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Rezension: »Wolfsblut« von Jack London

»Wolfsblut« ist ein Buch, das ich eigentlich nur deshalb gelesen habe, weil es vorinstalliert auf meinem tolino war und ich im Urlaub keine Lust hatte, mir ein anderes E-Book zum Lesen runterzuladen. Irgendwie hab ich nicht damit gerechnet, dass mir das Buch so gut gefallen würde. Mehr dazu aber in der Rezension.


Inhalt

Als Sohn eines wilden Wolfs und einer den Menschen entlaufenen Wolfshündin kommt Wolfsblut zur Welt. Er wächst zur Zeit des Goldrausches in der rauhen Natur Alaskas auf. Dann aber verschlägt ihn das Schicksal zu den Menschen und eine Zeit des Leidens beginnt – bis Wolfblut einen Menschen als Freund gewinnen kann.

(Quelle: Thalia)


Bibliographische Daten

(Quelle: dtv)

Titel: Wolfsblut
Originaltitel: Wild Fang
Autor: Jack London
Übersetzung: Lutz-W. Wolff
Genre: Abenteuerroman
Seiten: 304
Verlag: dtv
Erstveröffentlichung: 1906
ISBN: 978-3-423-14239-7
persönliche Altersempfehlung: ab 14
Preis: 10,90 €


Meine Meinung

Vorab möchte ich einmal darauf hinweisen, dass »Wolfsblut« keinesfalls ein Kinderbuch ist, obwohl es häufig als solches bezeichnet wird. Das mag unter anderem daran liegen, dass die Geschichte aus der Sicht eines Tieres, Wolfsblut, erzählt wird – und da Animal Fantasy häufig als Kinder- und Jugendliteratur abgestempelt wird, geschah dies auch mit diesem Klassiker der Weltliteratur.

Aber lasst mich an anderer Stelle anfangen. Das Buch ist in sich in fünf Teile gegliedert, die einander mit Ausnahme des ersten Teils in nichts nachstehen. Dass mir der erste Teil des Buches nicht so gut gefallen hat, liegt daran, dass er noch nicht aus Wolfsbluts Sicht erzählt wird, wie ich ursprünglich angenommen hatte, sondern aus der Sicht der beiden Männer Bill und Heinrich (im Original und in neueren Übersetzungen Henry). Diese müssen den Leichnam eines Edelmannes in die Stadt transportieren und werden dabei von einem Rudel hungriger Wölfe verfolgt. Im zweiten Teil wechselt dann die Perspektive, allerdings ist Wolfsblut – der eigentliche Protagonist – auch da noch nicht auf der Welt. Stattdessen wird aus Sicht von Wolfsbluts Eltern erzählt. Erst im dritten Teil, als Wolfsblut geboren wurde, geht es tatsächlich um dessen Schicksal und weiteres Leben.

Zugegeben, Jack Londons Schreibstil fand ich von vornherein grandios. Zwar wurde ich im ersten Teil manchmal etwas verwirrt, weil ich Schwierigkeiten hatte, Bill und Heinrich auseinanderzuhalten, aber ansonsten hab ich kaum etwas am gesamten Buch auszusetzen, da es insgesamt extrem einfühlsam, teils nüchtern, aber immer mitreißend erzählt wird.

Trotz all der Grausamkeiten, die Wolfsblut später begeht, war er mir immer ein sehr liebenswürdiger Charakter. Was unter anderem daran liegt, dass ich die Domestizierungsversuche der Menschen nicht gutheißen konnte. Andererseits war vermutlich genau das die Absicht des Autors, denn nur durch dieses Vor-Augen-Führen der menschlichen Gewissenslosigkeit (die dadurch, dass aus Wolfsbluts Perspektive erzählt wurde, stark in Kritik geraten ist) entsteht die Moral der Geschichte: Dass ein respektvoller Umgang mit anderen Lebewesen sich auch auf deren Persönlichkeit auswirkt und am Ende sowohl Mensch als auch Tier mehr davon haben. Gleichzeitig wurde auch die Unerbittlichkeit der Natur und der Kreislauf des Lebens sehr eindrucksvoll beschrieben. Das Buch schafft somit auch ein Bewusstsein in den Leser*innen für den Überlebensinstinkt von Wildtieren.

Da das Buch aus Wolfsbluts Sicht geschildert wird, ist eine gewisse Vermenschlichung von diesem nicht von der Hand zu weisen. Dennoch wirkte diese gar nicht so unrealistisch wie man möglicherweise annehmen könnte. Jack London hat sich scheinbar stark für Wölfe interessiert und zu einer Zeit logische Schlüsse gefasst, als diese Erkenntnisse noch gar nicht belegt waren. Diese Umsetzung ist so eindrucksvoll gelungen, dass ich es gar nicht schaffe, sie in die richtigen Worte zu fassen.

