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Rezension: »Die Marquise von O…« von Heinrich von Kleist

Schon vor einiger Zeit habe ich für den Deutschunterricht „Die Marquise von O…“ von Heinrich von Kleist gelesen, eine Novelle aus dem Jahr 1808.


Inhalt

Am Anfang steht ein Rätsel. Die verwitwete Marquise von O… ist schwanger. Nur weiß sie nicht, von wem. Ohne ihr Wissen, sagt sie, sei sie in andere Umstände gekommen. Ein Skandal, finden nicht nur die Verwandten. Die Marquise droht am Widerspruch zwischen ihren Gefühlen und den gesellschaftlichen Konventionen zu zerbrechen. Meisterhaft erzählt Kleist die Geschichte ihrer schuldlosen Verstrickung. Eine Novelle, die bis heute beispiellos in der Literaturgeschichte ist.


Bibliographische Daten

Quelle: Amazon

Titel: Die Marquise von O…
Autor: Heinrich von Kleist
Genre: Gesellschaftsroman / Familienroman
Format: Taschenbuch
Seiten: 40
Verlag: Henricus
ISBN: 978-3-847830627
Erstveröffentlichung: 1808
Sprache: Deutsch

Erster Satz:

»In M…, einer bedeutenden Stadt im oberen Italien, ließ die verwitwete Marquise von O…, eine Dame von vortrefflichem Ruf, und Mutter von mehreren wohlerzogenen Kindern, durch die Zeitungen bekannt machen: dass sie, ohne ihr Wissen, in andre Umstände gekommen sei, dass der Vater zu dem Kinde, das sie gebären würde, sich melden solle; und dass sie, aus Familienrücksichten, entschlossen wäre, ihn zu heiraten.«


Meine Meinung

Zuerst einmal ist »Die Marquise von O…« ziemlich leicht zu lesen und zu verstehen, wenn man bedenkt, dass es 1808 das erste Mal veröffentlicht wurde. Und wäre das Ende nicht gewesen, hätte ich der Novelle mit Sicherheit auch ganze fünf Sterne gegeben. Aber fangen wir vorne an.

Die Marquise als Protagonistin ist eine teils sehr emanzipatorische Hauptfigur. Sie beugt sich nicht dem Willen ihrer Familie, steht zu sich selbst und lässt sich auch nicht aufhalten. Mit der Heirat des Vaters ihres ungeborenen Kindes ordnet sie sich zwar wieder der Gesellschaft und ihren Konventionen unter, doch geschieht das, wie es scheint, hauptsächlich, um dem Kind ein gutes Leben bieten zu können.

Dass die Eltern der Marquise diese nach der Erkenntnis, dass sie schwanger ist, verstoßen, kann man auch als Gesellschaftskritik durch Heinrich von Kleist auffassen. Die Eltern wollen der Marquise von O… ihre Kinder wegnehmen und glauben ihr nicht, dass sie unschuldig ist, obwohl ihre Tochter es ihnen immer wieder versichert.

Leider war es von Anfang an ziemlich offensichtlich, wie sie schwanger geworden ist und wer der Vater des Kindes ist. Das war keine große Überraschung, man hat es vielmehr schon die ganze Zeit über kommen sehen.

Gegen Ende taucht eine Szene zwischen der Marquise und ihrem Vater auf, die sehr inzestuöse Eigenschaften besitzt. Dies fand ich als „Versöhnung“ ziemlich befremdlich und ich frage mich, ob von Kleist auch hiermit Gesellschaftskritik äußern wollte, oder es vielleicht ganz anders gemeint hat.

Mein größer Kritikpunkt jedoch ist das Ende an sich. Dort wird der Vater des Kindes für seine bisherigen Taten belohnt, indem er all das bekommt, was er sich immer gewünscht hat. Er muss sich nicht für seine Handlungen in der Vergangenheit verantworten, und trotzdem ist das Ende á la „Friede, Freude, Eierkuchen“.


Fazit

Ich würde auf jeden Fall sagen, dass es sich gelohnt hat, »Die Marquise von O…« zu lesen. Zwar gab es ein paar Dinge, die mir sauer aufgestoßen sind, aber dabei darf man auch nicht vergessen, dass das Buch bereits 1808 veröffentlicht worden ist. Somit ist nicht ganz ausgeschlossen, dass mir einige Anspielungen auf den historischen Kontext entgangen sind, die möglicherweise eine Antwort auf meine Fragen geliefert hätten.

Rezension: »Wolfsblut« von Jack London

»Wolfsblut« ist ein Buch, das ich eigentlich nur deshalb gelesen habe, weil es vorinstalliert auf meinem tolino war und ich im Urlaub keine Lust hatte, mir ein anderes E-Book zum Lesen runterzuladen. Irgendwie hab ich nicht damit gerechnet, dass mir das Buch so gut gefallen würde. Mehr dazu aber in der Rezension.


Inhalt

Als Sohn eines wilden Wolfs und einer den Menschen entlaufenen Wolfshündin kommt Wolfsblut zur Welt. Er wächst zur Zeit des Goldrausches in der rauhen Natur Alaskas auf. Dann aber verschlägt ihn das Schicksal zu den Menschen und eine Zeit des Leidens beginnt – bis Wolfblut einen Menschen als Freund gewinnen kann.

(Quelle: Thalia)


Bibliographische Daten

(Quelle: dtv)

Titel: Wolfsblut
Originaltitel: Wild Fang
Autor: Jack London
Übersetzung: Lutz-W. Wolff
Genre: Abenteuerroman
Seiten: 304
Verlag: dtv
Erstveröffentlichung: 1906
ISBN: 978-3-423-14239-7
persönliche Altersempfehlung: ab 14
Preis: 10,90 €


Meine Meinung

Vorab möchte ich einmal darauf hinweisen, dass »Wolfsblut« keinesfalls ein Kinderbuch ist, obwohl es häufig als solches bezeichnet wird. Das mag unter anderem daran liegen, dass die Geschichte aus der Sicht eines Tieres, Wolfsblut, erzählt wird – und da Animal Fantasy häufig als Kinder- und Jugendliteratur abgestempelt wird, geschah dies auch mit diesem Klassiker der Weltliteratur.

Aber lasst mich an anderer Stelle anfangen. Das Buch ist in sich in fünf Teile gegliedert, die einander mit Ausnahme des ersten Teils in nichts nachstehen. Dass mir der erste Teil des Buches nicht so gut gefallen hat, liegt daran, dass er noch nicht aus Wolfsbluts Sicht erzählt wird, wie ich ursprünglich angenommen hatte, sondern aus der Sicht der beiden Männer Bill und Heinrich (im Original und in neueren Übersetzungen Henry). Diese müssen den Leichnam eines Edelmannes in die Stadt transportieren und werden dabei von einem Rudel hungriger Wölfe verfolgt. Im zweiten Teil wechselt dann die Perspektive, allerdings ist Wolfsblut – der eigentliche Protagonist – auch da noch nicht auf der Welt. Stattdessen wird aus Sicht von Wolfsbluts Eltern erzählt. Erst im dritten Teil, als Wolfsblut geboren wurde, geht es tatsächlich um dessen Schicksal und weiteres Leben.

Zugegeben, Jack Londons Schreibstil fand ich von vornherein grandios. Zwar wurde ich im ersten Teil manchmal etwas verwirrt, weil ich Schwierigkeiten hatte, Bill und Heinrich auseinanderzuhalten, aber ansonsten hab ich kaum etwas am gesamten Buch auszusetzen, da es insgesamt extrem einfühlsam, teils nüchtern, aber immer mitreißend erzählt wird.

Trotz all der Grausamkeiten, die Wolfsblut später begeht, war er mir immer ein sehr liebenswürdiger Charakter. Was unter anderem daran liegt, dass ich die Domestizierungsversuche der Menschen nicht gutheißen konnte. Andererseits war vermutlich genau das die Absicht des Autors, denn nur durch dieses Vor-Augen-Führen der menschlichen Gewissenslosigkeit (die dadurch, dass aus Wolfsbluts Perspektive erzählt wurde, stark in Kritik geraten ist) entsteht die Moral der Geschichte: Dass ein respektvoller Umgang mit anderen Lebewesen sich auch auf deren Persönlichkeit auswirkt und am Ende sowohl Mensch als auch Tier mehr davon haben. Gleichzeitig wurde auch die Unerbittlichkeit der Natur und der Kreislauf des Lebens sehr eindrucksvoll beschrieben. Das Buch schafft somit auch ein Bewusstsein in den Leser*innen für den Überlebensinstinkt von Wildtieren.

Da das Buch aus Wolfsbluts Sicht geschildert wird, ist eine gewisse Vermenschlichung von diesem nicht von der Hand zu weisen. Dennoch wirkte diese gar nicht so unrealistisch wie man möglicherweise annehmen könnte. Jack London hat sich scheinbar stark für Wölfe interessiert und zu einer Zeit logische Schlüsse gefasst, als diese Erkenntnisse noch gar nicht belegt waren. Diese Umsetzung ist so eindrucksvoll gelungen, dass ich es gar nicht schaffe, sie in die richtigen Worte zu fassen.

Und auch, wenn ich nicht ganz einverstanden mit den Domestizierungsversuchen an Wolfsblut bin, gab es auf eine gewisse Art auch ein Happy End. Das mag zwar nicht unbedingt realistisch sein, zeigt aber noch mal, dass mit den richtigen Erziehungsmethoden alle Lebewesen später ein glücklicheres Leben führen können.

Fazit

»Wolfsblut« ist ein Roman, der viele Genres miteinander vermischt und deshalb gar nicht so gut zu beschreiben ist. Es ist ein Abenteuerroman, Erziehungsroman und Animal Fantasy gleichzeitig. Diese Genres hat Jack London jedoch gekonnt miteinander kombiniert und ineinander verwoben, sodass ein spannendes, mitreißendes und bis zum Schluss aufwühlendes Ergebnis – »Wolfsblut« – dabei herumkam. Dabei ist das Buch auch nicht nur ein Jugendroman, sondern ebenso faszinierend für andere Generationen.

4 Sterne = Top

Rezension: »Die Welle« von Morton Rhue

Hey ihr Lieben!

Dieses Buch hat meine Mutter damals als Schullektüre gelesen, und als ich es auf dem Dachboden gefunden habe, musste ich es einfach lesen. Den Film habe ich bereits gesehen, und das Buch ist ja auch ziemlich gesellschaftskritisch … Aber lest selbst, wie ich das Buch fand!


Allgemeine Informationen

Titel: Die Welle
Autor: Morton Rhue
Übersetzung: Hans-Georg Noack
Genre: Young Adult
Format: Taschenbuch
Seiten: 143
ISBN: 978-3473515011
Verlag: Ravensburger
gelesen: 24.06.20 bis 26.06.20


Inhalt

Ein junger Lehrer entschließt sich zu einem ungewöhnlichen Experiment. Er möchte seinen Schülern beewisen, dass Anfälligkeit für faschistoides Handeln und Denken nicht etwas ist, das nur andere Menschen betrifft – Faschismus ist hier mitten unter uns und in jedem von uns. Doch die „Bewegung“, die er auslöst, droht ihn und sein Vorhaben zu überrollen: Das Experiment gerät außer Kontrolle.

Morton Rhues Klassiker DIE WELLE beschreibt eindringlich und gegenwartsbezogen wie leicht Menschen verführt, manipuliert und instrumentalisiert werden können. Der Roman basiert auf wahren Begebenheiten an einer Highschool im kalifornischen Palo Alto.


Meine Meinung

Die Gestaltung

Na ja, also das Cover ist jetzt nicht unbedingt mein Geschmack, aber meine Ausgabe ist ja auch schon etwas älter. Wenn man bedenkt, in welcher Zeit das Buch spielt und wann es erschienen ist, passt das Cover ziemlich gut zur Geschichte, auch wenn es nicht sonderlich aussagekräftig ist.

Im Inneren ist das Buch jetzt auch nicht besonders gestaltet, wobei mir die Kapitelnummern ein bisschen zu klobig sind. Ich weiß allerdings nicht, ob das in der neuen Ausgabe immer noch so aussieht oder nicht.


Der Erzählstil

Ich habe ja bereits „Fame Junkies“ von Morton Rhue gelesen, weshalb mich der Schreibstil in „Die Welle“ ein wenig überrascht hat. Irgendwie hatte ich nicht damit gerechnet, dass alles so hochgestochen klingt – aber irgendwie passt es auch zum Buch. Mein persönlicher Fall ist der Schreibstil jetzt nicht unbedingt, aber zumindest passt er zur Geschichte.

