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Rezension: »Märchenfluch – Der Kuss der Wahrheit« von Claudia Siegmann

Hallöchen ihr Lieben!

Tja, und schon habe ich auch den dritten und letzten Teil der Märchenfluch-Reihe von Claudia Siegmann beendet. Um ganz ehrlich zu sein, hab ich mir allerdings etwas mehr davon erhofft … Aber lest selbst, wie es mir gefallen hat.


Inhalt

Eigentlich könnten Flo und die anderen Märchennachfahren aufatmen: Schließlich haben sie ihre gefährlichste Feindin besiegt, die böse Fee Invidia. Doch die Herrscher über die Märchengemeinschaft haben große Pläne für Flo, die ihr Leben ins Chaos stürzen: Ausgerechnet sie soll die neue dreizehnte Fee werden und damit Unsterblichkeit erlangen. Ein Schicksal, das sie unwiederbringlich von allen Sterblichen trennen würde – nicht zuletzt von ihrem Freund Hektor und ihrer Schwester Vicky. Zu allem Überfluss scheint jemand den Märchenagenten Fallen zu stellen. Jemand, dem Flo mehr als jedem anderen vertraut hat …


Bibliografie

Titel: Märchenfluch – Der Kuss der Wahrheit
Autorin: Claudia Siegmann
Sprecherin: Katja Sallay
Genre: Fantasy
Format: Hörbuch
Dauer: 8 Std. 34 Min.
Verlag: Wunderkind Audiobooks
Reihe: Märchenfluch / Bd. 3
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Nach dem grandiosen zweiten Band hätte ich eigentlich erwartet, dass das Finale noch mal mit einigen Überraschungen auf mich wartet. Leider war dies nicht der Fall, aber dazu später mehr.

Die Sprecherin Katja Sallay hat ihren Job dieses Mal meiner Meinung nach nicht ganz so gut gemacht wie im zweiten Teil. Unter anderem, weil einige Charaktere plötzlich eine ganz andere Stimme bekommen haben als zuvor – so zum Beispiel Carlos, dessen zuvor dunkle Stimme in diesem Band ziemlich piepsig klang, als hätte er sich an einem Wollknäuel verschluckt – was ja wegen seiner katzenhaften Vorfahren auch kein Wunder gewesen wäre. Da hätte ich mir wirklich gerne einheitliche Stimmen gewünscht, da es in sich dann einfach stimmiger gewesen wäre.

Der Schreibstil von Claudia Siegmann ist nach wie vor flüssig, sodass man gut durch die Geschichte durchgekommen ist. Auch die Charaktere haben mir an sich wieder ganz gut gefallen, nur leider war Flora diejenige, die mindestens drei Viertel der Aufmerksamkeit bekommen haben, während sich die anderen das restliche Viertel untereinander aufteilen mussten. Dadurch war das Verhältnis ziemlich unausgeglichen und mir fehlte es generell, wie auch schon im letzten Teil, an Tiefe. Flora war mir in diesem Teil auch ein bisschen zu naiv. Im letzten hat sie noch so viel hinterfragt und immer wieder bewiesen, dass sie eine gute Auffassungsgabe hat (auch wenn Scitus immer etwas anderes behauptet), hier kam sie mir aber häufig seeehr schwer von Begriff vor. Auch hätte ich mir gewünscht, dass ihre Aktionen genauer erklärt werden. So gab es immer wieder Hinweise von Scitus, dann dachte Flora: „Scitus, du bist ein Genie!“, und es folgten Zeitsprünge, in denen wenig Inhalt vermittelt wurde, bis am Ende das Rätsel gelöst wurde. Da war ich manchmal wirklich aufgeschmissen, wie genau sie jetzt einige Dinge angestellt hatte.

Dieses Geflecht von Jonathan, Goldhaar und der bis zum Ende unbekannten Person, die Flo verrät, wurde auch nicht so stark beachtet wie wünschenswert gewesen wäre. Stattdessen war die ganze Sache, wer jetzt für was verantwortlich ist und warum einfach nur verwirrend und wurde auch nicht näher erklärt, da Flo diese Gedanken nie wirklich zu Ende geführt hat, bevor sie von irgendwas Wichtigem unterbrochen wurde.

Ich wusste eigentlich auch schon seit Scitus Offenbarung, dass Flo Gefahr läuft, einem Verräter in die Hände zu fallen, der aus ihrem engsten Umfeld kommt, wer damit gemeint ist. Die auffällige Verhaltensweise dieser Person war einfach zu offensichtlich und Flo war diesbezüglich extrem naiv. Ich könnte jetzt auch noch begründen, weshalb ich so empfinde, aber damit würde ich ziemlich krass spoilern, und das möchte ich lieber vermeiden. Ihr müsst euch also so mit meiner Einschätzung zufriedengeben.

Dennoch fand ich es ganz gut, wie mit den Märchen-Elementen gespielt und getrickst wurde, um immer wieder neue Ideen mit in die Geschichte einzubringen, die mal mehr, mal weniger Sinn ergeben haben, aber trotzdem immer faszinierend waren. Dadurch flachte die Spannung nicht noch weiter ab.