Und auch, wenn ich nicht ganz einverstanden mit den Domestizierungsversuchen an Wolfsblut bin, gab es auf eine gewisse Art auch ein Happy End. Das mag zwar nicht unbedingt realistisch sein, zeigt aber noch mal, dass mit den richtigen Erziehungsmethoden alle Lebewesen später ein glücklicheres Leben führen können.

Fazit

»Wolfsblut« ist ein Roman, der viele Genres miteinander vermischt und deshalb gar nicht so gut zu beschreiben ist. Es ist ein Abenteuerroman, Erziehungsroman und Animal Fantasy gleichzeitig. Diese Genres hat Jack London jedoch gekonnt miteinander kombiniert und ineinander verwoben, sodass ein spannendes, mitreißendes und bis zum Schluss aufwühlendes Ergebnis – »Wolfsblut« – dabei herumkam. Dabei ist das Buch auch nicht nur ein Jugendroman, sondern ebenso faszinierend für andere Generationen.

4 Sterne = Top

Rezension: »Nur fast am Boden zerstört« von Sophie Gonzales

Vielen Dank an das Bloggerportal und die Verlagsgruppe Random House für dieses Rezensionsexemplar! Und ein noch größeres Danke, weil es kein Problem dargestellt hat, dass ich die Rezension erst jetzt hochladen konnte.


Inhalt

Will Tavares ist der perfekte Sommerflirt – witzig, attraktiv und liebevoll – aber gerade als Ollie denkt, er hätte sein Happy End gefunden, enden die Sommerferien und Will antwortet nicht mehr auf seine Nachrichten. Um die Sache noch schwieriger zu machen, muss Ollie wegen eines Familiennotfalls ans andere Ende der USA ziehen. Was ihm deutlich weniger ausmacht, als er herausfindet, dass er von jetzt an auf dieselbe Schule wie Will geht – nur dass dieser Will nichts mit dem Jungen zu tun hat, mit dem Ollie seinen Sommer verbracht hat. Dieser Will ist ein Basketball-Crack, bekennt sich nicht zu seiner Sexualität und ist obendrein ein ziemlicher Idiot. Ollie denkt nicht daran, Will hinterherzutrauern. Doch dann taucht Will „zufällig“ ständig in Ollies Nähe auf: vom Cafeteria-Tisch bis hin zu Ollies Musikkurs. Und Ollies Entschluss gerät gehörig ins Wanken …

(Quelle: Amazon)


Bibliographische Daten

(Quelle: Amazon)

Titel: Nur fast am Boden zerstört
Originaltitel: Only Mostly Devastated
Autorin: Sophie Gonzales
Übersetzung: Doris Atwood
Genre: Young Adult
Format: Paperback
Seiten: 336
Verlag. cbj
ISBN: ‎ 978-3570166086
Deutsche Ersterscheinung: 26. Juli 2021


Meine Meinung

Schon nach der ersten Seite war ich völlig gefesselt vom Schreibstil der Autorin. Er ist an genau den richtigen Stellen mal witzig, mal emotionsgeladen und mal ernsthaftig. Allein dadurch hat mich das Buch schon komplett in seinen Bann gerissen.

Hinzu kommt dann noch der Humor, der unbedingt eine Erwähnung finden muss in dieser Rezension. Denn der ist einfach grandios! So oft musste ich über Ollies Gedanken und Worte schmunzeln oder sogar lachen, weil sie mir so sehr aus der Seele gesprochen haben, gleichzeitig aber einfach lustig waren.

Zudem ist die ganze Geschichte sehr tiefgründig ausgearbeitet. Immer mal wieder erfährt man als Leser*in in kleinen Rückblicken mehr über den vorangegangenen Sommer – was, nebenbei bemerkt, auch die Neugierde auf das Prequel steigert. Die detailreich ausgearbeiteten Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen haben ihr Übriges dazu getan. Allgemein hat mir die Zusammenstellung der Charaktere super gut gefallen, es gab viel Diversity und Freundschaften, die sich wunderbar ergänzt haben, auch wenn das die Charaktere selbst vielleicht nicht sofort erkannt haben.

Außerdem sind sowohl der Plot an sich, als auch auch die Liebesgeschichte zwischen Ollie und Will – und alle anderen Liebesgeschichten – sehr glaubhaft und realistisch dargestellt. Ich habe den Charakteren alles abgekauft, was sie gesagt oder getan haben, und war komplett in der Welt von Ollie und Will versunken.

