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Rezension: »Unchained« von Jennifer L. Armentrout

Liebe Jennifer, warum musstest du mich mit diesem Buch so sehr enttäuschen? Ich hatte hohe Erwartungen, wirklich, aber leider konnte die Autorin diese nicht erfüllen. Ich hoffe sehr, dass sich das mit ihren neuen Büchern wieder ändert, denn eigentlich bin ich Besseres von ihr gewohnt.


Inhalt

Das Leben von Dämonenjägerin Lily Marks ist nicht leicht. Obwohl sie weiß, dass der gefallene Engel Julian ihr Todfeind sein sollte, ertappt sie sich dabei, dass sie nicht aufhören kann, an ihn zu denken – genauso wenig wie an die Gefühle, die er in ihr auslöst. Als Lily beschuldigt wird, eine Verräterin zu sein, droht ihr die komplizierte Beziehung zu Julian zum Verhängnis zu werden. Lilys einzige Chance, ihr altes Leben zurückzubekommen, besteht darin, den wahren Verräter unter den Jägern zu enttarnen. Wird der gefallene Engel ihr dabei helfen … oder ihr Leben zerstören?

(Quelle: Klappentext)


Bibliographische Daten

(Quelle: Thalia)

Titel: Unchained
Originaltitel: Unchained – Nephilim Rising
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Übersetzung: Michaela Link
Genre: Urban Fantasy
Format: Paperback
Seiten: 432
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-28246-8
Preis: 15,00€
Deutsche Ersterscheinung: April 2021


Meine Meinung

Es tut echt weh, diese Rezension zu schreiben, weil ich bisher noch kein Buch von Jennifer L. Armentrout so schlecht wie dieses fand. Als Begründung reicht das aber nicht, deshalb werde ich einfach mal versuchen, meine Meinung irgendwie in Worte zu fassen.

Zunächst einmal mag ich Jennifers Schreibstil normalerweise echt gerne. In diesem Buch kam er mir allerdings sehr holprig vor, weniger ausgefeilt als in ihren anderen Büchern. Ich gehe davon aus, das liegt daran, dass »Unchained« eines ihrer ersten Bücher ist, im Original ist es nämlich schon 2013 erschienen. Trotzdem muss ich das mit bewerten, denn ich wurde einfach nicht ganz warm mit dem Schreibstil.

Dann ist mir sofort im ersten Kapitel aufgefallen, dass »Unchained« scheinbar eine Art Vorgänger der »Dark Elements«-Reihe war. Also unabhängig von dieser, aber in einigen Details sehr ähnlich. Schon das erste Kapitel fängt fast genauso an, und auch die Thematik ähnelt sich bis zu einem gewissen Punkt. Mit dem Unterschied, dass »Dark Elements« sehr viel besser ist, von Schreibstil und Handlung her. Aus dem Grund kam es mir ein bisschen so vor, als würde ich einen schlechteren Abklatsch der »Dark Elements«-Reihe lesen, was ziemlich schade war.

Die Handlung an sich war nicht grauenhaft, versteht mich bitte nicht falsch. Aber sie blieb irgendwie zu flach. Es ging einfach nicht in die Tiefe, alles blieb sehr oberflächlich und geradlinig, ohne jeglichen Interpretationsspielraum. Zwar wurde nach und nach etwas Spannung aufgebaut, gerade Julian und dessen Absichten betreffend, aber mehr Thrill gab es leider nicht wirklich. Rechtschreibfehler gab es zum Glück wenn überhaupt nur so kleine, dass ich sie mittlerweile wieder vergessen habe, sonst wäre mein negatives Bild dieses Buches noch negativer gewesen.

Nun aber zu Lily, der Protagonistin. Ich mochte an ihr, dass sie offensichtlich eine starke Frau ist, die sich zu behaupten weiß und nichts einfach so auf sich sitzen lässt. Dass sie zu Beginn des Buches noch Jungfrau ist, setzt zudem ein Zeichen, dass es überhaupt nicht schlimm ist, auch mit 20, 30, 40 oder bis ans Lebensende jungfräulich zu bleiben, weil das jede*r für sich selbst zu entscheiden hat. Womit wir auch schon bei ihren negativen Eigenschaften wären, die vermuglich tough wirken sollten, ihre Wirkung bei mir aber leider verfehlt haben. Denn Lily ist nicht dazu in der Lage, ein normales Gespräch zu führen, ohne jemanden anzuschreien, aggressiv und handgreiflich dabei zu werden oder gleich jemanden ernsthaft zu verletzen. Dies gepaart mit ihrer Unfähigkeit logisch zu denken, wenn es um Julian geht, war nach vier Kapiteln bereits genug für mich; von da an fand ich es einfach nur nervig, weshalb ich teilweise ganze Absätze übersprungen habe.

Ihre Beziehung zu Julian ist noch so eine Sache, die mir negativ aufgestoßen ist. Denn Julian ist seit geschlagenen 11 Jahren ihr persönlicher Schatten und verfolgt sie, wohin sie auch geht, treibt sie damit in den Wahnsinn und versucht, sie zu verführen. Ein richtig mieser Stalker also. Lily fühlt sich aber trotzdem immer direkt zu ihm hingezogen, wenn er ihr so nahe kommt, dass es ihr bereits unangenehm ist. Diese Reaktion vermittelt ein sehr problematisches Selbstbild, zumal die Beziehung, die Julian und Lily entwickeln, der Inbegriff von toxisch ist.

Nicht außer Acht zu lassen ist außerdem die Tatsache, dass Lily die einzige weibliche Figur in dem Buch ist. Sie ist eine Seltenheit unter den Nephilim (Dämonenjäger*innen) und wickelt ihre männlichen Kollegen mit ihrer geringen Körpergröße und äußerlich anzunehmenden Zerbrechlichkeit ständig um den Finger. Wenn das mal kein veraltetes Frauenbild ist, dann weiß ich auch nicht.


Fazit

»Unchained« kann ich leider nicht weiterempfehlen. Ich frage mich ehrlich gesagt, wie man zu dem Entschluss gekommen ist, dieses Buch auf Deutsch zu veröffentlichen, wo es doch so viele unglaublich gute englische Bücher gibt, die noch nicht übersetzt wurden. Aber das ist auch wieder nur meine subjektive Meinung, es gibt sicherlich auch Menschen, denen das Buch super gut gefallen hat. Nur gehöre ich leider nicht dazu.

Rezension: »Redemption – Nachtsturm« von Jennifer L. Armentrout

Und endlich mal wieder ein Buch von JLA! Wobei ich mir im Nachhinein nicht sicher bin, ob es so schlau war, »Redemption« jetzt schon zu lesen, weil ich jetzt noch ewig und drei Tage bis zum vierten Teil der Reihe warten muss … Aber gut, ich hab es ja jetzt gelesen und werde die Wartezeit schon irgendwie überstehen – mit viel Glück^^

Da es sich bei dem Buch um den dritten Teil der »Revenge«-Reihe handelt und diese ein Sequel zur »Obsidian«- bzw. »Lux«-Reihe darstellt, treten in dieser Rezension Spoiler zu beiden Reihen auf – über den dritten Teil explizit schreibe ich aber ganz ohne Spoiler.


Inhalt

Einst war Evie ein normales Mädchen mit einem normalen Leben – dachte sie. Doch jetzt kennt sie die Wahrheit. Und sie weiß, dass sie es schaffen muss, ihre Fähigkeiten zu kontrollieren. Denn sonst wird sie zum Risiko für alle, die sich in Zone 3 verstecken, nicht zuletzt für Luc, den gefährlichen – und gefährlich attraktiven – Origin an ihrer Seite. Luc würde alles tun, um Evie zu schützen. Lügen. Verhandeln. Betteln. Töten. Aber es gibt Umstände, die selbst er nicht absehen kann, und so führt der Weg Evie und ihn mitten hinein in die Schatten einer stürmischen Nacht.

Heiß, heißer, Luc! Auch in Band 3 der Spin-off-Serie »Revenge« lässt Jennifer L. Armentrout die Funken sprühen in der faszinierenden Welt von »Obsidian«.

(Quelle: Klappentext)


Bibliographische Daten

Titel: Redemption – Nachtsturm
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Übersetzung: Anja Malich
Genre: Urban Fantasy
Format: Hardcover
Seiten: 607
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58403-8
Preis: 23,99 €
Reihe: Revenge / Bd. 3

Erster Satz: »Jason Dasher.«


Meine Meinung

Es ist schon über ein Jahr her, seit ich »Rebellion – Schattensturm«, den zweiten Teil der »Revenge«-Reihe, gelesen habe. Umso erfreulicher fand ich es, dass in den ersten Kapiteln die Geschehnisse aus den vorherigen Teilen zusammengefasst wurden, da ich so einen einfacheren Start in die Geschichte selbst hatte. An die grundlegenden Dinge konnte ich mich zwar noch erinnern, aber einiges war mir dann eben doch nicht mehr so ganz präsent. Beispielsweise, dass Evie und Luc in »Rebellion – Schattensturm« zusammen mit einigen anderen Lux, Hybriden, Origins und Menschen in Zone 3, der abgeriegelten Stadt Columbia, untergekommen sind, um sich vor Daedalus zu verstecken. Diesbezüglich wurde mir der Start in das Buch also auf jeden Fall schon mal erleichtert.

Nach dieser kleinen Einführung hat sich die Geschichte dann aber doch ein klein wenig gezogen, was ich irgendwie schade fand. Danach ging es aber schnell bergauf, es gab Twists und Höhepunkte, und dabei immer Spannung und Nervenkitzel. Klar, nicht in jedem einzelnen Kapitel gab es richtige Action, aber ich konnte trotzdem deutlich spüren, wie sich die Lage immer weiter zugespitzt hat. Na ja, und das Ende war ja mal oberfies. Wäre doch bloß der vierte Teil schon erschienen, dann könnte ich direkt darin weiterlesen und erfahren, wie es denn jetzt mit Luc und Evie weitergeht!

Ab der zweiten Hälfte gab es immer öfter kleine Tippfehler, und das bei steigender Spannung, was mich ein bisschen aus dem Lesefluss gebracht hat. Zwar waren das alles keine allzu dramatischen Fehler, aber sie waren trotzdem da, leider. Ansonsten fand ich einige Formulierungen manchmal ein bisschen merkwürdig, aus denen bin ich teilweise einfach nicht schlau geworden … Genau wie ich es einfach nicht mag, wenn anstelle eines Fragezeichens ein Punkt gesetzt wird.

