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Rezension: »Die Verschworenen« von Ursula Poznanski

Etwas verspätet kommt heute die Rezension zu »Die Verschworenen« von Ursula Poznanski. Da es sich bei dem Buch um den zweiten Teil der Eleria-Trilogie handelt, kommen Spoiler zu Band 1 (»Die Verratenen«) vor.


Bibliographische Daten

Titel: Die Verschworenen
Autorin: Ursula Poznanski
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 464
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7547-5
Reihe: Eleria-Trilogie / Bd. 2

Erster Satz: »Die Kinder sind ein bebender Schatten im ersten Licht der Morgendämmerung.«


Inhalt

In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann. Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet. Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen.

Quelle: Goodreads


Meine Meinung

Schon der erste Teil der Trilogie hat mir recht gut gefallen, weshalb ich auch nicht unbedingt niedrige Erwartungen an dieses Buch hatte. Diese wurden auch größtenteils erfüllt, und der Schreibstil von Ursula Poznanski hat sein Übriges dazu getan, denn der ist einfach nur großartig. Jedes ihrer Bücher lässt sich wunderbar schnell und flüssig lesen, ohne dass ich jemals das Gefühl hatte, über bestimmte Formulierungen zu stolpern, etc.

Hinzu kommt, dass ich recht schnell wieder in die Geschichte reingekommen bin, da das Buch direkt an den Vorgänger anschließt. Dadurch konnte ich mir die letzten Geschehnisse aus Band 1 sofort wieder ins Gedächtnis rufen und hatte keine Schwierigkeiten, mit Teil 2 zu starten. Des Weiteren gab es in diesem Buch viel mehr unerwartete Wendungen und Plot-Twists, wodurch es insgesamt auch spannender war. Einzig einen Cliffhanger am Ende hätte ich mir gewünscht, um noch ein bisschen die Spannung auf den nächsten Teil zu erhöhen. Ich meine, das Buch hat zwar an sich so eine Art Cliffhanger, aber eben doch nicht ganz, weil danach noch eine kurze Szene kam, die das Ende ein bisschen »lasch« hat werden lassen.

Ansonsten kann ich nur den Mittelteil kritisieren, weil es sich dort dann doch ein bisschen gezogen hat. Beziehungsweise, nicht richtig gezogen, aber da ist die Geschichte dann eher so dahin geplätschert. Was natürlich dazu geführt hat, dass ein Großteil der zuvor aufgebauten Spannung wieder zunichte gemacht wurde. Einige Dinge waren aber auch im MIttelteil anders als erwartet, weshalb ich nicht das Gefühl hatte, dass ich langsamer mit dem Lesen vorankomme als vorher.

Fazit

Alles in allem ist »Die Verschworenen« trotzdem ein sehr gutes Buch, das mich auf jeden Fall auf den dritten Teil der Eleria-Trilogie hoffen lässt. Jetzt muss der nur noch in mein Regal einziehen, auch wenn ich ja eigentlich ein Kaufverbot habe … selbstauferlegt, versteht sich, wegen SuB-Abbau und so. Ihr wisst, was ich meine

Rezension: »Wie Sterne so golden« von Marissa Meyer

Hallo!

Auch vom dritten Teil der Luna-Chroniken konnte ich meine Finger nicht lassen. Nicht nur, weil ich ihn für meine Facharbeit in Deutsch brauche, sondern auch, weil es sich um eine großartige dystopische Reihe handelt, die mich schon nach den ersten zwei Bänden in ihren Bann gezogen hat.


Inhalt

Von ihrem Fenster aus kann Cress den Mond sehen – und die Erde, denn das Mädchen mit den meterlangen blonden Haaren lebt seit ihrer Kindheit in einem Satelliten, allein, gefangen gehalten von der bösen Königin Levana. Doch in all den Jahren der Einsamkeit hat sie sich zu einer begnadeten Hackerin entwickelt. Als eines Tages Cinder und ihre Gefährten zu ihr Kontakt aufnehmen, scheint der Traum von einer Flucht zum Greifen nah. Aber die Rettung per Raumschiff misslingt und Cress rast in ihrem Satelliten auf die Erde zu. Diesmal jedoch ist sie nicht allein, denn der charmante Thorne ist an ihrer Seite. Wird er sie retten können, wie der edle Ritter, von dem Cress ihr Leben lang geträumt hat?

»Umwerfend!«

Los Angeles Times

Bibliografie

Titel: Wie Sterne so golden
Autorin: Marissa Meyer
Übersetzung: Astrid Becker
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 569
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58288-1
Reihe: Luna-Chroniken / Bd. 3
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Als sie noch ein Kind war, schloss die Zauberin sie in einen Turm, der weder Treppe noch Türe hatte.

Der dritte Teil der Luna-Chroniken ist eine Rapunzel-Adaption und gleichzeitig mein liebster Band der Reihe, da er für mich einfach extrem stimmig war.

