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Rezension: »Kalte Asche« von Simon Beckett

Tatsächlich habe ich es am 31. Mai 2021 noch geschafft, um 20:00 Uhr das neunte Buch für den Monat zu beenden! Und zwar mit einem ganz einfachen Trick, ich habe nämlich einfach das Hörbuch in doppelter Geschwindigkeit gehört, und ganz ehrlich? Ich hätte es mir schlimmer vorgestellt, ich habe trotzdem alles noch verstanden, Gefühle kamen rüber, etc. Werde ich ab jetzt also öfter so mit Hörbüchern machen.

»Kalte Asche« ist der zweite Teil der Reihe rund um den forensischen Anthropologen David Hunter, kann aber auch unabhängig vom ersten Band gelesen werden. Trotzdem würde ich raten, zuerst »Die Chemie des Todes« zu lesen bzw. hören, weil in diesem Buch doch einige Anekdoten gemacht wurden, die im ersten Band erklärt werden. In dieser Rezension kommen jedoch keine Spoiler zu Band 1 vor.


Inhalt

Asche zu Asche, Staub zu Staub, Leben zu Tod

Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal erblickt, weiß er sofort: Dieser Tod war kein Unfall. Er will seine Erkenntnisse dem Superintendent mitteilen, doch die Leitung bleibt tot. Ein Sturm hat die Insel von der Außenwelt abgeschnitten. Da geschieht ein weiterer Mord …

»Gruseliger geht’s kaum.«

BILD

(Quelle: Klappentext)


Bibliographische Daten

Titel: Kalte Asche
Autor: Simon Beckett
Übersetzung: Andree Hesse
Sprecher: Johannes Steck
Genre: Thriller
Format: Hörbuch
Dauer: ca. 10 Std. 44 Min.
Verlag: argon Hörbuch
EAN: 978-3-839-89136-0
Reihe: David Hunter / Bd. 2

Erster Satz: »Bei entsprechender Temperatur brennt alles.«


Meine Meinung

Obwohl ich bei weitem lieber selbst lese, ist es zwischendurch doch mal ganz angenehm, ein Hörbuch zu hören. Dafür habe ich die App Audiobooks by Deezer, was sich anbietet, weil ich sowieso ein Deezer-Konto habe und die Audiobooks-App für mich somit kostenlos ist. Ein großer Vorteil der App ist auf jeden Fall, dass man die Geschwindigkeit einstellen kann, weshalb ich das Hörbuch zu »Kalte Asche« in höherer Geschwindigkeit hören konnte und es somit auch geschafft habe, es noch im Mai zu beenden.

Na ja, soviel also dazu. »Kalte Asche« musste ich einfach auch hören, weil ich den ersten Teil der Reihe, »Die Chemie des Todes«, schon so sehr mochte. Der zweite Teil hat mir zwar auch ziemlich gut gefallen und ist eindeutig eine klare Empfehlung von mir, allerdings kommt er meiner Meinung nach trotzdem nicht ganz an seinen Vorgänger ran.

Da ich zwischendurch einige Passagen des Hörbuchs in meiner Taschenbuch-Ausgabe mitgelesen habe, kann ich auch ein bisschen was zum Schreibstil sagen. Mir ist dabei aufgefallen, dass im Hörbuch einige Sätze nicht so vorgelesen wurden, wie sie im Buch stehen, zumindest nicht in meiner Ausgabe. Da die aber auch schon einige Jahre alt ist, kann es gut sein, dass es in neueren Auflagen der Wortlaut genauso ist wie der im Hörbuch. Also werde ich das nicht allzu streng bewerten.

Ansonsten gefällt mir sowohl die Art, wie Simon Beckett schreibt, als auch die Erzählweise von Johannes Steck. Die einzelnen Charaktere haben unterschiedliche Stimmlagen bekommen, die alle fast eindeutig einzuordnen waren. Nur manchmal konnte man bei den Stimmen durcheinandergeraten, insbesondere dann, wenn nicht dabeistand, wer was gesagt hat und beide Charaktere eine ähnliche Stimme hatten.

Natürlich kam auch hier wieder Spannung auf, und gerade zum Ende hin konnte mich kaum stoppen, weiterzuhören. Auch die Handlung war gut durchdacht, es war ein roter Faden erkennbar und es gab einige Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Genauso wenig wie ich diesen krassen Cliffhanger am Ende erwartet hätte, aaah. Jetzt bin ich auch noch gezwungen, den dritten Teil direkt im Anschluss zu hören, um herauszufinden, was mit David passiert!

Insgesamt gab es mir aber trotzdem ein bisschen viele Parallelen zur Handlung des ersten Teils. Mein größter Kritikpunkt allerdings ist der Umgang im Buch mit Akne. Ja, Akne ist vielleicht nicht so schön, aber es ist eine Hautkrankheit, für die niemand etwas kann. Wer Akne hat, ist nicht automatisch ungepflegt. Ich weiß, wovon ich spreche, weil ich selbst von Akne betroffen bin und extrem auf Hygiene achten muss, damit es nicht noch schlimmer wird, als ohnehin schon. Ich trau mich schon kaum ohne Schminke aus dem Haus, auch wenn ich daran arbeite. Fotos ohne Schminke, die möglichst jeden Pickel und jede Unreinheit überdeckt, gehen überhaupt nicht, vielleicht später mal, aber so weit bin ich noch nicht. Und jemanden zu beschreiben, der bzw. die Akne hat, muss auch nicht gleich so sein, dass man sein bzw. ihr Gesicht mit einer „grässlichen Kraterlandschaft“ vergleicht. Und wer glaubt, Akne sei ja gar nicht so schlimm: Nein, im Vergleich zu manch anderen Hautkrankheiten vielleicht nicht, aber auch von Akne gibt es unterschiedliche Stadien, die mehr oder weniger schlimm sind. Und egal, welches Stadium man hat: Akne tut häufig weh, auch wenn das Menschen, die nicht betroffen sind, vielleicht nicht wissen oder wahrhaben wollen. Das musste jetzt einfach mal gesagt werden, tut mir leid für den Ausbruch.

Fazit

Ich will meine Bewertung nicht allein von meinem letzten Punkt abhängig machen, obwohl der für mich schon recht schwer wiegt, weil es nicht nur an einer, sondern an mindestens drei Stellen im Buch vorkam, dass Leute mit Akne als hässlich und unhygienisch dargestellt wurden. Trotzdem ist das Buch ansonsten absolut lesenswert und eine Empfehlung von mir, insbesondere als Hörbuch, da ich es sehr angenehm fand, Johannes Steck zuzuhören.

Rezension: »Der Kinderflüsterer« von Alex North

Werbung | Rezensionsexemplar

Hey ihr Lieben!

Ausnahmsweise gibt es heute mal keine Rezension zu einem Print, sondern zu einem Hörbuch. Ich hab „Der Kinderflüsterer“ über das Bloggerportal von Random House zur Verfügung gestellt bekommen und freue mich riesig, dass ich es rezensieren durfte! Bereits als das Buch rausgekommen ist, habe ich mir eine Hörprobe angehört und war direkt fasziniert von der Geschichte. Nur leider sind Hörbücher ja so teuer, weshalb ich bisher noch nicht dazu gegriffen habe … aber jetzt brauche ich das ja auch gar nicht mehr!

Bei dem Hörbuch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, das mir über das Bloggerportal vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Dies ändert nichts an meiner ehrlichen Meinung oder dem Inhalt der Rezension.


Inhalt

Wenn die Tür halb offen steht,
ein Flüstern zu dir rüberweht,
denn jedes Kind, das einsam ist,
holt der Flüsterer gewiss.

Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau will Tom Kennedy mit seinem kleinen Sohn Jake neu anfangen. Ein neues Haus, eine neue Stadt – Featherbank. Doch der beschauliche Ort hat eine düstere Vergangenheit. Vor 20 Jahren wurden in Featherbank fünf Kinder entführt und getötet. Der Mörder wurde unter dem Namen „Kinderflüsterer“ bekannt und schließlich gefasst. Die alten Geschichten interessieren Tom nicht. Als jedoch ein kleiner Junge aus der Stadt verschwindet, machen Gerüchte die Runde, dass der Täter von damals einen Komplizen gehabt habe. Und der kleine Jake beginnt, sich merkwürdig zu benehmen. Er sagt, er hört ein Flüstern an seinem Fenster …


Allgemeine Informationen

Titel: Der Kinderflüsterer

Autor: Alex North

Sprecher: Stefan Kaminski

Genre: Psychothriller

Format: Hörbuch

Dauer: ca. 9 Std. 20 Min.

Verlag: Random House Audio

gehört: 18.03.20 bis 25.03.20


Meine Meinung

Die Gestaltung

Da es sich bei dem „Buch“ ja um kein Print handelt, sondern um zwei MP3-CDs, kann ich hier nur etwas zum Cover erzählen (okay, und auch ein bisschen was zur Gestaltung der CDs). Und was das angeht, hat mich das Buch schon bei seiner Erscheinung angesprochen. Ich mag die Farben auf jeden Fall schon mal sehr gerne – gelb ist auch in der Tierwelt eine Warnfarbe, die zeigt, wenn beispielsweise ein Tier (nehmen wir mal einen Feuersalamander) gefährlich ist. Das heißt natürlich nicht, dass jedes gelbe Tier giftig ist. Eigentlich will ich gar nicht mehr zu dem Schmetterling sagen, der auf dem Cover abgebildet ist … und die Knochen, die auf seinen Flügeln zu erkennen sind, möchte ich auch nicht näher erleutern, um nicht zu spoilern.

Die CDs sind passend zum Cover gestaltet – komplett in dieser grauen Musterung, mit einem gelben Schmetterling darauf.


Der Erzählstil

Stefan Kaminski ist wirklich ein sehr guter Hörbuch-Sprecher. Er hat auch in diesem Buch perfekt die unterschiedlichen Charaktere betont, hat jeder Person eine eigene Stimme gegeben, so wie meine Eltern es immer getan haben, als sie mir Abends noch Gutenacht-Geschichten vorgelesen haben. Dadurch fiel es mir nie schwer, herauszufinden, wer gerade sprach, auch wenn mehr als nur zwei Personen in einer Szene vorgekommen sind.

Und auch sonst fand ich den Erzählstil sehr ansprechend. Alex North hat eine große Spannung erzeugt und es geschafft, für jede Situation die richtigen Worte zu finden – was mir an einigen Stellen auf jeden Fall sehr schwer gefallen wäre.

„Mut war nicht die Abwesenheit von Angst. Mut erforderte Angst.“

Das einzige, was ich ein bisschen schade fand, ist, dass man teilweise rausgehört hat, wo das Audio gekürzt wurde. Da fehlte dann vielleicht die erste Silbe eines Wortes und ich denke, das hätte man auch ein bisschen besser hinbekommen können – obwohl das ja bei vielen Hörbüchern so ist.


Die Handlung

Hier habe ich keine Kritikpunkte. Ich bin langsam mit Tom und Jake warmgeworden und habe im Laufe der Zeit immer mehr über die beiden und ihre Vergangenheit herausgefunden, was wirklich spannend war. Nebenbei wurden dann noch Kapitel aus Petes Sicht eingeführt, wo auch die Polizeiarbeit näher in den Vordergrund gerückt ist. Die Kapitel aus Petes Sicht wurden immer häufiger, je mehr sich die Situation zuspitzte. Was mir allerdings besonders gut gefiel, waren die Kapitel aus der Sicht des Täters. Hier wurde nie bekannt, wer die Person tatsächlich war, bis es ganz zum Schluss letztlich aufgelöst wurde.

Während des Hörens hatte ich einige Male wirklich Gänsehaut. Das Grauen vor einem leisen Flüstern, das nur noch verstärkt wurde, weil es sich ja um ein Hörbuch handelte, hat mich vollends gepackt. Der Gruselfaktor war also auf jeden Fall da.

„Es geht immer dort zuende, wo es angefangen hat.“

Die Storyline ist sehr gut konstruiert und ich bin wirklich froh, dass ich das Hörbuch bei Random House angefragt habe. Ich habe zu keinem Zeitpunkt wirklich erwartet, wer der Täter ist, der hinter dem Flüstern an Jakes Fenster steckt, bis es aufgelöst wurde. Was für eine Verbindung zwischen dem Kinderflüsterer Frank Carter, der in der Vergangenheit fünf kleine Jungen ermordet hat und dafür seine Gefängnisstrafe absitzt, und dem Täter, der es auf den kleinen Jake abgesehen zu haben scheint, habe ich schon recht früh erkannt – auf jeden Fall früher als die Polizisten in dem Buch, aber dafür habe ich nie geahnt, was es mit der Beziehung zwischen Pete und Tom auf sich hatte, bis diese aufgelöst wurde.

Auch, was es mit Jakes kleiner imaginärer Freundin auf sich hatte, habe ich keinen Augenblick lang geahnt. Und dann die ganzen anderen Rätsel, die Jakes Verhalten aufgeworfen hat … im Nachhinein ist alles wirklich logisch aufgeklärt und ich frage mich wirklich, warum ich nicht früher gemerkt habe, was hinter alledem steckt.


Die Charaktere

Tom war mir sehr sympathisch. Nach dem Tod seiner Frau hat er das Gefühl, allein gelassen worden zu sein. Er zweifelt sehr an sich selbst und seinen Fähigkeiten als Vater für Jake und es macht ihm sehr zu schaffen, dass Jake so viel in sich hineinfrisst und kaum mit ihm spricht. Doch die beiden wissen eins genau: Sie lieben sich immer, auch, wenn sie manchmal streiten. Dessen ist sich auch Jake bewusst und das ist oft eine Art Antrieb für ihn, etwas, das ihm Kraft gibt.

Pete hatte ebenfalls eine sehr harte Vergangenheit. Tom und er hadern zunächst, was die Begegnung zwischen ihnen tatsächlich bedeutet, und was das Ende angeht, so bin ich wirklich traurig, aber irgendwie auch melancholisch froh … letztlich ist ja jeder glücklich geworden, auch wenn ich mir wirklich gewünscht hatte, die beiden hätten sich einmal richtig untereinander ausgesprochen. Aber das war vermutlich gar nicht nötig und ich kann nur vermuten, wie Tom im Nachhinein von Pete denkt.


Fazit

„Der Kinderflüsterer“ ist zugegeben ein recht seichter Thriller, der mich jedoch trotzdem komplett in seinen Bann ziehen konnte. Gänshaut ist garantiert bei dieser nervenaufreibenden Geschichte.


Meine Bewertung

Gestaltung: 5/5 ⭐

Erzählstil: 4,5/5 ⭐

Handlung: 4/5 ⭐

Charaktere: 4,5/5 ⭐


Gesamt: 4,5/5 ⭐


Vielen Dank noch mal an Random House für das Rezensionsexemplar!


Alles Liebe,

Rezension: »The Hate U Give« von Angie Thomas (gekürzte englische Ausgabe)

In der Schule im Englischunterricht haben wir die (leider) gekürzte Version von „The Hate U Give“ gelesen, allerdings hat mir das nicht viel ausgemacht, weil ich das Buch ja bereits gelesen und für gut befunden habe (mehr sogar, denn es war eines meiner Jahreshighlights 2019!). Trotzdem war ich froh, es mal wieder zu lesen, da es zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählt.


Inhalt

Sixteen-year-old Starr’s world comes crashing down when she witnesses a police officer fatally shoot her unarmed best friend, Khalil. Following the shooting, she finds herself having a difficult time balancing the two worlds she lives in: the underprivileged African American neighborhood she grew up and still lives in, and the predominantly white high school she attends in an upscale neighborhood. Inspired by the Black Lives Matter movement, this novel follows a young woman whose personal relationships and safety could be jeopardized by her desire to defend Khalil and her community.


Allgemeine Informationen

Titel: The Hate U Give

Autorin: Angie Thomas

Genre: Young Adult

Format: Taschenbuch

Seiten: 371

Verlag: Cornelsen

gelesen: 27.01.20 bis 23.03.20


Meine Meinung

Die Gestaltung

Ich bin bei diesem Punkt wirklich enttäuscht von dem Buch. Das Cover ist einfach nicht so schön wie das des Originaltitels … Da hätte sich der Cornelsen-Verlag meiner Meinung nach ruhig noch ein bisschen was anderes ausdenken können, das dem Original ähnlicher ist.

„I always said that if I saw it happen to somebody, I would have the loudest voice, making sure the world knew what went down.
Now I am that person, and I’m too afraid to speak.“

Seite 37

Vom Inneren her ist die Gestaltung genau wie erwartet nichts Besonderes. Es gibt Vokabelangaben, doch manchmal frage ich mich wirklich, für wie dumm Schüler gehalten werden … gerade in den letzten drei Kapiteln wurde einmal das Wort „squirrel“ angegeben … ähm, hallo? Welcher Schüler aus der 10. oder 11. Klasse weiß denn nicht, was squirrel heißt?


Der Erzählstil

Tatsächlich habe ich in dieser Ausgabe einige Zeit gebraucht, um reinzukommen. Ich war nicht auf den offensichtlichen Slang von Starr vorbereitet, weil ich da im Deutschen glaub ich generell weniger Probleme mit habe. Na ja, nach ein paar Kapiteln hab ich mich dann aber daran gewöhnt und ich finde es wirklich außergewöhnlich, wie Angie Thomas die beiden Welten, in denen Starr lebt, miteinander vereint – allein durch die Sprache.

„Good-byes hurt the most when the other person’s already gone.“

Seite 62

Also ja, der Schreibstil hat mich wirklich auf dem kalten Fuß erwischt. Genau dieses Gefühl hatte ich auch schon, als ich das Buch zum ersten Mal auf Deutsch gelesen habe (das war letzten Sommer). Ich habe eben erwähnt, dass ich es toll finde, wie Angie Thomas die zwei Welten von Starr miteinander vereint. Gleichzeitig zeigt sie aber auch mit den Unterschieden in der Sprache der Protagonistin die große Kluft, die Starr jedes Mal überschreiten musste, wenn sie zur Schule oder zu ihren Schulfreunden gegangen ist.

„I can’t change where I come from or what I’ve been through, so why should I be ashamed of what makes me, me? That’s like being ashamed of myself.“

Seite 354

Die Handlung

Von der Handlung kann ich hier wirklich nur schwärmen, genau wie auch letztes Jahr schon. Angie Thomas hat dieses sehr gesellschaftskritisches Thema sehr feinfühlig umgesetzt und ich bewundere den Mut, dass sie sich als amerikanische Autorin trotzdem getraut hat, das Buch zu veröffentlichen.

„Sometimes the shit just happens, and one day you realize there’s a leader among you and your friends and it’s not you.“

Seite 96

Die Thematik des Buches ist sehr wichtig und auch noch immer brandaktuell, trifft aber gleichzeitig bei sehr vielen auch auf einen wunden Punkt, zumindest bin ich davon überzeugt. Und ich denke auch, dass es genau das ist, was die Geschichte rund um Starr so besonders macht. Man sieht mal die andere Seite der ganzen Geschehnisse rund um das Thema Police brutality. Während in den Nachrichten nämlich oft von den Verschulden des Opfers die Rede ist um die Tat zu rechtfertigen, ist Starr eine Augenzeugin und weiß aus nächster Nähe, was wirklich passiert ist – sie lässt sich nicht von der ganzen Propaganda der Polizei und der Presse eines Besseren belehren, denn sie weiß, was sie gesehen hat.

„Funerals aren’t for dead people. They’re for the living.“

Seite 107

Nicht so gut hingegen fand ich, dass das Buch an einigen Stellen wirklich sehr heftig gekürzt wurde. Besonders zum Ende hin wurden teilweise einige Wochen übersprungen, die im Original noch beschrieben wurden, wodurch einfach zwischendurch auch der Zusammenhang ein bisschen fehlt.


Die Charaktere

Starr war mir allein schon aufgrund ihres Slangs sympathisch, aber auch, weil sie sich nicht so einfach unterkriegen lässt. Sie hat Selbstzweifel, das schon, aber das ist denke ich auch normal in ihrer Situation. Auch ihre Reaktionen in bestimmten Szenen hat mir sehr gut gefallen. Sicherlich hätten viele Autoren den Protagonisten so eines Buches zum großen Helden der Story gemacht, und somit zu sehr übertrieben. So war das hier gar nicht – ich konnte Starrs Verhaten komplett nachvollziehen und es fühlte mich so an, als wären ihre Reaktionen völlig authentisch und keineswegs überzogen gewesen. Auch wenn ich da zum Glück nicht aus eigener Erfahrung mitreden kann.

„Sometimes you can do everything right and things will still go wrong. The key is to never stop doing right.“

Seite 132

Khalil fand ich ebenfalls sehr gut umgesetzt. Zwar stirbt er beinahe direkt am Anfang des Buches, aber trotzdem wird immer mehr über ihn und seine Vergangenheit aufgedeckt, sodass er mir sofort sympathisch war. Ich bin nämlich der Meinung, dass Erinnerungen mehr über einen Charakter aussagen als dessen Taten. So war für Starr und auch für mich von vornherein klar, dass er unmöglich ein typischer Gangbanger und Drogendealer war (ob sich diese Vermutungen bestätigt haben, werde ich hier nicht weiter ausführen, um nicht zu spoilern), sondern dass sein Verhalten einen bestimmten Grund haben musste.

„Brave doesn’t mean you’re not scared, Starr,“ she says. „It means you go on even though you’re scared. And you’re doing that.“

Seite 271

Auch alle anderen Charaktere waren sehr gut umgesetzt, sodass ich hier wirklich nichts zu bemängeln habe.


Fazit

Das Buch eignet sich wirklich sehr gut für den Englischunterricht, da den Schülern so nicht nur die englische Sprache ein bisschen nähergebracht wird, sondern auch, weil die Thematik so unfassbar wichtig und feinfühlig überbracht wurde.

Beinahe ganz am Ende ist mir übrigens noch ein Zitat von Prof. Dr. Christopher Ribbat ins Auge gefallen:

„It’s a novel that’s entertaining and political at the same time. And that I think, is a really spectacular feat.“

Seite 368

Das kann ich so unterschreiben. Also bitte, bitte, bitte, lest das Buch – nur eben nicht in der gekürzten Ausgabe.


Meine Bewertung

Gestaltung: 2/5 ⭐

Erzählstil: 3,5/5 ⭐

Handlung: 4/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐


Gesamt: 3,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Rezension: »Fame Junkies« von Morton Rhue

Dieses Buch hätte ich mir wahrscheinlich niemals selbst gekauft, aber als ich es im Rahmen eines Büchertausches angeboten bekommen hab, konnte ich einfach nicht widerstehen! Das lag eigentlich nicht mal daran, dass ich den Klappentext so mega interessant fand, sondern eher daran, dass ich von dem Autor schon immer gerne „Die Welle“ lesen wollte und mir dachte, ich kann es auch erst mit einem anderen Buch von ihm versuchen. Also hab ich mich für dieses Buch entschieden und – ach, schaut selbst, wie es mir gefallen hat.


Inhalt

Was ist, wenn ich dir sage, dass ich mal berühmt war? Dass ich auf der Straße erkannt wurde? Dass ich zu Talkshows eingeladen wurde? Dass mir eine Zeit lang auf Schritt und Tritt Paparazzi folgten?

Dass sich alles nur um mich drehte – mich – mich. Kannst du dir das vorstellen?

Klar kannst du das. Bloß hat das, was du dir vorstellst, leider überhaupt nichts mit der Realität zu tun.


Allgemeine Informationen

Titel: Fame Junkies

Autor: Morton Rhue

Genre: Young Adult

Format: Taschenbuch

Seiten: 307

Verlag: Ravensburger

gelesen: 21.02.20 bis 24.02.20


Über den Autor

Morton Rhue wurde 1950 in New York City geboren und wuchs in Long Island auf. Nach seinem Studium arbeitete er vornehmlich als Journalist. Heute widmet er sich fast ausschließlich seiner schriftstellerischen Tätigkeit, neben Lesungen und Workshops in Schulen.

Rhue schrieb zahlreiche Kinder- und Jugendromane und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet. „Die Welle“ war sein erster in Deutschland veröffentlichter Roman, der in den vergangenen Jahrzehnten Millionen Leser bewegt hat, und 2007 als Graphic Novel erschienen ist.

Seine Romane schockieren und berühren gleichermaßen durch ihren ungeschminkten Blick auf die amerikanische Wirklichkeit und ihre direkte Sprache. Wenn Morton Rhue nicht liest oder schreibt, reist er gerne – besonders mit seinem Surfboard im Gepäck.


Meine Meinung

Das Cover

Wahrscheinlich hätte mich das Cover in einer Buchhandlung überhaupt nicht angesprochen. Ich bin kein Fan von Personen auf Büchern, obwohl ich schon zugeben muss, dass es in diesem Fall sehr gut zur Geschichte passt.

Trotzdem sieht es einfach nicht sehr ansprechend aus, was auch an der Schrift liegt, wodurch das Buch einfach viel mehr nach einer Schullektüre aussieht.

„Es gibt eben Dinge, die man tun muss, wenn man Karriere machen will. Sonst tut sie nämlich jemand anders und man selbst guckt in die Röhre.“

Seite 28

Der Erzählstil

Anfangs kam ich noch nicht ganz so gut mit Morton Rhues Schreibstil klar, aber das ging nach ein paar Kapiteln schnell vorüber. Dafür hat mich aber das ganze Buch über gestört, dass die Kapitel so dermaßen kurz gehalten sind und ich somit nie wirklich in einen rechten Lesefluss gekommen bin.

Später wurden die Kapitel dann aber länger und ich war zwischendurch so gefesselt von der Geschichte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich bin quasi nur so durch die Seiten geflogen und war mehr als erstaunt, als ich schon die letzte Seite in der Hand hatte und das Buch durch war. Wäre das von Anfang an so gewesen, hätte es mir natürlich besser gefallen.

„Wer oder was entscheidet, wer berühmt wird und wer nicht? Der Zufall, dass jemand zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist? Die Medien, die jemanden hypen, um eine Story zu haben? Oder die Masse der Normalos, die einen aus ihren eigenen Reihen quasi stellvertretend für sich selbst auf den Sockel heben?“

Seite 41

Das Buch spielt in mehreren Zeiten gleichzeitig. Einmal in der Zeit, als die Protagonistin Jamie anfing, berühmt zu werden, dann in der Zukunft, außerdem in der Gegenwart, aus der Sicht eines Polizisten, und zusätzlich gibt es immer noch ein paar Zeitungsartikel und Fanpost dazwischen. Von wem, werde ich hier nicht verraten.

„Letzten endes geht es im Leben nur darum, wen man kennt.“

Seite 78

Diese vielen Zeitwechsel haben mich besonders am Anfang ziemlich heftig irritiert und ich hatte das Gefühl, einfach nicht mehr mitzukommen. Glücklicherweise bin ich aber so ab der Hälfte in den bereits erwähnten Lesefluss gefallen und bin da auch besser klargekommen.

„Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Seite 57

Die Handlung

Hier kann ich nicht nur von einem einzelnen Handlungsstrang erzählen, obwohl natürlich alle Ereignisse, ob sie jetzt in der Gegenwart, der Zukunft oder in der Vergangenheit geschehen, irgendwie miteinander zusammenhängen. Zuerst habe ich diese Zusammenhänge noch nicht gekannt und musste wirklich grübeln, wie das alles wohl zusammenpassen würde. Ich hatte schon die Vermutung, was die Kapitel aus der Zukunft bedeuten, und die hat sich letztlich auch leider bewahrheitet. Auch bei den Fan-Briefen hatte ich zumindest teilweise die richtige Vermutung, wobei besonders in dieser Sache noch mal eine ziemlich unerwartete Wendung kam, die mich von den Socken gehauen hat.

„Ich bin nichts weiter als ein Mädchen mit einer Kamera, das in einer Fantasiewelt lebt. Aber weißt du was? Alle anderen leben auch darin.“

Seite 122

Ich glaube, dass Morton Rhue das ganze Thema mit dem Berühmtsein und den Schattenseiten davon ganz gut aufgegriffen hat, denn man hört und liest in den Medien immer wieder von Menschen, die von ihrem ursprünglichen Weg abdriften und sich damit ihr ganzes Leben versauen. Auch stimmt es, dass einige Schauspieler mal ganz groß waren und urplötzlich, sobald es andere beliebte Schauspieler in ihrem Alter gibt, einfach von der Bildfläche verschwinden.

In vielen Rezensionen, die ich zuvor über das Buch gelesen habe, heißt es außerdem, dass alles einfach nur übertrieben dargestellt wurde, aber da bin ich anderer Meinung. Klar, es ist ungewöhnlich, wenn ein fünfzehnjähriges Mädchen aus der 10. Klasse durch einen Schnappschuss zur „jüngsten Paparazza New Yorks“ wird und mehrere Zeitungsartikel über sie geschrieben werden, aber andererseits auch gar nicht soooo unwahrscheinlich. Wer weiß denn schon genau, ob es nicht tatsächlich mal so passieren könnte, zumal Jamie in der Geschichte ja auch die richtigen Beziehungen hat, um sich bis nach ganz oben vorzuarbeiten.

„Kein Mensch sollte Tag für Tag um sein Leben fürchten müssen, nur weil er etwas Außergewöhnliches geleistet hat und dadurch berühmt wurde.“

Seite 184

Die Charaktere

Jamie Gordon ist eine wirklich coole Protagonistin gewesen, obwohl ich ihren Wahn für Promis nicht ganz nachvollziehen konnte, weil ich nie so interessiert in alle möglichen Stars war. Klar, ich kenne ein paar Sänger, die immer wieder in den Charts auftauchen, und auch die berühmtesten Schauspieler sind mir aus diversen Filmen und Zeitschriften bekannt, aber sonst? Na ja, Jamie hat auf jeden Fall ein großes Talent dafür, im richtigen Moment abzudrücken (auf ihrer Kamera meine ich!) und mit ihren Bildern zu einer Menge Geld zu kommen.

„Letztlich zählte doch nur, ob jemand ein guter oder ein schlechter Mensch war, ob er liebte und ob er geliebt wurde.“

Seite 305

Avery bzw. Avy war mir auch von Anfang an sympathisch. Er ist Jamie wirklich immer ein guter Freund gewesen, aber irgendwann hat er sich einfach so sehr in seinen Zorn gegen seine Eltern hineingesteigert, dass sein Hirn wahrscheinlich komplett durchgebrannt ist. Er hatte immer den großen Traum, ein Schauspieler zu werden und hat dafür wirklich einiges getan, aber wie es letztlich ausgegangen ist, war teilweise schon vorherzusehen. Trotzdem hat es mich schrecklich traurig gemacht, von seinem Schicksal zu lesen.

Was Nasim angeht, hatte ich die ganze Zeit über das Gefühl, dass das zwischen Jamie und ihm nicht mehr lange von Dauer sein kann. Ich werde nicht verraten, ob sie hinterher noch zusammen sind oder nicht, aber ich kann zumindest sagen, dass die Interessen von den beiden wie Gegensätze sind, und Jamie liebt ihn wirklich ungeheuerlich. Nasim konnte ich jedoch von Anfang an besser verstehen als Jamie, weil er sich einfach nicht für die Promiwelt interessiert und ich mich deshalb warhscheinlich auch besser mit ihm identifizieren kann.

„Prominente zu erkennen, heißt nicht, dass man selbst einer sein möchte. Und man sollte sich nicht darüber definieren, ob der Türsteher eines Clubs weiß, wer man ist. Wichtig ist vor allem, dass man selbst weiß, wer man ist.“

Seite 289

Fazit

„Fame Junkies“ ist ein wirklich gelungenes Buch, das besonders Menschen, die sich bisher noch nicht so mit den Tücken der Berühmheit auseinandergesetzt haben und immer nur den äußeren, guten Schein sehen oder sehen wollen, aufzuwecken vermag. Auch kann ich das Buch als Schullektüre empfehlen, da sicherlich einige interessante Diskussionen darüber auftreten können.


Meine Bewertung

Cover: 3,5/5 ⭐

Erzählstil: 3,5/5 ⭐

Handlung: 4,5/5 ⭐

Charaktere: 4,5/5 ⭐


Gesamt: 4/5 ⭐


Lest ihr zwischendurch auch Bücher, die ihr unter normalen Umständen nicht mal in die Hand genommen hättet?

Viele Grüße,

Lara

Rezension: »Biss zum Ende der Nacht« von Stephenie Meyer

Endlich, endlich, endlich habe ich jetzt auch mal die Twilight-Saga durchgelesen! Die Filme kannte ich bestimmt schon zwei oder drei Jahre, bevor ich den ersten Teil gelesen habe, und danach habe ich noch mal ungefähr ein Jahr gebraucht, um mir auch die Folgebände zuzulegen. Und die habe ich dann tatsächlich allesamt im Januar 2020 gelesen, ungefähr ein halbes Jahr später xD. Tja, wie das so ist, wenn man zu viele Bücher auf dem SuB hat, die man alle gleich gerne lesen möchte …

Bei dem Buch handelt es sich um den finalen Band der Twilight-Saga, weshalb in der Rezension Spoiler zu den vorherigen Bänden auftauchen.

Zur Rezension von Band 2

Zur Rezension von Band 3


Inhalt

Wenn man von dem getötet wird, den man liebt, hat man keine Wahl. Wie kann man fliehen, wie kämpfen, wenn man damit dem Geliebten wehtun würde? Wenn das eigene Leben das Einzige ist, was man dem Liebsten geben kann, wie kann man es ihm dann verweigern?

