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Rezension: »Die Verschworenen« von Ursula Poznanski

Etwas verspätet kommt heute die Rezension zu »Die Verschworenen« von Ursula Poznanski. Da es sich bei dem Buch um den zweiten Teil der Eleria-Trilogie handelt, kommen Spoiler zu Band 1 (»Die Verratenen«) vor.


Bibliographische Daten

Titel: Die Verschworenen
Autorin: Ursula Poznanski
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 464
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7547-5
Reihe: Eleria-Trilogie / Bd. 2

Erster Satz: »Die Kinder sind ein bebender Schatten im ersten Licht der Morgendämmerung.«


Inhalt

In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann. Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet. Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen.

Quelle: Goodreads


Meine Meinung

Schon der erste Teil der Trilogie hat mir recht gut gefallen, weshalb ich auch nicht unbedingt niedrige Erwartungen an dieses Buch hatte. Diese wurden auch größtenteils erfüllt, und der Schreibstil von Ursula Poznanski hat sein Übriges dazu getan, denn der ist einfach nur großartig. Jedes ihrer Bücher lässt sich wunderbar schnell und flüssig lesen, ohne dass ich jemals das Gefühl hatte, über bestimmte Formulierungen zu stolpern, etc.

Hinzu kommt, dass ich recht schnell wieder in die Geschichte reingekommen bin, da das Buch direkt an den Vorgänger anschließt. Dadurch konnte ich mir die letzten Geschehnisse aus Band 1 sofort wieder ins Gedächtnis rufen und hatte keine Schwierigkeiten, mit Teil 2 zu starten. Des Weiteren gab es in diesem Buch viel mehr unerwartete Wendungen und Plot-Twists, wodurch es insgesamt auch spannender war. Einzig einen Cliffhanger am Ende hätte ich mir gewünscht, um noch ein bisschen die Spannung auf den nächsten Teil zu erhöhen. Ich meine, das Buch hat zwar an sich so eine Art Cliffhanger, aber eben doch nicht ganz, weil danach noch eine kurze Szene kam, die das Ende ein bisschen »lasch« hat werden lassen.

Ansonsten kann ich nur den Mittelteil kritisieren, weil es sich dort dann doch ein bisschen gezogen hat. Beziehungsweise, nicht richtig gezogen, aber da ist die Geschichte dann eher so dahin geplätschert. Was natürlich dazu geführt hat, dass ein Großteil der zuvor aufgebauten Spannung wieder zunichte gemacht wurde. Einige Dinge waren aber auch im MIttelteil anders als erwartet, weshalb ich nicht das Gefühl hatte, dass ich langsamer mit dem Lesen vorankomme als vorher.

Fazit

Alles in allem ist »Die Verschworenen« trotzdem ein sehr gutes Buch, das mich auf jeden Fall auf den dritten Teil der Eleria-Trilogie hoffen lässt. Jetzt muss der nur noch in mein Regal einziehen, auch wenn ich ja eigentlich ein Kaufverbot habe … selbstauferlegt, versteht sich, wegen SuB-Abbau und so. Ihr wisst, was ich meine

Rezension: »Redemption – Nachtsturm« von Jennifer L. Armentrout

Und endlich mal wieder ein Buch von JLA! Wobei ich mir im Nachhinein nicht sicher bin, ob es so schlau war, »Redemption« jetzt schon zu lesen, weil ich jetzt noch ewig und drei Tage bis zum vierten Teil der Reihe warten muss … Aber gut, ich hab es ja jetzt gelesen und werde die Wartezeit schon irgendwie überstehen – mit viel Glück^^

Da es sich bei dem Buch um den dritten Teil der »Revenge«-Reihe handelt und diese ein Sequel zur »Obsidian«- bzw. »Lux«-Reihe darstellt, treten in dieser Rezension Spoiler zu beiden Reihen auf – über den dritten Teil explizit schreibe ich aber ganz ohne Spoiler.


Inhalt

Einst war Evie ein normales Mädchen mit einem normalen Leben – dachte sie. Doch jetzt kennt sie die Wahrheit. Und sie weiß, dass sie es schaffen muss, ihre Fähigkeiten zu kontrollieren. Denn sonst wird sie zum Risiko für alle, die sich in Zone 3 verstecken, nicht zuletzt für Luc, den gefährlichen – und gefährlich attraktiven – Origin an ihrer Seite. Luc würde alles tun, um Evie zu schützen. Lügen. Verhandeln. Betteln. Töten. Aber es gibt Umstände, die selbst er nicht absehen kann, und so führt der Weg Evie und ihn mitten hinein in die Schatten einer stürmischen Nacht.

Heiß, heißer, Luc! Auch in Band 3 der Spin-off-Serie »Revenge« lässt Jennifer L. Armentrout die Funken sprühen in der faszinierenden Welt von »Obsidian«.

