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Rezension: »Warrior Cats. Short Adventure – Tigerkralles Zorn« von Erin Hunter

Hey ihr Lieben!

Mein erstes Buch im August habe ich tatsächlich schon am ersten Tag beendet – allerdings kommt die Rezension erst jetzt online, weil ich bis gestern noch im Urlaub war. Ich selbst hab das Buch übrigens auf Englisch gewesen, deswegen entsprechen alle Angaben in dieser Rezension dem englischen Buch.

„Tigerclaw’s Fury“ war übrigens meine älteste SuB-Leiche! Endlich ist sie befreit und gelesen und meine neue älteste SuB-Leiche ist jetzt „Mapleshade’s Vengeance“, was ich aber auch diesen Monat noch lesen möchte. Mal sehen, wie viel ich so schaffe, zehn Bücher sind nämlich geplant.


Titel: Warriors – Tigerclaw’s Fury
Autorinnen: Erin Hunter
Genre: High Fantasy
Format: Taschenbuch (Gesamtausgabe)
Seiten: 75
ISBN: 978-0-062287557
Verlag: Harper Collins
Reihe: Warriors / Novelle
gelesen: 01.08.20


Inhalt

Cast out of ThunderClan as a traitor, Tigerclaw will not rest until he has his revenge on Bluestar, Fireheart, and the rest of his former Clanmates. But first he must become Tigerstar of ShadowClan …

Readers will be thrilled at this book into the ruthless heart of one of the most infamous cats in the Warriors series.


Meine Meinung

Die Gestaltung

Obwohl ich „Tigerclaw’s Fury“ in der Gesamtausgabe „Tales from the Clans“ habe, werde ich hier mal das Cover des E-Books bewerten. Ich finde tatsächlich, die deutschen Warrior Cats Ausgaben sind schöner als die englischen. Denn mal ganz ehrlich: Wen spricht dieses Cover bitte an?

Mir ist das Cover insgesamt einfach zu nichtssagend. Das Grün hat keinen Bezug zur Geschichte, aber wenigstens ist das Gesicht von Tigerkralle abgebildet. Was auch schon das einzige Interessante am ganzen Cover ist.

Im Inneren ist die Gestaltung in Ordnung. Die Hierarchie ist natürlich wie immer ein Highlight in den Warriors-Büchern für mich. Keine Ahnung, aber irgendwie faszinieren mich die Hierarchien immer. Die Seiten sind leider sehr dünn und reißen schnell und man sieht den Text auf der anderen Seite durchscheinen.


Der Erzählstil

Vielleicht kennt einer von euch ja noch meinen alten Blog, auf dem ich mehrere Warrior Cats Bücher rezensiert habe. Dieser existiert zwar nicht mehr, aber ich versuche mal ungefähr, erneut in Worte zu fassen, was ich an dem Schreibstil von den Erins so großartig finde.

Zum einen finde ich es sehr altersgerecht geschrieben. Klar, es gibt einige schon sehr brutale Szenen, aber trotzdem würde ich nicht zögern, das Buch ab 10 Jahren zu empfehlen. Es kommt aber natürlich auch immer auf die Person an, wie zartbesaited sie ist. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Bücher nicht nur etwas für Kinder und Jugendliche sind, denn es macht einfach Spaß, gemeinsam mit den Clans Abenteuer zu erleben.

Der Schreibstil ist auch im Englischen sehr einfach zu lesen. Die Geschehnisse und Gefühle der Katzen werden sehr bildlich beschrieben und an das Leben bei den Clans angepasst. So gibt es zum Beispiel ganz andere Redewendungen als bei uns Menschen.


Die Handlung

Ich war sehr gespannt auf das Buch, weil es ja aus der Sicht DES Bösewichts schlechthin geschrieben wird und ganz ehrlich gesagt? Ich will mehr davon! Die Geschichte von Tigerkralle hat so viel Potenzial, und in dieser Novelle wurde noch lange nicht alles ausgeschöpft. Das ganze Leben von Tigerkralle hätte sehr gut zu einem Special Adventure gepasst.

Das Buch beginnt direkt bei Tigerkralles Verbannung aus dem DonnerClan. Ab dann erlebt man als Leser mit, wie er es innerhalb eines Mondes geschafft hat, zum Anführer des gefürchteten SchattenClans zu werden. Die kleinen Details, die eingebaut wurden, haben mir gut gefallen, beispielsweise einige Anspielungen und Gedanken von Tigerkralle. Wenn er nur damals schon gewusst hätte, wie richtig er teilweise mit ihnen lag …

Leider gab es aber auch ein paar Logikfehler, die hätten vermieden werden können. So gab Erin Hunter bekannt, dass die SchattenClan-Katzen Rankenklette, Narbengesicht und Rehfuß im Wald der Finsternis landen, obwohl in dieser Novelle ganz klar deutlich wurde, dass all diese Katzen ihrem Clan treu ergeben waren. Der einzige, der treuer an Tigerkralles Seite war, war Schwarzfuß, aber der landet hinterher im SternenClan. Da stellt sich mir die Frage, weshalb? Denn besonders Rehfuß hatte nie etwas mit Tigerkralle zu tun, zumindest nicht in der Novelle, und er war einer seiner größten Gegner. Diese Kleinigkeiten hätten in einem Special Adventure noch besser erklärt werden können, genauso wie Tigerkralles späteres Verbündnis mit dem FlussClan.


Die Charaktere

Ich finde es toll, wie die Erins es geschafft haben, Tigerkralle einerseits wie den größten Bösewicht aller Zeiten aussehen zu lassen, andererseits aber auch wie eine Katze, die dem DonnerClan und dem SternenClan eigentlich treu ergeben war, letztendlich aber den ausschlaggebenden Schritt in die falsche Richtung gemacht hat.

Außerdem fand ich es toll, dass man auch mal ein bisschen mehr über die SchattenClan-Katzen aus der ersten Staffel erfahren hat. Rankenklette und Narbengesicht sind für mich jetzt nicht mehr die bösen, die an Braunsterns Seite gekämpft haben, sondern auch nur treue Krieger, die einen Fehler begangen haben, den sie bereuen.


Fazit

„Tigerclaw’s Fury“ oder im Deutschen „Tigerkralles Zorn“ ist ein tolles Short Adventure, das sehr viel Potenzial für ein Special Adventure gehabt hätte. So hat man als Leser nur einen kleinen Eindruck bekommen, wie es hinter den bösen Taten von Tigerkralle aussieht.


Meine Bewertung

Gestaltung: 1,5/5 ⭐

Erzählstil: 5/5 ⭐

Handlung: 3/5 ⭐

Charaktere: 4/5 ⭐


Gesamt: 3,5/5 ⭐


Alles Liebe,

Lara

Rezension: »Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Verlorene Sterne« von Erin Hunter

Hallo ihr Lieben!

Ursprünglich wollte ich den ersten Teil der siebten „Warrior Cats“-Staffel bereits vorher gelesen haben, aber ich habe doch immer zu anderen Büchern gegriffen, weil … Keine Ahnung. Baum. Nein, ich wollte glaube ich einfach erst ein paar Reihen beenden.

Na ja, ich verfolge die Warrior Cats jetzt ja schon seit über fünf Jahren und bin dementsprechend immer super happy, wenn ein neues Buch der Reihe rauskommt. Als ich eingestiegen bin, waren erst zwei Staffeln vollkommen fertig geschrieben, und heute würde ich mich wahrscheinlich gar nicht mehr trauen, damit anzufangen – so kann ich aber einfach nicht mehr damit aufhören!

Da es sich bei dem Buch um den ersten Teil der siebten Staffel handelt, können in der Rezension Spoiler zu vorherigen Büchern auftauchen.