Manchmal war ich etwas verwirrt, weil öfter mal das Wort „indoktrinieren“ vorkam, und ich kann mir einfach nicht so gut vorstellen, dass das mehrere Menschen unabhängig voneinander genau so sagen und dann auch noch im gleichen Zusammenhang. Ein bisschen mehr Überlegungen bezüglich der Sprache hätte man sich also meiner Meinung nach schon machen können.


Die Handlung

Obwohl das Buch weniger als 150 Seiten hat, hat sich von der ersten Seite an ein beklemmendes Gefühl in meiner Brust breitgemacht. Ich habe den Film mit Jürgen Vogel bereits gesehen und wusste daher, in welche Richtung die Geschichte gehen wird, aber ich wusste auch, dass das Buch anders endet, weshalb ich gespannt war.

Das Thema Faschismus ist auf jeden Fall noch immer aktuell, gerade wenn man bedenkt, was überall auf der Welt gerade los ist (nein, ich spreche nicht von Corona). Dieses Buch hat mir einmal mehr vor Augen gefühlt, was faschistoides Verhalten alles auslösen kann und wie weit es kommen kann, ohne dass die Menschen selbst das realisieren. Es ist auf jeden Fall ein Thema, mit dem man feinfühlig umgehen muss, und das war in dem Buch auf jeden Fall so.

Das einzige, was mich ein bisschen verwirrt hat, war der allwissende Erzähler, der immer mal wieder plötzlich von einer Person zur nächsten gesprungen ist. Am Anfang haben mich die Namen überfordert, im Laufe der Geschichte habe ich die Charaktere aber genauer kennengelernt.


Die Charaktere

Da das Buch sehr kurz ist, waren die Charaktere alle nicht sonderlich tiefgründig ausgearbeitet worden. Klar, das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit, und das allein ist schon schrecklich genug, aber dennoch hätte ich mir ein bisschen mehr Informationen zu den einzelnen Charakteren gewünscht, um mich besser in sie hineinversetzen zu können.


Fazit

„Die Welle“ konnte mich mit ihrer sehr gesellschaftskritischen und immer noch aktuellen Thematik unglaublich fesseln und hat es geschafft, dass ich mich einen Moment lang in die Geschichte hineinversetzt gefühlt habe, obwohl das Buch insgesamt relativ dünn ist. Insgesamt fand ich den Film jedoch besser.


Meine Bewertung

Gestaltung: 3/5 ⭐

Erzählstil: 3/5 ⭐

Handlung: 4,5/5 ⭐

Charaktere: 3/5 ⭐


Gesamt: 3,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara

Rezension: »Emma« von Jane Austen

Ich selbst wäre wahrscheinlich zu geizig gewesen, mir dieses teure Schmuckstück zu kaufen, aber meine Mutter wollte unbedingt mit mir in den neuen Kinofilm gehen (was sich jetzt ja aufgrund von Corona leider erledigt hat – egal, die DVD tut’s später auch), woraufhin ich gesagt habe, dass ich zuerst das Buch lesen möchte …. und daraufhin hat meine Mutter es mir doch tatsächlich gekauft! Na ja, ich will mich nicht beschweren, also lest euch einfach durch, wie es mir gefallen hat:


Inhalt

Emma Woodhouse ist die einflussreichste junge Frau im beschaulichen Dorf Highbury, wo sie mit ihrem Vater lebt. Als reiche Erbin ist sie zwar selbst fest entschlossen, niemals zu heiraten, unterhält sich aber mit allerlei Verkupplungsversuchen im Freundes- und Bekanntenkreis. Dabei entstehen eine Reihe von Missverständnissen und Peinlichkeiten, so dass Mr. Knightley, der engste Freund der Familie, einschreitet und Emma scharf kritisiert. Während Emma ihre Fehler einsieht und sich nach und nach um Schadensbegrenzung bemüht, verliebt sie sich doch noch …


Bibliografie

Titel: Emma
Autorin: Jane Austen
Genre: Historischer Roman
Format: Hardcover
Seiten: 404
Verlag: Coppenrath
gelesen: 02.03.20 bis 18.03.20


Meine Meinung

Die Gestaltung

Eigentlich glaube ich nicht, dass ich hierzu groß etwas sagen muss. Wenn man schon „Schmuckausgabe“ und „Klassiker“ in einem Satz hört, weiß wahrscheinlich fast die ganze Book-Community, wie wunderschön das Buch ist. Und die Schmuckausgaben vom Coppenrath-Verlag haben’s auch wirklich in sich, so schön sind sie gestaltet! Allein das Cover ist schon das, das mir von allen Schmuckausgaben des Verlags am besten gefällt – aber ich stehe auch ziemlich auf Rosen xD. Und die Farben passen auch so wunderbar zur Geschichte (was nicht heißen soll, dass alles in der Geschichte wie durch eine rosarote Brille erzählt abläuft!).

„Wenn die Eitelkeit einem dummen Ding den Kopf verdreht, dann entsteht darauf alles mögliche Unheil. Nichts fällt einer jungen Dame leichter, als dass sie ihre Erwartungen zu hoch schraubt.“

Seite 56

Die Illustrationen von Marjolein Bastin sind wirklich einzigartig. Jedes Kapitel, fast jede Seite ist super liebevoll und mit so viel Herzblut gestaltet worden, dass es das Leseerlebnis für mich nur noch besonderer gemacht hat. In jeder einzelnen Zeichnung steckt so unglaublich viel Liebe zum Detail – aber ich will euch nichts vorwegnehmen.

Auch die 10 Extras, die im Buch dabei sind, haben das Buch aufgepeppt – auch wenn es das eigentlich gar nicht gebraucht hätte, weil die Geschichte so auch schon unfassbar toll ist! Unter anderem befanden sich in dem Buch nämlich noch eine Karte von Highbury, einen Brief von der Autorin an den Verleger (wenn ich mich richtig erinnere), einen Zeitungsartikel von „The Morning Chronicle“, ein paar Rezepte für bspw. Apple Pie und auch Gedichte haben alles verschönert.