(Quelle: Klappentext)


Bibliographische Daten

Titel: Redemption – Nachtsturm
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Übersetzung: Anja Malich
Genre: Urban Fantasy
Format: Hardcover
Seiten: 607
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58403-8
Preis: 23,99 €
Reihe: Revenge / Bd. 3

Erster Satz: »Jason Dasher.«


Meine Meinung

Es ist schon über ein Jahr her, seit ich »Rebellion – Schattensturm«, den zweiten Teil der »Revenge«-Reihe, gelesen habe. Umso erfreulicher fand ich es, dass in den ersten Kapiteln die Geschehnisse aus den vorherigen Teilen zusammengefasst wurden, da ich so einen einfacheren Start in die Geschichte selbst hatte. An die grundlegenden Dinge konnte ich mich zwar noch erinnern, aber einiges war mir dann eben doch nicht mehr so ganz präsent. Beispielsweise, dass Evie und Luc in »Rebellion – Schattensturm« zusammen mit einigen anderen Lux, Hybriden, Origins und Menschen in Zone 3, der abgeriegelten Stadt Columbia, untergekommen sind, um sich vor Daedalus zu verstecken. Diesbezüglich wurde mir der Start in das Buch also auf jeden Fall schon mal erleichtert.

Nach dieser kleinen Einführung hat sich die Geschichte dann aber doch ein klein wenig gezogen, was ich irgendwie schade fand. Danach ging es aber schnell bergauf, es gab Twists und Höhepunkte, und dabei immer Spannung und Nervenkitzel. Klar, nicht in jedem einzelnen Kapitel gab es richtige Action, aber ich konnte trotzdem deutlich spüren, wie sich die Lage immer weiter zugespitzt hat. Na ja, und das Ende war ja mal oberfies. Wäre doch bloß der vierte Teil schon erschienen, dann könnte ich direkt darin weiterlesen und erfahren, wie es denn jetzt mit Luc und Evie weitergeht!

Ab der zweiten Hälfte gab es immer öfter kleine Tippfehler, und das bei steigender Spannung, was mich ein bisschen aus dem Lesefluss gebracht hat. Zwar waren das alles keine allzu dramatischen Fehler, aber sie waren trotzdem da, leider. Ansonsten fand ich einige Formulierungen manchmal ein bisschen merkwürdig, aus denen bin ich teilweise einfach nicht schlau geworden … Genau wie ich es einfach nicht mag, wenn anstelle eines Fragezeichens ein Punkt gesetzt wird.

Die Charaktere waren aber einfach nur toll! Evie und Luc sind wirklich toll zusammen, beide haben ihre Macken, aber zusammen bilden sie einfach ein unglaubliches Team. Na ja, und die Auftritte von einigen altbekannten Personen fand ich auch toll, beispielsweise Daemon und Kat, Dee und Archer, Dawson und Bethany, usw. Sogar Serena und Hunter sind irgendwann aufgekreuzt, aus deren Sicht ja »Dunkelglanz – Obsession« geschrieben ist. Tja, und zum Ende hin kamen dann noch zwei ganz überraschende Neuankömmlinge in die Zone, womit ich keinesfalls gerechnet hätte – und auf deren Schicksal ich schon sehr gespannt bin!

Zum Schreibstil muss ich aber natürlich auch noch ein paar lobende Worte loswerden. Ich bin – wie einige von euch sicherlich bereits mitbekommen haben – großer Fan von Jennifer L. Armentrout und würde jedes ihrer Bücher kaufen, ohne vorher auf den Klappentext geguckt zu haben. Mitschuld an dieser Obsession ist mitunter dieser ganz eigene Humor, der in jedem ihrer Bücher Platz bekommt. Und auch in »Redemption – Nachtsturm« gab es wieder ganz tolle Dialoge, Gedankengänge, Vergleiche, Schlagabtäusche, Streitereien und Kommentare, die mich teilweise haben auflachen lassen – was ein bisschen komisch war, wenn ich nicht allein im Zimmer war. Gleichzeitig sind aber natürlich auch Emotionen wie Trauer, Wut, Schmerz, Hass, Liebe und Freundschaft super rübergekommen, es war wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle!

Fazit

»Redemption – Nachtsturm« ist meiner Meinung nach ein mehr als würdiger Nachfolger von »Rebellion – Schattensturm« (Band 2) und »Revenge – Sternensturm« (Band 1). Ich habe mitgefiebert und -gefühlt und wurde mehr als nur einmal überrascht!

Rezension: »Das Gegenteil von Hasen« von Anne Freytag

Endlich bin ich wieder aus der Leseflaute zurück und schaffe es, mehr als zwei Kapitel an einem Tag zu lesen. Umso mehr freue ich mich, dass ich endlich »Das Gegenteil von Hasen« von meinem SuB befreien und diesen somit um ein Buch minimieren konnte.