Es spielt aber nicht „nur“ das Thema Sexualität eine große Rolle in dem Buch. Auch Trauer, Verlust, Freundschaft und natürlich Liebe sind Themen, die einen Platz finden, der nicht zu knapp kommt. Das macht das Buch für mich zu einem absoluten Wohlfühlbuch, das ich ohne Zweifel an alle weiterempfehlen werde!


Fazit

»Nur fast am Boden zerstört« von Sophie Gonzales ist eine absolute Empfehlung, ein Highlight und ein Pageturner für mich. Wer auf der Suche nach einer zuckersüßen, gleichzeitig aber auch emotional geladenen und humorvollen Story ist, der muss dieses Buch unbedingt lesen!

Rezension: »Die Verschworenen« von Ursula Poznanski

Etwas verspätet kommt heute die Rezension zu »Die Verschworenen« von Ursula Poznanski. Da es sich bei dem Buch um den zweiten Teil der Eleria-Trilogie handelt, kommen Spoiler zu Band 1 (»Die Verratenen«) vor.


Bibliographische Daten

Titel: Die Verschworenen
Autorin: Ursula Poznanski
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 464
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7547-5
Reihe: Eleria-Trilogie / Bd. 2

Erster Satz: »Die Kinder sind ein bebender Schatten im ersten Licht der Morgendämmerung.«


Inhalt

In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann. Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet. Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen.

Quelle: Goodreads


Meine Meinung

Schon der erste Teil der Trilogie hat mir recht gut gefallen, weshalb ich auch nicht unbedingt niedrige Erwartungen an dieses Buch hatte. Diese wurden auch größtenteils erfüllt, und der Schreibstil von Ursula Poznanski hat sein Übriges dazu getan, denn der ist einfach nur großartig. Jedes ihrer Bücher lässt sich wunderbar schnell und flüssig lesen, ohne dass ich jemals das Gefühl hatte, über bestimmte Formulierungen zu stolpern, etc.

Hinzu kommt, dass ich recht schnell wieder in die Geschichte reingekommen bin, da das Buch direkt an den Vorgänger anschließt. Dadurch konnte ich mir die letzten Geschehnisse aus Band 1 sofort wieder ins Gedächtnis rufen und hatte keine Schwierigkeiten, mit Teil 2 zu starten. Des Weiteren gab es in diesem Buch viel mehr unerwartete Wendungen und Plot-Twists, wodurch es insgesamt auch spannender war. Einzig einen Cliffhanger am Ende hätte ich mir gewünscht, um noch ein bisschen die Spannung auf den nächsten Teil zu erhöhen. Ich meine, das Buch hat zwar an sich so eine Art Cliffhanger, aber eben doch nicht ganz, weil danach noch eine kurze Szene kam, die das Ende ein bisschen »lasch« hat werden lassen.

Ansonsten kann ich nur den Mittelteil kritisieren, weil es sich dort dann doch ein bisschen gezogen hat. Beziehungsweise, nicht richtig gezogen, aber da ist die Geschichte dann eher so dahin geplätschert. Was natürlich dazu geführt hat, dass ein Großteil der zuvor aufgebauten Spannung wieder zunichte gemacht wurde. Einige Dinge waren aber auch im MIttelteil anders als erwartet, weshalb ich nicht das Gefühl hatte, dass ich langsamer mit dem Lesen vorankomme als vorher.

Fazit

Alles in allem ist »Die Verschworenen« trotzdem ein sehr gutes Buch, das mich auf jeden Fall auf den dritten Teil der Eleria-Trilogie hoffen lässt. Jetzt muss der nur noch in mein Regal einziehen, auch wenn ich ja eigentlich ein Kaufverbot habe … selbstauferlegt, versteht sich, wegen SuB-Abbau und so. Ihr wisst, was ich meine

Rezension: »Percy Jackson – Die Schlacht um das Labyrinth« von Rick Riordan

Vor kurzem habe ich »Percy Jackson – Die Schlacht um das Labyrinth« beendet. Ob und wie es mir gefiel, erfahrt ihr in dieser Rezension.

Da es sich bei dem Buch um den vierten Teil der »Percy Jackson«-Reihe handelt, treten höchstwahrscheinlich ein paar Spoiler zu vorherigen Bänden auf.


