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Rezension: »Falling Skye – Kannst du deinem Verstand trauen?« von Lina Frisch

Hey-ho alle zusammen!
Die Rezensionen kommen jetzt alle ein bisschen vermischt, weil ich die letzten ausstehenden noch nicht geschrieben habe, aber dieses Buch habe ich zuletzt beendet und ich möchte gerne jetzt schon die Rezi dazu veröffentlichen. Seht es mir nach 😉


Inhalt

Bist du rational oder emotional?

Die Frage, die über dein Leben entscheidet …

Nach einer großen Katastrophe sind die USA zu den Gläsernen Nationen geworden. Endlich ist Schluss mit Diskriminierung, Populismus und impulsiven Entscheidungen! Die Menschen werden in Ratio oder Senso eingeteilt – und zu ihrem eigenen Schutz unterliegen die Emotionalen strengen Auflagen.
Als die 16-jährige Skye zu ihrer Testung einberufen wird, ist sie überzeugt, als mustergültige Rationale erkannt zu werden, der eine glänzende Zukunft bevorsteht.
Doch die Prüfungen sind verstörend, und Skye fragt sich immer häufiger, welchem Zweck sie in Wahrheit dienen. Wer ist der mysteriöse Testleiter, der ihr auf Schritt und Tritt folgt? Und wohin verschwinden die Mädchen, die im täglichen Ranking abfallen? Zu ihrem Entsetzen muss Skye erkennen, wer in den Gläsernen Nationen den Preis für die neue Ordnung zahlen soll: sie selbst …


Bibliografie

Titel: Falling Skye – Kannst du deinem Verstand trauen?
Autorin: Lina Frisch
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 464
Verlag: Coppenrath
ISBN: 978-3-649-63344-0
Reihe: Falling Skye / Bd. 1
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Hält man das Buch das erste Mal in den Händen, fällt sofort dieses wunderschöne Cover auf. Die Farben harmonieren großartig miteinander und der Kristall, der abgebildet ist, passt perfekt zum Hintergrund der Geschichte. Auch die Schrift sieht hervorragend aus und das umgekehrte E verleiht dem ganzen noch einen eigenen Touch. Das einzige, was ich nicht so mag, ist, dass die Person auf dem Kristall uns den Kopf zudreht. Ich bin nur manchmal ein Fan von Gesichtern auf Covern und dieses Mal finde ich es leider ein wenig unpassend.

Lina Frisch ist eine sehr junge Autorin – umso mehr überrascht hat mich ihr großartiger Schreibstil. Zwar hält Lina Frisch sich von ausschweifenden Erklärungen und komplizierten Satzgebilden fern, aber dadurch ist ihr Buch auch sehr flüssig und schnell zu lesen. Man muss sich nicht sonderlich anstrengen, um mitzubekommen, was genau passiert, was ein großer Pluspunkt für das Leseerlebnis ist. Insgesamt sind mir im ganzen Buch nur ein oder zwei kleine Rechtschreib- beziehungsweise Grammatikfehler aufgefallen, die aber auch Tippfehler sein können und nicht allzu dramatisch sind.

Von der Handlung her finde ich „Falling Skye“ wirklich gut gelungen. Unsere Protagonistin Skye Anderson lebt in den Gläsernen Nationen, die ehemals die USA waren. Geführt werden die Nationen von der Kristallisierungspartei; diese hat sich während des sogenannten großen Skandals vor einigen Jahren durchgesetzt und bewegt, dass sich jede/r Jugendliche der Gläsernen Nationen ab einem bestimmten Alter kristallisieren lassen muss. Dazu wird er/sie einen Monat lang in einem bestimmten Zentrum in verschiedenen Kategorien getestet, um festzustellen, ob er/sie entweder rational oder emotional ist. So soll Diskriminierung vermieden werden und ein besseres Zusammenleben und Ergänzen in der Gesellschaft entstehen.