Die Charaktere waren aber einfach nur toll! Evie und Luc sind wirklich toll zusammen, beide haben ihre Macken, aber zusammen bilden sie einfach ein unglaubliches Team. Na ja, und die Auftritte von einigen altbekannten Personen fand ich auch toll, beispielsweise Daemon und Kat, Dee und Archer, Dawson und Bethany, usw. Sogar Serena und Hunter sind irgendwann aufgekreuzt, aus deren Sicht ja »Dunkelglanz – Obsession« geschrieben ist. Tja, und zum Ende hin kamen dann noch zwei ganz überraschende Neuankömmlinge in die Zone, womit ich keinesfalls gerechnet hätte – und auf deren Schicksal ich schon sehr gespannt bin!

Zum Schreibstil muss ich aber natürlich auch noch ein paar lobende Worte loswerden. Ich bin – wie einige von euch sicherlich bereits mitbekommen haben – großer Fan von Jennifer L. Armentrout und würde jedes ihrer Bücher kaufen, ohne vorher auf den Klappentext geguckt zu haben. Mitschuld an dieser Obsession ist mitunter dieser ganz eigene Humor, der in jedem ihrer Bücher Platz bekommt. Und auch in »Redemption – Nachtsturm« gab es wieder ganz tolle Dialoge, Gedankengänge, Vergleiche, Schlagabtäusche, Streitereien und Kommentare, die mich teilweise haben auflachen lassen – was ein bisschen komisch war, wenn ich nicht allein im Zimmer war. Gleichzeitig sind aber natürlich auch Emotionen wie Trauer, Wut, Schmerz, Hass, Liebe und Freundschaft super rübergekommen, es war wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle!

Fazit

»Redemption – Nachtsturm« ist meiner Meinung nach ein mehr als würdiger Nachfolger von »Rebellion – Schattensturm« (Band 2) und »Revenge – Sternensturm« (Band 1). Ich habe mitgefiebert und -gefühlt und wurde mehr als nur einmal überrascht!

Rezension: »Und wenn es kein Morgen gibt« von Jennifer L. Armentrout

Guten Tag ihr Lieben!

Vor einiger Zeit, im Januar, habe ich „Und wenn es kein Morgen gibt“ gelesen. Ich weiß, ich bin spät dran mit der Rezension, aber besser spät als nie, nicht wahr?


Inhalt

Lena liebt Sebastian aus ganzem Herzen. Aber liebt Sebastian sie zurück? Die beiden sind zwar beste Freunde, doch mehr wird daraus nicht werden, glaubt Lena. Als sie Sebastian endlich die Wahrheit gesteht, schlägt das Schicksal zu: Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr, wie es war. Lena muss jetzt kämpfen – gegen die Schuld und für die Liebe mit Sebastian …


Bibliografie

Titel: Und wenn es kein Morgen gibt
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Übersetzung: Anja Hansen-Schmidt
Genre: Young Adult
Format: Paperback
Seiten: 412
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-31166-0
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

An sich ist dieses Buch wirklich perfekt. Wer also keine Rezension lesen möchte, in der ich über ein Buch einfach nur schwärme, der sollte dann einfach eine andere lesen. Denn ums Schwärmen werde ich hier nicht drum herum kommen.

Zuallererst einmal ist JLAs Schreibstil mal wieder großartig. Das Buch war dadurch flüssig zu lesen und vor Allem hat die Wortwahl perfekt zu den Charakteren gepasst. Dialoge wirkten nie überspitzt, und insgesamt war die Storyline gut nachvollziehbar und vor allem authentisch. Keine Entwicklung kam zu früh, keine zu spät, alles blieb im realistischen Rahmen und gleichzeitig wurden ungemein viele Emotionen geweckt.

Dabei handelt es sich gar nicht um ein typisches Romance-Buch, wie ich zuerst angenommen habe. Nur aus dem Grund lag es auch so lange auf meinem SuB. Aber ich habe schnell gemerkt, dass es um etwas viel Tieferes geht als eine locker-flockige Liebesgeschichte. Denn Trauer und Trauerbewältigung sind die beiden Themen, die dieses Buch ausmachen. Durch den Prolog hat man schon einen Eindruck bekommen, was wohl passiert, aber da man nicht wusste, wie es ausgeht und wann es so weit sein würde, hat sich die Spannung immer weiter gesteigert.

Lena war mir sehr sympathisch. Sie hat mich sehr oft an mich selbst erinnert, hatte teilweise die gleichen Gedanken und Gefühle und sogar sehr ähnliche Hobbys. Na ja, bis auf einige Kleinigkeiten, die mich dann doch von ihr unterscheiden. Ich konnte ihre Reaktion nach dem Unfall gut verstehen, weil ich selbst vermutlich genauso gehandelt hätte. Und ich fand es wirklich toll, dass man in Lenas Phase der Trauerbewältigung sowie ihrem Umgang mit den Schuldgefühlen „hautnah“ dabei war und alles mitbekommen hat.

Dabei entwickelte sich langsam auch die Beziehung zu Sebastian, die sich erst als recht holprig erwiesen hat. Sebastian ist kein Bad Boy und ich habe ihn wirklich lieb gewonnen, weil er so realistisch gewirkt hat, gerade wenn er mit Lena zusammen war.

Der einzige Kritikpunkt ist, dass zwischendurch ein paar Tippfehler drin waren, die mich gestört haben.


Fazit

„Und wenn es kein Morgen gibt“ ist mein Highlight im Januar gewesen, weil es mich so sehr mitgenommen hat. Es gab Spannung, Gefühle und ernste Themen, die angesprochen wurden, was es für mich zu einem absolut empfehlenswerten Buch macht.

Rezension: »Dunkelglanz – Obsession« von Jennifer L. Armentrout

Hallo ihr Lieben!

Damit habe ich schon 98 von meinen vorgenommenen 100 Büchern im Jahr 2020 geschafft! Es sind noch drei Tage im Dezember, in denen ich Zeit habe, die letzten zwei Bücher zu lesen, die mir noch fehlen, aber das werde ich auch noch schaffen – ich glaube an mich!

„Dunkelglanz“ lag schon eine Weile auf meinem SuB, und zu Unrecht, wie bei den meisten Büchern, die auf meinem SuB lagen oder noch immer liegen. Ich muss dringend vorankommen … Na ja, mir hat das Buch tatsächlich ziemlich gut gefallen, auch wenn ich ein paar kleine Kritikpunkte hatte.


Inhalt

In der Dunkelheit liegt Licht …

Er ist ein Arum. Geboren, um zu töten. Im Auftrag der Regierung macht Hunter Jagd auf die Bösen. Diesmal erhält der attraktive Alien allerdings einen außergewöhnlichen Auftrag: Er soll nicht Serenas Leben nehmen, sondern schützen. Die junge Frau wird von Hunters Feinden, den Lux, bedroht, da sie denken, dass Serena im Besitz von brisanten Informationen ist. Aber nicht nur seine neue Rolle als Bodyguard verwirrt Hunter, denn mit jedem Tag fühlt er sich mehr zu Serena hingezogen. Doch er darf sich keine Ablenkung erlauben, wenn er Serena nicht verlieren möchte …

»All das, was Armentrout-Fans lieben: eine schlagfertige Heldin, ein düsterer Held, Action und Spannung.«

Romantic Times Book Reviews

Bibliografie

Titel: Dunkelglanz – Obsession
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Übersetzung: Anja Malich
Genre: Urban Fantasy
Format: Paperback
Seiten: 320
Verlag: mtb (MIRA Taschenbuch)
ISBN: 978-3745700534
Reihe: Lux-Reihe / Spin-off
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Das Buch hat meinen Erwartungen auf jeden Fall entsprochen. Ich habe schon von vielen gehört, dass es ein paar wenige Kritikpunkte gibt, und diese hatte ich tatsächlich auch. Allerdings habe ich eigentlich erwartet, dass mir das Buch schlechter gefallen würde, weil ich es gewohnt bin, kritischer zu bewerten als die meisten anderen Blogger. Zum Glück hat es mir trotzdem gut gefallen!

Fangen wir an mit der Handlung. Ich finde die Idee klasse, mal die Welt der Lux aus der Sicht der Arum kennenzulernen. Und Hunter ist wirklich ein klassischer Arum, in vielerlei Hinsicht – allerdings auch menschlicher als viele seiner Artgenossen. Aber dazu später. Ich mochte es, dass die Lux für Hunter nicht gleich 100%ig die Bösen waren. Zudem hat man viele Hintergrundinformationen erhalten, weil Hunter als Arum für das Verteidigungsministerium arbeitet – das in der Hauptreihe rund um Daemon und Katy ja als „böse“ dargestellt wird. Die Geschichte dreht sich insgesamt viel um das VM und dessen Machenschaften, wobei mir nicht alle davon schlüssig waren – ich muss die Reihe dringend noch mal rereaden. Am Ende war ich ziemlich verwirrt, auf wessen Seite genau das VM jetzt eigentlich steht.

In dem Buch wird sehr deutlich, dass die Welt nicht nur aus Schwarz und Weiß, Gut und Böse besteht. Es gibt sehr viele Grauzonen, und inmitten dieser befinden sich auch unsere Protagonisten, Serena und Hunter. Serena war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn ich es nicht so ganz verständlich fand, weshalb sie trotz aller Zweifel immer wieder zu Hunter zurückgekehrt ist – im übertragenen Sinne, im Grunde befanden sich die beiden fast die ganze Story lang im selben Haus. Wie dem auch sei, Serena ist eine sehr schlagfertige Person, intelligent und stark und hat mit nachvollziehbaren Selbstzweifeln zu kämpfen, die jedoch durch ihre Beziehung zu Hunter immer mehr in den Hintergrund rücken. In diesem Sinne tut Hunter ihr also auf jeden Fall gut.

Hunter selbst war mir nicht ganz so sympathisch. Er ist ein typischer Bad Boy, was zwar an sich zur Storyline gepasst hat, allerdings macht ihn mir das auch ein wenig unsympathisch. Auf jeden Fall unsympathischer als Daemon! Dennoch fand ich es sehr cool zu erfahren, wie er mit seinen Trieben umgeht, die einem Arum sozusagen in die Wiege gelegt werden. Er kämpft immer weiter gegen seine dunkle Seite an, ist aber sehr verunsichert deshalb. Häufig nimmt er keinerlei Rücksicht auf Serena, wobei das im letzten Teil auf jeden Fall besser wird – da fand ich ihn sogar beinahe sympathisch. Er geht einfach davon aus, dass das, was er will, das gleiche ist, was sie will, was unter Anderem auch damit zu tun hat, dass er als Arum eine Art Aura um sie herum sehen kann und dadurch erkennt, wie sie sich fühlt. Dabei vergisst er aber auch häufig, dass Gefühle nicht immer mit dem übereinstimmen, was man will oder nicht will.

Der Schreibstil von Jennifer L. Armentrout ist wie immer sehr wortgewandt und flüssig zu lesen. Allerdings treten zwischendurch immer mal wieder Rechtschreibfehler, beziehungsweise Tippfehler auf, und die Übersetzerin sollte eventuell noch mal die richtige Verwendung des Genitivs wiederholen. Ansonsten aber auf jeden Fall großartig von der Sprache her!


Fazit

„Dunkelglanz – Obsession“ ist ein Muss für alle Fans der Lux-Reihe, da es auch die andere Seite der Medaille offenlegt. An sich ist die Beziehung zwischen den Charakteren sehr klischeehaft, aber durchaus passend zur Geschichte, und der Spannungsbogen verläuft durchgängig im oberen Bereich.

Rezension: »Shadows – Finsterlicht« von Jennifer L. Armentrout

Hey!

Auf dieses Prequel der Lux-Reihe habe ich mich so sehr gefreut und jetzt habe ich es auch endlich gelesen! Dawson ist einer meiner Lieblingscharaktere der Reihe, weshalb ich auch extrem gespannt war – und ich wurde nicht enttäuscht.


Inhalt

Als sich ihre Blicke trafen, lächelte sie, was er bis ins Knochenmark spürte … Sie hatte nur Augen für ihn.

Dawson will selbst über sein Leben bestimmen, zusammen mit seinen Geschwistern Daemon und Dee. Außerhalb der Lux-Gemeinschaft gilt dafür eine strikte Regel: keine enge Bindung zu einem Menschen. Doch dann taucht Bethany an der Schule auf und wirft alles über den Haufen. Es ist Liebe auf den ersten Blick – und eine unmögliche Beziehung.


Bibliografie

Titel: Shadows – Finsterlicht
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Übersetzung: Anja Malich
Genre: Fantasy
Format: Taschenbuch
Seiten: 208
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-31842-8
Reihe: Lux-Reihe / Prequel
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Wahrscheinlich wisst ihr sowieso schon, wie sehr ich Jennifer L. Armentrouts Schreibstil liebe, aber ich möchte es gerne noch mal wiederholen – auch für diejenigen, die diese Rezension nicht auf meinem Blog, sondern auf anderen Plattformen lesen. Ich finde es einfach toll, wie die Autorin es schafft, einen auf nur 200 Seiten so sehr in den Bann der Geschichte zu ziehen. Außerdem ist ihr Humor, der auch immer wieder in ihren Büchern auftaucht, grandios und trifft genau meinen Geschmack. Flachwitze und schwarzer Humor? Ich bin dabei!

Tja, und dann wären da noch die Charaktere. Dawson ist einfach nur cool und nach diesem Buch habe ich ihn noch mehr ins Herz geschlossen. Ich meine, Daemon ist auch toll, aber Dawson übertrifft ihn einfach. Lest das Buch, dann wisst ihr, was ich meine. Ich fand es wirklich spannend zu lesen, wie sehr er mit sich und dem, was er ist, kämpft und wie unsicher er sich manchmal fühlt. Die Abschnitte aus Daemons Sicht waren es aber trotzdem wert, allein schon der krassen Gegensätze wegen. Und natürlich, weil Daemon auch toll ist, nur eben auf seine Art.

Besonders die innige Beziehung zwischen Dawson, Daemon und Dee wurde wirklich gut rübergebracht. Genau wie die Gefühle zwischen Dawson und Bethany. Ich habe ständig mit ihnen mitgefiebert und an einigen Stellen – besonders, wenn Dawson und Dee sich unterhalten haben – ist mein Herz fast geschmolzen, weil ich es so sehr vermisst habe, über die Lux zu lesen.

Über Bethany selbst erfährt man in dem Buch nicht allzu viel, was ein bisschen schade ist. Zumal ich erstaunlicherweise extrem viele Gemeinsamkeiten zwischen ihr und meiner eigenen Protagonistin festgestellt habe – hinterher klingt es noch, als hätte ich mich an diesem Buch orientiert! Zumindest über ihre familiäre Situation hätte ich gern noch was erfahren – besonders über ihre Mutter. Über die hat Bethany zwar oft geredet, aber so richtig in Aktion hat man sie nicht erlebt. Das hätte sicherlich noch irgendwie mit reingepasst.

Auch, wenn ich natürlich weiß, wie die Geschichte letztendlich ausgeht, hat mir das Ende im wahrsten Sinne des Wortes das Herz zerrissen. Es war einfach so schrecklich traurig, als Daemon und Dee von Dawson erfahren haben … Was genau sie erfahren haben, werde ich hier nicht erläutern, falls hier jemand die Reihe noch nicht gelesen hat. Ich empfehle übrigens, vor diesem Prequel zumindest die ersten zwei Bände der Lux Reihe, also „Obsidian“ und „Onyx“ gelesen zu haben, damit zumindest schon das Wichtigste Vorwissen da ist.