„Wer kaum genug zum Leben hat und wer notgedrungen in sehr kleinen Verhältnissen und im Allgemeinen in sehr niedriger Gesellschaft lebt, der darf auch enstirnig und griesgrämig sein.“

Seite 74

Wie ihr seht, ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus, und weil ich ja nicht wie Miss Bates aus dem Buch enden will, halte ich jetzt lieber schnell den Mund und gehe weiter zum Schreibstil!


Der Erzählstil

Bei Klassikern ist es nur verständlich, wenn man ein bisschen braucht, um sich an die Art und Weise wie das Buch geschrieben wurde, zu gewöhnen. Vielleicht liegt es daran, dass ich vor „Emma“ bereits drei andere Klassiker gelesen habe (Stolz und Vorurteil, Vom Winde verweht, Sturmhöhe) und dass ich dementsprechend schon etwas mehr an den altertümlichen Schreibstil gewöhnt war, aber irgendwie kam ich viel schneller in die Geschichte als erwartet. Jane Austens Schreibstil hat mich bereits bei „Stolz und Vorurteil“ sehr von sich überzeugen können, und mit „Emma“ hat die Autorin wirklich noch einen draufgesetzt! Wirklich, ich kann es kaum erwarten, die anderen Bücher von ihr zu lesen, um sie mit diesem hier zu vergleichen.

„Wessen Lage Interesse erregt, dem ist das menschliche Gemüt gewogen; wenn also ein junger Mensch heiratet oder stirbt, so darf er sicher sein, dass man freundlich von ihm spricht.“

Seite 153

Natürlich kann man nicht in einem Flug durch einen Klassiker hindurchrasen. Zumindest kann ich das nicht. Ich musste mir an ein paar Stellen auch mal wirklich Zeit zum Lesen nehmen, um besser in die Geschichte abtauchen zu können, aber je weiter ich gekommen bin, desto einfacher viel es mir, auch mal nebenbei von Emma und Co. zu lesen, ohne mich bei jedem zweiten Satz zu fragen, wie der vorherige noch mal lautete.

Verschachtelte Sätze sind in der Zeit nicht ungewöhnlich gewesen, weshalb ich versuche, es in meiner Bewertung ein bisschen mehr zu berücksichtigen, aber leider waren manchmal so viele dabei, dass ich mich nur noch gefragt habe, wann endlich wieder ein normaler Satz kommt, den ich nicht fünfmal hintereinander lesen muss, um seine vollständige Bedeutung zu verstehen. Das ist aber auch das Einzige, was ich am Schreibstil auszusetzen habe.

„Schlechtigkeit bleibt immer schlecht; aber Dummheit ist nicht immer dumm. – Es kommt auf den Charakter des Menschen an, der sie verübt.“

Seite 179

Die Handlung

Hier war ich wirklich überrascht. Überraschter noch als beim Schreibstil, ehrlich. Ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit. Viele sagen zwar immer, dass Klassiker und vor Allem Frauenromane oft einfach vorherzusehen sind, aber hier wurde ich einige Male wirklich unfassbar geschockt von Wendungen, die ich nicht erwartet hätte. Wenn man bei einem Klassiker davon sprechen kann, will ich sagen, dass es wirklich einige unvorhersehbare Plot-Twists gab, die mich mal fassungslos und mal niedergeschlagen oder mit heftigem Herzklopfen zurückgelassen haben.

Es gab so viele unterschiedliche Handlungsstränge, aber das hat keinesfalls dafür gesorgt, dass sich die Geschichte endlos in die Länge zieht. Ich fand die Art und Weise, wie die Charaktere gehandelt haben, sehr nachvollziehbar, und auch der ganze Verlauf der Geschichte wirkte sehr authentisch für die Zeit, in der das Buch spielt. Ich konnte mich wirklich vollends in dieses Zeitalter hineinversetzen und es kommt mir vor, als ob ich gerade von einer Zeitreise zurückgekommen bin und mich erst mal wieder an die Realität gewöhnen muss.

„Ein lebhaftes und ausgeglichenes Gemüt freut sich auch, wenn es nichts sieht, und sieht nichts, worüber es sich nicht freut.“

Seite 196

Im Mittelteil zog sich die Handlung etwas, was aber auch daran lag, dass die Kapitel entweder sehr kurz oder sehr lang waren. Hinterher hat sich das dann wieder gelegt, da waren alle Kapitel ungefähr 7-10 Seiten lang. An einigen Stellen ist mir auch aufgefallen, dass damals nicht so stark auf Altersunterschiede geachtet wurde wie heute (man denke an den Wendler). Dort macht es gar nichts, wenn beispielsweise eine 18-jährige einen über 40-jährigen heiratet und liebt.


Die Charaktere

Emma ist in diesem Buch eine meiner allerliebsten Protagonistinnen geworden. Sie ist immer aufrichtig mit sich selbst (und wenn nicht, dann nur unbewusst) und sie gesteht sich ihre Fehler und Schwächen ein, anstatt daran festzuhalten, dass sie etwas richtig getan hat und alle anderen falsch. Sie ist wirklich sympathisch und ich konnte das ganze Buch hindurch ihre Beweggründe nachvollziehen und glaube, dass ich mir mal eine Scheibe von ihr abscheiben kann, besonders was das Denken über andere Personen angeht.

„Selten, sehr selten enthält ein menschliches Geständnisdie volle Wahrheit; selten kommt es vor, dass etwas nicht ein wenig verhüllt oder ein wenig falsch verstanden wird; aber wo, wie in diesem Fall, das Verhalten falsch verstanden wird, die Gefühle aber nicht, da spielt es vielleicht keine große Rolle.“

Seite 360

Mr. Woodhouse und Isabella Knightley (Emmas Schwester) waren mir nicht ganz so sympathisch, weil sie oft sehr jammernd und naiv daherkamen, und gerade deshalb fand ich es umso bemerkenswerter, dass Emma sich so liebevoll um ihren Vater kümmert. Andererseits haben beide irgendwie etwas sehr Liebenswertes an sich, das ich nicht richtig beschreiben kann. Um das zu verstehen muss man einfach das Buch gelesen haben.