Inhalt

Sie sind in derselben Jahrgangsstufe und trotzdem in verschiedenen Welten. Julia, Marlene und Leonard im Zentrum der Aufmerksamkeit, der Rest irgendwo in ihrer Umlaufbahn. Dann geschieht etwas, das alles verändert: Eines Morgens macht plötzlich eine Internetseite die Runde, die bis dato auf privat gestellt war. Darauf zu finden sind Julias ungefilterte Gedanken, Bomben in Wortform, die sich in kürzester Zeit viral verbreiten. Es sind Einträge, die ein ganz anderes Bild des beliebten Mädchens zeigen, das alle zu kennen glauben. Wer hinter der Aktion steckt, ist zunächst unklar, doch nach und nach kommt heraus: Gründe dafür hätten einige.


Bibliographische Daten

Titel: Das Gegenteil von Hasen
Autorin: Anne Freytag
Genre: Young Adult
Format: Hardcover
Seiten: 416
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-27280-4

Erster Satz: »Der Tag, an dem alles anders wurde, war ein Donnerstag.«


Meine Meinung

»Das Gegenteil von Hasen« ist das erste Buch, das ich von Anne Freytag gelesen habe – shame on me. Zwar wollte ich schon seit Jahren mal was von ihr lesen, nur irgendwie gingen andere Bücher dann immer vor. Also habe ich die Chance genutzt und endlich mal ihr bisher neuestes Buch gelesen!

Der Schreibstil von Anne Freytag ist auf jeden Fall nicht 0/8/15. Anfangs habe ich mich etwas an den eher hypotaktischen Satzbau (kurze Sätze) gewöhnen müssen, aber nach den ersten hundert Seiten war diese Phase auch schon vorbei und ich konnte mich primär auf die Geschichte selbst konzentrieren. Auf jeden Fall möchte ich aber festhalten, dass Anne Freytags Schreibstil sehr eigen ist, ein bisschen erinnert er mich an den von John Green in »Das Schicksal ist ein mieser Verräter«. Zwischendurch gab es ein paar kleinere Tippfehler, wie in so gut wie jedem Buch, aber was mich dann doch ein bisschen mehr gestört hat, ist die Verwendung des Plusquamperfekts. Ich weiß, dass man in einigen Teilen Deutschlands, insbesondere im Süden, auch Sachen sagt wie »er war den ganzen Tag auf dem Sofa gesessen«, aber ich finde, in Büchern stören diese Eigenheiten, da sollte man lieber Hochdeutsch verwenden. Ich weiß auch nicht, aber so etwas finde ich gerade, wenn ich es lese, störend.

Dennoch ist der Schreibstil von Anne Freytag sehr bildlich, was mir außerordentlich gut gefallen hat. Beschreibungen waren immer gerade so, dass sie anschaulich waren, aber nicht zu ausführlich, sodass zumindest dadurch keine Längen entstanden sind und ich mir gleichzeitig ein ziemlich gutes Bild von der Situation machen konnte.

Auch das Thema des Buches hat mich von vornherein neugierig gestimmt, denn es geht um Mobbing, und im Speziellen um Cybermobbing. Diese Thematik ist ziemlich aktuell und wird meiner Meinung nach in Jugendbüchern zu selten thematisiert. Allerdings ist auch Anne Freytag wohl nicht um einige Klischees herumgekommen, auch wenn zumindest die Hauptfigur Julia nicht das Opfer, sondern die (Mit-)Täterin war.

Da nicht nur aus der Sicht der Opfer, sondern auch aus der Sicht der Täter*innen, Lehrkräfte, Eltern und anderen Beteiligten erzählt wurde, hat man einen immer umfassenderen Rundumblick auf die Geschehnisse bekommen. Jeder Charakter hatte eine eigene Persönlichkeit, keiner wirkte irgendwie besonders gestellt, sondern irgendwie war es, als wäre die Geschichte aus dem Leben gegriffen, wodurch sie noch viel realistischer wirkte.

Allerdings muss ich sagen, dass ich auch ein paar Kritikpunkte an dem Buch habe. Zum einen war mir schon relativ früh klar, wer die Webseite veröffentlicht hat, auf der Julia ihre Tagebucheinträge verfasst hat. Auch kam keine richtige Spannung auf, sondern die Geschichte plätscherte eher so dahin und hat mich mit weiteren Informationen versorgt. Das hat das Lesen zwar interessant gemacht, aber leider eben nicht wirklich spannend.

Mein größer Kritikpunkt ist, wie in dem Buch mit dem Thema Sex umgegangen wird. Zum einen haben die Sexszenen meiner Meinung nach nicht gut in den Kontext gepasst und waren insgesamt auch viel unangenehmer zu lesen als beispielsweise in den richtig guten New-Adult-Romanen. Andererseits könnte man argumentieren, dass dadurch besonders das berüchtigte erste Mal realistischer dargestellt wurde, was sicherlich auch stimmt. Trotzdem hätte mir das Buch insgesamt besser gefallen, wenn diese Szenen einfach weggelassen worden wären.

Das ist aber noch nicht alles, was ich zu diesem Punkt loswerden möchte. Und zwar ist es ja so, dass die Charaktere im Buch alle ungefähr 16-17 Jahre alt sind. Ich bin selbst 17 und finde, dass das Thema Sex viel zu übertrieben dargestellt wurde. Im Buch kam es aus meiner Sicht ein bisschen so rüber, als hätte jede*r Siebzehnjährige schon mindestens sein bzw. ihr erstes Mal gehabt. Ein bisschen kam es mir so vor, als würde das Buch unterschwellig noch die Message vermitteln, dass es unnormal ist, mit 17 Jahren noch Jungfrau zu sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Anne Freytag das so nicht beabsichtigt hat, aber leider ist das nun mal das, was mir besonders aufgefallen ist und woran ich mich dann doch gestört habe.

Um jedoch mit etwas Positivem abzuschließen, möchte ich noch mal auf die Charaktere zurückkommen. Zwar kamen am Anfang echt viele neue Figuren hinzu, bei denen ich anfangs auch echt Schwierigkeiten hatte, sie auseinanderzuhalten, aber sie waren einfach unglaublich toll ausgearbeitet! Besonders Marlene fand ich ja interessant, ein bisschen mehr über sie hätte ich also schon toll gefunden. Und wenn vor den Kapiteln noch der Name der Person gestanden hätte, aus deren Sicht erzählt wird (natürlich nur bei den Kapiteln, die nicht aus der Sicht des bzw. der Täter*in waren). Insgesamt waren die einzelnen Charaktere aber schon ein Highlight für mich, sie haben die Geschichte nämlich auf jeden Fall zu etwas Besonderem gemacht.


Fazit

Alles in einem würde ich sagen, »Das Gegenteil von Hasen« ist auf jeden Fall ein lesenswertes Jugendbuch, das wichtige Themen anspricht und durch die unterschiedlichen Perspektiven auch die Auswirkungen von gesellschaftlichen Zwängen, Ansprüchen und Mobbing darstellt. Einzig der Umgang mit Sex, wie er in dem Buch gepflegt wurde, ist meiner Meinung nach ein Kritikpunkt, den aber sicherlich jede*r anders auffasst.

Rezension: »The School for Good and Evil – Wer ist der Stärkste im ganzen Land?« von Soman Chainani

Mein zweites Buch im Mai 2021 war fast doppelt so dick wie mein erstes (bei ungefähr 100 Seiten mehr), und trotzdem habe ich weniger als die Hälfte der Zeit zum Lesen gebraucht. Und das fand ich an sich schon sehr überraschend, weil ich vorher schon mit dem Gedanken gespielt hatte, die Reihe »The School for Good and Evil« abzubrechen. Nach dem fünften Teil hier werde ich den letzten Band aber auf jetzten Fall auch noch lesen!

Da es sich bei dem Buch um den fünften Teil einer Reihe handelt, können in dieser Rezension Spoiler zu vorherigen Bänden auftauchen.


Inhalt

Das Böse hat die Herrschaft über Camelot an sich gerissen und den wahren König zum Tode verurteilt. Während Sophie und ihre Klassenkameraden gefangen genommen werden, gelingt Agatha nur knapp die Flucht. Gemeinsam mit den Schülern der Schule für Gut und Böse sucht Agatha nach einem Weg, Sophie und ihre Freunde zu befreien und den falschen König zu stürzen – bevor es zu spät ist.


Bibliographische Daten

Titel: The School for Good and Evil – Wer ist der Stärkste im ganzen Land?
Autor: Soman Chainani
Übersetzung: Ilse Rothfuss
Genre: High Fantasy
Format: Hardcover
Seiten: 607
Verlag: Ravensburger
ISBN: 978-3-473-40188-8
Reihe: The School for Good and Evil / Bd. 5

Erster Satz: »Agatha rannte.«


Meine Meinung

Ich muss schon sagen, ich hätte nicht damit gerechnet, dass mir noch mal ein Buch aus dieser Reihe so gut gefallen würde. Erst habe ich sogar überlegt, ganze fünf Sterne zu geben, allerdings ist mir dann mein kleiner Struggle am Anfang des Buches wieder eingefallen, weshalb ich doch einen halben Stern abgezogen habe.

Und zwar fand ich es am Anfang ein bisschen sehr verwirrend, dass Agatha gefühlt um die halbe Welt gerannt ist, ohne eine Pause zu machen. Klar, sie hat Magie, aber die hat sie nicht angewendet. Und sie war komischerweise auch gar nicht so außer Puste, nachdem sie dreimal am selben Königreich vorbeigelaufen ist. Also ja, der Anfang war meiner Meinung nach nicht ganz stimmig, zumal man nicht sofort wieder zurück in die Geschichte kam, wenn man den vierten Teil schon vor einiger Zeit gelesen hat.

Im zweiten Kapitel kamen dann langsam ein paar Erinnerungen an den vierten Teil hoch, da die Geschehnisse noch mal ein wenig aufgearbeitet wurden. Das zweite Kapitel hätte meiner Meinung nach also eigentlich am Anfang stehen müssen, danach wäre das erste Kapitel in Ordnung gewesen – mit ein paar kleinen Änderungen, Agathas Ausdauer betreffend.

Ich fand es in den anderen Büchern schwer nachzuvollziehen, dass Agatha, Sophie und die anderen Charaktere im Buch schon siebzehn Jahre alt sein sollten. Es war erstens verwirrend für mich, dass sie Erstklässler an der Schule für Gut und Böse waren, und zweitens, dass sie sich auch eher wie 6-Jährige verhalten haben anstatt wie 17-Jährige. Aber genau dieses Problem hatte ich in diesem Buch auf einmal nicht mehr, die Charaktere wirkten irgendwie reifer und erwachsener auf mich.

Natürlich waren viele Dinge recht überzogen dargestellt, aber genau das macht die Reihe auch irgendwie aus. Sie ist dazu da, dass man mit den Charakteren mitfiebert und gleichzeitig einiges zu Grinsen hat. Da das in diesem Teil der Reihe super gut rübergekommen ist, habe ich das Buch auch in so kurzer Zeit, an nur drei Tagen (an denen ich lang Schule hatte!) verschlungen.

Der Schreibstil von Soman Chainani ist sehr schlicht gehalten, wenn nicht sogar einfach. Das passt irgendwie richtig gut zur Geschichte selbst, weshalb es auch so viel Spaß macht, beim Lesen nur so von einer Seite zur nächsten zu blättern und den Inhalt zu verschlingen. Es war aber auch allgemein ziemlich spannend, wie ich finde. Tatsächlich finde ich, dass man das Buch noch in zwei einzelne Bücher hätte teilen können, aber das wäre dann nicht auf dasselbe hinausgelaufen. Wobei, doch, schon irgendwie, denn dem zweiten Teil hätte ich dann komplette 5 Sterne gegeben. Aber gut, wie dem auch sei. Es gab im Grunde genommen zwei Höhepunkte, einen ca. bei der Hälfte, und einen am Ende. Und beide hatten einen Cliffhanger, wenn man so will. Also muss ich schleunigst den sechsten Band bestellen und ebenfalls verschlingen!


Fazit

Überraschenderweise hat der fünfte Teil meiner Meinung nach noch mal richtig das Potenzial der Reihe genutzt, anders als die vorherigen Teile. Genau das ist auch der Grund, weshalb ich Reihen so ungerne abbreche, weil es immer mal sein kann, dass ein richtig guter Band dazwischen ist, der von mir gelesen werden will.

Rezension: »Wie Sterne so golden« von Marissa Meyer

Hallo!

Auch vom dritten Teil der Luna-Chroniken konnte ich meine Finger nicht lassen. Nicht nur, weil ich ihn für meine Facharbeit in Deutsch brauche, sondern auch, weil es sich um eine großartige dystopische Reihe handelt, die mich schon nach den ersten zwei Bänden in ihren Bann gezogen hat.


Inhalt

Von ihrem Fenster aus kann Cress den Mond sehen – und die Erde, denn das Mädchen mit den meterlangen blonden Haaren lebt seit ihrer Kindheit in einem Satelliten, allein, gefangen gehalten von der bösen Königin Levana. Doch in all den Jahren der Einsamkeit hat sie sich zu einer begnadeten Hackerin entwickelt. Als eines Tages Cinder und ihre Gefährten zu ihr Kontakt aufnehmen, scheint der Traum von einer Flucht zum Greifen nah. Aber die Rettung per Raumschiff misslingt und Cress rast in ihrem Satelliten auf die Erde zu. Diesmal jedoch ist sie nicht allein, denn der charmante Thorne ist an ihrer Seite. Wird er sie retten können, wie der edle Ritter, von dem Cress ihr Leben lang geträumt hat?

»Umwerfend!«

Los Angeles Times

Bibliografie

Titel: Wie Sterne so golden
Autorin: Marissa Meyer
Übersetzung: Astrid Becker
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 569
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58288-1
Reihe: Luna-Chroniken / Bd. 3
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Als sie noch ein Kind war, schloss die Zauberin sie in einen Turm, der weder Treppe noch Türe hatte.