Überzeugen können die Luna-Chroniken nicht nur aufgrund der Anlehnung an Märchen der Brüder Grimm, sondern auch wegen der super Charaktere. Marissa Meyer hat so unglaublich viele Persönlichkeiten geschaffen, und keine ähnelt so richtig der anderen, was eindeutig ein großes Lob verdient.

Denn auch Cress, die Protagonistin, ist ganz anders als Cinder oder Scarlet. Sie ist nämlich sehr schüchtern und zurückhaltend, gleichzeitig aber auch die beste Hackerin von Luna. Weshalb sie die Gruppe auch perfekt ergänzt, meiner Meinung nach.

Thorne, den männlichen Protagonisten, haben wir schon im zweiten Teil kennengelernt, aber ich hätte niemals damit gerechnet, dass er nicht so hohlköpfig ist wie man anfangs den Anschein hat. Tatsächlich habe ich ihn in diesem Teil unheimlich lieb gewonnen, zumal er und Cress wirklich toll zusammenpassen. Ob sie das selbst auch merken, ist aber eine ganz andere Frage …

In ihrem Zorn packte die Hexe die goldenen Haare und schnitt sie ritsch, ratsch ab. Sie war so unbarmherzig, dass sie das arme Mädchen in eine Wüstenei brachte.

Mein größer Kritikpunkt bisher war bei der Reihe, dass die Geschichten sehr nah am Märchen sind und deshalb auch recht vorhersehbar sind. Das ist hier jedoch meiner Meinung nach nicht der Fall. Zwar finden sich auch wichtige Elemente aus Rapunzel wieder, aber trotzdem nicht so extrem viele, als dass ich den Handlungsstrang hätte vorhersehen können.

Ein großer Pluspunkt ist mal wieder, dass sich das Buch nicht an den Disney-Verfilmungen orientiert, sondern an den originalen Märchen und somit auch die Aspekte der Verbannung in eine Wüste sowie die Blindheit des Prinzen mit eingebracht wurden.

Der schöne Vogel sitzt nicht mehr im Nest und singt nicht mehr, die Katze hat ihn geholt und wird dir auch noch die Augen auskratzen.

Das Setting der Geschichte war mal wieder großartig. Erst die Atmosphäre in Cress‘ Satelliten, dann die Sahara, und schließlich das Dorf Farafrah mitten im nördlichen Afrika. Nicht zu vergessen natürlich die Albatros, die war auch einfach klasse, zumal ich die Atmosphäre in dem Raumschiff wirklich mochte.

Cool finde ich außerdem an der ganzen Reihe, dass es nicht extrem viele unterschiedliche Bösewichte gibt, sondern dass Königin Levana tatsächlich das Bindeglied zwischen den einzelnen Charakteren ist. Im Grunde hat sie es sich also selbst zuzuschreiben, dass die Gruppe rund um Cinder sich gegen sie auflehnt.

Als sie den Prinzen erkannte, fiel sie ihm um den Hals und weinte. Ihre Tränen aber benetzten seine Augen.

Trotzdem habe ich auch hier einen klitzekleinen Kritikpunkt. Und zwar war mir Cress stellenweise doch ein bisschen zu weinerlich. Aber immerhin ist eine deutliche Entwicklung bei ihr festzustellen, die eindeutig größer ist als bei Cinder oder Scarlet zuvor. Und der Showdown am Ende hat sowieso noch mal super viel aus der Geschichte rausgeholt.


Fazit

Ich könnte jetzt ganz viele Punkte aufzählen, weshalb „Wie Sterne so golden“ zu meinem liebsten Teil der Luna-Chroniken zählt, aber das würde den Rahmen sprengen, weshalb ich es einfach dabei belasse.

Rezension: »Wie Blut so rot« von Marissa Meyer

Hey!

Natürlich habe ich nach dem ersten Teil auch den zweiten Band der Luna-Chroniken gelesen. Der mir sogar insgesamt besser gefallen hat, aber lest selbst.


Inhalt

Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grand-mère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …

»Fans von Wie Monde so silbern werden diese absolut gelungene Fortsetzung nur so verschlingen.«

Publishers Weekly

Bibliografie

Titel: Wie Blut so rot
Autorin: Marissa Meyer
Übersetzung: Astrid Becker
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 432
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58287-4
Reihe: Luna-Chroniken / Bd. 2
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Wie sie nun in den Wald kam, begegnete ihr der Wolf. Sie aber wusste nicht, was das für ein böses Tier war, und fürchtete sich nicht vor ihm.

„Wie Blut so rot“ ist der zweite Teil der Luna-Chroniken und eine Adaption des Grimmschen Märchen „Rotkäppchen“. Allein das ist schon eine Erwähnung wert, denn ich finde, das Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf wird viel zu selten in Märchenadaptionen thematisiert, dabei ist es eins von den Schönsten der Brüder Grimm.