Allgemeine Informationen

Titel: Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Verlorene Sterne
Autorin: Erin Hunter
Übersetzung: Friederike Levin
Genre: Fantasy
Format: Hardcover
Seiten: 298
ISBN: 978-3-407-75559-9
Verlag: Beltz & Gelberg
Reihe: Warrior Cats / Staffel 7 / Bd. 1
gelesen: 25.04.20 bis 29.04.20


Inhalt

„Die Clans haben das Gesetz der Krieger vergessen. Sie haben es immer wieder verletzt, und wegen dieser Gesetzesbrecher muss jeder Clan büßen.“

In der bitterkalten Blattleere hoffen die Katzen dringend auf den Rat des SternenClans. Der Kontakt ist jedoch abgebrochen – haben sich die Urahnen von ihnen abgewandt? Einzig der junge Heilerschüler Schattenpfote hat noch Visionen. Als er eine mysteriöse Nachricht von einem der SternenClan-Krieger empfängt, bricht unter den Katzenclans ein erbitterter Streit über das Gesetz der Krieger aus.


Meine Meinung

Die Gestaltung

Ich liebe allein schon die Aufmachung der Warrior Cats Bücher. Ich meine, sieht das Cover nicht einfach wahnsinnig aus? Zumal die Farben in diesem Teil wirklich perfekt zu dem verschneiten und vereisten Setting der Geschichte passt. Die Katze, die darauf abgebildet ist, hat schon sehr starke Ähnlichkeiten mit der Beschreibung von Schattenpfote, weshalb ich mal davon ausgehe, dass das so sein soll. Ebenfalls unfassbar passend, weil Schattenpfote einer der drei Protagonisten in dem Buch ist.

Außerdem bin ich mega happy darüber, dass in den neuen Warrior Cats Büchern ab jetzt immer zwei Karten drin sind. Ganz vorne die Karte der Katzen, und hinten dieselbe noch mal für „Zweibeiner“, wie die Menschen in den Büchern genannt werden. Ich finde es immer super interessant, mir die ganzen Orte bildlich vorzustellen, sowohl aus Menschensicht, als auch aus der der Katzen.

Natürlich sind an den Kapitelanfängen auch immer die Symbole der mittlerweile sechs Clans abgebildet: DonnerClan, SchattenClan, WolkenClan, WindClan, FlussClan und SternenClan. In letzterem weilen die verstorbenen Clan-Katzen nach ihrem Tod.


Der Erzählstil

Ich liebe ja die Art, wie das Autorinnenteam Erin Hunter Geschichten schreibt. Zwar reizen mich die anderen Reihen der Autorinnen nicht so sehr, weil ich einfach nicht so daran interessiert bin, aber Warrior Cats steht für mich dafür ganz oben auf der Liste. Obwohl es zunächst schwierig sein mag, aus der Sicht einer Katze zu schreiben, haben sie das hier wieder fantastisch umgesetzt. Es gibt Verben und Begrifflichkeiten, die wir im normalen Leben nicht benutzen würden, denn wir schnurren, knurren, fauchen und kratzen eher selten. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, kann ich euch nur empfehlen, das Warrior Cats Fandom mal anzuschauen, das vermutlich eines der ausfsührlichsten Fandoms ist, die existieren.

Der einzige Kritikpunkt, den ich aber auch nicht allzu schwer nehme, ist, dass manchmal Namen vertauscht wurden. Das kann schon mal vorkommen, denn in den bisherigen sechs Staffeln gab es immerhin mehr als 100 Charaktere, die geboren, am Leben gewesen und gestorben sind, und die alle individuelle Namen hatten. Zwar wurden einige Charaktere im Deutschen anders übersetzt, aber ich kann trotzdem nicht sagen, dass mich das großartig stört, denn wieso sollte es nicht auch bei Katzen mal welche geben, die den gleichen Namen haben? Na ja, ich schweife ab. Also, einmal wurde statt Nadelpfote Schattenpfote gesagt, und mehrere Male, wenn von dem Streunerkater Dunkelschweif gesprochen wurde, stand dort der Name von Dunkelstreif, welcher ja in der ersten Staffel gestorben ist.


