber Menschen, die anderer Ethnizität sind, noch als Humor aufgefasst werden können. Da frage ich mich, warum der Verlag da nicht ein zweites Mal drübergeguckt hat.

Die ganzen Anspielungen auf physikalische Regeln fand ich zudem nicht sehr verständlich erklärt. Der Autor ist teilweise davon ausgegangen, dass man sich mit Physik auskennt, wenn man sein Buch liest, aber es hat schon seinen Grund, weshalb ich Physik nach der neunten Klasse ohne Zögern abgewählt habe. Dafür habe ich die ganzen Anspielungen auf die lateinische Sprache verstanden – und habe mich auch manchmal darüber aufgeregt, dass Peter einfache, aus vier Wörtern bestehende Sätze, nicht übersetzen konnte, obwohl die Bedeutungen der Wörter abzuleiten gewesen sind. Ich meine, er kennt alle unwichtigen, schwierigen Wörter auswendig, aber die ganzen einfachen, die in der lateinischen Sprache in fast jedem Satz mindestens einmal verwendet wird, nicht?

Das Setting konnte für mich aber noch vieles rausholen. Zwar wurde davon ausgegangen, dass man sich in London überall auskennt, aber ich habe so viele Ortsbeschreibungen wiedererkannt von meiner Greater-London-Fahrt letzten Herbst. Ich habe mich teilweise wieder an den Picadilly Circus, den Null-Meridian, die Victoria Station oder Covent Garden zurückversetzt gefühlt, was wirklich ein schönes Erlebnis war.

Was mich am meisten gestört hat, war das Ende. Die letzten drei Kapitel waren komplett aus dem Kontext gerissen und es gab überhaupt keine Erklärungen. Wie macht Peter auf einmal eine Zeitreise, und weshalb muss er dafür von einem Vampir ausgesaugt werden? Warum hat er den Wiedergänger in der Vergangenheit getötet, aber nicht in der Gegenwart? Wieso verhält sich der Wiedergänger plötzlich so friedfertig?


Die Charaktere

Okay, nachdem ich bei der Handlung so sehr ausgeschweift bin, fasse ich mich hier ein bisschen kürzer xD

Ich mochte Peter als Protagonisten sehr gerne, da er ein wirklich sympathischer junger Constable ist, dem man einen Kriminalfall ohne zu Zögern anvertrauen kann, da er aufs Ganze geht und nicht aufgibt, bevor er das Rätsel gelöst hat. Zudem ist er ein sehr guter Freund gegenüber Lesley und unterstützt sie selbst dann noch, als es mit ihr den Bach runter geht (ich will nicht spoilern, deshalb geht es nicht genauer).

Auch Nightingale fand ich von Anfang an ziemlich cool, genau wie Beverley, Lesley und Molly. Bei letzterer fand ich es jedoch ein bisschen komisch, warum nie mit einem einzigen Wort erwähnt wurde, was sie ist – selbst, als es zum Endspurt kam und sie eine größere Rolle gespielt hat.


Fazit

Ich hatte hohe Erwartungen an „Die Flüsse von London“, die leider nicht komplett erfüllt wurden. Ich fand das Buch nicht schlecht, aber auch nicht wirklich überragend. Die positiven Aspekte überwiegen zwar nicht, machen für mich aber noch einen Tacken mehr aus als die negativen.


Meine Bewertung

Gestaltung: 2,5/5 ⭐

Erzählstil: 3,5/5 ⭐

Handlung: 2,5/5 ⭐

Charaktere: 4/5 ⭐



Alles Liebe,

Lara

Rezension: »Cryptos« von Ursula Poznanski

Hallo ihr Lieben!

Kommen wir nun zur ersten Rezension diesen Monat! Es handelt sich um die Hörbuchfassung von „Cryptos“, dem neuesten Werk von Ursula Poznanski. Vielen Dank an das Bloggerportal für das Bereitstellen dieses tollen Rezensionsexemplares!


Allgemeine Informationen

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Titel: Cryptos
Autorin: Ursula Poznanski
Specherin: Laura Maire
Genre: Dystopie
Format: Hörbuch (MP3-CDs)
Länge: 12h 53min
ISBN: 978-3-8445-3939-4
Verlag: der Hörverlag (als Print: Loewe)
gehört: 12.08.20 bis 08.09.20


Inhalt

Kerrybrook ist Janas Lieblingswelt: ein idyllisches Fischerdorf mit viel Grün, geduckten Häuschen und einer Burgruine. Es gibt Schafe, gemütliche Pubs und vom Meer her weht ein kühler Wind. Manchmal lässt Jana es regnen. Meistens dann, wenn an ihrem Arbeitsplatz mal wieder die Kühlung ausfällt und es schon vor elf Uhr so heiß ist, dass man kaum mehr atmen kann.

Jana ist Weltendesignerin. Auf ihrem Desktopf entstehen die alternativen Realitäten, in denen jeder spannende Abenteuer erleben kann, w#hrend er sich eigentlich in einer Art VR-Kapsel befindet. Denn in einer Wirklichkeit, in der das Klimasystem bereits gekippt ist, bleibt für die meisten Menschen nur die Flucht ins Virtuelle …


Meine Meinung

Die Gestaltung

Genau wie auch in der gesamten Geschichte, findet sich im Cover die Liebe zum Detail wieder, die das Buch unter anderem so besonders macht. Das Motiv passt haargenau zum Inhalt.

Auch im Inneren kann das Hörbuch von der Gestaltung her punkten. Ein besonderes Highlight ist für mich das Kapitelregister – dort steht, welche Tracks zu welchem Kapitel gehören, was einen besseren Überblick ermöglicht.