Mr. Knightley ist mein absoluter Lieblingscharater in dem Buch. Er ist wirklich der perfekte Gentleman, hat sehr klare Ansichten von dem, was sich für einen Mann und eine Frau gehört und hält an seiner Meinung fest. Trotzdem kann er auch gut zugeben, wenn er einen Fehler begangen hat, und er ist offen für jede mögliche Art von Gespräch. Er hat mich einige Male überrascht und damit ist er nur noch weiter in meinem Ansehen gestiegen!

Mr. und Mrs. Weston waren mir ebenfalls sehr sympathisch. Mrs. Weston ist eine sehr gute Freundin für Emma, und sie kann sich wirklich glücklich schätzen, einen so tollen Mann wie Mr. Weston an ihrer Seite zu haben. Er ist offenherzig und oft fröhlich und macht sich immer Sorgen um diejenigen, die er liebt, sei es auf die eine oder andere Art und Weise.

„Den Glücklichen fällt es sehr schwer, demütig zu sein.“

Seite 364

Nun zu den Eltons. Tja. Auf jeden Fall sind das die einzigen Charaktere in dem Buch, die ich überhaupt nicht leiden konnte. Auch wenn Mr. Elton anfangs noch recht sympathisch rüberkam, hat er mich doch auch bereits nach den ersten paar Seiten ziemlich genervt und ich hab einige Male wirklich seine Bemühungen ausgelacht. Und Mrs. Elton ist wohl diejenige, die in den ganzen High-School-Filmen heutzutage die Zicke wäre. Also überhaupt nicht sympathisch, sehr von sich selbst eingenommen und überaus arrogant. Trotzdem waren auch diese beiden Charaktere sehr gut ausgearbeitet und sie gehören einfach zur Geschichte dazu – ohne sie gäbe es wahrscheinlich so manches Problem nicht, das sich Emma auftut, und die Story wäre schnell langweilig geworden.


Fazit

„Emma“ ist wirklich ein Leseerlebnis für sich, das sich niemand entgehen lassen sollte. Ich empfehle es sowohl den Klassiker-Fans unter euch als auch denjenigen, die gern mal einen Klassiker ausprobieren möchten – auch wenn der Umfang des Buches zunächst abschrecken mag, lohnt es sich auf jeden Fall, jede einzelne Seite des Schmökers zu lesen!


Meine Bewertung

Gestaltung: 5/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 4/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐



Liebe Grüße,

Rezension: »Sturmhöhe« von Emily Brontë

Ich habe mich so gefreut, als ich die Schmuckausgabe endlich bei mir im Regal stehen hatte und deshalb konnte ich auch nicht länger als einen Monat warten, um mit dem Buch anzufangen. In diversen anderen Büchern hört man so viel über diesen Klassiker (*hust* Twilight *hust*), dass ich einfach selbst mal reinlesen musste.


Inhalt

In der rauen Moorlandschaft Westyorkshires liegt „Wuthering Heights“, das Anwesen der Earnshaws. Als der Gutsherr gegen den Willen aller den Waisenjungen Heathcliff aufnimmt, weiß noch keiner, welches Schicksal die Familie ereilen wird. Nach dem Tod des Vaters verprasst der spiel- und trunksüchtige Sohn Hindley das Erbe innerhalb weniger Jahre. Obwohl Heathcliff die große Liebe der Tochter Catherine ist, mit dem sie eine tiefe Seelenverwandtschaft verbindet, sieht sie sich gezwungen, den Heiratsantrag des wohlhabenden Nachbarn Edgar anzunehmen. Der zutiefst gekränkte Heathcliff beschließt daraufhin, sich bitter an beiden Familien zu rächen. Für seine leidenschaftliche Liebe riskiert er alles, und weder Zeit noch Raum, ja nicht einmal der Tod halten ihn dabei auf.


Bibliografie

Titel: Sturmhöhe
Autorin: Emily Brontë
Genre: Historischer Roman
Format: Hardcover
Seiten: 271
Verlag: Coppenrath
gelesen: 09.02.20 bis 21.02.20


Über die Autorin

Emily Jane Brontë, geboren am 30. Juli 1818 und gestorben am 19. Dezember 1848 im Alter von 31 Jahren, lebte als fünftes Kind ihrer Eltern seit ihrem zweiten Lebensjahr in Yorkshire. Ihr Vater brachte den Kindern schon früh das Lesen bei und da Emily immer Zugang zu Büchern besaß, begannen sie und ihre Schwestern bereits im Kindesalter mit dem Verfassen von Gedichten und dem Schreiben von Geschichten. Emily schrieb bis zu ihrem Tod unter dem Pseudonym Ellis Bell und veröffentlichte ihren ersten und einzigen Roman „Wutherin Heights“ (auf Deutsch „Sturmhöhe“) ein Jahr, bevor sie eine Lungenentzündung bekam, die ihr höchstwahrscheinlich den Tod brachte.


Meine Meinung

Das Cover

Einfach großartig. Ich finde die Schmuckausgaben vom Coppenrath-Verlag generell sehr ansprechend und wunderschön verarbeitet und umso froher war ich dann, als ich dieses hübsche Exemplar in mein Bücherregal stellen konnte. Insgesamt hat es den Anschein, als würde es sich um ein Märchenbuch handeln, und in gewisser Weise sorgen viele Klassiker beim Lesen auch für das Märchen-Gefühl, das mit ihnen einhergeht.

Auf den ersten Blick kann man das nicht so gut erkennen, aber die Blumen sind dreidimensional, wodurch das ganze Buch noch mal besonderer wirkt.


Der Erzählstil

Ich war anfangs wirklich überrascht, als ich die ersten Seiten gelesen habe. Wahrscheinlich, weil ich nicht mit dieser recht modernen Übersetzung gerechnet habe, da ich von „Stolz und Vorurteil“ und „Vom Winde verweht“ einfach einen mehr altmodischen Schreibstil gewohnt bin. So ließ sich das Buch wirklich schön lesen.

Trotzdem war der Erzählstil natürlich auch der Zeit entsprechend, in der das Buch geschrieben wurde, wodurch ich sofort ins Yorkshire des 18. Jahrhunderts eintauchen konnte.

Zwischendurch traten leider ein paar Rechtschreibfehler auf, und die Passagen, in denen Josef gesprochen hat, konnte ich wirklich nur schwierig entziffern, weshalb ich da leider ein paar Abzüge in der Bewertung machen muss.

„Stolze Menschen brüten sich selbst Bekümmernisse aus.“

Seite 48

Die Handlung

Leider finde ich den Klappentext etwas in die Irre führend, da ich besonders am Anfang ziemlich verwirrt war. Nach dem Lesen des Klappentextes bin ich nämlich eher davon ausgegangen, dass die Geschichte aus der Sicht von Heathcliff oder Catherine erzählt wird, und im ersten Kapitel ist der Protagonist dann plötzlich ein Mr. Lockwood.

Als ich dann irgendwann verstanden habe, dass das Buch nach den Geschehnissen spielt, von denen im Klappentext die Rede ist, und dass Mr. Lockwoods Haushälterin die Lebensgeschichte von Heathcliff und Catherine erzählt, bin ich etwas besser klargekommen, aber bis dahin brauchte es ein paar Kapitel, was ich ziemlich schade finde.

„Immerhin kann es aber doch einmal geschehen, dass Sie bei beiden auf Widerstand stoßen; und dann, glaube ich, werden sich die, die Sie als schwächlich bezeichnen, als ebenso eigenwillig erweisen, wie Sie selbst es sind.“

Seite 82

Ansonsten war die Handlung des Buches wirklich perfekt durchdacht und ich habe aufgrund der vielen unterschiedlichen Charaktere direkt gewusst, wenn es irgendwelche Probleme gab, die für viele der Personen nicht so offensichtlich waren. Ich habe mitgefiebert, da das Buch generell ziemlich spannend erzählt wurde, und manchmal war ich am Verzweifeln, weil Catherine und Heathcliff wirklich Charaktere für sich sind, die ich einfach nicht ganz verstehen konnte. Ich glaube, das Buch könnte auch gut im Literatur-Unterricht an Schulen gelesen werden, da sicherlich große Diskussionen über den Handlungsverlauf und die Charaktere entbranden würden.

„Was wäre der Zweck meines Daseins, wenn ich ganz in mir selbst ruhen würde?“

Seite 69

Die Charaktere

Wie bereits erwähnt, sind besonders Heathcliff und Catherine Charaktere für sich, mit denen ich mich überhaupt nicht identifizieren konnte. Und auch sonst waren alle handelnden Personen sehr unterschiedlich.

Catherine und Heathcliff erschienen mir zunächst wie das perfekte Paar, bis dann eines zum anderen kam und ich mich ernsthaft gefragt habe, wie Menschen so bösartig sein können. Heathcliff genoss schon früh das Leid anderer, besonders, wenn es von ihm selbst verursacht wurde, und Catherine war ziemlich aufgeweckt und von sehr stolzem Wesen, zudem reichlich arrogant und grausam.

„Und liebte er auch mit aller Kraft seines kümmerlichen Seins, so könnte er doch in achtzig Jahren nicht so viel Liebe geben, wie ich an einem Tag!“

Seite 124

Edgar war mir von allen mit am sympathischsten, obwohl auch er einige Schwächen hatte, die ich nicht verstehen konnte. Beispielsweise handelte er oftmals ziemlich naiv, wenn es um Catherine oder später um seine gleichnamige Tochter ging.

Diese, die ich hier Cathy nennen werde, damit es keine Verwechslungen gibt, habe ich sofort in mein Herz geschlossen, obwohl die ersten Kapitel wirklich kein gutes Licht auf sie geworfen haben. Da ich jedoch im Rest des Buches mehr über ihr Leben erfahren habe und über die Schicksalsschläge und Ungerechtigkeiten, die sie ertragen musste, konnte ich sie hinterher auch besser verstehen. Und das, obwohl sie wirklich kein sonderlich angenehmer Charakter war, wie ich finde.

Ellen Dean bzw. Nelly mochte ich am allerliebsten. Ich habe sie in dem Moment liebgewonnen, als Mr. Lockwood sie fragte, was sie über Mr. Heathcliff wisse, und von da an war ich einfach fasziniert von der Rolle, die sie in der Geschichte spielt.

„Wut und Verrat sind ein zweischneidiges Schwert: es verwundet den, der zu ihm greift, schlimmer als den Feind.“

Seite 145

Fazit

„Sturmhöhe“ ist wirklich ein Must-Read für alle, die zwischendurch auch mal Klassiker lesen. Ich habe das Buch während des Lesens geliebt und liebe es noch immer, obwohl ich einen etwas schwierigen Start hatte.


Meine Bewertung

Cover: 5/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 4,5/5 ⭐

Charaktere: 4,5/5 ⭐



Welche Klassiker habt ihr zuletzt gelesen?

Mein Lesejahr 2019

Weil ich gerne möchte, dass ihr ein bisschen über meine Lesevorlieben und mein letztes Jahr erfahrt, komme ich heute zu einem mehr oder weniger ausführlichen Beitrag über mein Lesejahr 2019.


Lesemonate im Überblick

Hier sind meine jeweiligen Monatshighlights fett gedruckt, aber bitte beachtet, dass es sich dabei nicht um meine Jahreshighlights handelt. Diese werden weiter unten noch einmal ausführlicher aufgelistet.

Januar: 6 Bücher

  • Bad Girls (E. Lockhart)
  • Book of Lies (Teri Terry)
  • Thalamus (Ursula Poznanski)
  • Revenge – Sternensturm (Jennifer L. Armentrout)
  • Chroniken der Unterwelt – City of Bones (Cassandra Clare)
  • Chroniken der Unterwelt – City of Ashes (Cassandra Clare)

Februar: 5 Bücher

  • Chroniken der Unterwelt – City of Glass (Cassandra Clare)
  • Chroniken der Unterwelt – City of Fallen Angels (Cassandra Clare)
  • Chroniken der Unterwelt – City of Lost Souls (Cassandra Clare)
  • Chroniken der Unterwelt – City of Heavenly Fire (Cassandra Clare)
  • Erwachen des Lichts (Jennifer L. Armentrout)

März: 6 Bücher

  • Im leuchtenden Sturm (Jennifer L. Armentrout)
  • Glanz der Dämmerung (Jennifer L. Armentrout)
  • Funkeln der Ewigkeit (Jennifer L. Armentrout)
  • Der Atlas der besonderen Kinder (Ransom Riggs)
  • Dark Elements – Steinerne Schwingen (Jennifer L. Armentrout)
  • Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht (Jennifer L. Armentrout)

