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Rezension: »Die Chemie des Todes« von Simon Beckett

Hallöchen ihr Lieben!

Es war eher eine spontane Entscheidung, mit dem Hörbuch zu „Die Chemie des Todes“ anzufangen, aber ich kann euch sagen: Es hat sich gelohnt und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen!


Inhalt

»DIE CHEMIE DES TODES ist auf jeden Fall der beste Thriller, den ich in diesem Jahr gelesen habe. Ich konnte ihn nicht mehr aus der Hand legen.«

Tess Gerritsen

David Hunter war der beste forensische Anthropologe Englands, bis ein tragischer Unfall sein Leben für immer veränderte. Aber der Tod lässt David einfach keinen Frieden …

»Ich fand DIE CHEMIE DES TODES einfach überwältigend gut – und so wunderbar unheimlich …«

Mo Hayder

Bibliografie

Titel: Die Chemie des Todes
Autor: Simon Beckett
Übersetzung: Andree Hesse
Sprecher: Johannes Steck
Genre: Thriller
Format: Hörbuch
Dauer: ca. 10 Std. 55 Min.
Verlag: Audiobuch Verlag OHG
Reihe: David Hunter / Bd. 1
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Der Klappentext ist eher weniger aussagekräftig, weshalb ich für euch einfach noch mal kurz zusammenfasse, worum es tatsächlich in dem Buch geht:

David Hunter zieht in das englische Dorf Manham weit ab vom Schuss, um seiner schrecklichen Vergangenheit zu entfliehen und arbeitet dort von nun an als Dorfarzt. Doch es kommt, wie es kommen musste: Innerhalb kurzer Zeit werden zwei Frauen brutal zugerichtet und tot im Wald gefunden, wobei der Täter eine morbide Faszination für tote Tiere zur Schau stellt. Die Morde stellen sowohl David Hunter als ehemaligen forensischen Anthropologen als auch die örtliche Polizei vor ein Rätsel, das es zu lösen gilt, bevor der Täter sein neues Opfer auswählt.

Simon Becketts Schreibstil ist wirklich großartig – flüssig und einfach zu folgen, während der Erzählstil von Sprecher Johannes Steck noch den besonderen Touch hinzubringt, der das Buch zu einem einmaligen Hörerlebnis macht.

Durch die Ich-Perspektive fühlt man sich sofort mit David verbunden und versucht ebenso verzweifelt zu ergründen, wer denn jetzt der Täter ist. Gleichzeitig bleibt aber auch Davids Privatleben nicht auf der Strecke, was einen tieferen Einblick in seinen Charakter gibt als bei anderen Thrillern.

Zwischendurch gab es auch Passagen, in denen aus der Sicht des derzeitigen oder zukünftigen Opfers erzählt wird. Dadurch wurde Spannung aufgebaut und man hat ein paar zusätzliche Informationen erhalten, die David verwehrt geblieben sind. Manchmal gab es auch kleine Andeutungen á la „Erst später sollte ihm klarwerden …“, die die Spannung nochmals gesteigert haben.

Manham ist ein gut gewähltes Setting für die Geschichte, da das Dorf tatsächlich dem typischen Dorf entspricht: ruhig, jeder kennt jeden und Neuankömmlinge werden als Außenseiter betrachtet. Dabei unterscheiden sich aber auch noch die Persönlichkeiten der einzelnen Bewohner, was sehr realistisch wirkte und somit noch beeindruckender war.

Durch Davids Vergangenheit als forensischer Anthropologe gab es außerdem viel Input aus diesem Bereich der Forensik. So erfährt man Genaueres über die unterschiedlichen Stadien der Verwesung eines toten Menschen und welche Faktoren mit in diese „Chemie des Todes“ einspielen – wie beispielsweise das Wetter.

Zeitweise hatte ich schon die richtige Vermutung, wer der Täter ist, doch diese wurde dann relativ schnell wieder abgelöst von einer anderen. Die Auflösung kam jedoch trotzdem sehr überraschend, und gerade was Jenny angeht, weiß man erst ganz zum Schluss, was los ist. Mehr sage ich dazu nicht, um nicht zu spoilern, so leid es mir tut.


Fazit

„Die Chemie des Todes“ ist ein großartiger Thriller, der mit morbiden Informationen und einer großen Portion Spannung um sich wirft, weshalb ich kaum aufhören konnte, bis das Buch beendet war.

Rezension: »Die Verratenen« von Ursula Poznanski

Hallöle ihr Lieben!

Ich habe ja schon des Öfteren hier erwähnt, dass ich in letzter Zeit sehr gerne Dystopien lese (und auch schaue), weshalb ich auch schon zu einer weiteren gegriffen habe, dieses Mal zum ersten Teil der Eleria-Trilogie von Ursula Poznanski, die ganz nebenbei eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist. Bisher hat mir keins ihrer Bücher nicht gefallen (nur Thalamus fand ich eher mittelmäßig, es war aber trotzdem nicht schlecht), also war ich sehr gespannt auf dieses Buch …


Inhalt

Vertraue niemandem. Denn jemand will deinen Tod. Es könnte jeder sein.

Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint. Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit. Doch plötzlich sind sie auf der Flucht, verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert.

Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlichen gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Aber sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.


Bibliografie

Titel: Die Verratenen
Autorin: Ursula Poznanski
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 461
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7546-8
Reihe: Eleria-Trilogie / Bd. 1
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

„Die Verratenen“ ist der Auftakt der Eleria-Trilogie von Ursula Poznanski, und die Reihe lag schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Unter anderem, weil ich die Bücher von der Autorin so gut finde und mich das Thema sofort angesprochen hat.

Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist wie immer grandios und einfach sowie flüssig zu lesen. Ihre Wortwahl hat perfekt zur Geschichte sowie dem Setting gepasst, das übrigens richtig gut gewählt wurde. Die futuristische Welt, die Ursula Poznanski geschaffen hat, mit ihrem Sphärenbund und den „Prims“, den Außenbewohnern, ist einfach sehr gut ausgearbeitet, wodurch keine Lücken oder Logikfehler vorhanden sind.

Am Anfang war es allerdings schon ein bisschen verwirrend, weil man sich erst noch in der Welt von Ria, Aureljo, Tomma und Co. zurechtfinden musste. Da wurde man quasi unvorbereitet in die Geschichte geworfen und musste sich alles selbst zusammenreimen, wobei das an sich gar nicht mal soo schlecht war. Ein bisschen das Gehirn anstrengen und so. Na ja, trotzdem wäre es ganz schön gewesen, ein bisschen mehr erklärt zu bekommen – beispielsweise habe ich erst ab der Hälfte verstanden, was genau ein Vitro ist, aber was es mit den Abstammungsklassen auf sich hat, habe ich mir immer noch nicht ganz zusammengereimt. Es blieben also durchaus ein paar offene Fragen, die hoffentlich in den nächsten zwei Teilen beantwortet werden.

Die Charaktere waren bis auf Ria selbst eher oberflächlich ausgearbeitet, was aber gar nicht mal so schlimm war. Schließlich sollte man sich als Leser selbst Gedanken darum machen, wer jetzt der Verräter in der Gruppe bestehend aus Ria, Aureljo, Tomma, Dantorian, Tycho und Fleming ist. Tatsächlich habe ich auch durchgängig damit gerechnet, dass eine bestimmte Person der Verräter ist, aber letztendlich war es dennoch jemand anderes.

Ria selbst war mir sympathisch, auch wenn ich ihr Verhalten gegenüber Tomma oft grenzwertig und nicht sonderlich einfühlsam fand. Aber das lag eben auch an ihrer Erziehung. Tomma war mir eher so semi-sympathisch, während ich Aureljo überhaupt nicht mochte. Tycho fand ich cool, er erinnert mich ein bisschen an Luc aus der Lux-Reihe. Was Dantorian und Fleming angeht, habe ich die beiden nie so richtig durchschauen können, vielleicht erfahren wir ja in den nächsten zwei Teilen noch ein bisschen was über sie.

Die Gefühle von Ria waren sehr bildlich beschrieben und somit auch nachvollziehbar, insbesondere, weil man wusste, wie sie aufgewachsen ist. Die Beziehung zwischen Ria und Aureljo hat wenig Platz eingenommen, obwohl sie auf jeden Fall vorhanden war – allerdings habe ich nicht ganz verstanden, weshalb die beiden ein Paar sind, weil da eben so wenig drüber geschrieben wurde.

Ich würde nicht behaupten, das Buch sei super spannend gewesen, weil das nicht so ganz stimmt. Ich finde, „interessant“ trifft es eher. Oder auch „faszinierend“. Die Spannung selbst war irgendwie unterdrückt, als wolle sie nicht ganz an die Oberfläche treten, und so hat das ganze Drumherum viel mehr ausgemacht als in anderen Büchern. Das fand ich wirklich gut von der Umsetzung her, da mir die Spannung auch gar nicht gefehlt hat. Trotzdem war es auch mal möglich, das Buch ein-zwei Stunden aus der Hand zu legen oder womöglich sogar noch länger.


Fazit

Der Auftakt der Eleria-Trilogie ist wirklich gut, wenn auch nicht überragend. Ich mochte es sehr, in die Geschichte abzutauchen und diese neue Welt zu erkunden, aber komplett packen konnte sie mich nicht. Ich freue mich aber trotzdem sehr auf den zweiten Band, weil am Ende etwas passiert ist, das mich neugierig auf mehr macht.

Rezension: »Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Eisiges Schweigen« von Erin Hunter

Hallöle ihr Lieben!

Das 100. Buch im Jahr 2020 ist gelesen und damit habe ich meine Goodreads Challenge geschafft!!! Ich kann es selbst gar nicht glauben, dass ich dieses Jahr so unglaublich viel gelesen habe – die Corona-Pandemie hatte da mit Sicherheit auch ein bisschen Schuld dran. Jetzt aber zur Rezension, ich hoffe, sie gefällt euch!


Inhalt

»Als er ein Leben verlor, hat der Geist einer anderen Katze seinen Körper gestohlen. Brombeerstern kann nicht mehr zurück.«

Endlich ist der Mondsee aufgetaut – der SternenClan jedoch hüllt sich weiterhin in eisiges Schweigen. Und der einst so gütige DonnerClan-Anführer Brombeerstern verhält sich merkwürdig: Streng kontrolliert er seinen Clan und die junge Kriegerin Stachelfrost soll ihm als seine Spionin Gesetzesverstöße melden. Es kommt zu einem Eklat unter den Clans. Nur der WolkenClan-Schüler Wurzelpfote ahnt, dass sich ein Betrüger eingeschlichen hat, während Brombeersterns Geist verzweifelt im Wald umherwandelt.


Bibliografie

Titel: Warrior Cats. Das gebrochene Gesetz – Eisiges Schweigen
Autorinnen: Erin Hunter
Übersetzung: Anja Hansen-Schmidt
Genre: Fantasy
Format: Hardcover
Seiten: 377
Verlag: Beltz & Gelberg
ISBN: 978-3-407-75582-7
Reihe: Warrior Cats / St. 7 / Bd. 2
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Ich finde es schwierig, meine Meinung zu diesem Buch hier aufzuschreiben, weil ich doch arg enttäuscht wurde. Normalerweise macht es mir Spaß, mal so richtig Dampf abzulassen, wenn ich ein Buch gelesen habe, das mir nicht so gefallen hat (kritisiert mich nicht dafür, manchmal braucht man sowas eben), aber hier tut es mir beinahe in der Seele weh. Womit ich nicht behaupten will, dass das Buch schlecht ist! Am besten lest ihr euch die Rezension komplett durch um zu verstehen, was genau ich meine.

Also, zuerst einmal spoilert der Klappentext im Grunde genommen schon die gesamte Story. Hätte der Verlag das anders gemacht und nicht erwähnt, dass in Brombeersterns Körper ein Betrüger steckt, hätte das eine Menge Frustration beim Lesen erspart. Wobei, das stimmt nicht. Auch die Autorinnen hätten den Prolog anders gestalten müssen, denn auch darin wird sofort erklärt, dass Brombeerstern einem Betrüger zum Opfer gefallen ist. Das hat leider die Spannung für beinahe das gesamte Buch zerstört.

Trotzdem finde ich das Buch nicht schlecht. Klar, die ersten zwei Drittel waren teilweise recht langatmig und nicht sonderlich spannend zu lesen, aber die Geschichte ist wirklich locker-flockig wegzulesen und der Schreibstil macht auch einfach Spaß.

Dennoch passiert insgesamt seeehr wenig während der knapp 380 Seiten. Erst im letzten Drittel, als Schattenpfote (später Schattenhelle) endlich erkennt, was es mit seinen Visionen auf sich hat, nimmt die ganze Geschichte an Fahrt auf. Auf einmal rebellieren Katzen, es kommt zu geheimen Plänen, und so weiter und so fort. In diesem letzten Teil konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Die Gefühle der Charaktere wurden ebenfalls sehr gut und anschaulich rübergebracht, wenn auch nicht immer hundertprozentig nachvollziehbar. So hätte ich beispielsweise in vielen Situationen komplett anders gehandelt, was mich wieder ein bisschen frustriert hat, aber das hat sicherlich auch mit den Persönlichkeiten der Charaktere zu tun.

Schattenhelle, Wurzelpfote und Stachelfrost sind nämlich ziemlich coole Protagonisten und ich habe sie schon tausendmal lieber gewonnen als Zweigast in der letzten Staffel. Aber das heißt nicht viel, denn Zweigast mochte ich nie so richtig. Nun gut, auf jeden Fall sind sie ziemlich gut ausgearbeitet, ihre Handlungen werden größtenteils begründet erklärt, und sie handeln auch ihrem Alter entsprechend, denn alle drei sind noch sehr jung und damit auch eher unerfahren.

Ach ja, das hätte ich eigentlich schon eher schreiben wollen, aber egal, dann schließe ich eben mit etwas Negativem ab. Ihr wisst ja jetzt zumindest, dass das Buch an sich nicht schlecht ist, ich nur ein paar Probleme damit hatte. Also, die Geschichte war für mich schon recht vorhersehbar. Und das bedeutet nicht, dass sie für jede Person vorhersehbar ist, denn ich habe von mehreren gehört, die überhaupt keine Ahnung hatten, was da so abgeht. Ich aber leider schon. Na gut, die Sache mit Schattenhelles Visionen hat wohl so gut wie jeder recht früh durchschaut, und dafür hat es doch arg lange gebraucht, bis er selbst auch mal dahinter gekommen ist. Aber das meine ich gar nicht, denn ich bin mir zu 90% sicher, wer der Betrüger ist, der Brombeersterns Körper gestohlen hat. Wenn das am Ende tatsächlich stimmen sollte, verliere ich die Hoffnung an die Erins – ihre Bücher würde ich aber trotzdem noch weiterhin kaufen und durchsuchten, egal wie schlecht.

Okay, genug ausgeschweift. An sich gab es in der Geschichte keine Logikfehler. Nur, wenn sich mein Verdacht, was den Betrüger angeht, bewahrheitet, hätte ich einen gefunden. Aber das kann ich natürlich erst dann beurteilen, wenn aufgelöst wird, wer der Betrüger ist. Und das wird hoffentlich nicht mehr die gesamte Staffel dauern. Statt Logikfehlern gab es allerdings wieder ein paar Vertauschungen von Charakteren und teilweise wurden die Namen verwechselt – so wurde aus Tigerstern plötzlich Tigerherz, was sein Kriegername gewesen ist. Wenigstens hielten sich diese Fehler aber noch in Grenzen, nicht so wie in der sechsten Staffel.

Das Ende hat mich leider recht enttäuscht zurückgelassen, obwohl es zugegeben ein richtig, richtig fieser Cliffhanger war. Im Grunde genommen ein klarer Schnitt mitten an einem Punkt, an dem sich die Spannung gerade zum Höhepunkt zugespitzt hat. Tja. Ich hätte aber wenigstens erwartet, dass man erfährt, wie die anderen Clans so reagieren – und DANN den Cliffhanger. Aber ich bin schließlich nicht die Autorin der Bücher (schade, eigentlich), weshalb ich nicht weiß, was sie sich dabei gedacht haben.


Fazit

Der zweite Teil der siebten „Warrior Cats“-Staffel ist keinesfalls schlecht, aber auch nicht so gut wie der vorherige Band. Eigentlich wäre er gar nicht zwingend für die Reihe notwendig gewesen, das hätte vermutlich auch gut noch in den vorherigen und den danachfolgenden Teil aufgeteilt werden können. Aber ich will nicht zu lange herumphilosophieren, was ich als Autorin anders gemacht hätte, weil es das Buch ja schon gibt, wie es eben ist. Aus dem Grund liegt meine Bewertung in der goldenen Mitte:

Rezension: »Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken« von John Green

Hey alle zusammen!

Eigentlich wollte ich die Rezension schon viel eher schreiben, aber irgendwie ging bei mir alles drunter und drüber und ich bin gar nicht dazu gekommen … Dafür gibt es sie jetzt, nachdem ich die Geschichte ein bisschen sacken gelassen habe, vielleicht ja auch nicht allzu schlecht.


Inhalt

Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliadär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt zwanghaft beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Sie versucht Mut zu beweisen und überwindet durch Daisy nicht nur kleine Hindernisse, sondern auch große Gegensätze, die sie von anderen Menschen trennen. Für Aza wird es ein großes Abenteuer und eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale, der sie zu entkommen versucht.


Bibliografie

Titel: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
Autor: John Green
Übersetzung: Sophie Zeitz
Genre: Young Adult
Format: Taschenbuch
Seiten: 320
Verlag: dtv (Reihe Hanser)
ISBN: 978-3-423-62701-6
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Anfangs war ich noch nicht wirklich überzeugt von der Handlung des Buches. Die Storyline kam mir sehr willkürlich vor, und alles wirkte gewollt – als gäbe es dort keinen richtigen Handlungsspielraum. Der Fokus liegt eindeutig auf der Protagonistin Aza, wodurch die anderen Handlungsstränge sehr in den Hintergrund gekehrt und beinahe vergessen werden, bis hin und wieder mal eine Bemerkung über dieses und jenes Problem fällt. Bis auf Aza waren die Charaktere auch überhaupt nicht tiefgründig ausgearbeitet, alles blieb auf einer oberflächlichen Ebene.

Leider waren mir die Charaktere dadurch auch überhaupt nicht sympathisch. Allerdings kann das nicht nur daran gelegen haben, dass bis auf Aza kein Charakter mehr Tiefe bekommen hat, weil ich Aza selbst am unsympathischsten fand. Das liegt nicht daran, dass sie eine Angststörung hat, sondern einfach daran, dass sie unfassbar rücksichtslos gegenüber ihren Mitmenschen ist. Sie schmeißt mit Worten um sich, die alle um sie herum verletzen, ohne, dass sie etwas bemerkt, und dann macht sie alle anderen verantwortlich für Dinge, die eigentlich ihr zuzuschreiben sind. So etwas basiert eben immer auf Gegenseitigkeit, wovon Aza aber scheinbar noch nie etwas gehört hat.

Wenn man sich mit Star Wars nicht auskennt, kann man einen Großteil der Geschichte auch einfach überspringen. Ich kenne zumindest die Grundlagen, weshalb ich nicht komplett aufgeschmissen war, aber die Dialoge mit Daisy fand ich einfach nur stinklangweilig und hätte am liebsten einfach weitergeblättert.

Generell waren die Dialoge für meinen Geschmack doch arg unrealistisch. So, wie die Charaktere in dem Buch gesprochen haben, spricht niemand. Wirklich, niemand. Zumindest nicht in dem Alter.

Dennoch wurde Azas Psychose sehr anschaulich dargestellt und packend beschrieben. Ihre Gedanken, beziehungsweise ihre Gedankenspiralen, waren zumindest zum Großteil nachvollziehbar, wenn auch nicht absolut verständlich. Das kann aber auch nicht vorausgesetzt werden, weil Menschen, die noch nie mit solch einer Angststörung zu kämpfen hatten, sich nicht in diese Situation hineinversetzen können.

John Greens Schreibstil hat das ganze dann noch ein bisschen aufgelockert, da er sehr detaillierte Beschreibungen geliefert hat, die das Verständnis der Geschichte gestärkt haben.

Es gibt allerdings kein richtiges Ende, zumindets meiner Meinung nach. Im Grunde genommen ist am Ende wieder alles so, wie es am Anfang war – Aza hat nicht viele Fortschritte mit ihrer Krankheit gemacht und sie macht einfach weiter wie bisher. Natürlich gibt es nicht immer ein Happy End im Leben, aber ich denke, dass so etwas gerade Leser, die selbst unter einer solchen Angststörung leiden, derartig triggern könnte, dass auch ihr Genesungsfortschritt zumindest teilweise wieder zerstört wird. Das stimmt zwar vermutlich nicht mit jeder Person überein, aber ich denke schon, dass es einige gibt, die nach Beenden des Buches so empfinden könnten, als würde eine Therapie doch sowieso nichts nützen. Aus dem Grund wäre eine Triggerwarnung auf jeden Fall angebracht gewesen.


Fazit

„Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ ist ein gut geschriebenes Jugendbuch, das eine sehr wichtige Thematik behandelt, die sehr anschaulich dargestellt wurde. Der Fokus liegt auf der Psychose der Protagonistin, wodurch allerdings die Hintergrundgeschehnisse sehr in den Hintergrund treten und keine große Aufmerksamkeit bekommen. Auch gibt es von meiner Seite aus eine Triggerwarnung, da diese eindeutig in das Buch gehört hätte.

Rezension: »Märchenfluch – Der Kuss der Wahrheit« von Claudia Siegmann

Hallöchen ihr Lieben!

Tja, und schon habe ich auch den dritten und letzten Teil der Märchenfluch-Reihe von Claudia Siegmann beendet. Um ganz ehrlich zu sein, hab ich mir allerdings etwas mehr davon erhofft … Aber lest selbst, wie es mir gefallen hat.


Inhalt

Eigentlich könnten Flo und die anderen Märchennachfahren aufatmen: Schließlich haben sie ihre gefährlichste Feindin besiegt, die böse Fee Invidia. Doch die Herrscher über die Märchengemeinschaft haben große Pläne für Flo, die ihr Leben ins Chaos stürzen: Ausgerechnet sie soll die neue dreizehnte Fee werden und damit Unsterblichkeit erlangen. Ein Schicksal, das sie unwiederbringlich von allen Sterblichen trennen würde – nicht zuletzt von ihrem Freund Hektor und ihrer Schwester Vicky. Zu allem Überfluss scheint jemand den Märchenagenten Fallen zu stellen. Jemand, dem Flo mehr als jedem anderen vertraut hat …


Bibliografie

Titel: Märchenfluch – Der Kuss der Wahrheit
Autorin: Claudia Siegmann
Sprecherin: Katja Sallay
Genre: Fantasy
Format: Hörbuch
Dauer: 8 Std. 34 Min.
Verlag: Wunderkind Audiobooks
Reihe: Märchenfluch / Bd. 3
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Nach dem grandiosen zweiten Band hätte ich eigentlich erwartet, dass das Finale noch mal mit einigen Überraschungen auf mich wartet. Leider war dies nicht der Fall, aber dazu später mehr.

Die Sprecherin Katja Sallay hat ihren Job dieses Mal meiner Meinung nach nicht ganz so gut gemacht wie im zweiten Teil. Unter anderem, weil einige Charaktere plötzlich eine ganz andere Stimme bekommen haben als zuvor – so zum Beispiel Carlos, dessen zuvor dunkle Stimme in diesem Band ziemlich piepsig klang, als hätte er sich an einem Wollknäuel verschluckt – was ja wegen seiner katzenhaften Vorfahren auch kein Wunder gewesen wäre. Da hätte ich mir wirklich gerne einheitliche Stimmen gewünscht, da es in sich dann einfach stimmiger gewesen wäre.

Der Schreibstil von Claudia Siegmann ist nach wie vor flüssig, sodass man gut durch die Geschichte durchgekommen ist. Auch die Charaktere haben mir an sich wieder ganz gut gefallen, nur leider war Flora diejenige, die mindestens drei Viertel der Aufmerksamkeit bekommen haben, während sich die anderen das restliche Viertel untereinander aufteilen mussten. Dadurch war das Verhältnis ziemlich unausgeglichen und mir fehlte es generell, wie auch schon im letzten Teil, an Tiefe. Flora war mir in diesem Teil auch ein bisschen zu naiv. Im letzten hat sie noch so viel hinterfragt und immer wieder bewiesen, dass sie eine gute Auffassungsgabe hat (auch wenn Scitus immer etwas anderes behauptet), hier kam sie mir aber häufig seeehr schwer von Begriff vor. Auch hätte ich mir gewünscht, dass ihre Aktionen genauer erklärt werden. So gab es immer wieder Hinweise von Scitus, dann dachte Flora: „Scitus, du bist ein Genie!“, und es folgten Zeitsprünge, in denen wenig Inhalt vermittelt wurde, bis am Ende das Rätsel gelöst wurde. Da war ich manchmal wirklich aufgeschmissen, wie genau sie jetzt einige Dinge angestellt hatte.

Dieses Geflecht von Jonathan, Goldhaar und der bis zum Ende unbekannten Person, die Flo verrät, wurde auch nicht so stark beachtet wie wünschenswert gewesen wäre. Stattdessen war die ganze Sache, wer jetzt für was verantwortlich ist und warum einfach nur verwirrend und wurde auch nicht näher erklärt, da Flo diese Gedanken nie wirklich zu Ende geführt hat, bevor sie von irgendwas Wichtigem unterbrochen wurde.

Ich wusste eigentlich auch schon seit Scitus Offenbarung, dass Flo Gefahr läuft, einem Verräter in die Hände zu fallen, der aus ihrem engsten Umfeld kommt, wer damit gemeint ist. Die auffällige Verhaltensweise dieser Person war einfach zu offensichtlich und Flo war diesbezüglich extrem naiv. Ich könnte jetzt auch noch begründen, weshalb ich so empfinde, aber damit würde ich ziemlich krass spoilern, und das möchte ich lieber vermeiden. Ihr müsst euch also so mit meiner Einschätzung zufriedengeben.

Dennoch fand ich es ganz gut, wie mit den Märchen-Elementen gespielt und getrickst wurde, um immer wieder neue Ideen mit in die Geschichte einzubringen, die mal mehr, mal weniger Sinn ergeben haben, aber trotzdem immer faszinierend waren. Dadurch flachte die Spannung nicht noch weiter ab.

Das Ende ging mir einfach vieeel zu schnell. Alles kam mir extrem gewollt vor, und es gab keinen wirklichen Showdown wie im ersten und zweiten Teil, was mich ziemlich enttäuscht hat. Stattdessen gab es wie immer ein Happy End, woraufhin alles Friede-Freude-Eierkuchen war – so ganz märchenmäßig: Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende. Das kam mir dann doch ein bisschen übertrieben vor, gerade weil die meisten der Charaktere ja noch zur Schule gingen. Und dann wurde da teilweise schon übers Kinderkriegen gesprochen! Also bitte, mag zwar für manche realistisch sein, aber das ist doch eher unwahrscheinlich, würde ich mal sagen.


Fazit

Leider konnte mich der dritte Teil der Märchenfluch-Reihe nicht so richtig überzeugen. An sich hätte die Reihe gar keinen dritten Teil gebraucht, da in diesem viel geredet wurde, ohne irgendwelchen nennenswerten Inhalt zu vermitteln, wie es in den vorigen beiden Bänden der Fall gewesen ist.

Rezension: »Shadows – Finsterlicht« von Jennifer L. Armentrout

Hey!

Auf dieses Prequel der Lux-Reihe habe ich mich so sehr gefreut und jetzt habe ich es auch endlich gelesen! Dawson ist einer meiner Lieblingscharaktere der Reihe, weshalb ich auch extrem gespannt war – und ich wurde nicht enttäuscht.


Inhalt

Als sich ihre Blicke trafen, lächelte sie, was er bis ins Knochenmark spürte … Sie hatte nur Augen für ihn.

Dawson will selbst über sein Leben bestimmen, zusammen mit seinen Geschwistern Daemon und Dee. Außerhalb der Lux-Gemeinschaft gilt dafür eine strikte Regel: keine enge Bindung zu einem Menschen. Doch dann taucht Bethany an der Schule auf und wirft alles über den Haufen. Es ist Liebe auf den ersten Blick – und eine unmögliche Beziehung.


Bibliografie

Titel: Shadows – Finsterlicht
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Übersetzung: Anja Malich
Genre: Fantasy
Format: Taschenbuch
Seiten: 208
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-31842-8
Reihe: Lux-Reihe / Prequel
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Wahrscheinlich wisst ihr sowieso schon, wie sehr ich Jennifer L. Armentrouts Schreibstil liebe, aber ich möchte es gerne noch mal wiederholen – auch für diejenigen, die diese Rezension nicht auf meinem Blog, sondern auf anderen Plattformen lesen. Ich finde es einfach toll, wie die Autorin es schafft, einen auf nur 200 Seiten so sehr in den Bann der Geschichte zu ziehen. Außerdem ist ihr Humor, der auch immer wieder in ihren Büchern auftaucht, grandios und trifft genau meinen Geschmack. Flachwitze und schwarzer Humor? Ich bin dabei!

Tja, und dann wären da noch die Charaktere. Dawson ist einfach nur cool und nach diesem Buch habe ich ihn noch mehr ins Herz geschlossen. Ich meine, Daemon ist auch toll, aber Dawson übertrifft ihn einfach. Lest das Buch, dann wisst ihr, was ich meine. Ich fand es wirklich spannend zu lesen, wie sehr er mit sich und dem, was er ist, kämpft und wie unsicher er sich manchmal fühlt. Die Abschnitte aus Daemons Sicht waren es aber trotzdem wert, allein schon der krassen Gegensätze wegen. Und natürlich, weil Daemon auch toll ist, nur eben auf seine Art.

Besonders die innige Beziehung zwischen Dawson, Daemon und Dee wurde wirklich gut rübergebracht. Genau wie die Gefühle zwischen Dawson und Bethany. Ich habe ständig mit ihnen mitgefiebert und an einigen Stellen – besonders, wenn Dawson und Dee sich unterhalten haben – ist mein Herz fast geschmolzen, weil ich es so sehr vermisst habe, über die Lux zu lesen.

Über Bethany selbst erfährt man in dem Buch nicht allzu viel, was ein bisschen schade ist. Zumal ich erstaunlicherweise extrem viele Gemeinsamkeiten zwischen ihr und meiner eigenen Protagonistin festgestellt habe – hinterher klingt es noch, als hätte ich mich an diesem Buch orientiert! Zumindest über ihre familiäre Situation hätte ich gern noch was erfahren – besonders über ihre Mutter. Über die hat Bethany zwar oft geredet, aber so richtig in Aktion hat man sie nicht erlebt. Das hätte sicherlich noch irgendwie mit reingepasst.

Auch, wenn ich natürlich weiß, wie die Geschichte letztendlich ausgeht, hat mir das Ende im wahrsten Sinne des Wortes das Herz zerrissen. Es war einfach so schrecklich traurig, als Daemon und Dee von Dawson erfahren haben … Was genau sie erfahren haben, werde ich hier nicht erläutern, falls hier jemand die Reihe noch nicht gelesen hat. Ich empfehle übrigens, vor diesem Prequel zumindest die ersten zwei Bände der Lux Reihe, also „Obsidian“ und „Onyx“ gelesen zu haben, damit zumindest schon das Wichtigste Vorwissen da ist.


Fazit

Ich fand „Shadows – Finsterlicht“ einfach großartig, weil es mich trotz der nur knapp 200 Seiten vollends von sich überzeugen könnte. Zwar wäre definitiv noch das Potenzial dagewesen, etwas mehr über Bethany und ihre Familie zu schreiben, aber ansonsten kann ich wirklich nicht meckern.

Rezension: »Biss zur Mitternachtssonne« von Stephenie Meyer

Hey!

Die Abstimmung auf Instagram hatte ergeben, dass ich als nächstes „Biss zur Mitternachtssonne“ lesen soll, also habe ich das gemacht. Auch, wenn es hinterher drei Wochen gedauert hat, bis ich es durchgelesen hatte xD. Aber bei 843 Seiten ist das denke ich auch in Ordnung.

Hier geht’s zu meinen anderen Rezensionen der Twilight-Saga:

Biss zur Mittagsstunde

Biss zum Abendrot

Biss zum Ende der Nacht


Inhalt

Die Geschichte von Bella und Edward ist weltberühmt! Doch bisher kennen Leser*innen nur Bellas Blick auf diese betörende Liebe gegen jede Vernunft. In Biss zur Mitternachtssonne erzählt nun endlich Edward von ihrer ersten Begegnung, die ihn wie nichts zuvor in seinem Leben auf die Probe stellt, denn Bella ist zugleich Versuchung und Verheißung für ihn. Der Kampf, der in seinem Inneren tobt, um sie und ihre Liebe zu retten, verleiht dieser unvergesslichen Geschichte einen neuen, dunkleren Ton.

Biss zur Mitternachtssonne lässt uns noch einmal in die Welt von Bella und Edward eintauchen, die Millionen von Fans verzaubert hat. Eine bildgewaltige Geschichte über das unbändige Verlangen und die schicksalhaften Folgen einer unsterblichen Liebe. Ein Muss für alle Fantasy-Romance-Fans und eine berauschende Liebesgeschichte, die unter die Haut geht.


Bibliografie

Titel: Biss zur Mitternachtssonne
Autorin: Stephenie Meyer
Übersetzung: Henning Ahrens, Sylke Hachmeister, Alexandra Rak, Annette von der Weppen
Format: Hardcover
Seiten: 843
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58446-5
Reihe: Twilight-Saga / Spin-off
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Ich denke, jeder, der das Buch sieht, fragt sich, was dieser Granatapfel auf dem Cover zu suchen hat. Tatsächlich ergibt er aber ziemlich viel Sinn, wenn man das Buch liest, und das finde ich irgendwie richtig cool. Nichtsdestotrotz hätte ich mir das Buch wahrscheinlich nicht gekauft, wenn es mir nur ums Cover gegangen wäre. (Kleiner Gruß geht raus an alle Cover-Käufer.)

Stephenie Meyers Schreibstil hat sich in den letzten 11 Jahren auf jeden Fall weiterentwickelt, und zwar zum Guten. Ich fand es einfach großartig, wie sie es geschafft hat, Gefühle so eindrucksvoll und bildgewaltig zu beschreiben, dass man sich als Leser selbst diese Gefühle vorstellen konnte. Sowohl Schmerz, als auch Liebe oder Trauer wurden wirklich in Szene gesetzt – besonders dadurch, dass Edward sich so unglaublich viele Gedanken innerhalb weniger Sekunden macht und sein Gehirn schneller arbeitet als das eines Menschen. Leider wurden die Kapitel dadurch auch echt extrem lang. Normalerweise bin ich kein Fan davon, mitten im Kapitel aufhören zu lesen und schlafen zu gehen, aber wenn ich erst bei der Hälfte des Kapitels war und der Rest noch 20 Seiten lang war, musste ich das doch machen, weil ich sonst mit dem Buch auf dem Gesicht eingeschlafen wäre. Und dann wäre das Buch am nächsten Morgen wahrscheinlich ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden, das konnte ich dann doch nicht übers Herz bringen.

Also ja, vierzig Seiten lange Kapitel waren keine Besonderheit in diesem Buch, sondern eher die Regel. Da hat es mich dann schon manchmal überrascht, wenn ein Kapitel nur 20 Seiten hatte! Allerdings fand ich es gut, dass die Kapitel Überschriften hatten und nicht durchnummeriert waren. So hatte man nicht soo krass das Gefühl, nicht mit dem Lesen voranzukommen.

Ich hatte am Anfang allerdings erwartet, dass sich das Buch noch mehr in die Länge ziehen würde. Ich meine, der erste Band der Twilight-Saga hat jetzt nicht sooo extrem viele Seiten (ich glaub, etwas mehr als 500, vielleicht sogar weniger), und fast 350 Seiten mehr wurden benötigt, um die gleiche Geschichte aus Edwards Sicht zu erzählen. Stattdessen fand ich es aber eigentlich recht erholsam, zwischendurch mal eine kleine Pause von der Liebesgeschichte zu bekommen – besonders am Anfang, weil Edward Bella da fast die ganze Zeit umbringen will. War wirklich mal was Erfrischendes. (Ich glaube, man merkt, dass ich Team Jacob bin, oder?)

Die 200 Seiten in der Mitte waren dann aber doch eher langweilig, weil nicht groß etwas Neues passiert ist. Klar hat man erfahren, was Edward so macht, wenn er nicht gerade Bella beim Schlafen stalkt, aber extrem viel war das jetzt auch nicht. Ich fand es aber trotzdem schön, dass Edwards Familie näher beleuchtet wurde. Carlisle, Esme, Rosalie, Emmett, Alice und Jasper wurden wirklich hervorragend ausgearbeitet und vor allem tiefgründig gestaltet. Gerade, wenn man bereits ein bisschen was über die Charaktere weiß, ist es richtig toll zu sehen, was sich alles hinter ihrer Fassade versteckt, das nur Edward durch seine telepathischen Fähigkeiten weiß.

Manchmal waren es mir aber doch zu viele Informationen, die mich nicht interessiert haben. Beispielsweise verstehe ich nicht viel vom Baseball, wodurch diese Szene für mich zwar witzig, aber nicht interessant war. Erst, als Laurent, Victoria und James aufgetaucht sind, da nahm das ganze dann wieder an Fahrt auf. Ihr wisst bestimmt, was ich meine.


Fazit

Mir hat „Biss zur Mitternachtssonne“ besser gefallen, als ich zuerst gedacht hätte. Meine einzigen Kritikpunkte sind der langwierige Mittelteil und die sehr langen Kapitel, ansonsten kann ich nur zustimmen, dass dieses Buch locker mit dem Rest der Reihe mithalten kann!