Der Erzählstil

Wie immer kann ich vom Schreibstil der Autorin nur schwärmen. Ursula Poznanski hat es geschafft, alles so detailreich und gleichzeitig nie zu ausschweifend auszubauen. Es baut sich schon von Anfang an Spannung auf und ich wollte kaum mehr aufhören zu hören – leider hat mir die Zeit einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht xD.

Die Sprecherin ist perfekt gewählt. Laura Maires Ausdrucksweise passte perfekt zur Protagonistin Jana und ich habe sofort rausgehört, wenn sich etwas um Gesagtes oder um Gedachtes handelte. Nur, dass die Anfänge jedes Tracks ein bisschen mit rausgeschnitten wurden, hat leicht gestört – nichts Dramatisches, meist wurde ein Wort oder so rausgeschnitten.


Die Handlung

Ursula Poznanski hat mit „Cryptos“ mal wieder großen Einfallsreichtum bewiesen. Allein schon die Idee, dass das Buch mit topaktuellen Themen wie Klimawandel und virtuellen Realitäten spielt, hat mich neugierig gemacht.

Vielleicht fragt man sich nun, ob denn alles wirklich realistisch dargestellt wurde. Das ist dann eine wirklich unbegründete Sorge. Poznanski hat sich sehr viele Gedanken gemacht und es letztlich hinbekommen, alles so realitätsnah wie möglich zu gestalten. Es wurde auf so viele kleine Details geachtet, es wurde so vieles verständlich erklärt. Und trotz der Tatsache, dass ich ein Großteil des Buches in der virtuellen Realität abspielt, blieb der Bezug zur Wirklichkeit vorhanden.

Mit der Gestaltung der unterschiedlichen Welten wurde eine sehr behagliche und gleichzeitig ein bisschen faszinierende Atmosphäre geschaffen – auch wenn nicht alle Welten so angenehm zum Leben sind wie Janas Kerrybrook.

Zudem gab es immer mal wieder gleichermaßen schockierende wie glaubwürdige Wendungen, die nicht vorhersehbar waren und das Lese- bzw. Hörerlebnis spannender gemacht haben. Die abwechslungsreiche Storyline hat dies noch einmal unterstrichen, sodass ich nie das Gefühl hatte, irgendwas an der Geschichte hätte noch ausgebessert werden können.

Das Ende war für mich noch ein kleines Highlight. Anders als erwartet ist es eher offen und lässt einen als Leser noch eine Weile grübelnd zurück. Man weiß nicht, ob Jana und ihre Komplizen es hinterher schaffen, die Drahtzieher zu stoppen, aber gerade das machte das Ende so realistisch für mich. Es hat noch weitere zwei Stunden gebraucht, bis ich mich getraut habe, diese Rezension zu schreiben, weil ich noch so lange über die Geschichte nachgedacht habe.


Die Charaktere

Ich hatte Jana als Protagonistin sofort liebgewonnen. Ihr Charakter wurde durch ihre Taten und Aussagen sehr hervorgehoben, und dadurch, dass das ganze Buch aus ihrer Perspektive geschrieben ist, habe ich einen sehr deutlichen Einblick in ihre Gedanken bekommen. Obwohl sie vielleicht für einige etwas naiv scheinen könnte, fand ich gerade das so sympathisch an ihr – ich kenne keine Person, die nicht ein kleines Bisschen blauäugig ist, und so wirkte Jana auf mich noch viel authentischer. Sie hat einen sehr ausgeprägten, starken Charakter, der mich sofort von sich überzeugt hat.

Auch die anderen Charaktere in dem Buch klingen noch lange nach. Jeder hatte eine eigene Persönlichkeit, die genau zu ihm passte, und ich liebe einfach diese facettenreiche Ansammlung von Menschen, die Ursula Poznanski da geschaffen hat.


Fazit

Für mich ist „Cryptos“ sehr nahe an einem Highlight dran. Einzig, dass die Anfangsworte in der Hörbuchfassung rausgeschnitten wurden, fand ich ein bisschen lästig, ansonsten gibt es von mir keine Kritikpunkte!


Meine Bewertung

Gestaltung: 5/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 5/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐


Gesamt: 4,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara

Rezension: »Paper Princess« von Erin Watt

Hey ihr Lieben!

Endlich traue ich mich auch mal an die Rezension zu diesem ungewöhnlichen Buch. Ich habe es zusammen mit Luca (Instagram-Account: @marlukarts) gelesen und fand den Austausch sehr schön!


Allgemeine Informationen

Titel: Paper Princess
Autorin: Erin Watt
Übersetzung: Lene Kubis
Genre: Young Adult
Format: Taschenbuch
Seiten: 381
ISBN: 978-3-492-31646-0
Verlag: Piper
Reihe: Paper-Reihe / Bd. 1
gelesen: 07.08.20 bis 10.08.20


Inhalt

DIESE ROYALS WERDEN DICH RUINIEREN …

Nie hätte Ella Harper gedacht, dass sie eines Tages wie eine Prinzessin leben würde. Seit dem Tod ihrer Mutter schlägt sie sich alleine durch und kommt gerade so über die Runden. Dann steht plötzlich der Multimillionär Callum Royal vor ihr und behauptet, ihr Vormund zu sein. Kurzerhand nimmt er Ella aus ihrem ärmlichen Leben mit in eine Welt voller Luxus – doch Callums fünf Söhne begegnen ihr mit Feindseligkeit, besonders der verschlossene Reed. Und trotzdem knistert es gewaltig zwischen ihnen. Ob aus Hass Liebe werden kann?