April: 4 Bücher

  • Dark Elements – Sehnsuchtsvolle Berührung (Jennifer L. Armentrout)
  • Das Reich der sieben Höfe – Frost und Mondlicht (Sarah J. Maas)
  • Schullektüre: Ketchup Clouds (Annabel Pitcher)
  • Bookless – Gesponnen aus Gefühlen (Marah Woolf)

Mai: 7 Bücher

  • Die Chroniken des Magnus Bane (Cassandra Clare, Sarah Rees Brennan, Maureen Johnson)
  • Niemalswelt (Marisha Pessl)
  • Sturmtochter – Für immer verboten (Bianca Iosivoni)
  • Sturmtochter – Für immer verloren (Bianca Iosivoni)
  • Harry Potter und der Stein der Weisen (J. K. Rowling)
  • Mein Freund, der Eiffelturm und ich (Dagmar Hoßfeld)
  • Ausgeliehen: The Hurting – Als du mich gestohlen hast (Lucy van Smit)

Juni: 7 Bücher

  • re-read: Silber – Das zweite Buch der Träume (Kerstin Gier)
  • re-read: Silber – Das dritte Buch der Träume (Kerstin Gier)
  • Ausgeliehen: Sadie (Courtney Summers)
  • Ausgeliehen: Eine Handvoll Worte (Jojo Moyes)
  • Stolz und Vorurteil (Jane Austen)
  • Götterfunke – Liebe mich nicht (Marah Woolf)
  • Götterfunke – Hasse mich nicht (Marah Woolf)

Juli: 6 Bücher

  • Götterfunke – Verlasse mich nicht (Marah Woolf)
  • Die unendliche Geschichte (Michael Ende)
  • Vom Winde verweht (Margaret Mitchell)
  • Hörbuch: Show me the stars (Kira Mohn)
  • Die Tribute von Panem – Flammender Zorn (Suzanne Collins)
  • Leberkäsjunkie (Rita Falk)

August: 14 Bücher


September: 4 Bücher


Oktober: 6 Bücher


November: 8 Bücher


Dezember: 5 Bücher


Meine Jahres-Highlights

Ich muss sagen, dass ich 2019 wirklich eine Menge an super guten und spannenden Büchern gelesen habe.

Besonders gut hat mir die Götterleuchten-Reihe von Jennifer L. Armentrout gefallen. Die habe ich in einer Woche komplett durchgelesen, obwohl Schule war, und konnte gar nicht damit aufhören. Sie ist noch immer meine allerliebste Buchreihe, weil bisher noch keine andere an sie herangekommen ist.

Schwer beeindruckt hat mich auch Illuminati von Dan Brown. Zwar habe ich für dieses Buch etwas länger gebraucht, aber insgesamt bin ich dadurch so sehr ins Nachdenken gekommen, dass ich glaube, wirklich etwas für mein Leben gelernt zu haben, nachdem ich es beendet hatte.

Momo von Michael Ende ist nach diesem Jahr mein absolutes Lieblingsbuch. Es hat mich so emotional berührt, obwohl ich es damals als Kind nicht vorgelesen bekommen hatte, dass ich nicht weiß, ob je ein anderes Buch diesem ans Wasser reichen kann.

Auch die Götterfunke-Saga ist eine meiner liebsten Reihen geworden. Ich kann mich nicht erinnern, je so viele Gefühle auf einmal erlebt zu haben (außer bei der Götterleuchten-Reihe), weshalb sie ganz weit oben auf meiner Liste der Highlights steht.


Meine Jahres-Flops

Natürlich gab es aber nicht nur Highlights, sondern auch einige Flops. Davon will ich euch ein paar auflisten, wobei mir zu meinem Leidwesen schon aufgefallen ist, dass ich mehr Flops dieses Jahr hatte als Highlights. Schade, aber vielleicht wird es ja nächstes Jahr besser.

Bereits im Januar habe ich zwei Flops gelesen. Bad Girls hat mir überhaupt nicht zugesagt, weshalb ich es mittlerweile auch an eine Freundin verschenkt habe, aber auch Thalamus von Ursula Poznanski konnte mich nicht überzeugen. Das fand ich ziemlich schade, weil Ursula Poznanski eigentlich eine meiner Lieblings-Autorinnen ist, aber dieses Buch von ihr fand ich einfach nur langweilig.

Weiter ging es mit dem vierten Band von Das Reich der sieben Höfe. Ich hatte super hohe Erwartungen an Frost und Mondlicht, aber leider wurden diese nicht erfüllt. Trotzdem freue ich mich auf die folgenden Bände aus der Sich von Nesta.

Von Dagmar Hoßfeld habe ich gleich zwei Bücher dieses Jahr, die mir überhaupt nicht gefallen haben. Einmal wäre da Mein Freund, der Eiffelturm und ich und dann noch Meine Freundinnen, der Rockstar und ich. Diese Bände haben mir einfach nicht gefallen, weshalb ich die Reihe jetzt auch verkauft habe.

Auch The Hurting von Lucy van Smit hat mir nicht zugesagt, was ich ziemlich schade fand, weil ich hohe Erwartungen an das Buch hatte. Genauso verhielt es sich mit Leberkäsjunkie, welches ich vom dtv-Verlag geschickt bekommen habe, und mit Mythos – Klinge der Freiheit von Joachim Wältermann, welches ich als Rezensionsexemplar lesen sollte.

Die letzten beiden Flops von diesem Jahr waren Looking for Hope von Colleen Hoover und Ein Thron für Schwestern von Morgan Rice. Ersteres fand ich einfach nur langweilig, weil der ganze erste Teil der Serie rund um Hope und Dean aus der Sichtweise von Dean wiederholt wurde, und bei Letzterem hatte ich das Gefühl, die Geschichte sei von einem Grundschulkind geschrieben worden.


Wie viele Bücher habt ihr 2019 gelesen? Mehr oder weniger? Und würdet ihr über ein paar Bücher gerne mehr erfahren? Wenn ja, dann schreibt mir doch einen Kommentar und ich schaue mal, was sich daraus machen lässt 😉

Eure Lara

Rückblick: Dezember 2019

Für mich ist der Dezember immer einer der schönsten Monate des ganzen Jahres. Die Weihnachtszeit, die ganzen Geburtstage innerhalb der Familie und von Freunden (meiner natürlich auch), Ferien, Silvester und Plätzchenbacken. Und nicht zu vergessen natürlich die Geschenke, die ich bekomme xD. Auch 2019 war der Dezember wieder ein sehr schöner Monat voller Überraschungen, weshalb ich euch in diesem Beitrag einen kurzen Überblick geben möchte.


Privates

Der Dezember ist in meiner Familie meistens der Monat, wo alle zusammenkommen. Zwar waren in den ersten beiden Wochen noch ein paar Klausuren zu bewältigen (Deutsch, Latein und Musik) sowie eine Leistungsüberprüfung in Sport, aber die habe ich schnell hinter mich bringen können.

Ab dem ersten Dezember fing bei mir aber nicht nur die Vorfreude auf Weihnachten an, sondern auch auf meinen 16. Geburtstag. Der 2019 tatsächlich an einem Freitag, den 13. stattfand. Die Party war für mich ziemlich schön – zusammen mit 15 Freundinnen habe ich ein paar Spiele gespielt, ganz viel gegessen und Spaß gehabt. Am Sonntag darauf war dann das Kaffeetrinken mit meiner Familie. Leider konnten nicht alle kommen, aber das ist im Dezember eben immer so eine Sache, die man nicht ändern kann.

Und dann kamen die Ferien und – natürlich – Weihnachten. Da gehören natürlich viele Geschenke und ein paar Unternehmungen mit der Familie mit dazu. Mit meiner Mutter, ihrem Mann, meiner Schwester, meinen beiden älteren Cousinen und meinem älteren Cousin war ich bei einem Eishockey-Spiel der Kölner Haie gegen Bremerhaven. Zwar kam nicht so viel Stimmung auf, wie ich von einem Heimspiel erhofft hatte, aber das lag wahrscheinlich daran, dass Köln verloren hat. Am zweiten Weihnachtstag ging es dann mit der anderen Seite meiner Familie (also mit meinem Vater, meiner Schwester, meinen jüngeren Cousinen, meinem jüngeren Cousin und deren Vater) zu einem Handball-Spiel nach Lemgo. Das hat mir wahnsinnig gut gefallen, obwohl wir auf der Seite von Erlangen saßen, die verloren haben.

Insgesamt war der Dezember 2019 für mich also ein aufregender und schöner Monat, in dem ich insgesamt über 150 Euro Buchgutscheine und noch einige andere Geschenke bekommen habe.


Buchiges

Neuzugänge

Insgesamt habe ich im Dezember 16 Neuzugänge bekommen. Das ist für meine Verhältnisse schon recht viel, aber dafür, dass ich Geburtstag hatte und Weihnachten war, trotzdem etwas weniger als die letzten Jahre. Dafür habe ich aber auch noch ein Tolino bekommen, was das wieder ausgeglichen hat. Folgende Bücher sind also bei mir eingezogen:

  1. One of us is lying von Karen M. McManus (Geburtstagsgeschenk)
  2. Paper Princess von Erin Watt (Geburtstagsgeschenk)
  3. King’s Legacy – Alles für dich von Amy Baxter (Adventspost von der Lesejury; signiert)
  4. Wer heute lügt, ist morgen tot von Thomas Enger (Geburtstagsgeschenk)
  5. Percy Jackson 1-5 von Rick Riordan; Taschenbuchschuber (durch Einlösen von Gutschein)
  6. Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green (Wichtelgeschenk)
  7. Layers von Ursula Poznanski (Wichtelgeschenk)
  8. Throne of Glass – Die Erwählte von Sarah J. Maas (Wichtelgeschenk)
  9. Neon Birds von Marie Grasshoff (durch Einlösen von Bonuspunkten auf Lesejury)
  10. We’ll never be apart von Emiko Jean (englische Ausgabe von „Feuerschwester“; Weihnachtsgeschenk)
  11. Das Mädchen im blauen Mantel von Monica Hesse (Weihnachtsgeschenk)
  12. Frau Bovary von Gustave Flaubert (vorinstalliert auf meinem Tolino)
Vier meiner Neuzugänge im Dezember

Lesemonat

Leider habe ich diesen Monat nicht so viele Bücher lesen, wie ich mir erhofft hatte. Das lag vor Allem daran, dass ich „Die Nebel von Avalon“ lesen wollte, aber einige Tage einfach nicht zum Lesen gekommen bin und es dann immer unwahrscheinlicher wurde, dass ich das Buch noch im Dezember beenden würde. Also habe ich mich, kurz nachdem ich die Hälfte des Buches fertig hatte, entschieden, es erst im Januar weiterzulesen und stattdessen mit anderen Büchern weiterzumachen. Diese Bücher sind es letztlich geworden (die Bücher, zu denen ich bereits Rezensionen veröffentlicht habe, sind mit den Rezensionen verlinkt):

  1. Love Letters to the Dead von Ava Dellaira (407 Seiten); 5/5 ⭐
  2. After Moonrise von Gena Showalter und P. C. Cast (316 Seiten); 3,5/5 ⭐
  3. Ein Thron für Schwestern von Morgan Rice (196 Seiten); 1,5/5 ⭐
  4. Das geheime Vermächtnis des Pan von Sandra Regnier (re-read, 414 Seiten); 4,5/5 ⭐
  5. Die dunkle Prophezeiung des Pan von Sandra Regnier (404 Seiten); 4,5/5 ⭐

Ansonsten habe ich im Dezember noch 471/813 Seiten aus „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley gelesen sowie 123/558 Seiten aus „Biss zur Mittagsstunde“ von Stephenie Meyer.


Buchige Geschenke

Ansonsten habe ich im Dezember natürlich noch ein paar buchige Geschenke bekommen, sowohl zu Weihnachten, als auch zum Geburtstag. Unter Anderem das Book Journal vom Carlsen-Verlag; zwei Lampen, die wie aufgeklappte Bücher aussehen; eine Leseecke (bestehend aus einem Sessel, einem Servierwagen und einem kleinen Tisch); einen Workshop für Kreatives Schreiben in Hamburg (der findet am 11. Januar statt) und einen Tolino E-Reader.


Wie war euer Dezember denn so? Habt ihr Bücher geschenkt bekommen? Wie viel konntet ihr lesen?

Eure Lara