Tatsächlich ist die Adaption wirklich gut umgesetzt worden. Vor allem, weil die Geschichte in der Zukunft spielt und das Märchen von Rotkäppchen somit auf „neu“ gemacht wurde. Mich fasziniert einfach dieser Einfallsreichtum, wie Marissa Meyer es geschafft hat, verschiedene Elemente aus dem originalen Märchen mit in ihre eigene Geschichte einzubauen.

Das junge, zarte Ding, das ist ein fetter Bissen, der wird noch besser schmecken als die Alte.

Scarlets Charakter unterscheidet sich sehr von Cinders. Letztere hat in dem Buch auch immer noch Auftritte und fungiert sozusagen als zweite Protagonistin. Scarlet Benoit ist etwas älter als Cinder und mir persönlich sehr sympathisch. Sie weiß, was sie will und hat ein unschlagbares Temperament, das auch schon mal für lustige oder gefährliche Situationen verantwortlich ist.

Wolf ist auch ein toller Charakter, den man so nicht aus Büchern kennt. Er hat eine sehr düstere Ausstrahlung, aber man erkennt mit der Zeit, dass er eigentlich einen eher weichen Kern hat. Ob der jedoch gespielt oder echt ist, das kann ich euch nicht verraten, weil ich sonst spoilern würde. Auf jeden Fall bringt Wolf frischen Wind in die Geschichte – und er harmoniert wirklich gut mit Scarlet, finde ich.

Da auch immer noch Kapitel aus Cinders und Kais Sicht erzählt werden, erfährt man auch, wie es mit den beiden weitergeht, nachdem „Wie Monde so silbern“ ein so unschönes Ende für Cinder hatte … An der Stelle muss ich auch noch mal sagen, wie sehr ich Thorne mag, der zu einem von Cinders Komplizen wird.

»Großmutter, was hast du so große Zähne?«

Die Geschichte rund um Scarlet und Wolf spielt größtenteils in dem kleinen französischen Dorf Rieux und der Großstadt Paris, die jedoch im Krieg fast zerstört wurde. Dorthin zieht es das Duo auf der Suche nach Scarlets Großmutter und da nimmt alles sein Ende … Auf jeden Fall wurde das Setting sehr eindrucksvoll dargestellt und ich konnte mir die ganze Zeit über bildlich vorstellen, wie es im zerstörten Paris oder im idyllischen Rieux aussieht.

Der Handlungsstrang selbst wird immer verzwickter. Er bezieht sich häufig auf den ersten Teil, weshalb man den auf jeden Fall vorher gelesen haben sollte, wobei es auch nicht allzu schlimm sein sollte, wenn man es nicht getan hat, weil die Autorin gekonnt den Inhalt zusammengefasst hat, wenn es gerade gepasst hat – und das, ohne dass Längen entstanden sind.

Am Ende fügt sich mal wieder alles zusammen, auch wenn noch einige offene Fragen bleiben, die im nächsten Teil erläutert werden. Das Ende selbst besteht aus einem eher seichten Cliffhanger, da er nicht allzu dramatisch ist, aber trotzdem neugierig auf mehr macht.

»Dass ich dich besser fressen kann.«

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich teilweise schon vorhersehen konnte, wie das Ganze endet und was es tatsächlich mit Wolf auf sich hat. Das lag aber daran, dass ich das Märchen von Rotkäppchen kenne und es sehr offensichtlich ist, dass Wolf an den bösen Wolf im originalen Märchen angelehnt ist.


Fazit

„Wie Blut so rot“ hat mir ungemein besser gefallen als der erste Teil, da es spannend und emotionsgeladen war und ich es zudem sehr schnell weggelesen habe. Den Cliffhanger hätte ich mir trotzdem ein bisschen dramatischer gewünscht, und eine etwas weniger vorhersehbare Storyline wäre auch ganz nett gewesen.

Rezension: »Two can keep a secret« von Karen M. McManus

Hey alle zusammen!

Mitunter habe ich mir für 2021 auch vorgenommen, mehr Buddy-reads zu machen, und einer davon ist jetzt auch schon geschafft. Zusammen mit Daniel von Lesemagie habe ich „Two can keep a secret“ gelesen – in der Rezension erfahrt ihr, wie es mir gefallen hat.


Inhalt

Eine Kleinstadt. Eine Mordserie. Und der Killer ist zurück.