Inhalt

Die Armee des Titanen Kronos wird immer stärker! Nun ist auch Camp Half-Blood nicht mehr vor ihr sicher, denn das magische Labyrinth des Dädalus hat einen geheimen Ausgang mitten im Camp. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Kronos und seine Verbündeten den Weg dorthin finden! Das müssen Percy und seine Freunde unbedingt verhindern. Unerschrocken treten sie eine Reise ins Unbekannte an, hinunter in das unterirdische Labyrinth, das ständig seine Form verändert. Und hinter jeder Biegung lauern neue Gefahren …

(Quelle: Thalia)


Bibliographische Daten

Titel: Percy Jackson – Die Schlacht um das Labyrinth
Autor: Rick Riordan
Übersetzung: Gabriele Haefs
Genre: Urban Fantasy
Format: Taschenbuch
Seiten: 432
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-31156-6
Reihe: Percy Jackson / Bd. 4

Erster Satz: »Das Letzte, was ich in meinen Sommerferien wollte, war, noch eine Schule in die Luft fliegen zu lassen.«


Meine Meinung

Der Schreibstil von Rick Riordan war mal wieder sehr schön zu lesen. Durch den darin mitschwingenden Humor und die für ein Jugendbuch angemessene Wortwahl bin ich sehr schnell durch die Geschichte zu kommen, ohne irgendwas zu verpassen. Im Vergleich mit den vorherigen Teilen muss ich allerdings sagen, dass »Die Schlacht um das Labyrinth« weniger lustig war. In den ersten drei Bänden musste ich oft schmunzeln, an den unmöglichsten Stellen, was hier leider nur gegen Ende hin der Fall war.

Auch das Setting hat mir sehr gut gefallen. Durch die Ortsbeschreibungen konnte ich immer sofort ein Bild vor meinem inneren Auge entstehen lassen, was dafür gesorgt hat, dass ich ab einem gewissen Zeitpunkt komplett in der Geschichte rund um Percy und seine Freunde vertieft war.

Apropos Percy und seine Freunde: Die Charaktere waren ebenfalls richtig toll ausgearbeitet. Ich konnte mich sowohl in Percy, als auch in Annabeth, Nico, Rachel, Grover oder sogar Tyson hineinversetzen, da die Emotionen ziemlich gut rüberkamen. Nur manchmal – gerade zum Ende hin oder wenn er mit Nico gesprochen hat – hat Percy Sprüche rausgehauen, die nicht so klangen, als würde ein 14-Jähriger sie sagen, sondern eher ein weiser alter Mann.

Mein größter Kritikpunkt ist aber die Spannung. Leider konnte mich die Geschichte nämlich erst nach Seite 200 so richtig packen, und auch da war der Nervenkitzel jetzt nicht sooo riesig wie erhofft. Das Ende war dann wieder etwas vorhersehbar, wenn man sich mit der griechischen Mythologie auskennt.

Fazit

Bisher war »Die Schlacht um das Labyrinth« der für mich schwächste Teil der Reihe. Es gab mir zu wenig Witz, Spannung und Wendungen, weshalb das Buch leider nicht mit seinen drei Vorgängern mithalten kann.

Rezension: »Das Gegenteil von Hasen« von Anne Freytag

Endlich bin ich wieder aus der Leseflaute zurück und schaffe es, mehr als zwei Kapitel an einem Tag zu lesen. Umso mehr freue ich mich, dass ich endlich »Das Gegenteil von Hasen« von meinem SuB befreien und diesen somit um ein Buch minimieren konnte.


Inhalt

Sie sind in derselben Jahrgangsstufe und trotzdem in verschiedenen Welten. Julia, Marlene und Leonard im Zentrum der Aufmerksamkeit, der Rest irgendwo in ihrer Umlaufbahn. Dann geschieht etwas, das alles verändert: Eines Morgens macht plötzlich eine Internetseite die Runde, die bis dato auf privat gestellt war. Darauf zu finden sind Julias ungefilterte Gedanken, Bomben in Wortform, die sich in kürzester Zeit viral verbreiten. Es sind Einträge, die ein ganz anderes Bild des beliebten Mädchens zeigen, das alle zu kennen glauben. Wer hinter der Aktion steckt, ist zunächst unklar, doch nach und nach kommt heraus: Gründe dafür hätten einige.


Bibliographische Daten

Titel: Das Gegenteil von Hasen
Autorin: Anne Freytag
Genre: Young Adult
Format: Hardcover
Seiten: 416
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-27280-4

Erster Satz: »Der Tag, an dem alles anders wurde, war ein Donnerstag.«


Meine Meinung

»Das Gegenteil von Hasen« ist das erste Buch, das ich von Anne Freytag gelesen habe – shame on me. Zwar wollte ich schon seit Jahren mal was von ihr lesen, nur irgendwie gingen andere Bücher dann immer vor. Also habe ich die Chance genutzt und endlich mal ihr bisher neuestes Buch gelesen!

Der Schreibstil von Anne Freytag ist auf jeden Fall nicht 0/8/15. Anfangs habe ich mich etwas an den eher hypotaktischen Satzbau (kurze Sätze) gewöhnen müssen, aber nach den ersten hundert Seiten war diese Phase auch schon vorbei und ich konnte mich primär auf die Geschichte selbst konzentrieren. Auf jeden Fall möchte ich aber festhalten, dass Anne Freytags Schreibstil sehr eigen ist, ein bisschen erinnert er mich an den von John Green in »Das Schicksal ist ein mieser Verräter«. Zwischendurch gab es ein paar kleinere Tippfehler, wie in so gut wie jedem Buch, aber was mich dann doch ein bisschen mehr gestört hat, ist die Verwendung des Plusquamperfekts. Ich weiß, dass man in einigen Teilen Deutschlands, insbesondere im Süden, auch Sachen sagt wie »er war den ganzen Tag auf dem Sofa gesessen«, aber ich finde, in Büchern stören diese Eigenheiten, da sollte man lieber Hochdeutsch verwenden. Ich weiß auch nicht, aber so etwas finde ich gerade, wenn ich es lese, störend.

Dennoch ist der Schreibstil von Anne Freytag sehr bildlich, was mir außerordentlich gut gefallen hat. Beschreibungen waren immer gerade so, dass sie anschaulich waren, aber nicht zu ausführlich, sodass zumindest dadurch keine Längen entstanden sind und ich mir gleichzeitig ein ziemlich gutes Bild von der Situation machen konnte.

Auch das Thema des Buches hat mich von vornherein neugierig gestimmt, denn es geht um Mobbing, und im Speziellen um Cybermobbing. Diese Thematik ist ziemlich aktuell und wird meiner Meinung nach in Jugendbüchern zu selten thematisiert. Allerdings ist auch Anne Freytag wohl nicht um einige Klischees herumgekommen, auch wenn zumindest die Hauptfigur Julia nicht das Opfer, sondern die (Mit-)Täterin war.

Da nicht nur aus der Sicht der Opfer, sondern auch aus der Sicht der Täter*innen, Lehrkräfte, Eltern und anderen Beteiligten erzählt wurde, hat man einen immer umfassenderen Rundumblick auf die Geschehnisse bekommen. Jeder Charakter hatte eine eigene Persönlichkeit, keiner wirkte irgendwie besonders gestellt, sondern irgendwie war es, als wäre die Geschichte aus dem Leben gegriffen, wodurch sie noch viel realistischer wirkte.

Allerdings muss ich sagen, dass ich auch ein paar Kritikpunkte an dem Buch habe. Zum einen war mir schon relativ früh klar, wer die Webseite veröffentlicht hat, auf der Julia ihre Tagebucheinträge verfasst hat. Auch kam keine richtige Spannung auf, sondern die Geschichte plätscherte eher so dahin und hat mich mit weiteren Informationen versorgt. Das hat das Lesen zwar interessant gemacht, aber leider eben nicht wirklich spannend.

Mein größer Kritikpunkt ist, wie in dem Buch mit dem Thema Sex umgegangen wird. Zum einen haben die Sexszenen meiner Meinung nach nicht gut in den Kontext gepasst und waren insgesamt auch viel unangenehmer zu lesen als beispielsweise in den richtig guten New-Adult-Romanen. Andererseits könnte man argumentieren, dass dadurch besonders das berüchtigte erste Mal realistischer dargestellt wurde, was sicherlich auch stimmt. Trotzdem hätte mir das Buch insgesamt besser gefallen, wenn diese Szenen einfach weggelassen worden wären.

Das ist aber noch nicht alles, was ich zu diesem Punkt loswerden möchte. Und zwar ist es ja so, dass die Charaktere im Buch alle ungefähr 16-17 Jahre alt sind. Ich bin selbst 17 und finde, dass das Thema Sex viel zu übertrieben dargestellt wurde. Im Buch kam es aus meiner Sicht ein bisschen so rüber, als hätte jede*r Siebzehnjährige schon mindestens sein bzw. ihr erstes Mal gehabt. Ein bisschen kam es mir so vor, als würde das Buch unterschwellig noch die Message vermitteln, dass es unnormal ist, mit 17 Jahren noch Jungfrau zu sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Anne Freytag das so nicht beabsichtigt hat, aber leider ist das nun mal das, was mir besonders aufgefallen ist und woran ich mich dann doch gestört habe.

Um jedoch mit etwas Positivem abzuschließen, möchte ich noch mal auf die Charaktere zurückkommen. Zwar kamen am Anfang echt viele neue Figuren hinzu, bei denen ich anfangs auch echt Schwierigkeiten hatte, sie auseinanderzuhalten, aber sie waren einfach unglaublich toll ausgearbeitet! Besonders Marlene fand ich ja interessant, ein bisschen mehr über sie hätte ich also schon toll gefunden. Und wenn vor den Kapiteln noch der Name der Person gestanden hätte, aus deren Sicht erzählt wird (natürlich nur bei den Kapiteln, die nicht aus der Sicht des bzw. der Täter*in waren). Insgesamt waren die einzelnen Charaktere aber schon ein Highlight für mich, sie haben die Geschichte nämlich auf jeden Fall zu etwas Besonderem gemacht.


Fazit

Alles in einem würde ich sagen, »Das Gegenteil von Hasen« ist auf jeden Fall ein lesenswertes Jugendbuch, das wichtige Themen anspricht und durch die unterschiedlichen Perspektiven auch die Auswirkungen von gesellschaftlichen Zwängen, Ansprüchen und Mobbing darstellt. Einzig der Umgang mit Sex, wie er in dem Buch gepflegt wurde, ist meiner Meinung nach ein Kritikpunkt, den aber sicherlich jede*r anders auffasst.

Rezension: »Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Eisiges Schweigen« von Erin Hunter

Hallöle ihr Lieben!

Das 100. Buch im Jahr 2020 ist gelesen und damit habe ich meine Goodreads Challenge geschafft!!! Ich kann es selbst gar nicht glauben, dass ich dieses Jahr so unglaublich viel gelesen habe – die Corona-Pandemie hatte da mit Sicherheit auch ein bisschen Schuld dran. Jetzt aber zur Rezension, ich hoffe, sie gefällt euch!


Inhalt

»Als er ein Leben verlor, hat der Geist einer anderen Katze seinen Körper gestohlen. Brombeerstern kann nicht mehr zurück.«

Endlich ist der Mondsee aufgetaut – der SternenClan jedoch hüllt sich weiterhin in eisiges Schweigen. Und der einst so gütige DonnerClan-Anführer Brombeerstern verhält sich merkwürdig: Streng kontrolliert er seinen Clan und die junge Kriegerin Stachelfrost soll ihm als seine Spionin Gesetzesverstöße melden. Es kommt zu einem Eklat unter den Clans. Nur der WolkenClan-Schüler Wurzelpfote ahnt, dass sich ein Betrüger eingeschlichen hat, während Brombeersterns Geist verzweifelt im Wald umherwandelt.


Bibliografie

Titel: Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Eisiges Schweigen
Autorinnen: Erin Hunter
Übersetzung: Anja Hansen-Schmidt
Genre: Fantasy
Format: Hardcover
Seiten: 377
Verlag: Beltz & Gelberg
ISBN: 978-3-407-75582-7
Reihe: Warrior Cats / St. 7 / Bd. 2
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Ich finde es schwierig, meine Meinung zu diesem Buch hier aufzuschreiben, weil ich doch arg enttäuscht wurde. Normalerweise macht es mir Spaß, mal so richtig Dampf abzulassen, wenn ich ein Buch gelesen habe, das mir nicht so gefallen hat (kritisiert mich nicht dafür, manchmal braucht man sowas eben), aber hier tut es mir beinahe in der Seele weh. Womit ich nicht behaupten will, dass das Buch schlecht ist! Am besten lest ihr euch die Rezension komplett durch um zu verstehen, was genau ich meine.

Also, zuerst einmal spoilert der Klappentext im Grunde genommen schon die gesamte Story. Hätte der Verlag das anders gemacht und nicht erwähnt, dass in Brombeersterns Körper ein Betrüger steckt, hätte das eine Menge Frustration beim Lesen erspart. Wobei, das stimmt nicht. Auch die Autorinnen hätten den Prolog anders gestalten müssen, denn auch darin wird sofort erklärt, dass Brombeerstern einem Betrüger zum Opfer gefallen ist. Das hat leider die Spannung für beinahe das gesamte Buch zerstört.

Trotzdem finde ich das Buch nicht schlecht. Klar, die ersten zwei Drittel waren teilweise recht langatmig und nicht sonderlich spannend zu lesen, aber die Geschichte ist wirklich locker-flockig wegzulesen und der Schreibstil macht auch einfach Spaß.

Dennoch passiert insgesamt seeehr wenig während der knapp 380 Seiten. Erst im letzten Drittel, als Schattenpfote (später Schattenhelle) endlich erkennt, was es mit seinen Visionen auf sich hat, nimmt die ganze Geschichte an Fahrt auf. Auf einmal rebellieren Katzen, es kommt zu geheimen Plänen, und so weiter und so fort. In diesem letzten Teil konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Die Gefühle der Charaktere wurden ebenfalls sehr gut und anschaulich rübergebracht, wenn auch nicht immer hundertprozentig nachvollziehbar. So hätte ich beispielsweise in vielen Situationen komplett anders gehandelt, was mich wieder ein bisschen frustriert hat, aber das hat sicherlich auch mit den Persönlichkeiten der Charaktere zu tun.

Schattenhelle, Wurzelpfote und Stachelfrost sind nämlich ziemlich coole Protagonisten und ich habe sie schon tausendmal lieber gewonnen als Zweigast in der letzten Staffel. Aber das heißt nicht viel, denn Zweigast mochte ich nie so richtig. Nun gut, auf jeden Fall sind sie ziemlich gut ausgearbeitet, ihre Handlungen werden größtenteils begründet erklärt, und sie handeln auch ihrem Alter entsprechend, denn alle drei sind noch sehr jung und damit auch eher unerfahren.

Ach ja, das hätte ich eigentlich schon eher schreiben wollen, aber egal, dann schließe ich eben mit etwas Negativem ab. Ihr wisst ja jetzt zumindest, dass das Buch an sich nicht schlecht ist, ich nur ein paar Probleme damit hatte. Also, die Geschichte war für mich schon recht vorhersehbar. Und das bedeutet nicht, dass sie für jede Person vorhersehbar ist, denn ich habe von mehreren gehört, die überhaupt keine Ahnung hatten, was da so abgeht. Ich aber leider schon. Na gut, die Sache mit Schattenhelles Visionen hat wohl so gut wie jeder recht früh durchschaut, und dafür hat es doch arg lange gebraucht, bis er selbst auch mal dahinter gekommen ist. Aber das meine ich gar nicht, denn ich bin mir zu 90% sicher, wer der Betrüger ist, der Brombeersterns Körper gestohlen hat. Wenn das am Ende tatsächlich stimmen sollte, verliere ich die Hoffnung an die Erins – ihre Bücher würde ich aber trotzdem noch weiterhin kaufen und durchsuchten, egal wie schlecht.

Okay, genug ausgeschweift. An sich gab es in der Geschichte keine Logikfehler. Nur, wenn sich mein Verdacht, was den Betrüger angeht, bewahrheitet, hätte ich einen gefunden. Aber das kann ich natürlich erst dann beurteilen, wenn aufgelöst wird, wer der Betrüger ist. Und das wird hoffentlich nicht mehr die gesamte Staffel dauern. Statt Logikfehlern gab es allerdings wieder ein paar Vertauschungen von Charakteren und teilweise wurden die Namen verwechselt – so wurde aus Tigerstern plötzlich Tigerherz, was sein Kriegername gewesen ist. Wenigstens hielten sich diese Fehler aber noch in Grenzen, nicht so wie in der sechsten Staffel.

Das Ende hat mich leider recht enttäuscht zurückgelassen, obwohl es zugegeben ein richtig, richtig fieser Cliffhanger war. Im Grunde genommen ein klarer Schnitt mitten an einem Punkt, an dem sich die Spannung gerade zum Höhepunkt zugespitzt hat. Tja. Ich hätte aber wenigstens erwartet, dass man erfährt, wie die anderen Clans so reagieren – und DANN den Cliffhanger. Aber ich bin schließlich nicht die Autorin der Bücher (schade, eigentlich), weshalb ich nicht weiß, was sie sich dabei gedacht haben.


Fazit

Der zweite Teil der siebten „Warrior Cats“-Staffel ist keinesfalls schlecht, aber auch nicht so gut wie der vorherige Band. Eigentlich wäre er gar nicht zwingend für die Reihe notwendig gewesen, das hätte vermutlich auch gut noch in den vorherigen und den danachfolgenden Teil aufgeteilt werden können. Aber ich will nicht zu lange herumphilosophieren, was ich als Autorin anders gemacht hätte, weil es das Buch ja schon gibt, wie es eben ist. Aus dem Grund liegt meine Bewertung in der goldenen Mitte:

Rezension: »Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken« von John Green

Hey alle zusammen!

Eigentlich wollte ich die Rezension schon viel eher schreiben, aber irgendwie ging bei mir alles drunter und drüber und ich bin gar nicht dazu gekommen … Dafür gibt es sie jetzt, nachdem ich die Geschichte ein bisschen sacken gelassen habe, vielleicht ja auch nicht allzu schlecht.