Der dritte Teil der Luna-Chroniken ist eine Rapunzel-Adaption und gleichzeitig mein liebster Band der Reihe, da er für mich einfach extrem stimmig war.

Überzeugen können die Luna-Chroniken nicht nur aufgrund der Anlehnung an Märchen der Brüder Grimm, sondern auch wegen der super Charaktere. Marissa Meyer hat so unglaublich viele Persönlichkeiten geschaffen, und keine ähnelt so richtig der anderen, was eindeutig ein großes Lob verdient.

Denn auch Cress, die Protagonistin, ist ganz anders als Cinder oder Scarlet. Sie ist nämlich sehr schüchtern und zurückhaltend, gleichzeitig aber auch die beste Hackerin von Luna. Weshalb sie die Gruppe auch perfekt ergänzt, meiner Meinung nach.

Thorne, den männlichen Protagonisten, haben wir schon im zweiten Teil kennengelernt, aber ich hätte niemals damit gerechnet, dass er nicht so hohlköpfig ist wie man anfangs den Anschein hat. Tatsächlich habe ich ihn in diesem Teil unheimlich lieb gewonnen, zumal er und Cress wirklich toll zusammenpassen. Ob sie das selbst auch merken, ist aber eine ganz andere Frage …

In ihrem Zorn packte die Hexe die goldenen Haare und schnitt sie ritsch, ratsch ab. Sie war so unbarmherzig, dass sie das arme Mädchen in eine Wüstenei brachte.

Mein größer Kritikpunkt bisher war bei der Reihe, dass die Geschichten sehr nah am Märchen sind und deshalb auch recht vorhersehbar sind. Das ist hier jedoch meiner Meinung nach nicht der Fall. Zwar finden sich auch wichtige Elemente aus Rapunzel wieder, aber trotzdem nicht so extrem viele, als dass ich den Handlungsstrang hätte vorhersehen können.

Ein großer Pluspunkt ist mal wieder, dass sich das Buch nicht an den Disney-Verfilmungen orientiert, sondern an den originalen Märchen und somit auch die Aspekte der Verbannung in eine Wüste sowie die Blindheit des Prinzen mit eingebracht wurden.

Der schöne Vogel sitzt nicht mehr im Nest und singt nicht mehr, die Katze hat ihn geholt und wird dir auch noch die Augen auskratzen.

Das Setting der Geschichte war mal wieder großartig. Erst die Atmosphäre in Cress‘ Satelliten, dann die Sahara, und schließlich das Dorf Farafrah mitten im nördlichen Afrika. Nicht zu vergessen natürlich die Albatros, die war auch einfach klasse, zumal ich die Atmosphäre in dem Raumschiff wirklich mochte.

Cool finde ich außerdem an der ganzen Reihe, dass es nicht extrem viele unterschiedliche Bösewichte gibt, sondern dass Königin Levana tatsächlich das Bindeglied zwischen den einzelnen Charakteren ist. Im Grunde hat sie es sich also selbst zuzuschreiben, dass die Gruppe rund um Cinder sich gegen sie auflehnt.

Als sie den Prinzen erkannte, fiel sie ihm um den Hals und weinte. Ihre Tränen aber benetzten seine Augen.

Trotzdem habe ich auch hier einen klitzekleinen Kritikpunkt. Und zwar war mir Cress stellenweise doch ein bisschen zu weinerlich. Aber immerhin ist eine deutliche Entwicklung bei ihr festzustellen, die eindeutig größer ist als bei Cinder oder Scarlet zuvor. Und der Showdown am Ende hat sowieso noch mal super viel aus der Geschichte rausgeholt.


Fazit

Ich könnte jetzt ganz viele Punkte aufzählen, weshalb „Wie Sterne so golden“ zu meinem liebsten Teil der Luna-Chroniken zählt, aber das würde den Rahmen sprengen, weshalb ich es einfach dabei belasse.

Rezension: »Two can keep a secret« von Karen M. McManus

Hey alle zusammen!

Mitunter habe ich mir für 2021 auch vorgenommen, mehr Buddy-reads zu machen, und einer davon ist jetzt auch schon geschafft. Zusammen mit Daniel von Lesemagie habe ich „Two can keep a secret“ gelesen – in der Rezension erfahrt ihr, wie es mir gefallen hat.


Inhalt

Eine Kleinstadt. Eine Mordserie. Und der Killer ist zurück.