Ellery kennt die dunkle Vergangenheit von Echo Ridge nur allzu gut. Dort verschwand ihre Tante spurlos und vor fünf Jahren wurde die Homecoming Queen der Highschool ermordet. Der »Murderland-Killer« machte landesweit Schlagzeilen. Ausgerechnet dorthin zieht Ellery nun, zu einer Großmutter, die fast eine Fremde für sie ist. Als aus dem Nichts Morddrohungen gegen die zukünftige Homecoming Queen zirkulieren, ermittelt Ellery auf eigene Faust. Dabei lernt sie Malcolm kennen, den jüngeren Bruder des Hauptverdächtigen. Dann verschwindet wieder ein Mädchen und plötzlich steht jeder unter Verdacht …


Bibliografie

Titel: Two can keep a secret
Autorin: Karen M. McManus
Übersetzung: Anja Galić
Genre: Jugendthriller
Format: Hardcover
Seiten: 413
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-16538-6
Reihe: Der Murderland-Killer / Bd. 2
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Wie bereits in der Bibliografie erwähnt, ist „Two can keep a secret“ der zweite Teil der Murderland-Reihe, obwohl er nicht mit dem ersten Teil „One of us is lying“ in Verbindung steht. Sie haben nichts miteinander zu tun und können daher sehr gut unabhängig voneinander gelesen werden.

Der Schreibstil von Karen M. McManus ist schlicht und dadurch flüssig zu lesen. So konnten auch kleinere Längen gut überbrückt werden, ohne dass man sich durch die Geschichte quälen musste. Auffallend ist besonders, dass es in dem Buch sehr viele Dialoge gibt, allerdings eher wenige und dann eher kurzgefasste Monologe. Trotzdem kommen die Gedanken und Gefühle von Ellery und Malcolm nicht zu kurz. Dennoch hätte ich mir zwischendurch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht.

Ellery und Malcolm waren sehr sympathische Protagonisten, die gut miteinander harmonieren. Aber auch Ellerys Zwillingsbruder Ezra und Malcolms beste Freundin Mia sind gut ausgearbeitet und haben die Geschichte auf jeden Fall aufgefrischt. Zudem wird kein großes Ding daraus gemacht, dass Ezra schwul und Mia bisexuell ist. Das ist ein weiterer Pluspunkt, weil ich es einfach lästig finde, wenn immer wieder darauf herumgeritten wird.

Es gab aber auch ein paar Passagen, die ich ein wenig grenzwertig fand, da man sie leicht missverstehen konnte. Beispielsweise bei diesem Zitat:

»Außerdem gehört sie zu den vier Quotenschülern hier, die eine andere Hautfarbe haben. Wer für sie stimmt, kann sich also besonders progressiv fühlen.«

Seite 117-118

Wer da nicht genau liest und erkennt, dass Mia diesen Satz gesagt hat, die selbst zu den „Quotenschülern“ gehört, ist das sehr leicht misszuverstehen und kann durchaus rassistisch betitelt werden. Weiß man jedoch, dass Mia das gesagt hat, ist auch zu erkennen, dass da ihre eigene Verbitterung rausspricht. Deutlicher wäre das noch durch beschreibende Adjektive geworden, also „verbittert“. Doch wenn es um die Sprache ging, musste man sich häufig selbst Schlüsse ziehen, wie die Charaktere was ausgedrückt haben.

Vom Plot her hat mir das Buch allerdings ganz gut gefallen. Zwar gab es zwischendurch immer mal ein paar Längen, aber die wurden schnell überbrückt. Die Spannung war eher unterschwellig, aber vorhanden und ich habe die ganze Zeit über mitgefiebert und -gerätselt, wer denn jetzt der Mörder ist. Mit der Auflösung am Ende hätte ich nicht gerechnet, das habe ich erst verstanden, als auch Ellery und Malcolm mit der Nase draufgefallen sind. Und auch, was das Verschwinden von Ellerys Tante Sarah mit der ganzen Sache zu tun hatte, blieb lange ein Rätsel, bis es im allerletzten Satz endlich verraten wurde. Und dieser Satz hat noch mal einiges aus der Geschichte rausgeholt und ließ mich mit klopfendem Herzen zurück.


Fazit

„Two can keep a secret“ hat mir insgesamt ein wenig besser gefallen als „One of us is lying“, wo ich das Ende so oder in der Art schon vorhersehen konnte. Hier kam das Ende jedoch völlig überraschend und hat mich wirklich von den Socken geholt. Trotzdem habe ich einige Kritikpunkte, die ich unter gar keinen Umständen missachten kann.

Rezension: »Das Bernstein-Teleskop« von Philip Pullman

Hey ihr Lieben!

Ich wünsche euch allen ein Frohes Neues und hoffe, dass ihr das letzte Jahr gut überstanden habt. Ich starte sofort wieder mit einer neuen Rezension, wie sollte es anders sein?

Da es sich bei „Das Bernstein-Teleskop“ um den dritten Teil der „His Dark Materials“-Trilogie handelt, kann es sein, dass in der Rezension Spoiler zu vorherigen Bänden auftauchen.


Inhalt

Wenn es unzählige Welten gab, warum öffnete das Messer dann nur Fenster zwischen dieser und seiner Welt?

Atemberaubende Abenteuer haben Lyra und Will schon bestanden, seit der Goldene Kompass sie zusammenbrachte. Aber ihre gemeinsame Reise ist noch lange nicht zu Ende. Immer deutlicher spürt Lyra, dass eine Antwort auf ihre Fragen nur im Reich der Toten zu finden ist. Gegen alle Widerstände steigen Will und sie in diese schrecklichste aller Welten hinab, fest entschlossen, eine alte Schuld zu sühnen und eine Prophezeiung zu erfüllen, von der sie nur eine vage Ahnung haben. Und sie wissen, dass am Ende dieses Weges noch größere Gefahren auf sie warten, denn die Allermächtigsten rüsten sich zur entscheidenden Schlacht zwischen Gut und Böse …


Bibliografie

Titel: Das Bernstein-Teleskop
Autor: Philip Pullman
Übersetzung: Wolfram Ströle, Reinhard Tiffert
Genre: Urban Fantasy
Format: Taschenbuch (Schuber-Ausgabe)
Seiten: 605
Verlag: Carlsen
ISBN (Schuber): 978-3551357205
Reihe: His Dark Materials / Bd. 3
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Leider habe ich viel zu lange gezögert, „Das Bernstein-Teleskop“ zu lesen. Vor allem deshalb, weil ich die ersten beiden Teile eher mittelmäßig fand. Aber es ist gut, dass ich das Buch jetzt endlich gelesen habe, denn es hat mir so viel besser gefallen als ich erwartet hätte!

Wenn man das Buch liest, fällt sofort der außergewöhnliche Schreibstil auf, mit dem Philip Pullman die Welt rund um Lyra und Will in aller Ausführlichkeit und mit unfassbar viel Liebe zum Detail beschreibt. So scheint es beispielsweise, dass Pullmans eigene Erfahrungen in die Geschichte eingeflossen sind, da das Buch von Weisheiten und Beobachtungen nur so strotzt. In den ersten beiden Teilen war ich nicht so überzeugt von Pullmans Schreibstil, weil es durch die vielen Beschreibungen oft Längen gab, die die Freude am Lesen verdorben haben. Hier war das nicht so, denn trotz der Ausführlichkeit gab es nur wenige langatmige Stellen.

Unter anderem könnte das auch damit zu tun haben, dass es in „Das Bernstein-Teleskop“ endlich mal so richtig zur Sache ging. Es wurde gekämpft, es gab unglaubliche Spannungsmomente, und man hatte als Leser gar keine andere Wahl, als mit Lyra und Will mitzufiebern. Am Anfang, als Lyra noch tief geschlafen hat, war es außerdem richtig gut gelöst, wie ihre Träume immer am Ende eines Kapitels mitten im Satz abgebrochen wurden. Danach kam dann ein neues Kapitel aus einer anderen Sichtweise, teilweise auch aus einer anderen Welt, und am Ende ging es mit Lyras Traum genau an der Stelle weiter, an der er aufgehört hat. Das machte überhaupt erst deutlich, was sich alles währenddessen und danach abspielte.

Zudem ist auf den ersten Blick gar nicht zu erfassen, wie genau alles miteinander zusammenhängt. Denn am Ende fügen sich Handlungsstränge zusammen, von denen man nie gedacht hätte, dass sie etwas miteiannder zu tun haben könnten. So entsteht dann am Ende ein konkretes, aber auch kompliziertes Konstrukt aus vielen verschiedenen Ereignissen, das man ohne die Geschichte dazu gar nicht verstehen kann.

Zwischendurch fehlten mir allerdings ein paar Szenen. Beispielsweise war mir an zwei Stellen nicht klar, ob sich Mrs Coulter und Lord Asriel einfach bei bestimmten Dingen abgesprochen haben (wenn ja, wann?) oder ob sich das alles eher zufällig ereignete. Vielleicht weiß ja jemand von denen, die das Buch schon gelesen haben, was ich meine.

Will und Lyra haben sich natürlich auch weiterentwickelt, und zwar auf jeden Fall zum Besseren! Ich weiß noch, dass ich Lyra im ersten Teil eher nervig und erst später dann sympathisch fand, aber mittlerweile ist sie mir wirklich sehr ans Herz gewachsen. Auch Will ist ein toller Charakter, weshalb ich es schade finde, dass ich die Reihe jetzt beendet habe. Das einzige, was mir nicht so gepasst hat zwischen den beiden, war, wie sich ihre Beziehung zueinander gegen Ende hin verändert hat. Auf einmal benahmen sie sich wie Erwachsene, obwohl sie doch erst 12 waren. Ich persönlich glaube nicht, dass irgendjemand in dem Alter schon so handeln könnte wie die beiden.

Am Ende folgten natürlich, wie auch schon in Band 1 und Band 2, die „Laternenbilder“. Diese waren noch mal ein kleines Highlight zum Ende hin, weil man so die Gelegenheit hatte, sich noch ein kleines Bisschen von den Charakteren zu verabschieden.


Fazit

„Das Bernstein-Teleskop“ übertrifft die beiden vorherigen Teile um ein Vielfaches. Es gab Spannung, wo vorher langatmige Stellen waren, und das Buch kam einem gar nicht so dick vor wie es eigentlich ist – dabei habe ich mich teilweise bei den ersten beiden Teilen durch die Seiten quälen müssen, wenn mal nichts passiert ist.

Rezension: »Vanitas – Grau wie Asche« von Ursula Poznanski

Helloo zusammen!

Ich habe in den letzten Tagen festgestellt, dass ich während der Schulzeit sehr gut mit Hörbüchern zurechtkomme, besser als mit Prints oder E-Books. Deshalb habe ich mir gleich nach „Cryptos“ ein weiteres Buch von Ursula Poznanski vorgenommen, und zwar den zweiten Teil von „Vanitas“, das ich ebenfalls dieses Jahr gehört habe.


Allgemeine Informationen

Titel: Vanitas – Grau wie Asche
Autorin: Ursula Poznanski
Sprecherin: Luise Helm
Genre: Psychothriller
Format: Hörbuch (Audio)
Dauer: ca. 10 Std, 33 Min
EAN: 978-3-839817223
Verlag: Argon Hörbuch
Reihe: Vanitas / Bd. 2
gehört: 09.09.20 bis 23.09.20


Inhalt

Seit wann muss man auf dem Friedhof um sein Leben fürchten?

Carolin ist zurück in der Blumenhandlung am Wiener Zentralfriedhof. Ihre Verfolger wissen: Sie ist am Leben. Nichts wünscht sie sich jetzt so sehr wie etwas Langeweile – da wird der Friedhof von Grabschändern heimgesucht. Nachts werden Gräber geöffnet, die Überreste der Toten herausgeholt und die Grabsteine mit satanistischen Symbolen beschmiert. Nicht lange, und auf einem der Gräber liegt eine frische Leiche. Doch fast noch irritierender ist ein junger Mann, der täglich den Blumenladen besucht und sich seltsam verhält, wenn er sich unbeobachtet glaubt. In Carolin wächst die Angst. Sie entschließt sich zu einem folgenreichen Schritt …


Meine Meinung

Die Gestaltung

Das Cover vom ersten Teil hat mir bereits gut gefallen, das vom zweiten Band finde ich sogar noch ein bisschen besser. Einfach, weil es so gut das ganze Gefühl von der Geschichte widerspiegelt. Düster, trostlos, gleichzeitig aber sehr mysteriös. Und der Tod spielt natürlich auch eine große Rolle.

Die Farben harmonieren sehr gut miteinander, nur meiner Meinung nach hätte schon beim ersten Band eher ein Cover mit Blumen darauf gepasst. Einfach wegen der Blumennachrichten, die Carolin so manches Mal schon von Robert zugeschickt worden sind und die in der Reihe eine wichtige Rolle spielen. Im ersten Band mehr als im zweiten, aber trotzdem.


Der Erzählstil

Wer die Bücher von Ursula Poznanski kennt, weiß mittlerweile vermutlich, weshalb sie eine so bekannte Autorin ist. Ich selbst kann kaum an einem ihrer Bücher vorbeigehen, ohne vorher mindestens die ersten fünf Seiten zu lesen und es dann zu kaufen.

Ihr Schreibstil ist auch in „Vanitas – Grau wie Asche“ wieder sehr locker, leicht und vor allem flüssig. Zudem ist es mal wieder aus Carolins Sicht erzählt, was den Leser tiefer in ihre Gedanken und Gefühle eintauchen lässt. Dazu aber mehr unter „Charaktere“.

Luise Helm ist eine tolle Sprecherin, die ich sofort mit Carolin identifizieren konnte. Ihre Stimme passt so gut zu ihr und ich finde es wirklich bemerkenswert, wie sie es schafft, die richtigen Wörter zu betonen und zudem die Stimmlage anzupassen, wenn eine andere Person spricht.


Die Handlung

Zuerst einmal sei gesagt: Ich finde „Vanitas – Grau wie Asche“ wirklich nicht schlecht, sondern relativ gut. Besonders dafür, dass mir die Protagonistin und einige Teile der Handlung eher suspekt vorkamen. Es war wirklich unterhaltend zu hören und an einigen Stellen auch amüsant und zudem gab es zwischendurch immer mal wieder ein bisschen Spannung.

Der Einstieg war auch sehr gut, aber von da an ging die Geschichte eher schleppend voran. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass sie sich nur noch um sich selbst gedreht hat, bis es am Ende dann wieder etwas zügiger ging.

Die Thematik an sich, die erst am Ende ernsthaftig aufgegriffen wird, ist an sich wirklich interessant und für einen Thriller sehr gut ausgewählt, weil sie wirklich viel Stoff bietet. Leider hat Ursula Poznanski dieses Potenzial nicht ganz umgesetzt.

(Um den Spoiler zu lesen, den folgenden Abschnitt bitte markieren)

Das Thema war mir einfach nicht feinfühlig genug ausgearbeitet, insbesondere, weil Kinderpornographie noch heute sehr aktuell und leider nicht sonderlich selten ist.

Außerdem waren die Wendungen sehr vorhersehbar. Schon als Carolin Alex entführt hat, war mir klar, wie alles enden würde. Da wäre sicherlich noch ein bisschen Einfallsreichtum gut für die Geschichte gewesen!

(Spoiler Ende)


Die Charaktere

Tja. Nun zu Carolin selbst. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich sie schon im ersten Teil nicht sonderlich gern hatte. Sie hätte sich so viele Dinge ersparen können, und auch hier, im zweiten Teil, war sie an ihren Problemen ausnahmslos immer selbst Schuld.

Einerseits beschwert sie sich darüber, dass der Polizist Tassani ihr so viel Aufmerksamkeit schenkt und sie als Verdächtige behandelt, andererseits beginnt sie aber gleichzeitig damit, selbst zu ermitteln und der Polizei damit ins Handwerk zu pfuschen. Zudem wurden ihre Aktionen äußerst unverständlich und unrealistisch dargestellt. Zwar hat sie Panikattacken und nachvollziehbare Ängste, weil sie ein Trauma hat, aber sie fordert ihr Schicksal auch immer wieder heraus, indem sie sich in ausweglose Situationen begibt. Und das, obwohl sie weiß, dass sie sich damit noch mehr in ihr Lügennetz verstrickt!


Fazit

Ich bin zwiegespalten, was dieses Buch angeht. Einerseits hat es mir einige sehr unterhaltende und amüsante Stunden bereitet, andererseits waren mir Carolins Charakter und ihre damit einhergehenden Reaktionen nicht plausibel genug. Es fehlte der Geschichte einfach an Glaubwürdigkeit.


Meine Bewertung

Gestaltung: 4/5 ⭐

Erzählstil: 5/5 ⭐

Handlung: 3/5 ⭐

Charaktere: 2,5/5 ⭐


Gesamt: 3,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara

Rezension: »Harry Potter und der Gefangene von Askaban« von J. K. Rowling

Hey ihr Lieben!

Im Rahmen meiner selbst ausgedachten SuB-Abbau-Challenge (Infos dazu auf meinem Insta-Acc @acourtofbooksandmore) habe ich nun endlich auch mal „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ gelesen!


Allgemeine Informationen

Titel: Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Autorin: J. K. Rowling
Übersetzung: Klaus Fritz
Genre: Urban Fantasy
Format: Taschenbuch
Seiten: 446
ISBN: 978-3-551-35403-7
Verlag: Carlsen
Reihe: Harry Potter / Bd. 3
gelesen: 04.08.20 bis 08.08.20


Inhalt

Harry hob den Zauberstab. Die Zeit war gekommen. Dies war der Augenblick, Vater und Mutter zu rächen. Er würde Black töten. Er musste Black töten. Dies war seine Chance …

Natürlich weiß Harry, dass das Zaubern in den Ferien strengstens verboten ist, und trotzdem befördert er seine schreckliche Tante mit einem Schwebezauber an die Decke. Die Konsequenz ist normalerweise: Schulverweis! Nicht so bei Harry; im Gegenteil, man behandelt ihn wie ein rohes Ei. Hat es etwa damit zu tun, dass ein gefürchteter Verbrecher in die Schule eingedrungen ist und es auf Harry abgesehen hat? Mit seinen Freunden Ron und Hermine versucht Harry ein Geflecht aus Verrat, Rache, Feigheit und Verleumdung aufzudröseln und stößt dabei auf Dinge, die ihn fast an seinem Verstand zweifeln lassen.


Meine Meinung

Die Gestaltung

Bei den Covern der Harry Potter Bücher bin ich immer etwas zwiegespalten. Einerseits finde ich die Gestaltung irgendwie cool, denn sie hat auf jeden Fall was, andererseits bin ich nicht so ein Fan von der Art, wie Harry und seine Umgebung darauf gezeichnet wurden. Versteht ihr, was ich meine?

Das Cover von Band 3 ist etwas unspektakulärer als die anderen, und mir gefällt die Abbildung nicht so ganz so gut. Aber das ist ja schließlich Geschmackssache und ich will hier wirklich niemandem mit meiner Meinung auf den Schlips treten.