Das Ende ging mir einfach vieeel zu schnell. Alles kam mir extrem gewollt vor, und es gab keinen wirklichen Showdown wie im ersten und zweiten Teil, was mich ziemlich enttäuscht hat. Stattdessen gab es wie immer ein Happy End, woraufhin alles Friede-Freude-Eierkuchen war – so ganz märchenmäßig: Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende. Das kam mir dann doch ein bisschen übertrieben vor, gerade weil die meisten der Charaktere ja noch zur Schule gingen. Und dann wurde da teilweise schon übers Kinderkriegen gesprochen! Also bitte, mag zwar für manche realistisch sein, aber das ist doch eher unwahrscheinlich, würde ich mal sagen.


Fazit

Leider konnte mich der dritte Teil der Märchenfluch-Reihe nicht so richtig überzeugen. An sich hätte die Reihe gar keinen dritten Teil gebraucht, da in diesem viel geredet wurde, ohne irgendwelchen nennenswerten Inhalt zu vermitteln, wie es in den vorigen beiden Bänden der Fall gewesen ist.

Rezension: »Märchenfluch – Die Rache der Fee« von Claudia Siegmann

Hey!

Mit diesem Hörbuch habe ich diesen Monat schon 7 Bücher beendet. Beachtet einfach nicht, dass dieser Monat bisher erst 9 Tage hatte, das ist unwichtig. Aber es macht mich schon irgendwie happy.

Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Teil der „Märchenfluch“-Reihe von Claudia Siegmann, weshalb Spoiler zum ersten Band auftreten können.


Inhalt

Floras Leben steht Kopf und dafür gibt es drei gute Gründe:

  1. Sie ist die Nachfahrin von Dornröschen und kann Flüche brechen.
  2. Eine böse Fee hat es auf sie abgesehen.
  3. Wenn Hektor Falkenfeder sie anlächelt, schlägt ihr Herz Purzelbäume.

Allerdings ist Hektor nicht nur unglaublich süß, er hat auch viele Geheimnisse – und eins davon trägt den Namen Lavina Tiefenbach und weicht neuerdings nicht von seiner Seite. Doch auch Flora verbirgt Dinge vor den anderen Märchennachfahren. Zum Beispiel, dass sie Tipps von einem hochnäsigen sprechenden Spiegel bekommt, dass sie plötzlich eine fast gleichaltrige Schwester namens Vicky hat – und dass ein gefährlicher junger Mann hartnäckig versucht, ihr Vertrauen zu gewinnen. Flora und ihre Freunde ahnen nicht, dass ihre Probleme gerade erst begonnen haben. Denn eine uralte dunkle Macht sammelt im Verborgenen ihre Kräfte …


Bibliografie

Titel: Märchenfluch – Die Rache der Fee
Autorin: Claudia Siegmann
Sprecherin: Katja Sallay
Genre: Fantasy
Format: Hörbuch
Dauer: 9 Std. 7 Min.
Verlag: Wunderkind
Reihe: Märchenfluch / Bd. 2
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Den ersten Teil der Reihe habe ich 2019 als Hörbuch gehört, die Rezension dazu hatte ich aber auf meinem alten Blog verfasst, der mittlerweile gar nicht mehr existiert. Ich wusste aber noch, dass ich dem Hörbuch damals 4 Sterne gegeben habe, was heute vermutlich einer Bewertung von 3 bis 3,5 Sternen entspricht – ich bin ein bisschen strenger geworden, was das betrifft.

Na ja, obwohl es schon so lange zurückliegt, dass ich den ersten Teil gehört habe, kam ich gut wieder in die Geschichte rein. Die Einzelheiten aus dem ersten Teil kamen nach und nach wieder in mein Gedächtnis zurück, da auch Flora und alle anderen Charaktere sich nicht an alles erinnern konnten, das passiert war, weshalb werde ich hier nicht verraten, weil das schon ein zu großer Spoiler wäre.

Das Cover ist zugeben nicht mein Fall, aber das tut jetzt hier nicht großartig was zur Sache, denn der Schreibstil von Claudia Siegmann ist flüssig und so ließ sich die Geschichte locker-fluffig weghören. Zwar waren einige Stimmlagen der Sprecherin teilweise ein wenig nervtötend, aber dafür hatte sie für jeden einzelnen Charakter eine individuelle Stimme drauf, was das also wieder ausgleicht.

Größtenteils wurde das Buch aus der Sicht von Flo erzählt, zwischendurch gab es aber auch immer mal wieder Abschnitte aus der Sicht von Jonathan, alias der Rosenkavalier – derjenige, der Flo im ersten Teil beinahe umgebracht hätte. Diese PoV-Wechsel haben frischen Wind und mehr Spannung in die Geschichte gebracht und ihr somit auf jeden Fall gut getan.

Die Charaktere waren mir (fast) alle sympathisch, allerdings fehlte es mir hier eindeutig an Tiefe. Die meisten Figuren wurden nur oberflächlich angeschnitten und nicht weiter berücksichtigt – da wäre auf jeden Fall noch Luft nach oben gewesen. Flo war aber trotzdem gut ausgearbeitet und ihre Entscheidungen sowie Gedanken waren allesamt nachvollziehbar. Manchmal wusste man als Leser durch die Kapitel aus Jonathans Sicht aber schon mehr als Flo, wodurch einige Wendungen durchaus vorhersehbar waren – trotzdem blieb das Ende spannend durch und durch und wegen des Cliffhangers werde ich sofort mit Band 3 weitermachen.


Fazit

„Märchenfluch – Die Rache der Fee“ ist eine tolle Fortsetzung einer großartigen Märchenadaption, wobei auch hier noch Luft nach oben ist. Dennoch hat mir der zweite Teil besser gefallen als der erste, weshalb ich schon gespannt auf den dritten und letzten bin.