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Rezension: »Warrior Cats. Short Adventure – Blattsees Wunsch« von Erin Hunter

Hey-ho meine Lieben!

„Leafpool’s Wish“ war das zweite Buch, das ich im August gelesen habe, direkt nach „Tigerclaw’s Fury“. Und was soll ich sagen? Ich mochte diese Kurzgeschichte sogar noch mehr! Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, entsprechen alle Angaben in dieser Rezension dem englischen Buch.


Allgemeine Informationen

Titel: Warriors – Leafpool’s Wish
Autorinnen: Erin Hunter
Genre: High Fantasy
Format: Taschenbuch (Gesamtausgabe)
Seiten: 70
ISBN: 978-0-062287571
Verlag: Harper Collins
Reihe: Warriors / Novelle
gelesen: 02.08.20


Inhalt

Leafpool always knew medicine cats weren’t meant for love … until she fell for the WindClan warrior Crowfeather. Now she’s determined to keep their kits a secret. But to fool all of ThunderClan, she’ll need help – from her sister Squirrelflight, and perhaps even from StarClan …


Meine Meinung

Die Gestaltung

Na ja, die englischen Cover der Zusatzbände sind wie bereits erwähnt überhaupt nicht mein Fall. Ich finde die Farben einfach zu grell und zusammenhanglos mit dem Inhalt – das einzige, was mir gefällt, ist der Schriftzug und das Bild der jeweiligen Katze darauf, in diesem Fall Blattsee.

Genau wie in den neuen Warrior Cats Büchern, die auf deutsch erscheinen, gibt es in „Leafpool’s Wish“ sowohl eine Karte der Katzen und eine der Zweibeiner. Und Karten sind immer gut, weshalb ich das einfach hier mit in die Rezension einfließen lassen wollte.


Der Erzählstil

Wie immer in den Warrior Cats Büchern war Erin Hunters Erzählstil sehr leicht und flüssig zu lesen. Die Vokabeln wurden an das Leben der Katzen angepasst, sodass sie nicht allzu sehr „vermenschlicht“ werden.

Obwohl ich das Buch auf Englisch gelesen habe, würde ich jetzt auch nicht sagen, dass es kompliziert zu lesen ist. Wer die Grundlagen der englischen Sprache beherrscht und den Kontext versteht, der sollte auch mit den englischen Ausgaben der Warrior Cats Bücher keine Probleme haben.


Die Handlung

Das Short Adventure beginnt, als der Kampf mit den Dachsen vorbei und Rußpelz gestorben ist. Blattsee war kurz vorher mit Krähenfeder durchgebrannt, hat aber letztendlich auf ihr Herz gehört und ist zurück zum DonnerClan gegangen – gerade rechtzeitig.

In den ersten Kapiteln passiert zugegebenermaßen ziemlich wenig. Die Leser verfolgen Blattsees Arbeit als einzige Heilerkatze des Clans und wie sie es schafft, langsam das Vertrauen ihrer Clangefährten wiederzugewinnen. Leider war das ein wenig langweilig, denn genau das bekommt man als Leser eben auch schon in „Sonnenuntergang“ mit, dem zweiten Staffelfinale.

Was danach geschieht, also wie Blattsee erfährt, dass sie Junge erwartet und wie sie diese bekommt, rückt in dieser Novelle eher in den Hintergrund. Es war interessant zu erfahren, dass Eichhornschweif nicht sofort einverstanden war, die Jungen zu adoptieren, aber ansonsten wurde sehr viel mit Zeitsprüngen gearbeitet, teilweise werden da halbe Monde übersprungen, die Blattsee und Eichhornschweif mit den Jungen außerhalb des Clans verbringen.

Das wäre für mich noch okay gewesen, wenn wenigstens mehr dazu geschrieben worden wäre, wie der Clan auf die Jungen reagiert hat – gerade auf Häherjunges, da er ja blind ist – aber da war das Buch dann auch schon zu Ende.

Ansonsten mochte ich die Geschichte wirklich gerne, weil viele offene Fragen aus der zweiten Staffel bezüglich Blattsee und Krähenfeder noch erläutert wurden.


Die Charaktere

Blattsee mochte ich schon immer als Charakter, genau wie ihre Schwester Eichhornschweif. Ich habe sie in der zweiten Staffel liebgewonnen und mochte es sehr gerne, noch mal 70 Seiten aus ihrer Sicht zu erleben. Die Erins sind Blattsees Charakter die ganze Zeit über treu geblieben und haben keine plötzlichen neuen Züge miteingebaut, sodass die Heilerin sehr authentisch auf mich wirkte.

Eigentlich ist Eichhornschweif ja auch eine meiner Lieblingscharaktere der Warrior Cats. Doch ich weiß auch nicht, in diesem Short Adventure war sie mir teilweise wirklich unsympathisch. Ich mochte es nicht, als sie sich angemaßt hat, bei der Namensentscheidung von Blattsees Jungen mitzuentscheiden, mit dem Argument, dass sie schließlich ihre Mutter sein würde. In diesen Momenten, die häufiger mal auftauchten, erschien sie mir geradezu herzlos, obwohl es sie natürlich schon einige Überwindung gekostet hat, ihren ganzen Clan bezüglich der Jungen anzulügen.


Fazit

Obwohl ich oben direkt nach dem Lesen geschrieben habe, dass mir „Leafpool’s Wish“ sogar besser als „Tigerclaw’s Fury“ gefallen hat, würde ich das nach dem Schreiben der Rezension nicht mehr ganz so unterschreiben. Ich würde eher sagen, die beiden sind unterschiedlich und nicht richtig zu vergleichen, aber insgesamt mochte ich beide gleich.


Meine Bewertung

Gestaltung: 1,5/5 ⭐

Erzählstil: 5/5 ⭐

Handlung: 3,5/5 ⭐

Charaktere: 3,5/5 ⭐


Gesamt: 3,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara

Rezension: »Warrior Cats. Short Adventure – Tigerkralles Zorn« von Erin Hunter

Hey ihr Lieben!

Mein erstes Buch im August habe ich tatsächlich schon am ersten Tag beendet – allerdings kommt die Rezension erst jetzt online, weil ich bis gestern noch im Urlaub war. Ich selbst hab das Buch übrigens auf Englisch gewesen, deswegen entsprechen alle Angaben in dieser Rezension dem englischen Buch.

„Tigerclaw’s Fury“ war übrigens meine älteste SuB-Leiche! Endlich ist sie befreit und gelesen und meine neue älteste SuB-Leiche ist jetzt „Mapleshade’s Vengeance“, was ich aber auch diesen Monat noch lesen möchte. Mal sehen, wie viel ich so schaffe, zehn Bücher sind nämlich geplant.


Titel: Warriors – Tigerclaw’s Fury
Autorinnen: Erin Hunter
Genre: High Fantasy
Format: Taschenbuch (Gesamtausgabe)
Seiten: 75
ISBN: 978-0-062287557
Verlag: Harper Collins
Reihe: Warriors / Novelle
gelesen: 01.08.20


Inhalt

Cast out of ThunderClan as a traitor, Tigerclaw will not rest until he has his revenge on Bluestar, Fireheart, and the rest of his former Clanmates. But first he must become Tigerstar of ShadowClan …

Readers will be thrilled at this book into the ruthless heart of one of the most infamous cats in the Warriors series.


Meine Meinung

Die Gestaltung

Obwohl ich „Tigerclaw’s Fury“ in der Gesamtausgabe „Tales from the Clans“ habe, werde ich hier mal das Cover des E-Books bewerten. Ich finde tatsächlich, die deutschen Warrior Cats Ausgaben sind schöner als die englischen. Denn mal ganz ehrlich: Wen spricht dieses Cover bitte an?

Mir ist das Cover insgesamt einfach zu nichtssagend. Das Grün hat keinen Bezug zur Geschichte, aber wenigstens ist das Gesicht von Tigerkralle abgebildet. Was auch schon das einzige Interessante am ganzen Cover ist.

Im Inneren ist die Gestaltung in Ordnung. Die Hierarchie ist natürlich wie immer ein Highlight in den Warriors-Büchern für mich. Keine Ahnung, aber irgendwie faszinieren mich die Hierarchien immer. Die Seiten sind leider sehr dünn und reißen schnell und man sieht den Text auf der anderen Seite durchscheinen.


Der Erzählstil

Vielleicht kennt einer von euch ja noch meinen alten Blog, auf dem ich mehrere Warrior Cats Bücher rezensiert habe. Dieser existiert zwar nicht mehr, aber ich versuche mal ungefähr, erneut in Worte zu fassen, was ich an dem Schreibstil von den Erins so großartig finde.

Zum einen finde ich es sehr altersgerecht geschrieben. Klar, es gibt einige schon sehr brutale Szenen, aber trotzdem würde ich nicht zögern, das Buch ab 10 Jahren zu empfehlen. Es kommt aber natürlich auch immer auf die Person an, wie zartbesaited sie ist. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Bücher nicht nur etwas für Kinder und Jugendliche sind, denn es macht einfach Spaß, gemeinsam mit den Clans Abenteuer zu erleben.

Der Schreibstil ist auch im Englischen sehr einfach zu lesen. Die Geschehnisse und Gefühle der Katzen werden sehr bildlich beschrieben und an das Leben bei den Clans angepasst. So gibt es zum Beispiel ganz andere Redewendungen als bei uns Menschen.


Die Handlung

Ich war sehr gespannt auf das Buch, weil es ja aus der Sicht DES Bösewichts schlechthin geschrieben wird und ganz ehrlich gesagt? Ich will mehr davon! Die Geschichte von Tigerkralle hat so viel Potenzial, und in dieser Novelle wurde noch lange nicht alles ausgeschöpft. Das ganze Leben von Tigerkralle hätte sehr gut zu einem Special Adventure gepasst.

Das Buch beginnt direkt bei Tigerkralles Verbannung aus dem DonnerClan. Ab dann erlebt man als Leser mit, wie er es innerhalb eines Mondes geschafft hat, zum Anführer des gefürchteten SchattenClans zu werden. Die kleinen Details, die eingebaut wurden, haben mir gut gefallen, beispielsweise einige Anspielungen und Gedanken von Tigerkralle. Wenn er nur damals schon gewusst hätte, wie richtig er teilweise mit ihnen lag …

Leider gab es aber auch ein paar Logikfehler, die hätten vermieden werden können. So gab Erin Hunter bekannt, dass die SchattenClan-Katzen Rankenklette, Narbengesicht und Rehfuß im Wald der Finsternis landen, obwohl in dieser Novelle ganz klar deutlich wurde, dass all diese Katzen ihrem Clan treu ergeben waren. Der einzige, der treuer an Tigerkralles Seite war, war Schwarzfuß, aber der landet hinterher im SternenClan. Da stellt sich mir die Frage, weshalb? Denn besonders Rehfuß hatte nie etwas mit Tigerkralle zu tun, zumindest nicht in der Novelle, und er war einer seiner größten Gegner. Diese Kleinigkeiten hätten in einem Special Adventure noch besser erklärt werden können, genauso wie Tigerkralles späteres Verbündnis mit dem FlussClan.


Die Charaktere

Ich finde es toll, wie die Erins es geschafft haben, Tigerkralle einerseits wie den größten Bösewicht aller Zeiten aussehen zu lassen, andererseits aber auch wie eine Katze, die dem DonnerClan und dem SternenClan eigentlich treu ergeben war, letztendlich aber den ausschlaggebenden Schritt in die falsche Richtung gemacht hat.

Außerdem fand ich es toll, dass man auch mal ein bisschen mehr über die SchattenClan-Katzen aus der ersten Staffel erfahren hat. Rankenklette und Narbengesicht sind für mich jetzt nicht mehr die bösen, die an Braunsterns Seite gekämpft haben, sondern auch nur treue Krieger, die einen Fehler begangen haben, den sie bereuen.


Fazit

„Tigerclaw’s Fury“ oder im Deutschen „Tigerkralles Zorn“ ist ein tolles Short Adventure, das sehr viel Potenzial für ein Special Adventure gehabt hätte. So hat man als Leser nur einen kleinen Eindruck bekommen, wie es hinter den bösen Taten von Tigerkralle aussieht.


Meine Bewertung

Gestaltung: 1,5/5 ⭐

Erzählstil: 5/5 ⭐

Handlung: 3/5 ⭐

Charaktere: 4/5 ⭐


Gesamt: 3,5/5 ⭐


Alles Liebe,

Lara