Die Welt, die Lina Frisch erschaffen hat, ist fantastisch und sehr detailreich ausgearbeitet, weshalb es mir großen Spaß gemacht hat, mit Skye mehr über die Geschichte der Gläsernen Nationen zu erfahren. Dabei wurde auch Rücksicht auf die fortgeschrittene Zeit genommen, wobei nie ein bestimmtes Jahr genannt wird, was die Geschichte zu einem zeitlosen Vergnügen macht. Auf der einen Seite gibt es bereits hochintelligente neue Erfindungen wie beispielsweise die Checks, die jede/r Expektant/in im Zentrum erhält, auf der anderen jedoch auch noch Smartphones und Technologien, die wir heute ebenfalls benutzen.

Zwischendurch gab es in der Geschichte jedoch ein paar kleine Ungereimtheiten, die mir aufgefallen sind. Zum einen fand ich es merkwürdig, wie schnell Skye ihr Misstrauen gegenüber dem Testleiter Alexander abgelegt hat, wobei sie vorher doch wirklich nicht wusste, ob er nicht vielleicht auch einfach ein Test für sie sein soll, um sie in ihrem Glauben an die Gläsernen Nationen zu erschüttern. Auch fand ich es sehr merkwürdig, dass sie auf der einen Seite so intelligent dargestellt wurde, auf der anderen Seite aber die ganzen Zusammenhänge erst so viel später als ich als Leserin entdeckt hat. Dadurch war das Ende für mich weniger spannend als vielmehr vorherzusehen.

Dennoch bin ich sehr gespannt, wie es im zweiten Teil weitergeht. Während sich in „Falling Skye“ alles darum dreht, wie Skye die Wahrheit über die Machenschaften der Regierung erfährt, gehe ich mal davon aus, dass der Fokus in „Rising Skye“ eher auf dem Widerstand durch Skye und einige andere Charaktere liegt, die wir im ersten Teil bereits kennenlernen durften.


Fazit

„Falling Skye“ ist eine spannende Dystopie, die mitreißend und detailreich von Lina Frisch erzählt wird. Es gibt ein-zwei kleine Kritikpunkte, die ich an der Geschichte rund um Skye habe, doch diese liegen im Auge des Betrachters und sind für einige wahrscheinlich weniger deutlich als vielleicht für mich. Besonders das Setting konnte mich umhauen und ich freue mich schon, irgendwann einmal den zweiten Teil „Rising Skye“ zu lesen.

Rezension: »Secret Souls« von Kira Borchers

*Werbung | Rezensionsexemplar*

Hallo meine Lieben!

Bei einem bookstagram-Gewinnspiel auf Kiras Account habe ich ein E-Book-Exemplar ihres Debütromanes „Secret Souls“ bekommen – und ich war schon sehr gespannt, wie mir das Buch gefallen würde!

Bevor ihr die Rezension lest, möchte ich aber noch etwas anmerken: Kira ist eine sehr junge Autorin und das Buch ist ihr Debüt. Ich habe viele Rezensionen gelesen, in denen das Buch deshalb besser bewertet wurde, weil die Autorin noch nicht so erfahren ist … und das meine ich jetzt nicht als Kritik oder verallgemeinernd. Es gibt viele Blogger, in deren Rezension ist einfach gelesen habe, dass sie einige Punkte nicht so ernst nehmen, weil es sich bei dem Buch um ein Debüt handeln. Ich selbst möchte mir selbst ehrlich bleiben und das mitunter auch Kira zuliebe, denn ich bin der Meinung, dass man sich nur durch ehrliche Kritik verbessern kann.

Bei dem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, das mir von der Autorin zur Verfügung gestellt wurde. Dies ändert nichts an meiner ehrlichen Meinung oder dem Inhalt der Rezension.


Inhalt

Jolines größter Traum ist es, einmal bei Olympia den 5000m Lauf mitrennen zu können und für diesen Traum tut sie alles. Als ihr jedoch die Qualifikation zum Entscheidungslauf für eine Aufnahme für eines der besten Sportinternate des Landes misslingt, ist Joline am Boden zerstört. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt beschließt der gutaussehende und wohlhabende Jason Taylor, mit ihr in Kontakt zu treten und sie als Trainer zu unterstützen. Wird Joline es mit seiner HIlfe schaffen, beim Entscheidungslauf teilzunehmen und siegen zu können? Oder benutzt Jason sie bloß, um seine Ex-Freundin, und gleichzeitig Jolines Rivalin, eifersüchtig zu machen? Die Situation spitzt sich zu, als immer mehr Menschen in Jolines Alter verschwinden und nach wenigen Tagen als Leichen wieder auftauchen.


Allgemeine Informationen

Titel: Secret Souls

Autorin: Kira Borchers

Genre: Urban Fantasy

Format: E-Book

Seiten: 331

Verlag: Amrûn

gelesen: 24.03.20 bis 25.03.20


Meine Meinung

Die Gestaltung

Das Cover ist das, was mir am ganzen Buch am meisten gefällt. Da ich es als E-Book gelesen habe, kam das bei mir nicht so ganz rüber, aber ihr könnt ja oben das Bild des Covers sehen … einfach magisch. Hätte ich das Buch in einer Buchhandlung entdeckt, wäre es eindeutig ein Coverkauf gewesen, also habe ich hier wirklich nichts auszusetzen. Außerdem sieht man auf dem Cover auch gut, dass das Buch im Genre Fantasy liegt, was aus dem Klappentext selbst nicht ersichtlich ist. Na ja, beides zusammen funktioniert ja schließlich perfekt xD.

Bei der Innengestaltung hat mich gestört, dass es so große Absätze gab, obwohl kein Zeitunterschied da war. Das heißt, der eine sagt etwas, und wenn der andere antwortet, ist da ein großer Absatz wie bei einem Zeitsprung. Dadurch war das Buch trotz des einfachen Schreibstils leider nicht so flüssig zu lesen wie es für mich wünschenswert gewesen wäre.


Der Erzählstil

Der Schreibstil von Kira konnte mich leider nicht so sehr von sich überzeugen. Er war sehr einfach gehalten und sicherlich ist das für einige ein Pluspunkt, mich hat er jedoch zeitweise eher an meine Fanfictions aus der fünften Klasse erinnert – was keine Beleidigung sein soll, aber ich glaube einfach, dass da noch Luft nach oben gewesen wäre.

Nichtsdestotrotz mochte ich die vielen Vergleiche und Metaphern, die Kira verwendet hat, wirklich gerne. Dadurch wurde alles sehr anschaulich erklärt und ich konnte mir bildhaft die einzelnen Szenen vorstellen.

Die Kapitel sind immer aus anderen Perspektiven geschrieben. Das heißt, manchmal wird aus der Sicht von Joline und Jason erzählt (in der Ich-Perspektive), und dann wieder aus der Sicht von Jolines Onkel Steve oder ihrem Vater Enry (in der 3. Person). Ich fand es gut, das Buch aus unterschiedlichen Perspektiven zu lesen, obwohl dadurch auch schon einiges vorweggenommen wurde – da hätte man mehr Spannung einbauen können, indem nicht direkt zu Anfang das ganze Geheimnis aufgedeckt worden wäre. Über den Kapiteln stand auch immer, aus wessen Sicht erzählt wurde. Das war ein Pluspunkt für mich, obwohl da wahrscheinlich auch der Vorname gereicht hätte.

Ich mochte allerdings den Humor, der sich durch das ganze buch zieht. Einige Male musste ich wirklich schmunzeln – besonders, wenn Jason und Joline wieder mit Sprüchen um sich geschlagen haben.

„Deine Angst regiert dich. Lerne endlich, deinem Umfeld ein wenig mehr zu vertrauen.“

Seite 66

Auch einige Tippfehler und Formatierungsfehler waren drin, die mich gestört haben (was aber auch daran liegen kann, dass ich ein regelrechter Rechschreib- und Grammatikfrak bin), beispielsweise wurden manchmal nur Teile eines Wortes kursiv gedruckt, und manchmal stattdessen das gewollte Wort und dazu noch ein Teil vom nächsten. Und ja, ich weiß, dass einige so sprechen, weil meine Freundin auch so redet, aber wenn irgendwo geschrieben steht „Sie hatte es vergessen gehabt“, dann ist das für mich ein ganz klarer Grammatikfehler, bei dem es mir kalt den Rücken runterläuft. Richtig würde es heißen „Sie hatte es vergessen“. Und auch so Dinge wie der Unterschied zwischen „Nachdem“ und „Nach dem“ müssen für mich in einem Buch einfach gegeben sein. Zwischendurch waren auch ein paar Fehler in der Groß- und Kleinschreibung dabei, was man in der Grundschule lernt und was wirklich zu vermeiden gewesen wäre. In dieser Hinsicht war ich also vom Schreibstil überhaupt nicht angetan. Auch einige Kommafehler waren sehr offensichtlich. Ich weiß nicht, warum das bei so vielen ein Problem ist, aber die Person, die korrektur gelesen hat (falls es eine gab, das weiß ich natürlich nicht), hätte das auf jeden Fall erkennen müssen.

Eines der Dinge, die mich ebenfalls sehr irritiert haben, war die beinahe zwanghafte Nennung der einzelnen Namen. Ich finde es schon irgendwie komisch, wenn die Charaktere an ihre Eltern denken und dabei deren vollen Namen verwenden, aber wenn sie mit den Eltern reden, sagen sie ganz normal Mama oder Papa.

Nachtrag: Bei den Formatierungs- und Rechtschreibfehlern habe ich von Kira im Nachhinein noch erfahren, dass das mitunter daran liegt, dass das Lektorat bei ihr nicht so optimal lief und vieles hinterher fehlerhafter war als in ihrer eigenen Fassung. Ich mache hier also niemanden für das alles verantwortlich, und vielleicht werde ich dazu auch mal einen eigenen Blogbeitrag schreiben, wie viel im Lektorat eigentlich schiefgehen kann. In dem Sinne ist es natürlich sehr schade um das Buch gewesen und ich hoffe, ihr seht meine Worte nicht als Kritik an der Autorin an.


Die Handlung

Die Grundidee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Nur die Umsetzung … tja, da hat es an einigen Stellen wirklich noch gehakt.

Kommen wir zuerst zur Beziehung zwischen Joline und Jason. Joline ist in meinem Alter und Jason macht bald das Abitur, und ich habe nicht das Gefühl, dass die beiden ihrem Alter entsprechend handeln. Die beiden kannten sich nicht einmal eine Woche und schon stand das Wort „Liebe“ in der Luft. Meiner Meinung nach ziemlich unrealistisch, weil die beiden sich vorher kaum eines Blickes gewürdigt haben. Die Beziehung hat sich also für die gegebenen Verhältnisse viel zu schnell entwickelt.

Ich war gespannt auf die Geschichte, weil schon auf dem Cover zu erkennen ist, dass sie irgendwas mit einem Einhorn zu tun hat und ich solche Storys bisher einfach noch nie gelesen habe. Auch hier: die Idee fand ich gut, die Umsetzung hat Luft nach oben. Die Fantasy-Aspekte wurden zu schnell erklärt, alles wirkte irgendwie, als wäre es keine große Sache, und die Charaktere glauben viel zu schnell, was sie gesagt bekommen.

„Loslassen fiel mir bereits schwer, aber sich mit ausgebreiteten Armen in die Tiefe zu stürzen, hatte ich bisher nicht vorgehabt. Das war Selbstmord. Vor allem bei einem Typ wie Jason.“

Seite 67

Dadurch, dass ich alles relativ vorhersehbar fand, konnte mich das Buch auch nicht wirklich mit Spannung catchen. Es gab zwar einige Plot-twists, die unerwartet kamen, aber so wirklich schockieren konnten mich die Entdeckungen einfach nicht.

Schade fand ich außerdem, dass nicht erkenntlich wird, ob das Buch in Deutschland spielt (wie es aufgrund der Redewendungen sowie vielen anderen Dingen den Anschein hat – die Charaktere sagen „Mama“ und „Papa“) oder in einem englischsprachigen Land, was wiederum wegen der Namen irgendwie mehr Sinn ergeben hätte.

Insgesamt kam es mir so vor, als wäre ich durch das Buch hindurchgerast, und das nicht im positiven Sinne, weil ich so schnell gelesen habe. Alles ging mir einfach viel zu schnell, alles wurde viel zu schnell aufgeklärt: neue Handlungsstränge, neue Probleme, neue Entdeckungen. Ein paar Pausen hätten der Geschichte sehr gut getan, und wenn dann noch alles ein bisschen anschaulicher erklärt gewesen wäre (also beispielsweise mit den Fantasy-Aspekten), dann hätte mir das Buch auch mehr gefallen.


Die Charaktere

Ich weiß nicht recht, was ich mit Jolines Charakter anfangen soll. Sie ist ehrgeizig, aber ansonsten kann ich sie einfach nicht einschätzen. Viele ihrer Handlungen werden einfach nicht weiter erklärt, wodurch ich mich nicht in sie hineinversetzen konnte, und ich finde, sie nimmt alles viel zu gelassen hin, nur um später dann komplett durchzudrehen und alle in ihrem Umfeld zu beleidigen (wenn auch unbeabsichtigt). Tut mir leid, wenn die Autorin das anders beabsichtigt hat, nur kam es für mich leider so rüber. Ich finde, Joline vergibt einfach viel zu schnell. Ihre Eltern haben sie nie wirklich beachtet und sie wohnt den ganzen Sommer lang bei ihrem Onkel, weil die beiden sie nicht bei sich haben wollen – natürlich hat das einen Grund, aber irgendwie war mir das dann doch zu viel.

„Eine Kämpferin hat es verdient, eine Gelegenheit angeboten zu bekommen, die sie ergreifen kann, um dem Sieg wieder ein Stück näher zu sein.“

Seite 74

Jason mochte ich schon lieber, obwohl ich auch ihn irgendwie nicht verstehen konnte. Klar, er gibt Joline endlich das Gefühl gemocht zu werden, aber doch schafft er es immer wieder, sie zu verletzen. Er ist erwachsen, da sollte man eigenständig handeln können und ich glaube nicht wirklich, dass er keine Chance hat, gegen seinen korrupten Vater anzukommen. Natürlich sind solche Verhältnisse innerhalb der Familie schwierig, aber das war mir doch viel zu weit hergeholt. Außerdem war es mir schleierhaft, wie Jason nach einem so tragischen Todesfall (wer stirbt, werde ich nicht verraten) einfach so ganz locker mit Joline auf einen Ball gehen kann. Ich hätte mich danach wahrscheinlich erst mal selbst in eine Psychiatrie eingewiesen.

Die Charaktere und besonders die Jugendlichen, die alle ungefähr in meinem Alter sind, waren nicht sehr authentisch gestaltet – meiner Meinung nach. Es kann natürlich sein, dass einige das anders sehen. Irgendwie kam es mir jedoch so vor, als wären ihnen Charaktereigenschaften zugeschrieben worden, nur weil sie gerade so in die Story gepasst haben, ohne wirklich darüber nachzudenken, wieso das so sein könnte. Es gab keine Erklärungen für das Verhalten der Charaktere (abgesehen von der Familie Thompson und der Familie Taylor). Da hätte man noch viel rausholen können.


Fazit

„Secret Souls“ hat mich leider nicht überzeugen können. Klar, das ist schade, aber da kann ich auch nichts dran ändern. Ich bin froh, wenn das Buch anderen Lesern gefällt, ich gehöre jedoch nicht dazu.


Meine Bewertung

Gestaltung: 3,5/5 ⭐

Erzählstil: 2/5 ⭐

Handlung: 1/5 ⭐

Charaktere: 1/5 ⭐


Gesamt: 1,5/5 ⭐


Vielen Dank noch mal an Kira für das Rezensionsexemplar!


Liebe Grüße,

Rezension: »Girl Detective« von Victoria Herz

*Werbung da Rezensionsexemplar*

Ich war ziemlich überrascht, als Victoria Herz mich angeschrieben hat, ob ich nicht vielleicht das E-Book zu ihrem Debütroman „Girl Detective“ rezensieren und vorstellen wolle. Aber ihr kennt mich ja mittlerweile schon ein bisschen, und deshalb wisst ihr auch, dass ich nicht einfach so Rezensionsexemplare annehme. Bevor ich das tue, informiere ich mich erst ein bisschen über das Buch, und als ich das getan habe, musste ich Victoria einfach zusagen, weil schon der Klappentext wirklich spannend klang!

Bei dem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, das mir von der Autorin zur Verfügung gestellt wurde. Dies ändert nichts an meiner ehrlichen Meinung oder dem Inhalt der Rezension.


Inhalt

London: Der hinterhältige Mord an einer Studentin gibt dem London Criminal Department Rätsel auf. Charlie van Croy, die junge, neue und motivierte Mitarbeiterin, fühlt sich mit ihrem langweiligen Schreibtischjob unterfordert und beginnt, heimlich auf eigene Faust zu ermitteln. Zusammen mit dem sympathischen Alan kommt sie der Spur des Täters immer näher – und bringt sich dabei selbst in Gefahr. Denn die Zeit drängt: Der Mörder ist im Begriff, ein zweites Mal zuzuschlagen. Und in Charlies Körper tickt eine Zeitbombe …


Allgemeine Informationen

Titel: Girl Detective

Autorin: Victoria Herz

Genre: Krimi

Format: E-Book

Seiten: 185

Verlag: Scholastika

gelesen: 09.03.20 bis 10.03.20


Meine Meinung

Die Gestaltung

Ich war vom Cover mehr als überrascht. Das klingt jetzt vielleicht mies, aber ich hatte nicht erwartet, dass es so cool aussieht – vielleicht hab ich eher an so etwas wie bei „Ruby Redfort“ gedacht, aber keine Ahnung, warum, also fragt besser nicht nach xD. Na ja, auf jeden Fall finde ich sowohl das Aussehen als auch die Farbkombinationen sehr gut gewählt. Ich mag es ja bekanntlich nicht so gerne, wenn „echte“ Personen auf Covern abgebildet sind, und dadurch, dass die Aufmachung von diesem Buch eher wie die einer Zeichnung bzw. eines Gemäldes aussieht, hat das auf jeden Fall schon mal Pluspunkte von mir verdient!

Die Schriftart war ebenfalls anders als in den Büchern, die ich bisher gelesen habe. Viel moderner, und dadurch hat es sich angefühlt, als würde ich eine Geschichte auf Wattpad lesen – was jetzt nicht als Kritik rüberkommen soll. Es hat auf jeden Fall noch mal den Charakter eines Jugendbuches unterstrichen, falls das Cover nicht schon genug ausgesagt hat, um darauf schließen zu können.

Mein kleines Highlight an der Gestaltung waren die kleinen Bilder, die zwischendurch am Ende der Kapitel aufgetaucht sind. Die haben wirklich perfekt zur Story gepasst und irgendwie haben sie das Buch dadurch gleich interessanter gemacht.


Der Erzählstil

Ich bin völlig unerwartet in das Buch gestartet, weil es auf der einen Seite der Debütroman von Victoria Herz ist, auf der anderen Seite ich aber auch nicht mehr ganz so oft Jugendkrimis lese wie vorletztes Jahr noch. Da ich jedoch wusste, dass es sich eben um einen Jugendkrimi handelte, war ich darauf vorbereitet, dass der Schreibstil auch dementsprechend angepasst war und es nicht so viele verschachtelte Sätze gibt wie in vielen Büchern für eine ältere Zielgruppe. Hier hat sich Victoria wirklich darauf verstanden, die Leser und Leserinnen durch den einfach gehaltenen Schreibstil und die zwischendurch auftauchende Jugendsprache in den Bann zu ziehen. Falls das jetzt falsch rübergekommen ist: in dem Buch wird nicht diese „Asi-Sprache“ verwendet, die man mittlerweile überall in Deutschland hört, sondern die, die mittlerweile einfach die meisten Jugendlichen benutzen. Beispielsweise kam es häufiger Mal vor, dass die Charaktere im Buch „by the way“ gesagt haben – was ja zurzeit auch sehr aktuell ist (zumindest in meiner Altersgruppe und da, wo ich wohne). Lustig, wo ich gerade vor ein paar Tagen noch darüber nachgedacht habe, warum eigentlich kein Autor bzw. keine Autorin, die ich bisher kannte, die aktuelle Sprache auch wirklich benutzt hat (mit Ausnahme von Bianca Iosivoni, obwohl das bei ihr auch nur sehr selten vorkommt). Na ja, jetzt habe ich mit Victoria so eine Autorin und ihr Buch kennengelernt und kann sagen, dass ich zwar reichlich überrascht war, aber doch im positiven Sinne!

Tja, und einige von euch wissen wahrscheinlich, dass jetzt wieder das Meckern auf hohem Niveau kommt, das ich bei so gut wie jedem Buch aufführe und das demnach nicht wirklich viel bedeutet: zwischendurch sind ein paar wenige (wirklich sehr wenige) Tippfehler aufgetaucht – einmal wurde bspw. glaube ich ein Wort doppelt geschrieben, aber das ist ja nicht weiter dramatisch, denn ich gehe mal davon aus, dass das fast jedem von uns schon mal passiert ist. Ansonsten hab ich nur ein einziges Mal einen Kommafehler bemerkt, und einmal wurde „dass“ statt „das“ geschrieben, aber ich denke, ich gehe viel zu sehr ins Detail und mache nicht deutlich genug, wie gut mir das Buch vom Schreibstil her wirklich gefallen hat!


Die Handlung

Bereits der Klappentext hat mich ja schon angesprochen und neugierig auf die Geschichte gemacht, und ich wurde nicht enttäuscht! Ich finde, die Art und Weise, wie sich die Story entwickelt und wie die Protagonistin Charlie immer mehr Rätsel löst, gleichzeitig aber auch neue Rätsel dazukommen, hat eindeutig die Spannung verstärkt – einer der Gründe, weshalb ich das Buch an so gut wie einem Tag durchgelesen habe, und bei E-Books bin ich generell irgendwie immer schneller als bei Prints. Auch der kleine Fun Fact, warum das Buch so heißt wie es heißt, war ein kleines Highlight ;).

Ebenfalls sehr gut hat mir gefallen, dass es nicht nur um den Mordfall ging, den Charlie aufdecken muss (bzw. wohl eher will), sondern auch um eine Liebesgeschichte, die ich btw (ha! – da wären wir wieder mit der Jugendsprache xD) wirklich süß fand. Diese hat sich auch trotz des recht dünnen Buches (keine Kritik, ich lese einfach häufiger längere Geschichten) nicht zu schnell entwickelt und ich konnte gut nachvollziehen, wie es so kam, wie es gekommen ist.

Leider ist es nun so, dass ich bei Krimis und Thrillern mittlerweile einen sechsten Sinn entwickelt habe – genau wie Charlie einen sechsten Sinn für Gefahren hat, habe ich einen dafür, wer am Ende der Täter ist. Ich weiß nicht, wieso, aber als die Person das erste Mal in der Geschichte auftauchte, hatte ich bereits die Ahnung, dass dieser Charakter hinter allem stecken könnte. Wer es ist, werde ich natürlich nicht verraten, um nicht zu spoilern ;). Es gab aber nichtsdestotrotz ein paar Plot-Twists und unerwartete Wendungen, denn einmal bin ich zum Schluss wirklich noch mal von meiner ersten Vermutung abgewichen und dachte doch, dass es jemand anders ist. Ich bin mir sicher, diejenigen, die das Buch kennen, wissen, wovon ich rede.


Die Charaktere

Charlie war mir eine sehr sympathische Protagonistin. Sie hat Stärken und Schwächen, und ihre Stärken liegen eindeutig im Aufklären von Rätseln und ihrer hohen Intelligenz. Eine ihrer Schwächen wäre aber wahrscheinlich, dass sie manchmal zu wenig in die vertraut, die sie bereits kennt – aber das ist wahrscheinlich eine Nebenwirkung ihres Berufes. Auf jeden Fall wirkte Charlie auf mich sehr authentisch und wenn ich sie persönlich kennen würde, würde ich mich mit Sicherheit sehr gut mit ihr verstehen. Auch hat mir gut an ihr gefallen, dass nicht von Anfang an alles über sie und ihre Vergangenheit aufgedeckt wurde. Der Grund, weshalb sie keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern hat, hat mich nämlich vollkommen unerwartet überrascht.

„Die letzte Zeit hatte mich gelehrt, dass man das Leben, jede einzelne Minute davon, schätzen sollte.“

Seite 183

Alan ist mir ebenfalls in den paar Stunden ans Herz gewachsen. Er musste ebenfalls viel durchmachen, ist aber zum Glück nicht einer von denen, die danach völlig in sich selbst kriechen und niemanden an sich ran lassen. Zwar brauchte auch er zu Anfang ein wenig Zeit, um mehr aus sich selbst herauszukommen, aber in Gegenwart von Charlie fiel es ihm eindeutig sehr leicht, mit seiner eigenen Geschichte sowie der seiner Familie rauszurücken, ohne sich dessen zu schämen. Er ist reich, aber nicht überheblich, was ich ebenfalls als sehr starke Charaktereigenschaft empfinde, und er ist von Charlie von Anfang an so eingenommen, dass er sich selbst für sie in Gefahr begibt und gern alles Mögliche tun würde, um sie zu schützen.

Trotz allem war Marc mein absoluter Lieblingscharakter. Ich weiß nicht, warum, denn man hat insgesamt eher wenig über ihn erfahren, aber vielleicht mochte ich ihn auch gerade wegen der Geheimniskrämerei, die er lange Zeit veranstaltet hat. Er ist oft etwas zu schüchtern, hilft aber jedem, bei dem er denkt, dass er seine Hilfe benötigt, und macht in dem Buch die große Entwicklung durch, dass er lernt, mehr für sich selbst einzustehen und anderen Personen mit mehr Mut entgegenzutreten.

Insgesamt wäre es vielleicht noch schön gewesen, wenn ich mich noch etwas tiefer in Charlie hätte hineinversetzen können, aber dies ist nun mal dem Umpfang des Buches geschuldet, wodurch manchmal die Tiefe in den Charakteren ein bisschen verlorengegangen ist.


Fazit

„Girl Detective“ von Victoria Herz hat mich zwar nicht völlig im Dunkeln tappen lassen, was das Ende angeht, konnte mich aber trotzdem durch die auf die Zielgruppe angepasste recht einfache Sprache sowie die Umsetzung der Charaktere und den Verlauf der Handlung von sich überzeugen. Ich empfehle das Buch jedem, der gerne etwas seichtere Jugendkrimis liest, bin aber auch der Meinung, dass das Buch nicht ausschließlich für Jugendliche ist, solange das Interesse an der Handlung besteht.


Meine Bewertung

Gestaltung: 4,5/5 ⭐

Erzählstil: 4,5/5 ⭐

Handlung: 4/5 ⭐

Charaktere: 3,5/5 ⭐


Gesamt: 4/5 ⭐


Vielen Dank noch mal an Victoria Herz für das Rezensionsexemplar!


Liebe Grüße,