Inhalt

Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliadär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt zwanghaft beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Sie versucht Mut zu beweisen und überwindet durch Daisy nicht nur kleine Hindernisse, sondern auch große Gegensätze, die sie von anderen Menschen trennen. Für Aza wird es ein großes Abenteuer und eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale, der sie zu entkommen versucht.


Bibliografie

Titel: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
Autor: John Green
Übersetzung: Sophie Zeitz
Genre: Young Adult
Format: Taschenbuch
Seiten: 320
Verlag: dtv (Reihe Hanser)
ISBN: 978-3-423-62701-6
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Anfangs war ich noch nicht wirklich überzeugt von der Handlung des Buches. Die Storyline kam mir sehr willkürlich vor, und alles wirkte gewollt – als gäbe es dort keinen richtigen Handlungsspielraum. Der Fokus liegt eindeutig auf der Protagonistin Aza, wodurch die anderen Handlungsstränge sehr in den Hintergrund gekehrt und beinahe vergessen werden, bis hin und wieder mal eine Bemerkung über dieses und jenes Problem fällt. Bis auf Aza waren die Charaktere auch überhaupt nicht tiefgründig ausgearbeitet, alles blieb auf einer oberflächlichen Ebene.

Leider waren mir die Charaktere dadurch auch überhaupt nicht sympathisch. Allerdings kann das nicht nur daran gelegen haben, dass bis auf Aza kein Charakter mehr Tiefe bekommen hat, weil ich Aza selbst am unsympathischsten fand. Das liegt nicht daran, dass sie eine Angststörung hat, sondern einfach daran, dass sie unfassbar rücksichtslos gegenüber ihren Mitmenschen ist. Sie schmeißt mit Worten um sich, die alle um sie herum verletzen, ohne, dass sie etwas bemerkt, und dann macht sie alle anderen verantwortlich für Dinge, die eigentlich ihr zuzuschreiben sind. So etwas basiert eben immer auf Gegenseitigkeit, wovon Aza aber scheinbar noch nie etwas gehört hat.

Wenn man sich mit Star Wars nicht auskennt, kann man einen Großteil der Geschichte auch einfach überspringen. Ich kenne zumindest die Grundlagen, weshalb ich nicht komplett aufgeschmissen war, aber die Dialoge mit Daisy fand ich einfach nur stinklangweilig und hätte am liebsten einfach weitergeblättert.

Generell waren die Dialoge für meinen Geschmack doch arg unrealistisch. So, wie die Charaktere in dem Buch gesprochen haben, spricht niemand. Wirklich, niemand. Zumindest nicht in dem Alter.

Dennoch wurde Azas Psychose sehr anschaulich dargestellt und packend beschrieben. Ihre Gedanken, beziehungsweise ihre Gedankenspiralen, waren zumindest zum Großteil nachvollziehbar, wenn auch nicht absolut verständlich. Das kann aber auch nicht vorausgesetzt werden, weil Menschen, die noch nie mit solch einer Angststörung zu kämpfen hatten, sich nicht in diese Situation hineinversetzen können.

John Greens Schreibstil hat das ganze dann noch ein bisschen aufgelockert, da er sehr detaillierte Beschreibungen geliefert hat, die das Verständnis der Geschichte gestärkt haben.

Es gibt allerdings kein richtiges Ende, zumindets meiner Meinung nach. Im Grunde genommen ist am Ende wieder alles so, wie es am Anfang war – Aza hat nicht viele Fortschritte mit ihrer Krankheit gemacht und sie macht einfach weiter wie bisher. Natürlich gibt es nicht immer ein Happy End im Leben, aber ich denke, dass so etwas gerade Leser, die selbst unter einer solchen Angststörung leiden, derartig triggern könnte, dass auch ihr Genesungsfortschritt zumindest teilweise wieder zerstört wird. Das stimmt zwar vermutlich nicht mit jeder Person überein, aber ich denke schon, dass es einige gibt, die nach Beenden des Buches so empfinden könnten, als würde eine Therapie doch sowieso nichts nützen. Aus dem Grund wäre eine Triggerwarnung auf jeden Fall angebracht gewesen.


Fazit

„Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist ein gut geschriebenes Jugendbuch, das eine sehr wichtige Thematik behandelt, die sehr anschaulich dargestellt wurde. Der Fokus liegt auf der Psychose der Protagonistin, wodurch allerdings die Hintergrundgeschehnisse sehr in den Hintergrund treten und keine große Aufmerksamkeit bekommen. Auch gibt es von meiner Seite aus eine Triggerwarnung, da diese eindeutig in das Buch gehört hätte.