Fazit

Ich fand „Shadows – Finsterlicht“ einfach großartig, weil es mich trotz der nur knapp 200 Seiten vollends von sich überzeugen könnte. Zwar wäre definitiv noch das Potenzial dagewesen, etwas mehr über Bethany und ihre Familie zu schreiben, aber ansonsten kann ich wirklich nicht meckern.

Rezension: »Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit« von Jennifer L. Armentrout

Hallöchen ihr Lieben!
Und schon wieder eine neue Rezension von mir, es läuft! Dieses Mal zu dem Buch, das ist zuletzt beendet habe, und zwar „Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit“ von meiner absoluten Lieblingsautorin Jennifer L. Armentrout. Was ich an ihr mag? Ach, das würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen xD.


Inhalt

Sterben ist ätzend – das weiß die siebzehnjährige Ember aus eigener Erfahrung. Nach einem schweren Unfall hat ihre Schwester sie mit ihrer magischen Begabung von den Toten zurückgeholt. Eigentlich nicht schlecht, nur dass seither alles, was Ember berührt, stirbt. Deshalb fasst sie nie etwas Lebendiges an – Jungs eingeschlossen – , bis der gut aussehende Hayden behauptet, sie könne ihren Fluch mit seiner Hilfe kontrollieren. Ember würde alles dafür tun, andere Menschen wieder berühren zu können. Sie möchte die Hand ihrer Schwester halten. Und sie muss zugeben, dass sie auch gerne Hayden küssen würde.


Bibliografie

Titel: Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Übersetzung: Michaela Link
Genre: Urban Fantasy
Format: Paperback
Seiten: 397
Verlag: ivi (Piper)
ISBN: 978-3-492-70589-9
Sprache: Deutsch

Erster Satz: Etwas Weiches und Warmes – eindeutig handgroß – legte sich auf meine Brust und schob sich dann weiter hinauf.


Meine Meinung

Kann vielleicht zuerst einmal jemand mit mir darüber sprechen, wie grandios dieses Cover einfach mal aussieht?! Auf den Fotos kommt es nicht so gut rüber, aber die Schrift glänzt und die goldenen Elemente sind glitzrig und sind dem Rest des Covers erhaben. Also mal ein richtiger Blickfang, wenn ihr mich fragt!

Das erste Kapitel hat mich zunächst noch ein bisschen skeptisch zurückgelassen. Ich war mir nicht sicher, ob ich es so logisch finde, dass Embers kleine Schwester Olivia erst drei Jahre alt war, als sie Ember von den Toten zurück ins Leben geholt hat und auch jetzt finde ich den Gedanken irgendwie noch befremdlich. Auch, dass Olivia mit fünf Jahren schon so erwachsen ist finde ich ziemlich unnatürlich.

Leider konnte mich die Geschichte nicht so sehr packen wie gehofft. Ja, Jennifer L. Armentrout ist meine Lieblingsautorin und ja, bisher habe ich jedes einzelne ihrer Bücher ausnahmslos geliebt und verschlungen. Verschlungen habe ich „Cursed“ auch, aber leider hat es mich nicht komplett überzeugen können.

Aber um mit dem Positiven anzufangen: Die Idee der Story ist wirklich großartig. An der Umsetzung ist nicht alles so richtig geglückt, aber da komme ich gleich noch zu. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war die Ausarbeitung der Charaktere. Ember ist zwar nicht meine allerliebste Protagonistin, dafür fand ich ihre Charakterentwicklung einfach nicht richtig gelungen. Sie kam mir das ganze Buch über vor wie eine weinerliche Teenagerin, obwohl sie am Anfang noch so stark war und gekämpft hat, um sich und Olivia über Wasser zu halten.

Trotzdem war auch Ember, genau wie Hayden, Phoebe und sogar Mr Theo (Embers neuer Englischlehrer) wirklich tiefgründig gestaltet. Ich konnte ihre Handlungen verstehen und mit dem später erlangten Wissen nach ihrem Hintergrund auch nachvollziehen.

Insgesamt gab es im ganzen Buch leider nur ein bis zwei Twists, die mich wirklich unerwartet getroffen haben. Ansonsten war die gesamte Handlung für mich vorhersehbar. Schon auf der Seite, als Ember die Person kennengelernt hat, die am Ende für alles verantwortlich war, wusste ich, dass sie nicht ganz koscher ist und auf jeden Fall als „Bösewicht“ aus der Geschichte herausgehen wird. Leider hatte ich damit recht und wurde somit nicht noch einmal überrascht. Das hat mir die Spannung ziemlich vermiest, was schade, aber nun mal nicht zu ändern ist.

Mein größer Kritikpunkt ist aber die Übersetzung. Ihr könnt mir glauben, wenn ich sage, dass ich JLAs Schreibstil einfach fantastisch finde, aber hier hat die Übersetzerin leider keine gute Arbeit geleistet. Die Dialoge wirkten sehr gewollt und die Ausdrucksweise der Charaktere viel zu gestelzt. Es gab außerdem sehr viele Wortwiederholungen – natürlich weiß ich nicht, ob das im englischen Original genauso ist, aber das bezweifle ich ehrlich gesagt. Ich kann aber nur von der deutschen Ausgabe sprechen.


Fazit

An sich ist „Cursed“ ein wirklich gutes Buch, nur dass ich leider kein Fan von der Storyline sowie der Übersetzung war/bin. Die Charaktere konnten einiges noch mal rausholen, aber so richtig catchen konnte mich die Geschichte rund um Ember und Hayden leider nicht.

Rezension: »Golden Dynasty – Stärker als Begehren« von Jennifer L. Armentrout

Hey meine Lieben!

Endlich mal wieder was von Jennifer L. Armentrout! Haha, ich weiß, so langsam könnt ihr es wahrscheinlich nicht mehr hören, aber ich konnte einfach nicht anders, als dieses Buch zu lesen. Wahrscheinlich bekommt ihr im Sommer dafür nicht so viel von meiner Lieblingsautorin zu hören – aber garantieren kann ich für nichts!

Da es sich bei dem Buch um den dritten Teil einer Reihe handelt, kann es sein, dass in dieser Rezension Spoiler zu den vorherigen Bänden auftreten.


Inhalt

Nur wer mutig ist,
kann den Teufel lieben

Jeder in New Orleans hat schon von Devlin „Devil“ de Vincent gehört, der seit dem rätselhaften Tod des Patriarchen das neue Familienoberhaupt ist. Zahlreiche Gerüchte kursieren über die drei Brüder. Rosie ist sich dessen bewusst, als das Schicksal sie mit Devlin zusammenführt. Und doch hat kein Mann bisher solche wilden Fantasien in ihr entfacht. Rosie ist nicht nur entschlossen, den Mythos, der sich um die de Vincents rankt, zu erforschen, sondern auch hinter Devlins gut verborgene Geheimnisse zu kommen. Aber dafür muss sie sich in die Arme des Teufels begeben …

Devlin weiß genau, was für einen Ruf er genießt. Schließlich hat die Boulevardpresse ihm den Spitznamen „Devil“, der Teufel, verpasst. Er sei eiskalt und skrupellos. Seitdem sein Vater unter ungeklärten Umständen aus dem Leben geschieden ist, interessiert sich die Öffentlichkeit immer brennender für seine Familie. Als er Rosie trifft, fragt Devlin sich daher, was ihre wahren Absichten sind. Darüber, was er sich von und mit dieser aufregenden Frau erhofft, ist er sich im Klaren. Aber er muss schnell eine Antwort finden, denn mit jedem Tag scheint sie den Sünden seiner Vergangenheit näher zu kommen.

„Ein mit Leidenschaft gewürzter Pageturner, der das Feuer in Ihnen entfacht.“

Entertainment Weekly

Bibliografie

Titel: Golden Dynasty – Stärker als Begehren
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Genre: Liebesroman
Format: Paperback
Seiten: 443
Verlag: mtb
Reihe: Golden Dynasty / Bd. 3
gelesen: 19.03.20 bis 20.03.20


Meine Meinung

Die Gestaltung

Am Cover habe ich bei diesem Buch überhaupt nichts auszusetzen. Ich finde, es wirkt sehr hochwertig und passt auf jeden Fall zur wohlhabenden de-Vincent-Dynastie. Der Titel passt auch perfekt zur Geschichte, wie ich noch mal bemerken muss. Außerdem liebe ich Glitzer auf Büchern, weil das dann so schön glänzt und ein richtiger Blickfang im Regal ist ;).

Auch die Kapitelanfänge sind sehr schön gestaltet, mit ein paar Verzierungen, die sich auch bei dem Motiv auf dem Cover wiederfinden lassen. Insgesamt ist alles also sehr gut aufeinander abgestimmt und sehr stimmig abgerundet.


Der Erzählstil

Jennifer L. Armentrout kann mich mit ihrer Art und Weise zu schreiben immer wieder überraschen. Sie ist meine Lieblingsautorin und ich habe immer wieder das Gefühl, dass ich ihren Schreibstil langsam wirklich auswenig kennen müsste, aber doch bringt sie es immer wieder fertig, mich völlig zu flashen. Bereits das erste Kapitel hat sehr neugierig auf die Geschichte gemacht, zumal es sich dieses Mal ja tatsächlich auch nur um Charaktere drehte, die man bereits in den anderen Teilen kennengelernt. Rosie, die beste Freundin von Nikki aus dem zweiten Teil, und Devlin, der älteste der de-Vincent-Brüder.

Die Golden-Dynasty-Reihe wird ausschließlich in der dritten Person erzählt, und es gibt auch im dritten Teil immer wieder Sichtwechsel zwischen Rosie und Devlin. Von Anfang an wird Spannung erzeugt, wobei der Nervenkitzel selbst erst nach ungefähr 75 Seiten anfängt, was ich jedoch nicht negativ meine. Im Gegensatz, so hatten die Charaktere sowohl ich als Leserin Zeit, in die Geschichte einzufinden, ohne dass es langweilig wurde. Jennifers Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen, nur tauchen an wenigen vereinzelten Stellen immer ein paar Tippfehler auf, die den meisten wahrscheinlich gar nicht aufgefallen wären, aber ich bin eben ein ziemlicher Rechtschreibfreak xD. Schon kurz vor der Hälfte ging es dann richtig los und das Buch war wirklich nervenaufreibend. Die Emotionen sind alle perfekt rübergebracht worden und ich konnte meinen Blick kaum von den Buchseiten abwenden.