Die Handlung

Nachdem ich die sechste Staffel von der Handlung her nicht ganz so mochte, ist hier wieder ein sehr faszinierendes Thema aufgeworfen worden, das für eine große Portion an Spannung gesorgt hat. Ich werde noch nicht verraten, worum genau es geht, denn das erfährt man noch nicht so ganz, aber ich habe schon eine düstere Vorahnung, die mich gespannt auf den zweiten Teil der siebten Staffel hinfiebern lässt.

Dadurch, dass die Geschichte von drei unterschiedlichen Charakteren aus unterschiedlichen Clans erzählt wurde, habe ich einen guten Eindruck in die Konflikte zwischen den Clans bekommen. Zwar würde ich mir wünschen, auch mal aus der Sicht einer Fluss- oder WindClan-Katze zu lesen, aber vielleicht kommt das ja irgendwann noch.

Die Geschehnisse fangen langsam und sachte an, bis sich die Lage immer mehr zuspitzt. Und ich habe das Gefühl, dass das Schicksal von Schattenpfote, Wurzelpfote und Stachelpfote sehr eng miteinander verknüpft ist und dass sie diejenigen sind, die das Rätsel um Brombeerstern lösen.


Die Charaktere

Schattenpfote ist ein wirklich toller Charakter. Ich finde ihn sehr realistisch dargestellt (soweit das in so einem Buch überhaupt möglich ist) und finde es sehr rührend, wie er ständig aufgrund von seiner anderen Behandlung im SchattenClan an sich selbst zweifelt. Er hatte schon als Junges in der Kinderstube Visionen vom SternenClan, wobei im Buch langsam deutlich wird, dass die Visionen zu deutlich sind, um vom SternenClan zu kommen. Wer oder was wirklich dahintersteckt, erfahren wir wohl erst in einem der folgenden Bände.

Auch Wurzelpfote ist nicht der glücklichste Schüler im WolkenClan. Von seinen Baugefährten Milanpfote und Schildkrötenpfote wird er ständig getriezt und seine Schwester Nadelpfote kommt mit ihrem Leben viel besser klar als er. Sein größtes Problem ist sein Vater Baum, für den er sich unglaublich schämt. Wobei mich das Ende des Buches hoffen lässt, dass sich das bald noch ändert. Seine inneren Konflikte, die er mit sich selbst austrägt, wirken sehr authentisch und er ist mir sehr sympathisch, weshalb ich schon gespannt bin, wie es mit ihm in den nächsten Teilen weitergeht.

Auch Stachelpfote bzw. Stachelfrost ist eine sehr coole Protagonistin. Sie hat mich auch dazu inspiriert, wieder eine neue Fanfiction zu schreiben, denn ich kann sie völlig verstehen. Sie ist unglücklich in Zweigblatt, einen Krieger des DonnerClans verliebt, der jedoch nur Augen für seine große Liebe Punktfell hat. Sie hat das Gefühl, ständig etwas beweisen zu müssen, und da sie noch sehr jung ist, braucht es seine Zeit, bis sie einsehen kann, dass man die Liebe nicht beeinflussen kann.


Fazit

Mir hat der erste Teil der siebten Warrior Cats Staffel besser gefallen als die gesamte sechste Staffel. Die Charaktere wirkten auf mich viel sympathischer und authentischer und ich freue mich schon, in den nächsten Bänden mit ihnen Abenteuer zu erleben.


Meine Bewertung

Gestaltung: 5/5 ⭐

Erzählstil: 3,5/5 ⭐

Handlung: 4,5/5 ⭐

Charaktere: 4/5 ⭐


Gesamt: 4/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara