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Rezension: »Paper Princess« von Erin Watt

Hey ihr Lieben!

Endlich traue ich mich auch mal an die Rezension zu diesem ungewöhnlichen Buch. Ich habe es zusammen mit Luca (Instagram-Account: @marlukarts) gelesen und fand den Austausch sehr schön!


Allgemeine Informationen

Titel: Paper Princess
Autorin: Erin Watt
Übersetzung: Lene Kubis
Genre: Young Adult
Format: Taschenbuch
Seiten: 381
ISBN: 978-3-492-31646-0
Verlag: Piper
Reihe: Paper-Reihe / Bd. 1
gelesen: 07.08.20 bis 10.08.20


Inhalt

DIESE ROYALS WERDEN DICH RUINIEREN …

Nie hätte Ella Harper gedacht, dass sie eines Tages wie eine Prinzessin leben würde. Seit dem Tod ihrer Mutter schlägt sie sich alleine durch und kommt gerade so über die Runden. Dann steht plötzlich der Multimillionär Callum Royal vor ihr und behauptet, ihr Vormund zu sein. Kurzerhand nimmt er Ella aus ihrem ärmlichen Leben mit in eine Welt voller Luxus – doch Callums fünf Söhne begegnen ihr mit Feindseligkeit, besonders der verschlossene Reed. Und trotzdem knistert es gewaltig zwischen ihnen. Ob aus Hass Liebe werden kann?


Meine Meinung

Die Gestaltung

Das Cover wurde aus dem Englischen übernommen, was meiner Meinung nach auch eine gute Entscheidung war. Ich finde die Aufmachung einfach schön, die Farben passen zueinander, das Diadem passt zur Geschichte. Na ja, und der Titel auch. Zwar bin ich mir nicht so ganz sicher, weshalb es noch einen Untertitel gibt, aber ich will mal nicht so sein.

Im Inneren ist die Gestaltung nichts Besonderes. Die Schrift ist eng gedruckt, wodurch relativ viel auf eine Seite passt, was mich aber auch ein bisschen stört, weil ich es lieber ein bisschen aufgelockerter habe. Dafür sind die Kapitelanfänge schön gestaltet, mit einem Diadem und anderer Schrift, was perfekt zum Cover passt.


Der Erzählstil

Anfangs musste ich mich ein wenig an den Schreibstil von Erin Watt gewöhnen. Nach dem ersten Kapitel war ich jedoch direkt drin, was vor allem daran liegt, dass es wenig Ausschweifungen gibt und alles sehr einfach gehalten ist. Dadurch konnte ich die Leseabschnitte (immer zehn Kapitel) in etwas weniger als einer Stunde durchlesen.

Die Geschichte wird einzig aus der Sicht von Ella erzählt, wodurch man als Leser immer ihren eigenen Gedanken folgt. Was mich daran jedoch gestört hat ist, dass Ella relativ voreingenommen ist und wenig Gefühle zulässt. Es gab kaum eine Seite ohne wörtliche Rede, wodurch ich das Gefühl hatte, Ella nie wirklich kennenzulernen.


Die Handlung

Hier wird es jetzt problematisch, weil ich immer noch nicht so ganz weiß, wie ich es beschreiben soll. Aber fangen wir mal ganz vorne an, denn da habe ich schon die ersten Kritikpunkte. Die Story startet, als Ellas Vormund Callum Royal an ihrer Highschool auftaucht und sie mitnehmen will. Es wird oft zwischendrin angeschnitten, dass sie keinen leichten Alltag hatte, zumal sie ihre Mutter bis vor ihrem Tod immer mit Medikamenten versorgen musste, die sie allerdings auch nur bekommen konnte, indem sie mit Strippen Geld verdient hat. Sie war also sehr arm, konnte sich irgendwie aber trotzdem einen gefälschten Ausweis kaufen, auf dem steht, dass sie über dreißig ist. Das ist schon das erste, was mir irgendwie aufgestoßen ist, denn wer bitteschön würde einer siebzehnjährigen abkaufen, dass sie dreißig ist?

Man erfährt kaum etwas über das, was Ella gerne macht oder was sie früher gerne gemacht hat, da die Geschichte größtenteils in der Gegenwart spielt und es nicht oft dazu kommt, dass sich Ella an etwas weiter zurückliegende Ereignisse erinnert.

Zudem konnte ich Ellas Handlungen oft einfach nicht nachvollziehen. Sie hat sehr impulsiv gehandelt, nicht viel nachgedacht (was man als Leser durch die fehlenden inneren Monologe gemerkt hat), und dadurch kam es oft zu Überraschungen in Situationen, die Ella nicht unbedingt gefallen haben.

Insgesamt war die Geschichte auch sehr unrealistisch. Reed beleidigt sie und ihre Mutter immer wieder, benimmt sich wie ein Arschloch, belästigt sie sexuell und psychisch, und trotzdem steht sie auf ihn, weil er gut aussieht. Ach so, und auf seine Brüder steht sie auch irgendwie, weil die ja GENAUSO aussehen wie Reed. Logisch, oder nicht?

Aber auch, wenn die gesamte Geschichte unrealistisch war und Dinge normalisiert wurden, die eigentlich nicht normalisiert werden DÜRFEN, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Ich meine, es werden viele Dinge angesprochen, die sehr ernst sind, aber trotzdem als unwichtig abgetan werden (beispielsweise die verschiedensten Arten von Sucht sowie sexuelle Belästigung und Sexismus), wodurch sie eben auch verharmlost werden. Die Plot-Twists wirkten auch sehr gewollt und nicht ganz stimmig für mich, waren aber nach der zweiten Wendung auch allesamt vorherzusehen, weil sie alle einem bestimmten Muster gefolgt sind. Demnach kam auch das Ende nicht sehr überraschend für mich, auch wenn ich trotzdem gespannt auf Band zwei bin.

Die ganze Zeit über hat sich eine merkwürdige Neugier in mir entwickelt, wie die Sache mit Reed ausgeht, was noch passiert, wann endlich der Wendepunkt kommt, und so weiter und so weiter. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, mein Herz hat geklopft wie sonst was, aber irgendwie … na ja. Mich konnte das Buch ansonsten einfach nicht so richtig überzeugen.

Einer der größten Pluspunkte ist für mich jedoch der Humor. Ich musste so oft laut auflachen und grinsen, wie lange nicht mehr bei einem Buch. Unterhaltung ist also auf jeden Fall vorprogrammiert, und auch wenn die Handlung an sich nicht so meins war, der Humor war es.


Die Charaktere

Wie bereits erwähnt, bin ich mit Ella nicht so richtig warmgeworden. Ich habe noch immer keine Ahnung, wie ich sie einschätzen soll, sie ist immer noch eine Fremde für mich, die ich ein paar Tage lang begleitet habe, in denen zwar viel passiert ist, aber auch nicht so viel, als dass ich gelernt hätte, wie Ella so drauf ist. Ihre Handlungen waren mir einfach zu impulsiv und ihre Reaktionen kamen oft aus dem Nichts, ohne, dass sie vorher einen Gedanken daran verschwendet hätte. Außerdem kam sie mir oft sehr gefühlskalt vor, da ich nicht wirklich bemerkt habe, dass sie noch um ihre Mutter trauert, die noch gar nicht so lange tot ist.

Die anderen Charaktere waren auch nicht so unbedingt mein Fall. Klar, sie waren alle recht unterschiedlich, und besonders bei den Royal-Brüdern haben sich die Autorinnen Mühe gegeben, sie so unterschiedlich wie möglich zu machen. Zwar bleiben diesbezüglich noch viele offene Fragen, aber ich freue mich schon auf den nächsten Streich, den die Zwillinge Sawyer und Sebastian irgendwem anders spielen.


Fazit

Ich bin sehr zwiegespalten, was „Paper Princess“ angeht. Einerseits wurde ich weder mit der Protagonistin noch der Storyline warm, andererseits war es unglaublich amüsant und spannend und hat meine Neugierde geweckt. Ich werde dem zweiten und dritten Teil auf jeden Fall noch eine Chance geben und freue mich schon darauf, sie ebenfalls zu lesen.


Meine Bewertung

Gestaltung: 4/5 ⭐

Erzählstil: 3,5/5 ⭐

Handlung: 2/5 ⭐

Charaktere: 2/5 ⭐


Gesamt: 2,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara

Rückblick: Dezember 2019

Für mich ist der Dezember immer einer der schönsten Monate des ganzen Jahres. Die Weihnachtszeit, die ganzen Geburtstage innerhalb der Familie und von Freunden (meiner natürlich auch), Ferien, Silvester und Plätzchenbacken. Und nicht zu vergessen natürlich die Geschenke, die ich bekomme xD. Auch 2019 war der Dezember wieder ein sehr schöner Monat voller Überraschungen, weshalb ich euch in diesem Beitrag einen kurzen Überblick geben möchte.


Privates

Der Dezember ist in meiner Familie meistens der Monat, wo alle zusammenkommen. Zwar waren in den ersten beiden Wochen noch ein paar Klausuren zu bewältigen (Deutsch, Latein und Musik) sowie eine Leistungsüberprüfung in Sport, aber die habe ich schnell hinter mich bringen können.

Ab dem ersten Dezember fing bei mir aber nicht nur die Vorfreude auf Weihnachten an, sondern auch auf meinen 16. Geburtstag. Der 2019 tatsächlich an einem Freitag, den 13. stattfand. Die Party war für mich ziemlich schön – zusammen mit 15 Freundinnen habe ich ein paar Spiele gespielt, ganz viel gegessen und Spaß gehabt. Am Sonntag darauf war dann das Kaffeetrinken mit meiner Familie. Leider konnten nicht alle kommen, aber das ist im Dezember eben immer so eine Sache, die man nicht ändern kann.

Und dann kamen die Ferien und – natürlich – Weihnachten. Da gehören natürlich viele Geschenke und ein paar Unternehmungen mit der Familie mit dazu. Mit meiner Mutter, ihrem Mann, meiner Schwester, meinen beiden älteren Cousinen und meinem älteren Cousin war ich bei einem Eishockey-Spiel der Kölner Haie gegen Bremerhaven. Zwar kam nicht so viel Stimmung auf, wie ich von einem Heimspiel erhofft hatte, aber das lag wahrscheinlich daran, dass Köln verloren hat. Am zweiten Weihnachtstag ging es dann mit der anderen Seite meiner Familie (also mit meinem Vater, meiner Schwester, meinen jüngeren Cousinen, meinem jüngeren Cousin und deren Vater) zu einem Handball-Spiel nach Lemgo. Das hat mir wahnsinnig gut gefallen, obwohl wir auf der Seite von Erlangen saßen, die verloren haben.

Insgesamt war der Dezember 2019 für mich also ein aufregender und schöner Monat, in dem ich insgesamt über 150 Euro Buchgutscheine und noch einige andere Geschenke bekommen habe.


Buchiges

Neuzugänge

Insgesamt habe ich im Dezember 16 Neuzugänge bekommen. Das ist für meine Verhältnisse schon recht viel, aber dafür, dass ich Geburtstag hatte und Weihnachten war, trotzdem etwas weniger als die letzten Jahre. Dafür habe ich aber auch noch ein Tolino bekommen, was das wieder ausgeglichen hat. Folgende Bücher sind also bei mir eingezogen:

  1. One of us is lying von Karen M. McManus (Geburtstagsgeschenk)
  2. Paper Princess von Erin Watt (Geburtstagsgeschenk)
  3. King’s Legacy – Alles für dich von Amy Baxter (Adventspost von der Lesejury; signiert)
  4. Wer heute lügt, ist morgen tot von Thomas Enger (Geburtstagsgeschenk)
  5. Percy Jackson 1-5 von Rick Riordan; Taschenbuchschuber (durch Einlösen von Gutschein)
  6. Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green (Wichtelgeschenk)
  7. Layers von Ursula Poznanski (Wichtelgeschenk)
  8. Throne of Glass – Die Erwählte von Sarah J. Maas (Wichtelgeschenk)
  9. Neon Birds von Marie Grasshoff (durch Einlösen von Bonuspunkten auf Lesejury)
  10. We’ll never be apart von Emiko Jean (englische Ausgabe von „Feuerschwester“; Weihnachtsgeschenk)
  11. Das Mädchen im blauen Mantel von Monica Hesse (Weihnachtsgeschenk)
  12. Frau Bovary von Gustave Flaubert (vorinstalliert auf meinem Tolino)
Vier meiner Neuzugänge im Dezember

Lesemonat

Leider habe ich diesen Monat nicht so viele Bücher lesen, wie ich mir erhofft hatte. Das lag vor Allem daran, dass ich „Die Nebel von Avalon“ lesen wollte, aber einige Tage einfach nicht zum Lesen gekommen bin und es dann immer unwahrscheinlicher wurde, dass ich das Buch noch im Dezember beenden würde. Also habe ich mich, kurz nachdem ich die Hälfte des Buches fertig hatte, entschieden, es erst im Januar weiterzulesen und stattdessen mit anderen Büchern weiterzumachen. Diese Bücher sind es letztlich geworden (die Bücher, zu denen ich bereits Rezensionen veröffentlicht habe, sind mit den Rezensionen verlinkt):

  1. Love Letters to the Dead von Ava Dellaira (407 Seiten); 5/5 ⭐
  2. After Moonrise von Gena Showalter und P. C. Cast (316 Seiten); 3,5/5 ⭐
  3. Ein Thron für Schwestern von Morgan Rice (196 Seiten); 1,5/5 ⭐
  4. Das geheime Vermächtnis des Pan von Sandra Regnier (re-read, 414 Seiten); 4,5/5 ⭐
  5. Die dunkle Prophezeiung des Pan von Sandra Regnier (404 Seiten); 4,5/5 ⭐

Ansonsten habe ich im Dezember noch 471/813 Seiten aus „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley gelesen sowie 123/558 Seiten aus „Biss zur Mittagsstunde“ von Stephenie Meyer.


Buchige Geschenke

Ansonsten habe ich im Dezember natürlich noch ein paar buchige Geschenke bekommen, sowohl zu Weihnachten, als auch zum Geburtstag. Unter Anderem das Book Journal vom Carlsen-Verlag; zwei Lampen, die wie aufgeklappte Bücher aussehen; eine Leseecke (bestehend aus einem Sessel, einem Servierwagen und einem kleinen Tisch); einen Workshop für Kreatives Schreiben in Hamburg (der findet am 11. Januar statt) und einen Tolino E-Reader.


Wie war euer Dezember denn so? Habt ihr Bücher geschenkt bekommen? Wie viel konntet ihr lesen?

Eure Lara