Ellery kennt die dunkle Vergangenheit von Echo Ridge nur allzu gut. Dort verschwand ihre Tante spurlos und vor fünf Jahren wurde die Homecoming Queen der Highschool ermordet. Der »Murderland-Killer« machte landesweit Schlagzeilen. Ausgerechnet dorthin zieht Ellery nun, zu einer Großmutter, die fast eine Fremde für sie ist. Als aus dem Nichts Morddrohungen gegen die zukünftige Homecoming Queen zirkulieren, ermittelt Ellery auf eigene Faust. Dabei lernt sie Malcolm kennen, den jüngeren Bruder des Hauptverdächtigen. Dann verschwindet wieder ein Mädchen und plötzlich steht jeder unter Verdacht …


Bibliografie

Titel: Two can keep a secret
Autorin: Karen M. McManus
Übersetzung: Anja Galić
Genre: Jugendthriller
Format: Hardcover
Seiten: 413
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-16538-6
Reihe: Der Murderland-Killer / Bd. 2
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Wie bereits in der Bibliografie erwähnt, ist „Two can keep a secret“ der zweite Teil der Murderland-Reihe, obwohl er nicht mit dem ersten Teil „One of us is lying“ in Verbindung steht. Sie haben nichts miteinander zu tun und können daher sehr gut unabhängig voneinander gelesen werden.

Der Schreibstil von Karen M. McManus ist schlicht und dadurch flüssig zu lesen. So konnten auch kleinere Längen gut überbrückt werden, ohne dass man sich durch die Geschichte quälen musste. Auffallend ist besonders, dass es in dem Buch sehr viele Dialoge gibt, allerdings eher wenige und dann eher kurzgefasste Monologe. Trotzdem kommen die Gedanken und Gefühle von Ellery und Malcolm nicht zu kurz. Dennoch hätte ich mir zwischendurch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht.

Ellery und Malcolm waren sehr sympathische Protagonisten, die gut miteinander harmonieren. Aber auch Ellerys Zwillingsbruder Ezra und Malcolms beste Freundin Mia sind gut ausgearbeitet und haben die Geschichte auf jeden Fall aufgefrischt. Zudem wird kein großes Ding daraus gemacht, dass Ezra schwul und Mia bisexuell ist. Das ist ein weiterer Pluspunkt, weil ich es einfach lästig finde, wenn immer wieder darauf herumgeritten wird.

Es gab aber auch ein paar Passagen, die ich ein wenig grenzwertig fand, da man sie leicht missverstehen konnte. Beispielsweise bei diesem Zitat:

»Außerdem gehört sie zu den vier Quotenschülern hier, die eine andere Hautfarbe haben. Wer für sie stimmt, kann sich also besonders progressiv fühlen.«

Seite 117-118

Wer da nicht genau liest und erkennt, dass Mia diesen Satz gesagt hat, die selbst zu den „Quotenschülern“ gehört, ist das sehr leicht misszuverstehen und kann durchaus rassistisch betitelt werden. Weiß man jedoch, dass Mia das gesagt hat, ist auch zu erkennen, dass da ihre eigene Verbitterung rausspricht. Deutlicher wäre das noch durch beschreibende Adjektive geworden, also „verbittert“. Doch wenn es um die Sprache ging, musste man sich häufig selbst Schlüsse ziehen, wie die Charaktere was ausgedrückt haben.

Vom Plot her hat mir das Buch allerdings ganz gut gefallen. Zwar gab es zwischendurch immer mal ein paar Längen, aber die wurden schnell überbrückt. Die Spannung war eher unterschwellig, aber vorhanden und ich habe die ganze Zeit über mitgefiebert und -gerätselt, wer denn jetzt der Mörder ist. Mit der Auflösung am Ende hätte ich nicht gerechnet, das habe ich erst verstanden, als auch Ellery und Malcolm mit der Nase draufgefallen sind. Und auch, was das Verschwinden von Ellerys Tante Sarah mit der ganzen Sache zu tun hatte, blieb lange ein Rätsel, bis es im allerletzten Satz endlich verraten wurde. Und dieser Satz hat noch mal einiges aus der Geschichte rausgeholt und ließ mich mit klopfendem Herzen zurück.


Fazit

„Two can keep a secret“ hat mir insgesamt ein wenig besser gefallen als „One of us is lying“, wo ich das Ende so oder in der Art schon vorhersehen konnte. Hier kam das Ende jedoch völlig überraschend und hat mich wirklich von den Socken geholt. Trotzdem habe ich einige Kritikpunkte, die ich unter gar keinen Umständen missachten kann.

Rezension: »Die Verratenen« von Ursula Poznanski

Hallöle ihr Lieben!

Ich habe ja schon des Öfteren hier erwähnt, dass ich in letzter Zeit sehr gerne Dystopien lese (und auch schaue), weshalb ich auch schon zu einer weiteren gegriffen habe, dieses Mal zum ersten Teil der Eleria-Trilogie von Ursula Poznanski, die ganz nebenbei eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist. Bisher hat mir keins ihrer Bücher nicht gefallen (nur Thalamus fand ich eher mittelmäßig, es war aber trotzdem nicht schlecht), also war ich sehr gespannt auf dieses Buch …


Inhalt

Vertraue niemandem. Denn jemand will deinen Tod. Es könnte jeder sein.

Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint. Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit. Doch plötzlich sind sie auf der Flucht, verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert.

Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlichen gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Aber sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.


Bibliografie

Titel: Die Verratenen
Autorin: Ursula Poznanski
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 461
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7546-8
Reihe: Eleria-Trilogie / Bd. 1
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

„Die Verratenen“ ist der Auftakt der Eleria-Trilogie von Ursula Poznanski, und die Reihe lag schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Unter anderem, weil ich die Bücher von der Autorin so gut finde und mich das Thema sofort angesprochen hat.

Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist wie immer grandios und einfach sowie flüssig zu lesen. Ihre Wortwahl hat perfekt zur Geschichte sowie dem Setting gepasst, das übrigens richtig gut gewählt wurde. Die futuristische Welt, die Ursula Poznanski geschaffen hat, mit ihrem Sphärenbund und den „Prims“, den Außenbewohnern, ist einfach sehr gut ausgearbeitet, wodurch keine Lücken oder Logikfehler vorhanden sind.

Am Anfang war es allerdings schon ein bisschen verwirrend, weil man sich erst noch in der Welt von Ria, Aureljo, Tomma und Co. zurechtfinden musste. Da wurde man quasi unvorbereitet in die Geschichte geworfen und musste sich alles selbst zusammenreimen, wobei das an sich gar nicht mal soo schlecht war. Ein bisschen das Gehirn anstrengen und so. Na ja, trotzdem wäre es ganz schön gewesen, ein bisschen mehr erklärt zu bekommen – beispielsweise habe ich erst ab der Hälfte verstanden, was genau ein Vitro ist, aber was es mit den Abstammungsklassen auf sich hat, habe ich mir immer noch nicht ganz zusammengereimt. Es blieben also durchaus ein paar offene Fragen, die hoffentlich in den nächsten zwei Teilen beantwortet werden.

Die Charaktere waren bis auf Ria selbst eher oberflächlich ausgearbeitet, was aber gar nicht mal so schlimm war. Schließlich sollte man sich als Leser selbst Gedanken darum machen, wer jetzt der Verräter in der Gruppe bestehend aus Ria, Aureljo, Tomma, Dantorian, Tycho und Fleming ist. Tatsächlich habe ich auch durchgängig damit gerechnet, dass eine bestimmte Person der Verräter ist, aber letztendlich war es dennoch jemand anderes.

Ria selbst war mir sympathisch, auch wenn ich ihr Verhalten gegenüber Tomma oft grenzwertig und nicht sonderlich einfühlsam fand. Aber das lag eben auch an ihrer Erziehung. Tomma war mir eher so semi-sympathisch, während ich Aureljo überhaupt nicht mochte. Tycho fand ich cool, er erinnert mich ein bisschen an Luc aus der Lux-Reihe. Was Dantorian und Fleming angeht, habe ich die beiden nie so richtig durchschauen können, vielleicht erfahren wir ja in den nächsten zwei Teilen noch ein bisschen was über sie.

Die Gefühle von Ria waren sehr bildlich beschrieben und somit auch nachvollziehbar, insbesondere, weil man wusste, wie sie aufgewachsen ist. Die Beziehung zwischen Ria und Aureljo hat wenig Platz eingenommen, obwohl sie auf jeden Fall vorhanden war – allerdings habe ich nicht ganz verstanden, weshalb die beiden ein Paar sind, weil da eben so wenig drüber geschrieben wurde.

Ich würde nicht behaupten, das Buch sei super spannend gewesen, weil das nicht so ganz stimmt. Ich finde, „interessant“ trifft es eher. Oder auch „faszinierend“. Die Spannung selbst war irgendwie unterdrückt, als wolle sie nicht ganz an die Oberfläche treten, und so hat das ganze Drumherum viel mehr ausgemacht als in anderen Büchern. Das fand ich wirklich gut von der Umsetzung her, da mir die Spannung auch gar nicht gefehlt hat. Trotzdem war es auch mal möglich, das Buch ein-zwei Stunden aus der Hand zu legen oder womöglich sogar noch länger.


Fazit

Der Auftakt der Eleria-Trilogie ist wirklich gut, wenn auch nicht überragend. Ich mochte es sehr, in die Geschichte abzutauchen und diese neue Welt zu erkunden, aber komplett packen konnte sie mich nicht. Ich freue mich aber trotzdem sehr auf den zweiten Band, weil am Ende etwas passiert ist, das mich neugierig auf mehr macht.