Auszug aus „Biss zum Ende der Nacht“ von Stephenie Meyer

Ein Jahr voller Glück, aber auch voller Schmerz liegt hinter Bella. Ein Jahr, in dem sie fast zerbrochen wäre, weil ihre Leidenschaft für Edward und ihre innige Freundschaft zu Jacob einfach unvereinbar sind. Aber nun ist ihre Entscheidung gefallen. Unwiderruflich. Auch wenn sie für alle verheerende Folgen haben könnte …


Allgemeine Informationen

Titel: Biss zum Ende der Nacht

Autorin: Stephenie Meyer

Genre: Urban Fantasy

Format: Taschenbuch

Seiten: 789

Verlag: Carlsen

Reihe / Band: Twilight-Saga / Band 4

gelesen: 26.01.20 bis 31.01.20


Über die Autorin

Stephenie Meyer wurde 1973 geboren und lebt mit ihrem Mann und drei Sohnen in Arizona, USA. Ihr Debütroman „Biss zum Morgengrauen“ wurde aus dem Stand zum Bestseller und in 34 Länder verkauft. Mehr zu Stephenie Meyer unter http://www.stepheniemeyer.com.


Meine Meinung

Das Cover

Wie schon bei allen Covern der Reihe kann ich auch hier nur wiederholen, wie schön ich es finde. Der 3D-Effekt ist etwas Besonderes und macht sich so schön im Regal und auf Fotos! Bei diesem Cover kann ich sogar sagen, dass ich den Sinn hinter dem Diamanten, der unter dem Titel abgedruckt ist, teilweise verstehe. Er könnte mehrere Bedeutungen haben, die ich aber nicht näher ausführen möchte, weil ich dann spoilern würde.


Der Erzählstil

Ich mag Stephenie Meyers Erzählstil sehr gerne. Es gibt nicht zu viele Dialoge, und es geht sehr tief in Bellas (und Jacobs) Gedanken rein. Als Leserin konnte ich Bella und Jacob in diesem Band also wieder vollends nachvollziehen, die ja beide als Hauptcharaktere in dem Buch fungieren, da aus ihrer beider Sicht geschrieben wird.

„Nur was wir wissen, ist sicher. Nur was wir wissen, können wir hinnehmen. Das Unbekannte ist … eine Schwachstelle.“

„Biss zum Ende der Nacht“ von Stephenie Meyer, Seite 750

Die Handlung

Hier habe ich wirklich fast gar nichts auszusetzen. Ich fand es sehr gut umgesetzt, wie die Dinge alle auf das Finale hinauslaufen, kann jedoch auch verstehen, weshalb das Buch in zwei Verfilmungen aufgeteilt wurde, da es mit der Zeit auch wirklich schleppend voranging, bis es dann wieder besser wurde.

Alles wurde sehr gut durchdacht (zumindest kommt es mir so vor) und ich finde, auch die unerwarteten Wendungen und das große Finale der Twilight-Saga ganz am Ende wurden wirklich fantastisch umgesetzt. Plötzlich hat alles einen Sinn ergeben, was vorher noch unklar war, und jede einzelne Handlung, jede Aktion, ist auf das hinausgelaufen, was dann auch passiert ist.


Die Charaktere

Bella fand ich in diesem Teil weniger nervig und viel selbstbewusster als zuvor. Das könnte natürlich auch an dem liegen, was mit ihr passiert (nein, ich verrate nicht, was es ist, falls ihr die Reihe noch nicht kennt!).

Edward war auch nicht so ein Waschlappen wie in den vorherigen Büchern (tut mir leid, aber so hab ich ihn nun mal wahrgenommen xd). Ich konnte alle seine Beweggründe verstehen, wodurch er endlich mal authentischer wurde, obwohl er natürlich immer noch der sanftmütige Vampir war, der Bella über alles liebt.

Jacob konnte ich durch den Teil, in dem aus seiner Sicht erzählt wurde, auch viel besser verstehen. Seine Handlungen waren alle nachvollziehbar, man hat endlich mehr über das Rudel erfahren, und seine sozialen Kontakte besser kennengelernt.

Genau wie alle anderen hat Renesmee auch mich völlig in ihren Bann gezogen. Ich werde hier nicht verraten, wer Renesmee ist, aber sie ist einfach liebreizend gewesen und konnte mich von vornherein für sich gewinnen. Ich kann auf jeden Fall verstehen, was alle Vampire an ihr so finden.

Die Volturi blieben natürlich die Bösen in diesem Buch. Zwar konnte ich jetzt auch nachvollziehen, weshalb sie so handeln, aber das heißt natürlich trotzdem nicht, dass es richtig ist.


Fazit

„Biss zum Ende der Nacht“ ist ein würdiges Finale der Twilight-Saga, wenn es auch zwischendurch ein bisschen schleppend voranging. Es war aber auch wirklich spannend und einfach großartig geschrieben.


Meine Bewertung

Cover: 4,5/5 ⭐

Erzählstil: 5/5 ⭐

Handlung: 4/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐


Gesamt: 4,5/5 ⭐


Habt ihr die Twilight-Saga gelesen oder gesehen? Was findet ihr besser, Filme oder Bücher?

Eure Lara