„Was ist der Sinn von allem, der Sinn des Lebens, wenn man niemanden hat, mit dem man es teilen kann?“

Seite 139

Der wohl größte Pluspunkt beim Schreibstil ist aber für mich der Humor. Rosie und Dev sind beide unglaublich vielschichtige Charaktere, die beide viel durchmachen mussten, und sie sind einander ungefähr so ähnlich wie eine Kartoffel und eine Gardine. Toller Vergleich, ich weiß 😉 – auf jeden Fall musste ich öfter mal grinsen, wenn es zu einem weiteren Schlagabtausch zwischen den beiden kam, denn ihre Dialoge wahren einfach zum Totlachen, ehrlich. Hätte ich nicht zwischendurch in einer Videokonferenz mit ein paar Schulkameraden gesteckt, hätte ich wahrscheinlich ein paar mal laut aufgelacht.


Die Handlung

Als ich zu dem Buch gegriffen habe, war mir bereits klar, dass es ein paar erotische Passagen geben würde, aber damit habe ich eigentlich kein Problem, solange sich die Geschichte nicht zu sehr darauf fixiert, dass die Charaktere miteinander ins Bett steigen. Na ja, überrascht hat mich dann aber doch, dass bis zur Hälfte noch überhaupt nichts derartiges in dem Buch passiert ist. Man vergleiche mal mit dem ersten Band, wo bereits das erste Kapitel mit so einer Stelle anfängt. Vermutlich liegt das daran, dass Rosie Devlin anfangs wirklich nicht leiden kann, und auch Dev ist erst noch zurückhaltender und – wie diejenigen unter euch, die die Reihe bereits gelesen haben, wissen – sehr distanziert gegenüber anderen Menschen. Die Story hatte den Fokus viel mehr an der außerkörperlichen Beziehung zwischen Rosie und Dev, was mir wirklich gut gefallen hat. So hat sich das Verhältnis zwischen den beiden weder zu schnell noch zu langsam entwickelt.

Natürlich ist klar, dass es bei einer Beziehung zwischen einem augenscheinlich kalten und gefühllosen Typen und einer aufgeweckten und lebhaften Frau zu ein paar Meinungsverschiedenheiten kommen muss. Na ja, diese Meinungsverschiedenheiten waren dann aber auch teilweise ziemlich witzig, obwohl ich mich schon manchmal darüber aufgeregt habe, wenn Devlin einfach zu sehr an seinem Stolz festgehalten hat, und damit alles verbockt hat. Besonders diesbezüglich hat Dev eine ziemlich große Entwicklung durchgemacht, die aber keinesfalls übertrieben wirkt. Man konnte quasi dabei zusehen, wie er langsam immer mehr Vertrauen zu Rosie bekommen hat.

„Wer kein Risiko einging, wurde auch nicht belohnt.“

Seite 144

Auch die Thematik des Paranormalen hat mir gut gefallen. Rosie glaubt an Geister und Übernatürliches und da trifft es sich natürlich ziemlich gut für sie, als sie einen de Vincent trifft, denn auf dieser berühmt-berüchtigten Familie liegt ja bekanntermaßen ein uralter Fluch … Man hat allerhand über das Übernatürliche erfahren, was ich unglaublich spannend und interessant fand, weil es einfach mal etwas komplett Neues war.


Die Charaktere

Rosie ist mir in dem Moment sympathisch gewesen, als ich sie im zweiten Teil der Reihe kennengelernt habe. Dass das dritte Buch von ihr handelt, hat mich mega angespornt, weshalb ich auch gerne schon eher gelesen hätte, aber wie das eben so oft ist, hab ich doch immer ein anderes Buch vorgezogen … Auf jeden Fall ist Rosie eine sehr aufgeweckte Person und zudem wirklich selbstbewusst und schlagfertig. Sie ist chaotisch und tollpatschig und sagt immer ihre Meinung, egal, wer vor ihr steht – und damit ist sie auch die erste Person, die Devlin de Vincent Paroli bietet.

Devlin selbst ist, wie ich schon gesagt habe, eher der distanzierte und kalte Typ, der auf den ersten Blick völlig gefühllos scheint. Selbst seine Brüder misstrauen ihm in den anderen Teilen, weil niemand ihn einschätzen kann. Das liegt vor Allem daran, dass er alles, was ihm je passiert ist, in sich hineingefressen hat. Er lässt niemanden nah an sich heran, weshalb er auch völlig überrumpelt von Rosie ist, als er sie das erste Mal trifft. Je näher sich er und Rosie kommen, desto mehr öffnet er sich ihr gegenüber auch, und man erfährt einige schockierende Dinge über seine Vergangenheit. Besonders die letzten 50 Seiten des Buches haben es in sich, aber ich will nicht zu viel verraten.

Leider war die Geschichte sehr auf diese beiden Charaktere fixiert, da hätte ich mir noch ein paar mehr Informationen zu allen Nebencharakteren gewünscht. Natürlich hat man in den ersten beiden Bände bereits Lucian, Gabe, Julia und Nikki kennengelernt, aber über Rosies Eltern, ihre Schwester sowie über ihre Freundin Sarah hat man kaum etwas erfahren.


Fazit

Ich kann „Golden Dynasty – Stärker als Begehren“ jedem empfehlen, der die vorherigen Teile mochte. Der dritte Band ist meiner Meinung nach der beste der Reihe, und es hat mir wirklich Spaß gemacht, in die Geschichte von Rosie und Dev einzutauchen.


Meine Bewertung

Gestaltung: 5/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 5/5 ⭐

Charaktere: 4/5 ⭐



Liebe Grüße,