Meine Meinung

Die Gestaltung

Das Cover wurde aus dem Englischen übernommen, was meiner Meinung nach auch eine gute Entscheidung war. Ich finde die Aufmachung einfach schön, die Farben passen zueinander, das Diadem passt zur Geschichte. Na ja, und der Titel auch. Zwar bin ich mir nicht so ganz sicher, weshalb es noch einen Untertitel gibt, aber ich will mal nicht so sein.

Im Inneren ist die Gestaltung nichts Besonderes. Die Schrift ist eng gedruckt, wodurch relativ viel auf eine Seite passt, was mich aber auch ein bisschen stört, weil ich es lieber ein bisschen aufgelockerter habe. Dafür sind die Kapitelanfänge schön gestaltet, mit einem Diadem und anderer Schrift, was perfekt zum Cover passt.


Der Erzählstil

Anfangs musste ich mich ein wenig an den Schreibstil von Erin Watt gewöhnen. Nach dem ersten Kapitel war ich jedoch direkt drin, was vor allem daran liegt, dass es wenig Ausschweifungen gibt und alles sehr einfach gehalten ist. Dadurch konnte ich die Leseabschnitte (immer zehn Kapitel) in etwas weniger als einer Stunde durchlesen.

Die Geschichte wird einzig aus der Sicht von Ella erzählt, wodurch man als Leser immer ihren eigenen Gedanken folgt. Was mich daran jedoch gestört hat ist, dass Ella relativ voreingenommen ist und wenig Gefühle zulässt. Es gab kaum eine Seite ohne wörtliche Rede, wodurch ich das Gefühl hatte, Ella nie wirklich kennenzulernen.


Die Handlung

Hier wird es jetzt problematisch, weil ich immer noch nicht so ganz weiß, wie ich es beschreiben soll. Aber fangen wir mal ganz vorne an, denn da habe ich schon die ersten Kritikpunkte. Die Story startet, als Ellas Vormund Callum Royal an ihrer Highschool auftaucht und sie mitnehmen will. Es wird oft zwischendrin angeschnitten, dass sie keinen leichten Alltag hatte, zumal sie ihre Mutter bis vor ihrem Tod immer mit Medikamenten versorgen musste, die sie allerdings auch nur bekommen konnte, indem sie mit Strippen Geld verdient hat. Sie war also sehr arm, konnte sich irgendwie aber trotzdem einen gefälschten Ausweis kaufen, auf dem steht, dass sie über dreißig ist. Das ist schon das erste, was mir irgendwie aufgestoßen ist, denn wer bitteschön würde einer siebzehnjährigen abkaufen, dass sie dreißig ist?

Man erfährt kaum etwas über das, was Ella gerne macht oder was sie früher gerne gemacht hat, da die Geschichte größtenteils in der Gegenwart spielt und es nicht oft dazu kommt, dass sich Ella an etwas weiter zurückliegende Ereignisse erinnert.

Zudem konnte ich Ellas Handlungen oft einfach nicht nachvollziehen. Sie hat sehr impulsiv gehandelt, nicht viel nachgedacht (was man als Leser durch die fehlenden inneren Monologe gemerkt hat), und dadurch kam es oft zu Überraschungen in Situationen, die Ella nicht unbedingt gefallen haben.

Insgesamt war die Geschichte auch sehr unrealistisch. Reed beleidigt sie und ihre Mutter immer wieder, benimmt sich wie ein Arschloch, belästigt sie sexuell und psychisch, und trotzdem steht sie auf ihn, weil er gut aussieht. Ach so, und auf seine Brüder steht sie auch irgendwie, weil die ja GENAUSO aussehen wie Reed. Logisch, oder nicht?

Aber auch, wenn die gesamte Geschichte unrealistisch war und Dinge normalisiert wurden, die eigentlich nicht normalisiert werden DÜRFEN, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Ich meine, es werden viele Dinge angesprochen, die sehr ernst sind, aber trotzdem als unwichtig abgetan werden (beispielsweise die verschiedensten Arten von Sucht sowie sexuelle Belästigung und Sexismus), wodurch sie eben auch verharmlost werden. Die Plot-Twists wirkten auch sehr gewollt und nicht ganz stimmig für mich, waren aber nach der zweiten Wendung auch allesamt vorherzusehen, weil sie alle einem bestimmten Muster gefolgt sind. Demnach kam auch das Ende nicht sehr überraschend für mich, auch wenn ich trotzdem gespannt auf Band zwei bin.

Die ganze Zeit über hat sich eine merkwürdige Neugier in mir entwickelt, wie die Sache mit Reed ausgeht, was noch passiert, wann endlich der Wendepunkt kommt, und so weiter und so weiter. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, mein Herz hat geklopft wie sonst was, aber irgendwie … na ja. Mich konnte das Buch ansonsten einfach nicht so richtig überzeugen.

Einer der größten Pluspunkte ist für mich jedoch der Humor. Ich musste so oft laut auflachen und grinsen, wie lange nicht mehr bei einem Buch. Unterhaltung ist also auf jeden Fall vorprogrammiert, und auch wenn die Handlung an sich nicht so meins war, der Humor war es.


Die Charaktere

Wie bereits erwähnt, bin ich mit Ella nicht so richtig warmgeworden. Ich habe noch immer keine Ahnung, wie ich sie einschätzen soll, sie ist immer noch eine Fremde für mich, die ich ein paar Tage lang begleitet habe, in denen zwar viel passiert ist, aber auch nicht so viel, als dass ich gelernt hätte, wie Ella so drauf ist. Ihre Handlungen waren mir einfach zu impulsiv und ihre Reaktionen kamen oft aus dem Nichts, ohne, dass sie vorher einen Gedanken daran verschwendet hätte. Außerdem kam sie mir oft sehr gefühlskalt vor, da ich nicht wirklich bemerkt habe, dass sie noch um ihre Mutter trauert, die noch gar nicht so lange tot ist.

Die anderen Charaktere waren auch nicht so unbedingt mein Fall. Klar, sie waren alle recht unterschiedlich, und besonders bei den Royal-Brüdern haben sich die Autorinnen Mühe gegeben, sie so unterschiedlich wie möglich zu machen. Zwar bleiben diesbezüglich noch viele offene Fragen, aber ich freue mich schon auf den nächsten Streich, den die Zwillinge Sawyer und Sebastian irgendwem anders spielen.


Fazit

Ich bin sehr zwiegespalten, was „Paper Princess“ angeht. Einerseits wurde ich weder mit der Protagonistin noch der Storyline warm, andererseits war es unglaublich amüsant und spannend und hat meine Neugierde geweckt. Ich werde dem zweiten und dritten Teil auf jeden Fall noch eine Chance geben und freue mich schon darauf, sie ebenfalls zu lesen.


Meine Bewertung

Gestaltung: 4/5 ⭐

Erzählstil: 3,5/5 ⭐

Handlung: 2/5 ⭐

Charaktere: 2/5 ⭐


Gesamt: 2,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara

Rezension: »Harry Potter und der Gefangene von Askaban« von J. K. Rowling

Hey ihr Lieben!

Im Rahmen meiner selbst ausgedachten SuB-Abbau-Challenge (Infos dazu auf meinem Insta-Acc @acourtofbooksandmore) habe ich nun endlich auch mal „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ gelesen!


Allgemeine Informationen

Titel: Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Autorin: J. K. Rowling
Übersetzung: Klaus Fritz
Genre: Urban Fantasy
Format: Taschenbuch
Seiten: 446
ISBN: 978-3-551-35403-7
Verlag: Carlsen
Reihe: Harry Potter / Bd. 3
gelesen: 04.08.20 bis 08.08.20


Inhalt

Harry hob den Zauberstab. Die Zeit war gekommen. Dies war der Augenblick, Vater und Mutter zu rächen. Er würde Black töten. Er musste Black töten. Dies war seine Chance …

Natürlich weiß Harry, dass das Zaubern in den Ferien strengstens verboten ist, und trotzdem befördert er seine schreckliche Tante mit einem Schwebezauber an die Decke. Die Konsequenz ist normalerweise: Schulverweis! Nicht so bei Harry; im Gegenteil, man behandelt ihn wie ein rohes Ei. Hat es etwa damit zu tun, dass ein gefürchteter Verbrecher in die Schule eingedrungen ist und es auf Harry abgesehen hat? Mit seinen Freunden Ron und Hermine versucht Harry ein Geflecht aus Verrat, Rache, Feigheit und Verleumdung aufzudröseln und stößt dabei auf Dinge, die ihn fast an seinem Verstand zweifeln lassen.


Meine Meinung

Die Gestaltung

Bei den Covern der Harry Potter Bücher bin ich immer etwas zwiegespalten. Einerseits finde ich die Gestaltung irgendwie cool, denn sie hat auf jeden Fall was, andererseits bin ich nicht so ein Fan von der Art, wie Harry und seine Umgebung darauf gezeichnet wurden. Versteht ihr, was ich meine?

Das Cover von Band 3 ist etwas unspektakulärer als die anderen, und mir gefällt die Abbildung nicht so ganz so gut. Aber das ist ja schließlich Geschmackssache und ich will hier wirklich niemandem mit meiner Meinung auf den Schlips treten.


Der Erzählstil

Am Anfang musste ich mich wieder ein bisschen an den Schreibstil von J. K. Rowling gewöhnen – schließlich habe ich den zweiten HP-Teil ungefähr vor einem Jahr gelesen.

Nach leichten Startschwierigkeiten habe ich mich aber wieder daran gewöhnt und der Schreibstil konnte mich wirklich überzeugen, denn das Buch ist unglaublich packend geschrieben! Wenn Rowling auch äußerst kritische Bemerkungen macht, das Schreiben hat sie drauf.

Orte und Charaktere werden sehr bildlich beschrieben, sodass ich immer sofort ein Bild vor Augen hatte, obwohl ich die Filme nie gesehen habe. Es bleibt wirklich spannend von der ersten bis zur letzten Seite und es tat mir teilweise wirklich leid, wenn ich das Buch zur Seite legen musste, weil ich einfach noch andere Dinge zu tun hatte.


Die Handlung

Rowling hat mit dem dritten Teil der Harry Potter Reihe noch mal etwas ganz Anderes auf die Beine gestellt, das sich nicht so einfach mit den vorherigen Bänden vergleichen lässt. Es wird Spannung auf- und abgebaut, Rätsel kommen auf und werden gelöst, und die ganze Zeit über gibt es da dieses eine Etwas, das man als Leser nicht ganz fassen kann, von dem man aber weiß, dass es da ist und etwas zu bedeuten hat.

Leider wird man heutzutage oft versehentlich gespoilert, sei es durch Freunde, die denken, dass jeder Harry Potter schon gelesen hat, oder durch die Medien, wo ebenfalls ganz automatisch davon ausgegangen wird, dass jeder die Reihe kennt. Aus dem Grund wusste ich schon von Anfang an, was es mit Rons immer kränklicher werdenden Ratte Krätze sowie mit dem neuen Professor Lupin auf sich hat. Glücklicherweise wusste ich aber auch nur das Offensichtliche und nicht die ganze Hintergrundgeschichte, denn dann wäre das Buch wirklich langweilig für mich geworden.

Stattdessen hat J. K. Rowling mich aber über die ganzen 446 Seiten in die Irre geführt. Es gab viele Plot-Twists und Wendungen, die mich immer wieder fassungslos und irgendwie fasziniert zurückgelassen haben. Ich hatte ständig neue Ideen, was die Lösung des Rätsels ist, und immer lag ich falsch.

Zudem wurde die Freundschaft von Harry, Ron und Hermine hier noch mal in ein leicht anderes Licht gerückt und man hat mehr über Harrys Eltern erfahren. Hermine ist durch ihren sehr vollen und unmöglich erscheinenden Stundenplan durchgängig gestresst und gerät dank ihres neuen Katers Krummbein ständig mit Ron aneinander, dessen Ratte Krätze Angst vor der Katze hat, die sich wiederum ständig auf Krätze wirft. Harry ist durch diesen Zwist irgendeine Art Vermittler zwischen die beiden, stellt sich dann aber doch eher auf Rons Seite, weil er Hermines Verhalten nicht verstehen kann.

Die Auflösung ganz am Ende, mit all ihren Facetten, war dann sehr überwältigend. Teilweise ging mir die Szene, wo das Geheimnis rund um Sirius, Krätze und Lupin gelüftet wird, etwas zu schnell und irgendwie chaotisch, da ich oft den Faden verloren habe und nicht mehr so ganz wusste, was wirklich die Wahrheit war. Am Ende hat sich aber alles, einschließlich Hermines merkwürdigen Verhaltens, logisch aufgeklärt, sodass ich jetzt schon sehr gespannt auf den vierten Band bin.


Die Charaktere

Harry, Ron und Hermine haben sich in diesem Buch sehr viel altersgerechter verhalten als in den vorherigen Bänden. Sie wirkten erwachsener (mal ganz ehrlich, mit 13 kann man schon ernsthafte Gespräche miteinander führen, auch wenn viele Erwachsene so was immer wieder vergessen!!!), und trotzdem hatten sie noch das Unerfahrene an sich, was sie sehr authentisch gemacht hat.

Zudem mochte ich vor allem, wie sich alle drei im Laufe des dritten Teils weiterentwickelt haben. Besonders Hermine hat einen großen Schritt getan, und auch Ron und Harrys Entwicklung ist nicht unbeträchtlich.


Fazit

Für mich ist „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ bisher einer der besten Bände der Reihe. Wem die ersten beiden Bände noch nicht so zugesagt haben, sollte sich davon nicht abschrecken lassen, denn spätestens mit diesem Buch wird (fast) jeder ein Fan der Reihe sein!


Meine Bewertung

Gestaltung: 3,5/5 ⭐

Erzählstil: 4,5/5 ⭐

Handlung: 4/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐


Gesamt: 4,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara

Rezension: »Warrior Cats. Short Adventure – Taubenflugs Schicksal« von Erin Hunter

Hallo ihr Lieben!

Dieses Buch war tatsächlich eher ein spontanter Re-read. Ich hatte gedacht, zwei Bücher für meinen Holland-Urlaub würden reichen, taten sie aber nicht, also habe ich auch dieses noch gelesen. Und ich fand es schön, wieder in die Geschichte von Taubenflug einzutauchen, auch wenn sie bei weitem nicht mein liebster Charakter aus der Warrior Cats Reihe ist. Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, entsprechen alle Angaben in dieser Rezension dem englischen Buch.


Allgemeine Informationen

Titel: Warriors – Dovewing’s Silence
Autorinnen: Erin Hunter
Genre: High Fantasy
Format: Taschenbuch (Gesamtausgabe)
Seiten: 70
ISBN: 978-0-062287588
Verlag: Harper Collins
Reihe: Warriors / Novelle
gelesen: 03.08.30


Inhalt

In this seventy-page novella from the world of Erin Hunter’s #1 nationally bestselling Warriors series, discover what happened to Dovewing after the events of the fourth Warriors arc, Omen of the Stars.

The Dark Forest has been defeated – but Dovewing’s powers are gone. Will she be able to adjust to life as an ordinary warrior?


Meine Meinung

Die Gestaltung

Na ja, ob ich jetzt wirklich noch was zum Cover sagen muss? Wohl eher nicht. Mal ganz davon abgesehen, dass ich es einfach zu nichtssagend und grell finde, ist das Gelb auch nicht wirklich schön und passt auch nicht mit dem Lila im Schriftzug zusammen … Das einzig gute ist mal wieder die Abbildung von Taubenflug auf dem Cover, wobei mich auch da stört, dass sie grüne Augen hat. Da sollten sich die Erins mittlerweile eigentlich mal entscheiden können, denn auch in den Büchern ist es manchmal grün, dann wieder blau und dann wieder grün.

Die beiden Karten, eine aus der Sicht der Katzen und eine aus der Sicht der Zweibeiner, waren mal wieder ein kleines Highlight, ebenso wie die Gestaltung der Kapitelanfänge und die Hierarchie.


Der Erzählstil

Zu Erin Hunters Schreibstil gehen mir langsam die Worte aus, weil ich es hasse, zu jedem Warrior Cats Buch das gleiche zu schreiben. Aber der Vollständigkeit halber mache ich das einfach wieder xD

Also, die Wortwahl ist mal wieder an das Leben der Katzen angepasst, statt Verben wie „lachen“, „schmunzeln“, etc. gibt es halt Verben wie „schnurren“, „miauen“, „maunzen“, „knurren“, „fauchen“, etc. Auch ist der Schreibstil sehr leicht zu lesen und man kommt flüssig durch, ohne sich groß Gedanken um unbekannte Wörter machen zu müssen, selbst im Englischen. Wer also Englisch kann, dem würde ich auf jeden Fall die englischen Ausgaben der Reihe empfehlen, denn dort tauchen weitaus weniger Fehler auf 😉


Die Handlung

Natürlich kenne ich dieses Short Adventure bereits im Deutschen, und leider wurde ich trotzdem erneut enttäuscht. Meiner Meinung nach ist diese Novelle die schlechteste der bisherigen Warrior Cats Short Adventures, denn es ist so gut wie keine Handlung vorhanden.

Zuerst einmal ist es natürlich toll zu wissen, was zwischen der vierten Staffel und dem Special Adventure „Brombeersterns Aufstieg“ passiert, aber das hätte auch nicht unbedingt sein müssen. Dann hätte man das auch aus der Sicht einer anderen Katze schreiben können, denn es geht hier sehr wenig darum, dass Taubenflug, Löwenglut und Häherfeder nach dem Kampf gegen den Wald der Finsternis ihre Kräfte verlieren.

Stattdessen geht es ein kleines bisschen um Taubenflugs Beziehung zu Hummelstreif und Tigerherz – und wer ehr wissen will, sollte statt diesem Buch lieber „Tigerherz‘ Schatten“ bzw. „Tigerheart’s Shadow“ lesen – die englische Ausgabe hat mir extrem gut gefallen!

Der Titel ist also leider irreführend, denn es wird wenig darüber erzählt, wie Taubenflug mit dem Verlust ihrer Kräfte umgeht – dazu aber mehr bei „Charaktere“.


Die Charaktere

So. Wer mich schon länger verfolgt und sich mit mir schon das ein oder andere Mal über Warrior Cats unterhalten hat, weiß, dass ich Taubenflug als Charakter überhaupt nicht mag. Sie ist mir zu nervig, weinerlich und sprunghaft, und das war in dieser Novelle leider nicht anders. Aber da hat jeder sicherlich eine andere Meinung zu.

Bis zu einem gewissen Grad konnte ich ja verstehen, dass Taubenflug nicht wahrhaben will, dass sie ihre Kräfte verloren hat. Es hat mich aber irgendwann wirklich aufgeregt, immer nur zu lesen, dass sie „nutzlos“ für ihren Clan ist, wenn sie ihre Kräfte nicht hat – sind denn alle anderen ihrer Clangefährten ihrer Meinung nach auch nutzlos?! Zudem fand ich ihr Verhalten gegenüber Efeusee teilweise wirklich grauenhaft. Hat sie überhaupt kein Einfühlungsvermögen? Wieso stößt sie alle von sich und regt sich dann darüber auf, dass man auch sie nicht in jedes Geheimnis einweiht? Ehrlich, ich kann sie einfach nicht verstehen, und deshalb finde ich die vierte Staffel (neben der sechsten) eine der schlechtesten der Warrior Cats – wenigstens hat Efeusee das da aber noch ein bisschen wettgemacht.


Fazit

Wie auch schon beim ersten Lesen der deutschen Ausgabe hatte ich hier wieder das Gefühl, dass dieses Short Adventure eigentlich sinnlos ist. Klar, es gibt ein paar gut umgesetzte Punkte, aber das Hauptaugenmerk, das ja angeblich auf Taubenflugs Verlust ihrer Kräfte liegen soll, wurde hier meiner Meinung nach viel zu wenig beachtet.


Meine Bewertung

Gestaltung: 1/5 ⭐

Erzählstil: 5/5 ⭐

Handlung: 2/5 ⭐

Charaktere: 2/5 ⭐


Fazit: 2,5/5 ⭐


Alles Liebe,

Lara

Rezension: »Warrior Cats. Short Adventure – Blattsees Wunsch« von Erin Hunter

Hey-ho meine Lieben!

„Leafpool’s Wish“ war das zweite Buch, das ich im August gelesen habe, direkt nach „Tigerclaw’s Fury“. Und was soll ich sagen? Ich mochte diese Kurzgeschichte sogar noch mehr! Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, entsprechen alle Angaben in dieser Rezension dem englischen Buch.


Allgemeine Informationen

Titel: Warriors – Leafpool’s Wish
Autorinnen: Erin Hunter
Genre: High Fantasy
Format: Taschenbuch (Gesamtausgabe)
Seiten: 70
ISBN: 978-0-062287571
Verlag: Harper Collins
Reihe: Warriors / Novelle
gelesen: 02.08.20


Inhalt

Leafpool always knew medicine cats weren’t meant for love … until she fell for the WindClan warrior Crowfeather. Now she’s determined to keep their kits a secret. But to fool all of ThunderClan, she’ll need help – from her sister Squirrelflight, and perhaps even from StarClan …


Meine Meinung

Die Gestaltung

Na ja, die englischen Cover der Zusatzbände sind wie bereits erwähnt überhaupt nicht mein Fall. Ich finde die Farben einfach zu grell und zusammenhanglos mit dem Inhalt – das einzige, was mir gefällt, ist der Schriftzug und das Bild der jeweiligen Katze darauf, in diesem Fall Blattsee.

Genau wie in den neuen Warrior Cats Büchern, die auf deutsch erscheinen, gibt es in „Leafpool’s Wish“ sowohl eine Karte der Katzen und eine der Zweibeiner. Und Karten sind immer gut, weshalb ich das einfach hier mit in die Rezension einfließen lassen wollte.


Der Erzählstil

Wie immer in den Warrior Cats Büchern war Erin Hunters Erzählstil sehr leicht und flüssig zu lesen. Die Vokabeln wurden an das Leben der Katzen angepasst, sodass sie nicht allzu sehr „vermenschlicht“ werden.

Obwohl ich das Buch auf Englisch gelesen habe, würde ich jetzt auch nicht sagen, dass es kompliziert zu lesen ist. Wer die Grundlagen der englischen Sprache beherrscht und den Kontext versteht, der sollte auch mit den englischen Ausgaben der Warrior Cats Bücher keine Probleme haben.


Die Handlung

Das Short Adventure beginnt, als der Kampf mit den Dachsen vorbei und Rußpelz gestorben ist. Blattsee war kurz vorher mit Krähenfeder durchgebrannt, hat aber letztendlich auf ihr Herz gehört und ist zurück zum DonnerClan gegangen – gerade rechtzeitig.

In den ersten Kapiteln passiert zugegebenermaßen ziemlich wenig. Die Leser verfolgen Blattsees Arbeit als einzige Heilerkatze des Clans und wie sie es schafft, langsam das Vertrauen ihrer Clangefährten wiederzugewinnen. Leider war das ein wenig langweilig, denn genau das bekommt man als Leser eben auch schon in „Sonnenuntergang“ mit, dem zweiten Staffelfinale.

Was danach geschieht, also wie Blattsee erfährt, dass sie Junge erwartet und wie sie diese bekommt, rückt in dieser Novelle eher in den Hintergrund. Es war interessant zu erfahren, dass Eichhornschweif nicht sofort einverstanden war, die Jungen zu adoptieren, aber ansonsten wurde sehr viel mit Zeitsprüngen gearbeitet, teilweise werden da halbe Monde übersprungen, die Blattsee und Eichhornschweif mit den Jungen außerhalb des Clans verbringen.

Das wäre für mich noch okay gewesen, wenn wenigstens mehr dazu geschrieben worden wäre, wie der Clan auf die Jungen reagiert hat – gerade auf Häherjunges, da er ja blind ist – aber da war das Buch dann auch schon zu Ende.

Ansonsten mochte ich die Geschichte wirklich gerne, weil viele offene Fragen aus der zweiten Staffel bezüglich Blattsee und Krähenfeder noch erläutert wurden.


Die Charaktere

Blattsee mochte ich schon immer als Charakter, genau wie ihre Schwester Eichhornschweif. Ich habe sie in der zweiten Staffel liebgewonnen und mochte es sehr gerne, noch mal 70 Seiten aus ihrer Sicht zu erleben. Die Erins sind Blattsees Charakter die ganze Zeit über treu geblieben und haben keine plötzlichen neuen Züge miteingebaut, sodass die Heilerin sehr authentisch auf mich wirkte.

Eigentlich ist Eichhornschweif ja auch eine meiner Lieblingscharaktere der Warrior Cats. Doch ich weiß auch nicht, in diesem Short Adventure war sie mir teilweise wirklich unsympathisch. Ich mochte es nicht, als sie sich angemaßt hat, bei der Namensentscheidung von Blattsees Jungen mitzuentscheiden, mit dem Argument, dass sie schließlich ihre Mutter sein würde. In diesen Momenten, die häufiger mal auftauchten, erschien sie mir geradezu herzlos, obwohl es sie natürlich schon einige Überwindung gekostet hat, ihren ganzen Clan bezüglich der Jungen anzulügen.


Fazit

Obwohl ich oben direkt nach dem Lesen geschrieben habe, dass mir „Leafpool’s Wish“ sogar besser als „Tigerclaw’s Fury“ gefallen hat, würde ich das nach dem Schreiben der Rezension nicht mehr ganz so unterschreiben. Ich würde eher sagen, die beiden sind unterschiedlich und nicht richtig zu vergleichen, aber insgesamt mochte ich beide gleich.


Meine Bewertung

Gestaltung: 1,5/5 ⭐

Erzählstil: 5/5 ⭐

Handlung: 3,5/5 ⭐

Charaktere: 3,5/5 ⭐


Gesamt: 3,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara

Rezension: »Warrior Cats. Short Adventure – Tigerkralles Zorn« von Erin Hunter

Hey ihr Lieben!

Mein erstes Buch im August habe ich tatsächlich schon am ersten Tag beendet – allerdings kommt die Rezension erst jetzt online, weil ich bis gestern noch im Urlaub war. Ich selbst hab das Buch übrigens auf Englisch gewesen, deswegen entsprechen alle Angaben in dieser Rezension dem englischen Buch.

„Tigerclaw’s Fury“ war übrigens meine älteste SuB-Leiche! Endlich ist sie befreit und gelesen und meine neue älteste SuB-Leiche ist jetzt „Mapleshade’s Vengeance“, was ich aber auch diesen Monat noch lesen möchte. Mal sehen, wie viel ich so schaffe, zehn Bücher sind nämlich geplant.


Titel: Warriors – Tigerclaw’s Fury
Autorinnen: Erin Hunter
Genre: High Fantasy
Format: Taschenbuch (Gesamtausgabe)
Seiten: 75
ISBN: 978-0-062287557
Verlag: Harper Collins
Reihe: Warriors / Novelle
gelesen: 01.08.20


Inhalt

Cast out of ThunderClan as a traitor, Tigerclaw will not rest until he has his revenge on Bluestar, Fireheart, and the rest of his former Clanmates. But first he must become Tigerstar of ShadowClan …

Readers will be thrilled at this book into the ruthless heart of one of the most infamous cats in the Warriors series.


Meine Meinung

Die Gestaltung

Obwohl ich „Tigerclaw’s Fury“ in der Gesamtausgabe „Tales from the Clans“ habe, werde ich hier mal das Cover des E-Books bewerten. Ich finde tatsächlich, die deutschen Warrior Cats Ausgaben sind schöner als die englischen. Denn mal ganz ehrlich: Wen spricht dieses Cover bitte an?

Mir ist das Cover insgesamt einfach zu nichtssagend. Das Grün hat keinen Bezug zur Geschichte, aber wenigstens ist das Gesicht von Tigerkralle abgebildet. Was auch schon das einzige Interessante am ganzen Cover ist.

Im Inneren ist die Gestaltung in Ordnung. Die Hierarchie ist natürlich wie immer ein Highlight in den Warriors-Büchern für mich. Keine Ahnung, aber irgendwie faszinieren mich die Hierarchien immer. Die Seiten sind leider sehr dünn und reißen schnell und man sieht den Text auf der anderen Seite durchscheinen.


Der Erzählstil

Vielleicht kennt einer von euch ja noch meinen alten Blog, auf dem ich mehrere Warrior Cats Bücher rezensiert habe. Dieser existiert zwar nicht mehr, aber ich versuche mal ungefähr, erneut in Worte zu fassen, was ich an dem Schreibstil von den Erins so großartig finde.

Zum einen finde ich es sehr altersgerecht geschrieben. Klar, es gibt einige schon sehr brutale Szenen, aber trotzdem würde ich nicht zögern, das Buch ab 10 Jahren zu empfehlen. Es kommt aber natürlich auch immer auf die Person an, wie zartbesaited sie ist. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Bücher nicht nur etwas für Kinder und Jugendliche sind, denn es macht einfach Spaß, gemeinsam mit den Clans Abenteuer zu erleben.

Der Schreibstil ist auch im Englischen sehr einfach zu lesen. Die Geschehnisse und Gefühle der Katzen werden sehr bildlich beschrieben und an das Leben bei den Clans angepasst. So gibt es zum Beispiel ganz andere Redewendungen als bei uns Menschen.


Die Handlung

Ich war sehr gespannt auf das Buch, weil es ja aus der Sicht DES Bösewichts schlechthin geschrieben wird und ganz ehrlich gesagt? Ich will mehr davon! Die Geschichte von Tigerkralle hat so viel Potenzial, und in dieser Novelle wurde noch lange nicht alles ausgeschöpft. Das ganze Leben von Tigerkralle hätte sehr gut zu einem Special Adventure gepasst.

Das Buch beginnt direkt bei Tigerkralles Verbannung aus dem DonnerClan. Ab dann erlebt man als Leser mit, wie er es innerhalb eines Mondes geschafft hat, zum Anführer des gefürchteten SchattenClans zu werden. Die kleinen Details, die eingebaut wurden, haben mir gut gefallen, beispielsweise einige Anspielungen und Gedanken von Tigerkralle. Wenn er nur damals schon gewusst hätte, wie richtig er teilweise mit ihnen lag …

Leider gab es aber auch ein paar Logikfehler, die hätten vermieden werden können. So gab Erin Hunter bekannt, dass die SchattenClan-Katzen Rankenklette, Narbengesicht und Rehfuß im Wald der Finsternis landen, obwohl in dieser Novelle ganz klar deutlich wurde, dass all diese Katzen ihrem Clan treu ergeben waren. Der einzige, der treuer an Tigerkralles Seite war, war Schwarzfuß, aber der landet hinterher im SternenClan. Da stellt sich mir die Frage, weshalb? Denn besonders Rehfuß hatte nie etwas mit Tigerkralle zu tun, zumindest nicht in der Novelle, und er war einer seiner größten Gegner. Diese Kleinigkeiten hätten in einem Special Adventure noch besser erklärt werden können, genauso wie Tigerkralles späteres Verbündnis mit dem FlussClan.


Die Charaktere

Ich finde es toll, wie die Erins es geschafft haben, Tigerkralle einerseits wie den größten Bösewicht aller Zeiten aussehen zu lassen, andererseits aber auch wie eine Katze, die dem DonnerClan und dem SternenClan eigentlich treu ergeben war, letztendlich aber den ausschlaggebenden Schritt in die falsche Richtung gemacht hat.

Außerdem fand ich es toll, dass man auch mal ein bisschen mehr über die SchattenClan-Katzen aus der ersten Staffel erfahren hat. Rankenklette und Narbengesicht sind für mich jetzt nicht mehr die bösen, die an Braunsterns Seite gekämpft haben, sondern auch nur treue Krieger, die einen Fehler begangen haben, den sie bereuen.


Fazit

„Tigerclaw’s Fury“ oder im Deutschen „Tigerkralles Zorn“ ist ein tolles Short Adventure, das sehr viel Potenzial für ein Special Adventure gehabt hätte. So hat man als Leser nur einen kleinen Eindruck bekommen, wie es hinter den bösen Taten von Tigerkralle aussieht.


Meine Bewertung

Gestaltung: 1,5/5 ⭐

Erzählstil: 5/5 ⭐

Handlung: 3/5 ⭐

Charaktere: 4/5 ⭐


Gesamt: 3,5/5 ⭐


Alles Liebe,

Lara