Der Erzählstil

Am Anfang musste ich mich wieder ein bisschen an den Schreibstil von J. K. Rowling gewöhnen – schließlich habe ich den zweiten HP-Teil ungefähr vor einem Jahr gelesen.

Nach leichten Startschwierigkeiten habe ich mich aber wieder daran gewöhnt und der Schreibstil konnte mich wirklich überzeugen, denn das Buch ist unglaublich packend geschrieben! Wenn Rowling auch äußerst kritische Bemerkungen macht, das Schreiben hat sie drauf.

Orte und Charaktere werden sehr bildlich beschrieben, sodass ich immer sofort ein Bild vor Augen hatte, obwohl ich die Filme nie gesehen habe. Es bleibt wirklich spannend von der ersten bis zur letzten Seite und es tat mir teilweise wirklich leid, wenn ich das Buch zur Seite legen musste, weil ich einfach noch andere Dinge zu tun hatte.


Die Handlung

Rowling hat mit dem dritten Teil der Harry Potter Reihe noch mal etwas ganz Anderes auf die Beine gestellt, das sich nicht so einfach mit den vorherigen Bänden vergleichen lässt. Es wird Spannung auf- und abgebaut, Rätsel kommen auf und werden gelöst, und die ganze Zeit über gibt es da dieses eine Etwas, das man als Leser nicht ganz fassen kann, von dem man aber weiß, dass es da ist und etwas zu bedeuten hat.

Leider wird man heutzutage oft versehentlich gespoilert, sei es durch Freunde, die denken, dass jeder Harry Potter schon gelesen hat, oder durch die Medien, wo ebenfalls ganz automatisch davon ausgegangen wird, dass jeder die Reihe kennt. Aus dem Grund wusste ich schon von Anfang an, was es mit Rons immer kränklicher werdenden Ratte Krätze sowie mit dem neuen Professor Lupin auf sich hat. Glücklicherweise wusste ich aber auch nur das Offensichtliche und nicht die ganze Hintergrundgeschichte, denn dann wäre das Buch wirklich langweilig für mich geworden.

Stattdessen hat J. K. Rowling mich aber über die ganzen 446 Seiten in die Irre geführt. Es gab viele Plot-Twists und Wendungen, die mich immer wieder fassungslos und irgendwie fasziniert zurückgelassen haben. Ich hatte ständig neue Ideen, was die Lösung des Rätsels ist, und immer lag ich falsch.

Zudem wurde die Freundschaft von Harry, Ron und Hermine hier noch mal in ein leicht anderes Licht gerückt und man hat mehr über Harrys Eltern erfahren. Hermine ist durch ihren sehr vollen und unmöglich erscheinenden Stundenplan durchgängig gestresst und gerät dank ihres neuen Katers Krummbein ständig mit Ron aneinander, dessen Ratte Krätze Angst vor der Katze hat, die sich wiederum ständig auf Krätze wirft. Harry ist durch diesen Zwist irgendeine Art Vermittler zwischen die beiden, stellt sich dann aber doch eher auf Rons Seite, weil er Hermines Verhalten nicht verstehen kann.

Die Auflösung ganz am Ende, mit all ihren Facetten, war dann sehr überwältigend. Teilweise ging mir die Szene, wo das Geheimnis rund um Sirius, Krätze und Lupin gelüftet wird, etwas zu schnell und irgendwie chaotisch, da ich oft den Faden verloren habe und nicht mehr so ganz wusste, was wirklich die Wahrheit war. Am Ende hat sich aber alles, einschließlich Hermines merkwürdigen Verhaltens, logisch aufgeklärt, sodass ich jetzt schon sehr gespannt auf den vierten Band bin.


Die Charaktere

Harry, Ron und Hermine haben sich in diesem Buch sehr viel altersgerechter verhalten als in den vorherigen Bänden. Sie wirkten erwachsener (mal ganz ehrlich, mit 13 kann man schon ernsthafte Gespräche miteinander führen, auch wenn viele Erwachsene so was immer wieder vergessen!!!), und trotzdem hatten sie noch das Unerfahrene an sich, was sie sehr authentisch gemacht hat.

Zudem mochte ich vor allem, wie sich alle drei im Laufe des dritten Teils weiterentwickelt haben. Besonders Hermine hat einen großen Schritt getan, und auch Ron und Harrys Entwicklung ist nicht unbeträchtlich.


Fazit

Für mich ist „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ bisher einer der besten Bände der Reihe. Wem die ersten beiden Bände noch nicht so zugesagt haben, sollte sich davon nicht abschrecken lassen, denn spätestens mit diesem Buch wird (fast) jeder ein Fan der Reihe sein!


Meine Bewertung

Gestaltung: 3,5/5 ⭐

Erzählstil: 4,5/5 ⭐

Handlung: 4/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐


Gesamt: 4,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara