Schlagwort-Archive: Prequel

Rezension: »Mein fast perfekter Sommer« von Sophie Gonzales

Eine kurze Rezension zu einer kurzen Vorgeschichte…


Inhalt

Der 17-jährige Ollie Di Fiore verbringt die Sommerferien mit seinen Eltern in North Carolina, um seiner kranken Tante unter die Arme zu greifen. Doch schon sein erster Einsatz als Babysitter für seinen kleinen Cousin und seine Cousine droht in einer Katastrophe zu enden. Rettung naht in Form von Will Tavares – gutaussehend, charmant und ein wahres Wunder im Umgang mit kleinen Kindern. Ollie ist sofort hin und weg … Aber geht es Will genauso?


Bibliographische Angaben

Titel: Mein fast perfekter Sommer
Autorin: Sophie Gonzales
Übersetzung: Doris Atwood
Genre: Young Adult
Format: E-Book
Seiten: 101
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-641-28610-1
Reihe: Nur fast am Boden zerstört / Prequel


Meine Meinung

Endlich mal eine Vorgeschichte, die man sowohl vor als auch nach dem eigentlichen Buch lesen kann, ohne dass Verständnisprobleme auftauchen.

Schon »Nur fast am Boden zerstört« hat mir extrem gut gefallen, weshalb ich auch unbedingt »Mein fast perfekter Sommer« lesen musste, um ein paar mehr Seiten Will und Ollie zu bekommen.

Der Humor ist mal wieder auf den Punkt gebracht, es gab viele Szenen, in denen ich schmunzeln musste. Zudem wirkten die Dialoge und alles drum herum zutiefst authentisch und gar nicht überspitzt.

Das einzige, was ich zu bemängeln habe, ist, dass sich die meisten Szenen doppeln, da es auch in »Nur fast am Boden zerstört« Rückblicke gibt. Ein paar mehr exklusive Einsichten in den Sommer von Will und Ollie hätten nicht geschadet, insbesondere zum Ende hin, wo dann aber doch recht viel übersprungen wurde.

Fazit

Zusammenfassend lohnt es sich aber auf jeden Fall, die Vorgeschichte zu lesen, egal ob vor oder nach »Nur fast am Boden zerstört«!

Rezension: »Shadows – Finsterlicht« von Jennifer L. Armentrout

Hey!

Auf dieses Prequel der Lux-Reihe habe ich mich so sehr gefreut und jetzt habe ich es auch endlich gelesen! Dawson ist einer meiner Lieblingscharaktere der Reihe, weshalb ich auch extrem gespannt war – und ich wurde nicht enttäuscht.


Inhalt

Als sich ihre Blicke trafen, lächelte sie, was er bis ins Knochenmark spürte … Sie hatte nur Augen für ihn.

Dawson will selbst über sein Leben bestimmen, zusammen mit seinen Geschwistern Daemon und Dee. Außerhalb der Lux-Gemeinschaft gilt dafür eine strikte Regel: keine enge Bindung zu einem Menschen. Doch dann taucht Bethany an der Schule auf und wirft alles über den Haufen. Es ist Liebe auf den ersten Blick – und eine unmögliche Beziehung.


Bibliografie

Titel: Shadows – Finsterlicht
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Übersetzung: Anja Malich
Genre: Fantasy
Format: Taschenbuch
Seiten: 208
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-31842-8
Reihe: Lux-Reihe / Prequel
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Wahrscheinlich wisst ihr sowieso schon, wie sehr ich Jennifer L. Armentrouts Schreibstil liebe, aber ich möchte es gerne noch mal wiederholen – auch für diejenigen, die diese Rezension nicht auf meinem Blog, sondern auf anderen Plattformen lesen. Ich finde es einfach toll, wie die Autorin es schafft, einen auf nur 200 Seiten so sehr in den Bann der Geschichte zu ziehen. Außerdem ist ihr Humor, der auch immer wieder in ihren Büchern auftaucht, grandios und trifft genau meinen Geschmack. Flachwitze und schwarzer Humor? Ich bin dabei!

Tja, und dann wären da noch die Charaktere. Dawson ist einfach nur cool und nach diesem Buch habe ich ihn noch mehr ins Herz geschlossen. Ich meine, Daemon ist auch toll, aber Dawson übertrifft ihn einfach. Lest das Buch, dann wisst ihr, was ich meine. Ich fand es wirklich spannend zu lesen, wie sehr er mit sich und dem, was er ist, kämpft und wie unsicher er sich manchmal fühlt. Die Abschnitte aus Daemons Sicht waren es aber trotzdem wert, allein schon der krassen Gegensätze wegen. Und natürlich, weil Daemon auch toll ist, nur eben auf seine Art.

Besonders die innige Beziehung zwischen Dawson, Daemon und Dee wurde wirklich gut rübergebracht. Genau wie die Gefühle zwischen Dawson und Bethany. Ich habe ständig mit ihnen mitgefiebert und an einigen Stellen – besonders, wenn Dawson und Dee sich unterhalten haben – ist mein Herz fast geschmolzen, weil ich es so sehr vermisst habe, über die Lux zu lesen.

Über Bethany selbst erfährt man in dem Buch nicht allzu viel, was ein bisschen schade ist. Zumal ich erstaunlicherweise extrem viele Gemeinsamkeiten zwischen ihr und meiner eigenen Protagonistin festgestellt habe – hinterher klingt es noch, als hätte ich mich an diesem Buch orientiert! Zumindest über ihre familiäre Situation hätte ich gern noch was erfahren – besonders über ihre Mutter. Über die hat Bethany zwar oft geredet, aber so richtig in Aktion hat man sie nicht erlebt. Das hätte sicherlich noch irgendwie mit reingepasst.

Auch, wenn ich natürlich weiß, wie die Geschichte letztendlich ausgeht, hat mir das Ende im wahrsten Sinne des Wortes das Herz zerrissen. Es war einfach so schrecklich traurig, als Daemon und Dee von Dawson erfahren haben … Was genau sie erfahren haben, werde ich hier nicht erläutern, falls hier jemand die Reihe noch nicht gelesen hat. Ich empfehle übrigens, vor diesem Prequel zumindest die ersten zwei Bände der Lux Reihe, also „Obsidian“ und „Onyx“ gelesen zu haben, damit zumindest schon das Wichtigste Vorwissen da ist.


Fazit

Ich fand „Shadows – Finsterlicht“ einfach großartig, weil es mich trotz der nur knapp 200 Seiten vollends von sich überzeugen könnte. Zwar wäre definitiv noch das Potenzial dagewesen, etwas mehr über Bethany und ihre Familie zu schreiben, aber ansonsten kann ich wirklich nicht meckern.

Rezension: »Die Tribute von Panem X – Das Lied von Vogel und Schlange« von Suzanne Collins

Hey ihr Lieben!

Oh Gott, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll … Also, am Montag hab ich das Buch angefangen, am Mittwoch beendet, und ich hab nicht mal dran gedacht, mir Zitate zu markieren, so gefesselt war ich von der Geschichte! Aber gut, ich will ja nicht der eigentlichen Rezension vorweggreifen, also macht euch doch selbst ein Bild, wie mir das Buch gefallen hat!


Allgemeine Informationen

Titel: Die Tribute von Panem X – Das Lied von Vogel und Schlange
Autorin: Suzanne Collins
Übersetzung: Sylke Hachmeister, Peter Klöss
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 607
ISBN: 978-3-7891-2002-2
Verlag: Oetinger
Reihe: Die Tribute von Panem / Prequel
gelesen: 01.06.20 bis 03.06.20


Inhalt

Ehrgeiz treibt ihn an.
Rivalität beflügelt ihn.
Aber Macht hat ihren Preis.

Es ist der Morgen der Ernte der zehnten Hungerspiele. Im Kapitol macht sich der 18-jährige Coriolanus Snow bereit, als Mentor bei den Hungerspielen zu Ruhm und Ehre zu gelangen. Die einst mächtige Familie Snow durchlebt schwere Zeiten und ihr Schicksal hängt davon ab, ob es Coriolanus gelingt, seine Konkurrenten zu übertrumpfen und auszustechen und Mentor des siegreichen Tributs zu werden.

Die Chancen stehen jedoch schlecht. Er hat die demütigende Aufgabe bekommen, ausgerechnet dem weiblichen Tribut aus dem heruntergekommenen Distrikt 12 als Mentor zur Seite zu stehen: Lucy Gray, das Mädchen im Regenbogenkleid, das zwar singen kann, aber für den Kampf ungeeignet zu sein scheint. Jede Entscheidung, die Coriolanus trifft, könnte über Erfolg oder Misserfolg seines zukünftigen Lebens entscheiden und Lucys Leben vorzeitig beenden. Es beginnt ein brutaler Kampf in der Arena, bei dem Coriolanus schnell feststellt, dass sein Schicksal untrennbar mit Lucy Grays verbunden ist.


Meine Meinung

Die Gestaltung

An sich habe ich am Cover überhaupt nichts auszusetzen. Ich mag die Aufmachung einfach, weil sie bereits erahnen lässt, dass sich in dem Buch etwas ganz Besonderes befindet. Es ist sehr modern gehalten, mit dem flachen Buchrücken, dem sehr kantigen Aussehen und den goldenen Verzierungen auf schwarzem Grund. Man könnte auch sagen, es sieht sehr edel und eben … besonders aus.

Das einzige, was mich ein bisschen ärgert, ist, dass es das Buch nicht auch in ähnlicher Aufmachung wie die vorherigen Bände gibt. Klar, diese wurden jetzt auch noch mal neu aufgelegt, mit zu dem neuen Buch passendem Cover, aber ich bin eben ein Mensch, der es liebt, wenn das Bücherregal ordentlich aussieht, und jetzt steht da eben ein Teil in meinem Regal herum, der nicht zum Rest passt. Und um die anderen Bände ebenfalls in der neuen Ausgabe zu kaufen, fehlt mir einfach das Geld, denn sie sind schon sehr teuer. Beim dritten Band lohnt es sich aber wenigstens von der Geschichte her, das Geld auszugeben.


Der Erzählstil

Der Schreibstil von Suzanne Collins ist sehr ausführlich, viel detailreicher als in der Trilogie. Dadurch werden viele Extras geboten, andererseits mag es einigen aber auch so vorkommen, als würde sich die Geschichte ein bisschen in die Länge ziehen. Dieser Auffassung bin ich selbst nicht, denn für mich war die Geschichte trotz allem sehr mitreißend – es hat schon seinen Grund, weshalb ich die ersten 400 Seiten an einem Tag gelesen habe.

Nur am Anfang sind mir ein oder zwei kleine Tippfehler aufgefallen, und ja, ich weiß, ich bin diesbezüglich sehr pingelig. Ich meine, zwei Mini-Fehler in einem Buch über sechshundert Seiten sind jetzt wirklich nicht tragisch, zumal sie nur am Anfang vorkommen. Trotzdem möchte ich das hier aufschreiben, weil das für mich einfach mit dazugehört und ich fair bleiben möchte.


Die Handlung

Vorweg sei gesagt, dass man sich auf die Geschichte und vor allem auf Coriolanus als Protagonist einlassen muss, denn sonst wird das alles kein Lesevergnügen. Aber so geht uns das ja schließlich oft mit Büchern, weshalb ich das hier einfach mal so stehenlasse.

Wenn ich jetzt sage, dem Buch fehlt die Tiefe der ersten drei Bände, klingt das gleich so abwertend. DAbei meine ich damit nicht, dass die Charaktere und die ganze Geschichte nicht tiefgründig ausgearbeitet worden sind, sondern vielmehr, dass bei mir die Gefühle nicht so ganz aufkamen. Ich konnte alle Emotionen verstehen und nachvollziehen, aber eben nicht selbst mitfühlen, wenn ihr versteht, was ich meine. Das ist aber wirklich Meckern auf höchstem Niveau und sollte für niemanden ein Grund sein, das Buch nicht zu lesen, denn es überzeugt auf ganz anderer Linie!

Falls jemand von dem BUch richtige Action erwartet, wird diese Person enttäuscht sein. Es ist eine gewisse Spannung da, die aber nicht durch die Action entsteht, die in der Trilogie rund um Katniss so groß geschrieben wird. VIelmehr geht die Spannung von der Entwicklung von Coriolanus aus, und sie ist auch nicht das Wichtigste am Buch, sondern kommt eben ein bisschen untergründig noch dazu.

Die Hungerspiele sind 64 Jahre vor der Trilogie noch nicht so ausgereift. Sie finden in einem alten Amphitheater statt, das von Bombeneinschlägen zerstört wurde, und es sind lediglich ein paar Parallelen zu den folgenden Hungerspielen erkennbar, wie beispielsweise die neu eingeführten Wetten und das Zuschicken von Lebensmitteln (das in der Trilogie sogar noch um andere Gegenstände erweitert wurde). Snow hat schon in seiner Jugend viele neue Ideen, die HUngerspiele auszuarbeiten und spannender zu gestalten, und obwohl die Spiele selbst vielleicht grausam erscheinen, ist der Luxus, den Katniss vor ihren eigenen Hungerspielen erlebt, etwas, das ganz allein Snows Verdienst ist. Er konnte es von Anfang an nicht haben, dass Kinder in einem Affengehege verhungerten, bevor die eigentlichen Spiele überhaupt begannen.

Richtig gut gefallen hat mir außerdem, dass eine Verbindung zur Trilogie aufgebaut wird. So ist zum Beispiel von der Pflanze Katniss die Rede, nach der Katniss Everdeen benannt ist, der Spotttölpel bekommt Aufmerksamkeit (ebenso wie der Schnattertölpel), und das Lied vom Henkersbaum, an das sich vielleicht einige von euch noch erinnern, spielt auch eine ganz zentrale Rolle. Die Bedeutung des Liedes wird im Laufe der Geschichte klar, denn Lucy Gray hat das Lied eigens verfasst.


Die Charaktere

Kommt am besten Weg von der Vorstellung, dass Snow immer der Böse ist und sein wird, denn nur dann werdet ihr keine Schwierigkeiten haben, euch in ihn hineinzuversetzen und ihn als Charakter liebzugewinnen. Ich finde, Suzanne Collins hat es perfekt gelöst, seinen Charakter und dessen Entwicklung in den Vordergrund zu stellen, aber nicht auf die ganz offensichtliche Art und Weise, sondern eher im Verdeckten. Es kommt so viel zusammen und ich kann mir gut vorstellen, wie seine ganze Abneigung gegen Katniss, die Distrikte, und vor allem gegen den Spotttölpel zustande kam. Ich habe eine Rezension gelesen, in der geschrieben wurde, es schimmere schon in diesem Buch durch, dass Snow nicht zu Liebe fähig sei. Das ärgert mich, denn dieses Gefühl hatte ich überhaupt nicht, schließlich war seine LIebe sozusagen der Auslöser für alles, was geschehen ist.

Lucy Gray ist ein sehr interessanter Charakter, der mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken gebracht hat. Anfangs ist sie so aufgeweckt und lebhaft, und ich kann gut verstehen, weshalb Coriolanus sich in sie verliebt. Als dann jedoch ihr wahrer Charakter ans Licht kam, war ich einfach nur sprachlos, da ich das nie von ihr erwartet hätte, aber andererseits hat es dann im Nachhinein auch Sinn ergeben.

Mein Lieblingscharakter wird neben Coriolanus aber auf jeden Fall die Oberste Spielmacherin Dr. Gaul sein. Sie ist diejenige, die die Hungerspiele zu dem gemacht hat, was sie sind, und ihre Ranghöhe ist nicht zu unterschätzen. Sie mischt auf jeden Fall ganz oben in den Reihen des Präsidenten mit. Außerdem ist sie schon ein bisschen gestört, vor allem psychisch, aber gerade deshalb fand ich ihren Charakter einfach unglaublich faszinierend. Ehrlich, ihre Unterrichtsstunden waren trotz dieser wirklich heiklen und verstörenden Themen sehr interessant und vor allem aufschlussreich.


Fazit

Ich bin der Meinung, dass man aus der Geschichte von Coriolanus Snow eine ganz eigene Reihe hätte schaffen können, die seinen Werdegang thematisiert. Ich habe noch lange nicht genug und spinne die Geschichte in meinem eigenen Kopf weiter. Teilweise spiele ich sogar mit der Idee einer Fanfiction, aber das muss ich mir noch mal durch den Kopf gehen lassen.


Meine Bewertung

Gestaltung: 4,5/5 ⭐

Erzählstil: 4,5/5 ⭐

Handlung: 4/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara