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Rückblick: Mai 2020

Hallo ihr Lieben!

Der Mai ist ein Monat gewesen, den ich rückblickend ziemlich schlecht beschreiben kann. Es fällt mir einfach schwer, diese Demotivation zu erklären, die mich die ganzen vier Wochen über verfolgt hat. Es gab zwischendurch Phasen, in denen ich mich produktiver gefühlt habe, und dann war plötzlich wieder alle Luft aus und ich habe nur auf dem Balkon rumgehangen und gelesen. Selbst auf Netflix hatte ich überhaupt keine Lust, was schon ein großes Wunder ist!


Privates

Seit der ganzen Corona-Sache fühlt es sich für mich irgendwie so an, als würde jeder Monat mit dem nächsten verschwimmen und dann nie enden wollen. Das ist mir im Mai klar geworden, und das hat mich zutiefst demotiviert. Schon im April hatte ich Motivationsschwierigkeiten, gerade was die Schule betraf, aber der Mai ist verglichen dazu noch um Einiges schlimmer gewesen. Zwar habe ich meine Aufgaben nach wie vor erledigt, aber so richtig bei der Sache war ich dabei nicht.

Ungefähr in der zweiten Woche des Monats habe ich mich dann entschlossen, mir mal ein paar Motivationsvideos auf YouTube anzuschauen, und tada – plötzlich bekam ich Lust, mich schon auf die Q-Phase vorzubereiten, die für mich im nächsten Schuljahr beginnt. Wer träumt schließlich nicht von einem guten Abitur, wenn man schon die Chance dazu hat? Also habe ich mich ein bisschen schlau gemacht und mir Notizen zum Lehrstoff gemacht, der in der Q1 drankommt, aber danach war diese produktive Phase auch schon wieder vorbei und ich bin in dieses Loch aus fehlender Motivation reingefallen.

Danach konnte ich mich nur schwer wieder aufraffen. Ich war irgendwie rastlos, und obwohl ich eigentlich gar nicht so eine Person bin, die jeden Tag raus an die frische Luft geht, habe ich mich immer wieder auf dem Balkon gefunden, wo ich dann ein Buch ums nächste verschlungen habe. Da ich jedoch erst ziemlich spät im Mai so richtig angefangen habe zu lesen, fiel mein Lesemonat dementsprechend auch eher mau aus.

Die ersten Tage Präsenzunterricht, die durch das rollierende System, das meine Schule ausgearbeitet hat, möglicht gemacht wurden, haben mich dann wieder ein bisschen aufgeheitert, aber das war sowieso erst in der letzten Mai-Woche und konnte meine ganze Lustlosigkeit nicht wirklich ausgleichen.


Buchiges

Neuzugänge

Und ich hatte einen Rückfall … Vielleicht seit ihr schon so lange hier mit mir unterwegs, dass ihr wisst, wie sehr ich versuche, meinen SuB endlich kleiner zu bekommen … aber irgendwie wollte das diesen Monat einfach nicht klappen. Zwar musste ich für keines der aufgelisteten Bücher Geld ausgeben, weil sie mir entweder geschenkt oder spendiert wurden, aber trotzdem fühle ich mich irgendwie mies bei diesen verhältnismäßig vielen Neuzugängen …

  1. The School for Good and Evil – Wer ist der Stärkste im ganzen Land? von Soman Chainani
  2. Dry von Neal & Jarrod Shusterman
  3. Die rogodanischen Schriften – Verbrannte Erde von Tim J. Radde
  4. Friends without benefits von Penny Reid
  5. Light Dark – Lichtweg von Tanya Bush
  6. Grisha – Goldene Flammen Leigh Bardugo
  7. Grisha – Eisige Wellen von Leigh Bardugo
  8. Grisha – Lodernde Schwingen von Leigh Bardugo
  9. Lying Game – Und raus bist du von Sara Shepard
  10. Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch
  11. Ein Wispern unter Baker Street von Ben Aaronovitch
  12. Die Welle von Morton Rhue
  13. Die rogodanischen Schriften – Blut der Götter von Tim J. Radde
  14. Die Tribute von Panem X – Das Lied von Vogel und Schlange von Suzanne Collins
  15. Auris – Die Frequenz des Todes von Vincent Kliesch

Am allermeisten freue ich mich schon darauf, „Die Tribute von Panem X“ von meinem SuB befreien zu können. Schon nachdem ich es mir angeschafft habe, konnte ich nicht anders als das erste Kapitel lesen, und schon das hat mir unglaublich gut gefallen!


Lesemonat

Wie bereits erwähnt, fiel mein Lesemonat eher mau aus. Ich habe nämlich im Mai so wenige Bücher wie in keinem einzigen Monat im Jahr 2020 gelesen. Ich hoffe sehr, dass sich das im Juni ändert, aber allzu viel Hoffnung habe ich nicht.

Abgründig von Arno Strobel (236 Seiten)
Die rogodanischen Schriften – Dämmerung des Widerstandes von Tim J. Radde (340 Seiten)
We’ll never be apart von Emiko Jean (281 Seiten)
Die rogodanischen Schriften – Verbrannte Erde von Tim J. Radde (403 Seiten)
LightDark – Lichtweg von Tanya Bush (383 Seiten)
Friends without benefits von Penny Reid (421 Seiten)
Die rogodanischen Schriften – Blut der Götter von Tim J. Radde (430 Seiten)

Außerdem habe ich noch 127 Seiten in „King’s Legacy – Alles für dich“ von Amy Baxter geschafft (für Leseupdates schaut bei meiner Insta-Seite vorbei).

5/5 ⭐

Diesen Monat hat es nur We’ll never be apart von Emiko Jean zur fünf-Sterne-Bewertung geschafft, obwohl einige andere Bücher auch ganz nah dran waren. Das Buch hat mich auf ganzer Linie überrascht, und ich habe mir vorgenommen, auf jeden Fall bald mehr englischsprachige Bücher zu lesen.

4,5/5 ⭐

Zuerst einmal kommt hier der zweite Teil einer Reihe hin, nämlich Die rogodanischen Schriften – Verbrannte Erde von Tim J. Radde. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass mir der zweite Band besser als der erste gefallen könnte, aber umso froher bin ich, dass ich der Rezensionsanfrage zugesagt habe.
Auch LightDark – Lichtweg von Tanya Bush ist ein Rezensionsexemplar, das ich sehr geliebt habe. Ich war wirklich mitgerissen von der Geschichte und kann jedem ans Herz legen, das Buch zu lesen, wenn er oder sie ein Herz für Romantasy hat. Der zweite Teil erscheint voraussichtlich im Oktober 2020 und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie die Geschichte von Maira und Sage ausgeht!

4/5 ⭐

Die rogodanischen Schriften – Dämmerung des Widerstandes ist der erste Teil einer Reihe von Tim J. Radde und gehört auf jeden Fall zu dieser Bewertung. Anfangs fand ich das Buch etwas gewöhnungsbedürftig, weil es eben so ganz anders ist als das, was ich sonst so lese, aber ich bin sehr glücklich, dass ich die Reihe lesen durfte.
Ein weiteres Buch, das ich hier unterbringen kann, ist Friends without benefits von Penny Reid. Es ist der zweite Teil der „Knitting in the City“-Reihe, und der Humor darin ist einfach unverbesserlich! Es gab so viele Momente, in denen ich schmunzeln oder sogar lachen musste … Ich glaube, so viel Spaß hatte ich beim Lesen schon lange nicht mehr.
Neben dem ersten Teil der Reihe von Tim J. Radde hat auch der dritte Teil Die rogodanischen Schriften – Blut der Götter seinen Platz hier gefunden. Obwohl ich nach wie vor finde, dass das Buch nicht ganz mit dem zweiten Band mithalten kann, fand ich es doch ein wenig besser als den ersten, aber ich weigere mich, irgendeine Bewertung deshalb umzuändern.

2/5 ⭐

Ihr seht schon, da ist ein großer Abstand zwischen den letzten Bewertungen und dieser hier, was einfach daran liegt, dass fast alle Bücher, die ich gelesen habe, im oberen Bereich mitgespielt haben. Außer Abgründig von Arno Strobel, denn das war wirklich nichts für mich, wobei ich glaube, dass mein Blickwinkel ein bisschen anders gewesen wäre, wenn ich noch etwas jünger. Das ist aber nicht der Fall, weshalb ich das Buch sehr vorhersehbar und langweilig gefunden habe.


Schreib-Projekte

Anfangs des Monats habe ich mich noch mit der neu erstellten Fanfiction beschäftigt, die ich ins Leben gerufen habe. Allerdings habe ich nur ungefähr eine oder zwei Wochen durchgehalten und dann aufgegeben, weil ich endlich wieder Lust und Spaß daran gefunden habe, mein eigenes Buch weiter zu überarbeiten.

Gegen Ende des Monats wurde ich diesbezüglich sehr produktiv, ich habe ungefähr jeden Tag 5.000 Wörter geschrieben, was an sich jetzt keine Meisterleistung ist, aber dafür, dass ich das Buch ja überarbeitet und nicht neu geschrieben habe, schon ganz gut ist. Wenn ich mich auch im Juni noch damit beschäftige, dürfte mein Buch also bis Juli fertig sein und ich kann es einigen Freundinnen von mir zum Testlesen geben.


Statistik

gelesene Bücher: 7

gelesene Seiten: 2.621

durchschnittliche Bewertung: 3,9


Filme & Serien

Tja, hier gibt es nicht so viel zu erzählen. Diesen Monat habe ich tatsächlich kein einziges Mal auf Netflix geguckt, und sonst halt auch immer nur die Sachen gesehen, die gerade so im Fernsehen liefen.

Unter anderem waren das zwei ältere James Bond Filme mit Pierce Brosnan als Hauptdarsteller (der eine war Goldeneye von 1995, den Namen des anderen hab ich vergessen), und The Giver – Hüter der Erinnerung. Da hatte meine Schwester für den Englischunterricht das Buch zu gelesen, und hat uns quasi dazu genötigt, den Film zu gucken, der mir auch ganz gut gefallen hat.


Wie war euer Monat Mai in diesem Jahr? Habt ihr viel gelesen oder eher wenig?


Liebe Grüße,

Lara

Buch vs. Film: »Inferno«

Hey ihr Lieben!

Ich habe mich jetzt mit dem neuen Design meines Blogs dazu entschieden, auch mehr Beiträge zu schreiben, die nicht unbedingt etwas mit Büchern zu tun haben. Gut, in diesem Beitrag hier werde ich schon etwas zum Buch schreiben, aber beispielsweise werde ich mehr DIY-Posts machen, und außerdem auch mehr Berichte über Ausflüge, Reisen, etc.


Ganz zum Anfang hier einmal der Filmtrailer auf YouTube:

Jetzt aber zum Vergleich von Buch und Film. Wie im Titel bereits steht, geht es um „Inferno“, einen Thriller von Dan Brown, den ich diese Woche erst beendet habe. Kurz darauf musste ich mir auch den Film ansehen, und was soll ich sagen? Ich war ziemlich enttäuscht.

Sicherlich ist es schwierig, ein so ausführliches Buch wie „Inferno“ zu verfilmen, zumal zwischendurch sehr viele Informationen über die Architektur und Kunstgeschichte vorkommen – das kann man im Film natürlich nicht zu sehr berücksichtigen, um den Zuschauer nicht zu langweilen. Trotzdem ging mir die Handlung im Film einfach viel zu schnell voran. In der Rezension, die ich zum Buch geschrieben habe, hab ich ja bereits erklärt, dass mir dort alles ein bisschen zu schleppend voranging, im Film war es genau das Gegenteil. Was mich überrascht hat, weil mir beispielsweise „Illuminati“ als Verfilmung genauso gut gefallen hat wie das Buch und das will was heißen.

Besonders den Anfang des Filmes fand ich bei „Inferno“ mehr als verwirrend. Großes Wirrwarr, unverständliche Gedankenschnipsel, immer dieses laute Piepen wie bei einem Tinitus. Und zwar so realitätsnah, dass man sich als Zuschauer die Ohren zuhalten musste. Auch die Halluzinationen bzw. Visionen, die Robert Langdon aufgrund von seiner Kopfverletzung hat, waren viel zu unverständlich und gerade für einen Zuschauer, der das Buch nicht kennt, unglaublich durcheinander und kompliziert zu verstehen.

Während des Films kam es mir außerdem so vor, als würde man nur so durch die Rätsel rasen, ohne eine genaue Erklärung zu bekommen, wie Langdon jetzt auf die nächste Lösung gekommen ist. Es ging alles so schnell, dass man schon vor der Hälfte des Filmes an einer Stelle angelangt war, wo Robert alle Rätsel gelöst hat und nur noch Twists kamen, die völlig unnötig waren und eher alles noch verwirrender statt spannender gemacht haben.


Ihr merkt also, dass ich die Verfilmung von „Inferno“ auf keinen Fall dem Buch vorziehen würde. Jemandem, der das Buch nicht gelesen hat, ist der Film trotz des sehr aktuellen Themas leider überhaupt nicht zu empfehlen, da vieles unerklärt bleibt und außerdem so viel abgeändert wurde, dass es kaum Bezüge zum Buch gab.


Habt ihr „Inferno“ schon gesehen oder gelesen? Was haltet ihr davon?


Liebe Grüße,

Lara

Glossar für Bücherwürmer

Hallo ihr Lieben!

Wenn ihr meinen Blog schon länger verfolgt, habt ihr sicherlich gemerkt, dass es einige Begriffe gibt, die viele bookstagrammer und Buchblogger immer wieder verwenden. Ihr fragt euch, was sie bedeuten? Dann ist das hier der richtige Beitrag für euch!

Im Folgenden seht ihr alphabetisch sortiert diese Begriffe gemeinsam mit den Bedeutungen. Wenn ihr selbst noch Begriffe habt, die oft im Bücher-Universum auftauchen, schreibt sie doch in die Kommentare und ich füge sie in die Liste mit ein 😉


Antagonist = Gegenspieler des Protagonisten (oftmals der Feind)

Antiheld = oft der Protagonist eines Buches, der im Gegensatz zu einem Helden auch Schwächen und Fehler hat und dadurch authentischer und vielschichtiger erscheint

Auflage = Alle Bücher, die mit derselben Druckvorlage hergestellt wurden; vor jeder neuen Auflage wird das Buch noch mal korrigiert (bspw. bei Übersetzungen von Eigennamen oder Rechtschreibfehlern)

Belletristik = Unterhaltungsliteratur (fiktive Geschichten)

Bibliognosie = Bücherkenntnis

Bibliographie = Ein Literaturverzeichnis zu einem bestimmten Thema

Biblioklast = Jemand, der Bücher zerstört

Bibliokleptomane = Jemand, der Bücher stiehlt

Bibliomane = Jemand, der Bücher auf krankhafte Weise sammelt

Bibliophile = Jemand, der Bücher liebt und sammelt

Bibliophobie = Jemand, der Angst vor Büchern hat

Bibliothek = Hier kannst du dir Bücher ausleihen

Book-Haul = Bücher-Ausbeute = Vorstellung der Neuzugänge

Book-Journal = Ein Bullet-Journal (bzw. ein Notizbuch), in dem man sich Notizen zu Büchern macht

Bookboyfriend = Ein männlicher Charakter eines Buches, den man gerne als festen Freund hätte

Bookgirlfriend = Ein weiblicher Charakter eines Buches, den man gerne als feste Freundin hätte

Bookshooting = Wie ein Fotoshooting, nur dass man dabei Bilder von Büchern macht

Bookstagram = Die Instagram-Community der Buchliebhaber

BookTube = Die YouTube-Community der Buchliebhaber

Buchclub = Ein Club, dessen Mitglieder sich gemeinsam über die gelesenen Bücher austauschen

Buchhandlung = Hier kannst du Bücher kaufen

Buddy-Read = Wenn man ein Buch in festgelegten Abschnitten zusammen mit einer anderen Person liest und sich nach jedem Abschnitt über das Gelesene austauscht

CH = Currently Hearing = Hört man gerade

Cliffhanger = (halb)offenes Ende, meist am Ende eines Buches, auf das ein weiterer Band folgt; im nächsten Teil wird das Problem o.Ä. aufgelöst

Cover = Das Titelbild des Buches bzw. der vordere Buchdeckel

CR = Currently Reading = Liest man gerade

Crossover = Die Vermischung von verschiedenen Werken (wenn Figuren/Handlungsorte in einem anderen Werk auftauchen)

Dekalogie = Eine Reihe bestehend aus zehn Teilen

Dilogie = Eine Reihe bestehend aus zwei Bänden

Dodekalogie = Eine Reihe bestehend aus zwölf Bänden

Dramatik = Neben Lyrik und Epik eine der Hauptgattungen der Literatur; oftmals Theaterstücke oder Drehbücher

E-Book = Ein Buch, das man auf einem elektronischen Gerät lesen kann

Einzelband = Ein Buch, das nur aus einem Teil besteht

Epik = Neben Lyrik und Dramatik eine der Hauptgattungen der Literatur; in Vers- oder Prosaform verfasst (auch „erzählende Literatur“)

Erzählstil = Schreibstil = Die Art, wie der Autor die Geschichte erzählt bzw. schreibt

Eselsohr = Ein Knick in der obersten Ecke einer Buchseite, der als Lesezeichen dient

Fanfiction = Eine Fan-Geschichte, die zu einem bereits existierenden Buch entstanden ist

FBM = Frankfurter Buchmesse

Hauptcharaktere = Charaktere, die eine wichtige Rolle im Buch spielen (nicht zu verwechseln mit dem Protagonisten!)

HC = Hardcover = fester Einband eines Buches

Held = typischerweise der Protagonist des Buches (außer in Märchen, da ist es oft der Prinz), der mit herausragenden Fähigkeiten ausgestattet ist und eine Art Retter darstellt

Heptalogie = Eine Reihe bestehend aus sieben Büchern

Hexalogie = Eine Reihe bestehend aus sechs Büchern

Klappentext = Sowohl Text auf der Rückseite des Buches, als auch der Text, der auf einer Umschlagseite eines Buches abgedruckt ist

LBM = Leipziger Buchmesse

Lese-Buddy = Eine Person, mit der man gemeinsam ein Buch liest

Leseflaute = Wenn man seit einiger Zeit keine Motivation zum Lesen hat

Lesemonat = Eine Zusammenfassung, wie viele Bücher man in einem Monat gelesen hat

Lesenacht = besonders beliebt auf Social-Media-Kanälen; mehrere User lesen von Abends bis in die Nacht und tauschen sich dann über das Gelesene aus

Leserillen = Rillen (wie so eine Art Falten), die am Buchrücken entstehen, wenn man ein Taschenbuch oder Paperback sehr weit aufklappt

Leserunde = unterschiedliche Personen, die auf einer Social-Media-Plattform (oftmals Lesejury oder Lovelybooks) „zusammentreffen“ und gemeinsam das gleiche Buch lesen, um sich darüber auszutauschen

Lyrik = Neben Epik und Dramatik eine der Hauptgattungen der Literatur; Dichtung in Versform (bspw. Oden, Balladen, Hymnen, etc.)

Manuskript = Die Druck-Vorlage eines Buches

ME = Mängelexemplar

Nebencharaktere = Charaktere, die nebenbei in einem Buch auftauchen, aber für den Verlauf der Geschichte nicht sonderlich wichtig sind

Paperback = broschierter Einband eines Buches; die Mitte zwischen Taschenbuch und Hardcover

Pentalogie = Eine Reihe bestehend aus fünf Teilen

Plot = Der Handlungsstrang eines Buches

Plot-Twist = eine unerwartete Wendung in der Handlung eines Buches

POV = Point of View = Die Erzählperspektive

Print = Ein Buch, das gedruckt wurde (also das Gegenteil von einem E-Book)

Protagonist = Die Person(en), aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird

Pseudonym = Ein Künstlername, den der Autor verwendet (bspw. Marah Woolf, Ava Reed, Rose Snow, etc.)

Oktologie = Eine Reihe bestehend aus acht Teilen

OTP = One True Pairing = Das einzig wahre Paar in einem Buch (sozusagen die Steigerung von Shipping)

Re-Read = Ein Buch, das man noch ein weiteres Mal liest

Readathon = Lese-Marathon = wenn man innerhalb einer festgelegten Zeitspanne eine bestimmte Anzahl von Büchern liest

Rezensionsexemplar = Ein Buch, das einem kostenlos vom Verlag oder Autor zur Verfügung gestellt wurde, um es in einem gewissen Zeitraum zu lesen und hinterher eine Rezension dazu zu verfassen

Rezi = Rezension

Schreibstil = Erzählstil = Die Art, wie der Autor die Geschichte erzählt bzw. schreibt

Self-Publisher = Ein Buch, das ohne Verlag und somit vom Autor allein veröffentlicht wurde

Shelfie = Foto von einem Bücherregal

Shippen = Wenn man sich eine Beziehung zwischen zwei Charakteren vorstellen kann, dann shippt man sie

SuB = Stapel ungelesener Bücher

TB = Taschenbuch

TBR = To-Be-Read = das englische Synonym zum SuB

Tetralogie = Eine Reihe bestehend aus vier Teilen

Trilogie = Eine Reihe bestehend aus drei Teilen

Unboxing = Wenn man vor laufender Kamera Buchpost auspackt

Vlog = Video-Blog (bspw. bei YouTube) oder auch ein Beitrag, in dem der Blogger per Video zu den Lesern spricht

WTR = Want-To-Read = Bücher, die man noch lesen möchte

WuLi = Wunschliste


Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Beitrag ein bisschen helfen – schreibt mir doch gerne in die Kommentare, wie euch solche Listen gefallen.

Habt ihr noch andere Begriffe, die ihr nicht versteht oder die thematisch mit in die Liste passen könnten?

Sind vielleicht sogar Begriffe dabei, die ihr vorher noch nicht kanntet und die ihr in der Liste zum ersten Mal gehört habt?


Liebe Grüße,

Lara

Rezension: »Secret Souls« von Kira Borchers

*Werbung | Rezensionsexemplar*

Hallo meine Lieben!

Bei einem bookstagram-Gewinnspiel auf Kiras Account habe ich ein E-Book-Exemplar ihres Debütromanes „Secret Souls“ bekommen – und ich war schon sehr gespannt, wie mir das Buch gefallen würde!

Bevor ihr die Rezension lest, möchte ich aber noch etwas anmerken: Kira ist eine sehr junge Autorin und das Buch ist ihr Debüt. Ich habe viele Rezensionen gelesen, in denen das Buch deshalb besser bewertet wurde, weil die Autorin noch nicht so erfahren ist … und das meine ich jetzt nicht als Kritik oder verallgemeinernd. Es gibt viele Blogger, in deren Rezension ist einfach gelesen habe, dass sie einige Punkte nicht so ernst nehmen, weil es sich bei dem Buch um ein Debüt handeln. Ich selbst möchte mir selbst ehrlich bleiben und das mitunter auch Kira zuliebe, denn ich bin der Meinung, dass man sich nur durch ehrliche Kritik verbessern kann.

Bei dem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, das mir von der Autorin zur Verfügung gestellt wurde. Dies ändert nichts an meiner ehrlichen Meinung oder dem Inhalt der Rezension.


Inhalt

Jolines größter Traum ist es, einmal bei Olympia den 5000m Lauf mitrennen zu können und für diesen Traum tut sie alles. Als ihr jedoch die Qualifikation zum Entscheidungslauf für eine Aufnahme für eines der besten Sportinternate des Landes misslingt, ist Joline am Boden zerstört. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt beschließt der gutaussehende und wohlhabende Jason Taylor, mit ihr in Kontakt zu treten und sie als Trainer zu unterstützen. Wird Joline es mit seiner HIlfe schaffen, beim Entscheidungslauf teilzunehmen und siegen zu können? Oder benutzt Jason sie bloß, um seine Ex-Freundin, und gleichzeitig Jolines Rivalin, eifersüchtig zu machen? Die Situation spitzt sich zu, als immer mehr Menschen in Jolines Alter verschwinden und nach wenigen Tagen als Leichen wieder auftauchen.


Allgemeine Informationen

Titel: Secret Souls

Autorin: Kira Borchers

Genre: Urban Fantasy

Format: E-Book

Seiten: 331

Verlag: Amrûn

gelesen: 24.03.20 bis 25.03.20


Meine Meinung

Die Gestaltung

Das Cover ist das, was mir am ganzen Buch am meisten gefällt. Da ich es als E-Book gelesen habe, kam das bei mir nicht so ganz rüber, aber ihr könnt ja oben das Bild des Covers sehen … einfach magisch. Hätte ich das Buch in einer Buchhandlung entdeckt, wäre es eindeutig ein Coverkauf gewesen, also habe ich hier wirklich nichts auszusetzen. Außerdem sieht man auf dem Cover auch gut, dass das Buch im Genre Fantasy liegt, was aus dem Klappentext selbst nicht ersichtlich ist. Na ja, beides zusammen funktioniert ja schließlich perfekt xD.

Bei der Innengestaltung hat mich gestört, dass es so große Absätze gab, obwohl kein Zeitunterschied da war. Das heißt, der eine sagt etwas, und wenn der andere antwortet, ist da ein großer Absatz wie bei einem Zeitsprung. Dadurch war das Buch trotz des einfachen Schreibstils leider nicht so flüssig zu lesen wie es für mich wünschenswert gewesen wäre.


Der Erzählstil

Der Schreibstil von Kira konnte mich leider nicht so sehr von sich überzeugen. Er war sehr einfach gehalten und sicherlich ist das für einige ein Pluspunkt, mich hat er jedoch zeitweise eher an meine Fanfictions aus der fünften Klasse erinnert – was keine Beleidigung sein soll, aber ich glaube einfach, dass da noch Luft nach oben gewesen wäre.

Nichtsdestotrotz mochte ich die vielen Vergleiche und Metaphern, die Kira verwendet hat, wirklich gerne. Dadurch wurde alles sehr anschaulich erklärt und ich konnte mir bildhaft die einzelnen Szenen vorstellen.

Die Kapitel sind immer aus anderen Perspektiven geschrieben. Das heißt, manchmal wird aus der Sicht von Joline und Jason erzählt (in der Ich-Perspektive), und dann wieder aus der Sicht von Jolines Onkel Steve oder ihrem Vater Enry (in der 3. Person). Ich fand es gut, das Buch aus unterschiedlichen Perspektiven zu lesen, obwohl dadurch auch schon einiges vorweggenommen wurde – da hätte man mehr Spannung einbauen können, indem nicht direkt zu Anfang das ganze Geheimnis aufgedeckt worden wäre. Über den Kapiteln stand auch immer, aus wessen Sicht erzählt wurde. Das war ein Pluspunkt für mich, obwohl da wahrscheinlich auch der Vorname gereicht hätte.

Ich mochte allerdings den Humor, der sich durch das ganze buch zieht. Einige Male musste ich wirklich schmunzeln – besonders, wenn Jason und Joline wieder mit Sprüchen um sich geschlagen haben.

„Deine Angst regiert dich. Lerne endlich, deinem Umfeld ein wenig mehr zu vertrauen.“

Seite 66

Auch einige Tippfehler und Formatierungsfehler waren drin, die mich gestört haben (was aber auch daran liegen kann, dass ich ein regelrechter Rechschreib- und Grammatikfrak bin), beispielsweise wurden manchmal nur Teile eines Wortes kursiv gedruckt, und manchmal stattdessen das gewollte Wort und dazu noch ein Teil vom nächsten. Und ja, ich weiß, dass einige so sprechen, weil meine Freundin auch so redet, aber wenn irgendwo geschrieben steht „Sie hatte es vergessen gehabt“, dann ist das für mich ein ganz klarer Grammatikfehler, bei dem es mir kalt den Rücken runterläuft. Richtig würde es heißen „Sie hatte es vergessen“. Und auch so Dinge wie der Unterschied zwischen „Nachdem“ und „Nach dem“ müssen für mich in einem Buch einfach gegeben sein. Zwischendurch waren auch ein paar Fehler in der Groß- und Kleinschreibung dabei, was man in der Grundschule lernt und was wirklich zu vermeiden gewesen wäre. In dieser Hinsicht war ich also vom Schreibstil überhaupt nicht angetan. Auch einige Kommafehler waren sehr offensichtlich. Ich weiß nicht, warum das bei so vielen ein Problem ist, aber die Person, die korrektur gelesen hat (falls es eine gab, das weiß ich natürlich nicht), hätte das auf jeden Fall erkennen müssen.

Eines der Dinge, die mich ebenfalls sehr irritiert haben, war die beinahe zwanghafte Nennung der einzelnen Namen. Ich finde es schon irgendwie komisch, wenn die Charaktere an ihre Eltern denken und dabei deren vollen Namen verwenden, aber wenn sie mit den Eltern reden, sagen sie ganz normal Mama oder Papa.

Nachtrag: Bei den Formatierungs- und Rechtschreibfehlern habe ich von Kira im Nachhinein noch erfahren, dass das mitunter daran liegt, dass das Lektorat bei ihr nicht so optimal lief und vieles hinterher fehlerhafter war als in ihrer eigenen Fassung. Ich mache hier also niemanden für das alles verantwortlich, und vielleicht werde ich dazu auch mal einen eigenen Blogbeitrag schreiben, wie viel im Lektorat eigentlich schiefgehen kann. In dem Sinne ist es natürlich sehr schade um das Buch gewesen und ich hoffe, ihr seht meine Worte nicht als Kritik an der Autorin an.


Die Handlung

Die Grundidee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Nur die Umsetzung … tja, da hat es an einigen Stellen wirklich noch gehakt.

Kommen wir zuerst zur Beziehung zwischen Joline und Jason. Joline ist in meinem Alter und Jason macht bald das Abitur, und ich habe nicht das Gefühl, dass die beiden ihrem Alter entsprechend handeln. Die beiden kannten sich nicht einmal eine Woche und schon stand das Wort „Liebe“ in der Luft. Meiner Meinung nach ziemlich unrealistisch, weil die beiden sich vorher kaum eines Blickes gewürdigt haben. Die Beziehung hat sich also für die gegebenen Verhältnisse viel zu schnell entwickelt.

Ich war gespannt auf die Geschichte, weil schon auf dem Cover zu erkennen ist, dass sie irgendwas mit einem Einhorn zu tun hat und ich solche Storys bisher einfach noch nie gelesen habe. Auch hier: die Idee fand ich gut, die Umsetzung hat Luft nach oben. Die Fantasy-Aspekte wurden zu schnell erklärt, alles wirkte irgendwie, als wäre es keine große Sache, und die Charaktere glauben viel zu schnell, was sie gesagt bekommen.

„Loslassen fiel mir bereits schwer, aber sich mit ausgebreiteten Armen in die Tiefe zu stürzen, hatte ich bisher nicht vorgehabt. Das war Selbstmord. Vor allem bei einem Typ wie Jason.“

Seite 67

Dadurch, dass ich alles relativ vorhersehbar fand, konnte mich das Buch auch nicht wirklich mit Spannung catchen. Es gab zwar einige Plot-twists, die unerwartet kamen, aber so wirklich schockieren konnten mich die Entdeckungen einfach nicht.

Schade fand ich außerdem, dass nicht erkenntlich wird, ob das Buch in Deutschland spielt (wie es aufgrund der Redewendungen sowie vielen anderen Dingen den Anschein hat – die Charaktere sagen „Mama“ und „Papa“) oder in einem englischsprachigen Land, was wiederum wegen der Namen irgendwie mehr Sinn ergeben hätte.

Insgesamt kam es mir so vor, als wäre ich durch das Buch hindurchgerast, und das nicht im positiven Sinne, weil ich so schnell gelesen habe. Alles ging mir einfach viel zu schnell, alles wurde viel zu schnell aufgeklärt: neue Handlungsstränge, neue Probleme, neue Entdeckungen. Ein paar Pausen hätten der Geschichte sehr gut getan, und wenn dann noch alles ein bisschen anschaulicher erklärt gewesen wäre (also beispielsweise mit den Fantasy-Aspekten), dann hätte mir das Buch auch mehr gefallen.


Die Charaktere

Ich weiß nicht recht, was ich mit Jolines Charakter anfangen soll. Sie ist ehrgeizig, aber ansonsten kann ich sie einfach nicht einschätzen. Viele ihrer Handlungen werden einfach nicht weiter erklärt, wodurch ich mich nicht in sie hineinversetzen konnte, und ich finde, sie nimmt alles viel zu gelassen hin, nur um später dann komplett durchzudrehen und alle in ihrem Umfeld zu beleidigen (wenn auch unbeabsichtigt). Tut mir leid, wenn die Autorin das anders beabsichtigt hat, nur kam es für mich leider so rüber. Ich finde, Joline vergibt einfach viel zu schnell. Ihre Eltern haben sie nie wirklich beachtet und sie wohnt den ganzen Sommer lang bei ihrem Onkel, weil die beiden sie nicht bei sich haben wollen – natürlich hat das einen Grund, aber irgendwie war mir das dann doch zu viel.

„Eine Kämpferin hat es verdient, eine Gelegenheit angeboten zu bekommen, die sie ergreifen kann, um dem Sieg wieder ein Stück näher zu sein.“

Seite 74

Jason mochte ich schon lieber, obwohl ich auch ihn irgendwie nicht verstehen konnte. Klar, er gibt Joline endlich das Gefühl gemocht zu werden, aber doch schafft er es immer wieder, sie zu verletzen. Er ist erwachsen, da sollte man eigenständig handeln können und ich glaube nicht wirklich, dass er keine Chance hat, gegen seinen korrupten Vater anzukommen. Natürlich sind solche Verhältnisse innerhalb der Familie schwierig, aber das war mir doch viel zu weit hergeholt. Außerdem war es mir schleierhaft, wie Jason nach einem so tragischen Todesfall (wer stirbt, werde ich nicht verraten) einfach so ganz locker mit Joline auf einen Ball gehen kann. Ich hätte mich danach wahrscheinlich erst mal selbst in eine Psychiatrie eingewiesen.

Die Charaktere und besonders die Jugendlichen, die alle ungefähr in meinem Alter sind, waren nicht sehr authentisch gestaltet – meiner Meinung nach. Es kann natürlich sein, dass einige das anders sehen. Irgendwie kam es mir jedoch so vor, als wären ihnen Charaktereigenschaften zugeschrieben worden, nur weil sie gerade so in die Story gepasst haben, ohne wirklich darüber nachzudenken, wieso das so sein könnte. Es gab keine Erklärungen für das Verhalten der Charaktere (abgesehen von der Familie Thompson und der Familie Taylor). Da hätte man noch viel rausholen können.


Fazit

„Secret Souls“ hat mich leider nicht überzeugen können. Klar, das ist schade, aber da kann ich auch nichts dran ändern. Ich bin froh, wenn das Buch anderen Lesern gefällt, ich gehöre jedoch nicht dazu.


Meine Bewertung

Gestaltung: 3,5/5 ⭐

Erzählstil: 2/5 ⭐

Handlung: 1/5 ⭐

Charaktere: 1/5 ⭐


Gesamt: 1,5/5 ⭐


Vielen Dank noch mal an Kira für das Rezensionsexemplar!


Liebe Grüße,

Rezension: »Shadow Dragon – Der dunkle Thron« von Kristin Briana Otts

Hey ihr Lieben!

Bei mir geht’s zügig weiter mit dem Lesen. Ich bin selbst erstaunt, wie viele Bücher ich in den letzten Tagen beendet habe ;).

Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Teil der Shadow-Dragon-Reihe, weshalb in der Rezension Spoiler zum ersten Teil vorkommen können.

Zur Rezension von Band 1

Zur Rezension von Band 3


Inhalt

„Wie willst du die Dunkelheit bekämpfen, kleine Kriegerin?“

Was …
… wenn du die Dunkelheit gar nicht bekämpfen willst?
… wenn die Macht des Shadow Dragon zu verlockend ist?
… wenn du alles, was du je gelernt hast, infrage stellen musst?
… wenn du zu Höherem bestimmt bist?

Plötzlich schlug der Shadow Dragon die Augen auf und sah mich durchdringend an.

Kai ist dem Ruf des Shadow Dragon gefolgt und entflieht zusammen mit Aiko auf seinem Rücken dem Kaiserhof. Auf der Reise zurück ins River Kingdom stellt sie fest, dass sie immer mehr die Wesenszüge des mächtigen Geschöpfes annimmt. Ohne Vorwarnung verschwindet der Shadow Dragon und lässt die beiden Kämpferinnen in der Wüste zurück. Dort treffen sie auf Rebellen, die nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell zu Verbündeten werden. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, um Prinzessin Noriko aus den Kerkern des Mountain Kingdom zu befreien. Nach einer spektakulären Rettungsaktion bringen sie die Prinzessin zurück in die Kaiserstadt, damit diese den Thron besteigen kann. Kaum gekrönt, zeigt Noriko ihr wahres Gesich, und Kai muss sich mehr denn je fragen, welche Seite die richtige ist …


Allgemeine Informationen

Titel: Shadow Dragon – Der dunkle Thron

Autorin: Kristin Briana Otts

Genre: High Fantasy

Format: Hardcover

Seiten: 430

Verlag: Oetinger

Reihe / Band: Shadow Dragon / Band 2

gelesen: 20.03.20 bis 24.03.20


Meine Meinung

Die Gestaltung

Bei diesem Punkt kann ich eigentlich nur die Punkte wiederholen, die ich bereits beim ersten Teil vorgebracht habe. Ich mag, dass der Shadow Dragon auf dem Cover zu sehen ist und auch Kai, wobei ich es wahrscheinlich nicht so gut gefunden hätte, wenn man Kais Gesicht vollständig sehen könnte. Bei genauerem Hinsehen habe ich auch erkannt, dass an Kais Fingern Blut klebt … ein Detail, das wirklich gut zur Geschichte passt.

Auch die Überschriften, sowohl beim Cover als auch bei den einzelnen Kapiteln, finde ich sehr schön gestaltet, weshalb ich hier nichts auszusetzen habe.


Der Erzählstil

Der Schreibstil von Kristin Briana Otts war wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ich hatte nie auch nur das Gefühl, dass sich das Buch durch den Schreibstil selbst in die Länge zog, obwohl ich die Länge der Kapitel nicht ganz optimal fand, da ich besonders abends gerne kürzere Kapitel lese, falls ich zu müde werde und schlafen will – und dann weigere ich mich immer konsequent, das Buch mitten in einem Kapitel zu beenden. Hier hätte ich mir also gewünscht, dass die einzelnen Kapitel ein wenig gekürzt worden wären, indem man bei einigen Absätzen einfach das Kapitel beendet und im nächsten weitererzählt.


Die Handlung

Von der Handlung her fand ich den zweiten Teil insgesamt ein wenig schwächer als den ersten. Der Nervenkitzel war auch da, und ich habe auch ständig mit Kai und ihren Begleitern mitgefiebert, aber doch war alles im Großen und Ganzen sehr verhersehbar, was auch am Klappentext liegt, der schon sehr viel von der Geschichte offenbart. Im Grunde genommen passiert nämlich kaum etwas Anderes als das, was dort bereits beschrieben wird, wodurch mir die Grundspannung genommen wurde.

Ich hätte mir ebenfalls noch gewünscht, dass es gerade wegen des sehr ausführlichen Klappentextes noch einige unerwartete Wendungen geben würde, aber das war leider nicht der Fall. Auch das Geheimnis um Kais Herkunft, das ganz am Ende zwar nicht offiziell gelüftet wurde, aber zumindest hat Kai dort etwas herausgefunden, war mir bereits im ersten Teil klar gewesen. Ich will nicht zu viel verraten, falls ihr das Buch noch nicht kennt, aber hier hätte ich mir doch ein paar Plot-Twists gewünscht.

„Wir müssen ihnen zeigen, wer wir sind und wer wir nicht sind. Und um das zu schaffen, müssen wir etwas richtig Großes vollbringen.“

Seite 191

Nachdem man im ersten Teil außerdem viel über die Onna-Bugeisha sowie über die politischen Konstellationen im Kaiserreich Chiwitlok erfahren hat, sind mir im zweiten Teil besonders die Onna-Bugeisha zu kurz gekommen, da sie nur noch nebenbei zu existieren schienen. Auch über den Shadow Dragon hätte ich in diesem Teil gerne mehr erfahren. Er taucht so gut wie gar nicht mehr auf, außer dadurch, dass er irgendeine mysteriöse Verbindung mit Kai hat, die nebenbei bemerkt auch echt furchteinflößend ist, weil sie dadurch manchmal überhaupt nicht mehr menschlich wirkt. In dieser Hinsicht bin ich aber umso gespannter, was die eigentlichen Absichten des Shadow Dragon sind und was es mit der magischen Verbindung zwischen ihm und Kai auf sich hat.

Bereits bei der Rezension zum ersten Band der Shadow-Dragon-Reihe habe ich erwähnt, wie unfassbar detailreich Kristin Briana Otts die Welt von Kai beschreibt und wie gut ich mir einige Sachen vorstellen konnte. In diesem Teil hat die Autorin dem noch einen draufgesetzt! Dadurch, dass Kai und Aiko so weit im Kaiserreich herumkommen, erfährt man sowohl einige Sachen über die Intrigen und Verhältnisse bei den anderen Königreichen (besonders was Samac und Shi angeht) als auch über das Leben des gemeinen Volkes, das in den meisten Königreichen ziemlich unglück wirkt. Auch die Welt wurde wieder sehr liebevoll gestaltet und beschrieben.

„Weisheit lauscht mehr, als dass sie redet.“

Seite 194

Während ich im letzten Teil noch etwas verwirrt war wegen der vielen Namen, die die Königreiche haben – das River-Kingdom heißt Mizu, das Mountain-Kingdom Shi, das Desert-Kingdom Samac, das Forest-Kingdom Namu, und dann gibt es noch das Kaiserreich Chiwitlok, zu dem all diese Königreiche gehören – wurde dies durch die Reisen von Kai und ihren Begleitern deutlicher und verständlicher, sodass ich jetzt gar nicht mehr nachdenken muss, wie welches Königreich eigentlich heißt. Trotzdem wäre eine Karte nicht schlecht gewesen, da mit dieser noch einiges hätte veranschaulicht werden können, aber das nur so als Bemerkung am Rande.

Dafür, dass Kai tagsüber außerdem kaum an Jao dachte, entwickelte sich die Beziehung zwischen den beiden auch zu schnell. Plötzlich ging es um Liebe, obwohl Kai nur zu ihm gelaufen kam, wenn sie Probleme hatte. Das war für mich sehr unverständlich.


Die Charaktere

Kai ist eine sehr starke Protagonistin und natürlich ist sie auch eine Onna-Bugeisha und damit eine Kriegerin, aber in diesem Teil kam mir das nicht mehr wie eine ihrer größten Stärken, sondern vielmehr wie eine ihrer größten Schwächen vor. Das liegt vor allem daran, dass sie durch ihre kriegerischen Anschauungen teilweise sehr naiv gehandelt hat und geradezu besessen von ihrer Pflicht gegenüber dem Königreich Mizu und ihrer Prinzessin Noriko war. Während des Lesens habe ich mich besonders zum Ende hin oft gefragt, warum Kai als einzige von allen nicht merkt, was ihre ganzen Entscheidungen eigentlich für den Rest des Kaiserreiches bedeuten. Trotzdem zeigt sie an einigen Stellen auch wieder eine sehr menschliche Seite, wo dann die mitfühlende und liebevolle Kai zum Vorschein kommt. Leider wird diese Seite ihres Charakters zunehmend von ihren Kriegerpflichten sowie dem Einfluss des Shadow Dragons auf ihren Geist verdrängt. Kais inneren Konflikte waren trotzdem sehr gut beschrieben, wodurch ich viele ihrer Entscheidungen auf den Einfluss des Shadow Dragons zuschieben konnte. Das ändert jedoch nichts daran, dass Kai mir unsympathischer wurde.

Jao mochte ich sehr gerne in diesem Teil. Er hatte nicht so viele Auftritte – wie auch im ersten Teil -, aber durch seine humorvolle Art war er doch eine willkommene Erfrischung nach Kais schwankendem Charakter. Einzig, was er an Kai so fand, konnte ich in diesem Band nicht mehr ganz so gut nachvollziehen, weil die beiden sich so gut wie gar nicht nähergekommen waren, und wenn, dann wurden diese Szenen übersprungen und im nächsten Absatz wurde nur kurz und knapp gesagt, was zwischen den beiden passiert ist.


Fazit

Ich bin hin- und hergerissen vom zweiten Teil der Shadow-Dragon-Reihe. Einerseits fand ich die Geschichte wirklich fesselnd und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, aber auf der anderen Seite gab es wirklich überhaupt keine Plot-Twists, die nicht schon im Klappentext erwähnt worden sind, und auch Kai wurde mir zunehmend unsympathischer.

Trotz allem bin ich sehr gespannt, wie die Geschichte im dritten Teil weitergeht und ich hoffe, dass die Autorin dort die ganzen offenen Fragen, die ich jetzt habe, zu meiner Befriedigung beantwortet.


Meine Bewertung

Gestaltung: 4,5/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 3/5 ⭐

Charaktere: 3,5/5 ⭐


Gesamt: 3,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Rezension: »Golden Dynasty – Stärker als Begehren« von Jennifer L. Armentrout

Hey meine Lieben!

Endlich mal wieder was von Jennifer L. Armentrout! Haha, ich weiß, so langsam könnt ihr es wahrscheinlich nicht mehr hören, aber ich konnte einfach nicht anders, als dieses Buch zu lesen. Wahrscheinlich bekommt ihr im Sommer dafür nicht so viel von meiner Lieblingsautorin zu hören – aber garantieren kann ich für nichts!

Da es sich bei dem Buch um den dritten Teil einer Reihe handelt, kann es sein, dass in dieser Rezension Spoiler zu den vorherigen Bänden auftreten.


Inhalt

Nur wer mutig ist,
kann den Teufel lieben

Jeder in New Orleans hat schon von Devlin „Devil“ de Vincent gehört, der seit dem rätselhaften Tod des Patriarchen das neue Familienoberhaupt ist. Zahlreiche Gerüchte kursieren über die drei Brüder. Rosie ist sich dessen bewusst, als das Schicksal sie mit Devlin zusammenführt. Und doch hat kein Mann bisher solche wilden Fantasien in ihr entfacht. Rosie ist nicht nur entschlossen, den Mythos, der sich um die de Vincents rankt, zu erforschen, sondern auch hinter Devlins gut verborgene Geheimnisse zu kommen. Aber dafür muss sie sich in die Arme des Teufels begeben …

Devlin weiß genau, was für einen Ruf er genießt. Schließlich hat die Boulevardpresse ihm den Spitznamen „Devil“, der Teufel, verpasst. Er sei eiskalt und skrupellos. Seitdem sein Vater unter ungeklärten Umständen aus dem Leben geschieden ist, interessiert sich die Öffentlichkeit immer brennender für seine Familie. Als er Rosie trifft, fragt Devlin sich daher, was ihre wahren Absichten sind. Darüber, was er sich von und mit dieser aufregenden Frau erhofft, ist er sich im Klaren. Aber er muss schnell eine Antwort finden, denn mit jedem Tag scheint sie den Sünden seiner Vergangenheit näher zu kommen.

„Ein mit Leidenschaft gewürzter Pageturner, der das Feuer in Ihnen entfacht.“

Entertainment Weekly

Bibliografie

Titel: Golden Dynasty – Stärker als Begehren
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Genre: Liebesroman
Format: Paperback
Seiten: 443
Verlag: mtb
Reihe: Golden Dynasty / Bd. 3
gelesen: 19.03.20 bis 20.03.20


Meine Meinung

Die Gestaltung

Am Cover habe ich bei diesem Buch überhaupt nichts auszusetzen. Ich finde, es wirkt sehr hochwertig und passt auf jeden Fall zur wohlhabenden de-Vincent-Dynastie. Der Titel passt auch perfekt zur Geschichte, wie ich noch mal bemerken muss. Außerdem liebe ich Glitzer auf Büchern, weil das dann so schön glänzt und ein richtiger Blickfang im Regal ist ;).

Auch die Kapitelanfänge sind sehr schön gestaltet, mit ein paar Verzierungen, die sich auch bei dem Motiv auf dem Cover wiederfinden lassen. Insgesamt ist alles also sehr gut aufeinander abgestimmt und sehr stimmig abgerundet.


Der Erzählstil

Jennifer L. Armentrout kann mich mit ihrer Art und Weise zu schreiben immer wieder überraschen. Sie ist meine Lieblingsautorin und ich habe immer wieder das Gefühl, dass ich ihren Schreibstil langsam wirklich auswenig kennen müsste, aber doch bringt sie es immer wieder fertig, mich völlig zu flashen. Bereits das erste Kapitel hat sehr neugierig auf die Geschichte gemacht, zumal es sich dieses Mal ja tatsächlich auch nur um Charaktere drehte, die man bereits in den anderen Teilen kennengelernt. Rosie, die beste Freundin von Nikki aus dem zweiten Teil, und Devlin, der älteste der de-Vincent-Brüder.

Die Golden-Dynasty-Reihe wird ausschließlich in der dritten Person erzählt, und es gibt auch im dritten Teil immer wieder Sichtwechsel zwischen Rosie und Devlin. Von Anfang an wird Spannung erzeugt, wobei der Nervenkitzel selbst erst nach ungefähr 75 Seiten anfängt, was ich jedoch nicht negativ meine. Im Gegensatz, so hatten die Charaktere sowohl ich als Leserin Zeit, in die Geschichte einzufinden, ohne dass es langweilig wurde. Jennifers Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen, nur tauchen an wenigen vereinzelten Stellen immer ein paar Tippfehler auf, die den meisten wahrscheinlich gar nicht aufgefallen wären, aber ich bin eben ein ziemlicher Rechtschreibfreak xD. Schon kurz vor der Hälfte ging es dann richtig los und das Buch war wirklich nervenaufreibend. Die Emotionen sind alle perfekt rübergebracht worden und ich konnte meinen Blick kaum von den Buchseiten abwenden.

„Was ist der Sinn von allem, der Sinn des Lebens, wenn man niemanden hat, mit dem man es teilen kann?“

Seite 139

Der wohl größte Pluspunkt beim Schreibstil ist aber für mich der Humor. Rosie und Dev sind beide unglaublich vielschichtige Charaktere, die beide viel durchmachen mussten, und sie sind einander ungefähr so ähnlich wie eine Kartoffel und eine Gardine. Toller Vergleich, ich weiß 😉 – auf jeden Fall musste ich öfter mal grinsen, wenn es zu einem weiteren Schlagabtausch zwischen den beiden kam, denn ihre Dialoge wahren einfach zum Totlachen, ehrlich. Hätte ich nicht zwischendurch in einer Videokonferenz mit ein paar Schulkameraden gesteckt, hätte ich wahrscheinlich ein paar mal laut aufgelacht.


Die Handlung

Als ich zu dem Buch gegriffen habe, war mir bereits klar, dass es ein paar erotische Passagen geben würde, aber damit habe ich eigentlich kein Problem, solange sich die Geschichte nicht zu sehr darauf fixiert, dass die Charaktere miteinander ins Bett steigen. Na ja, überrascht hat mich dann aber doch, dass bis zur Hälfte noch überhaupt nichts derartiges in dem Buch passiert ist. Man vergleiche mal mit dem ersten Band, wo bereits das erste Kapitel mit so einer Stelle anfängt. Vermutlich liegt das daran, dass Rosie Devlin anfangs wirklich nicht leiden kann, und auch Dev ist erst noch zurückhaltender und – wie diejenigen unter euch, die die Reihe bereits gelesen haben, wissen – sehr distanziert gegenüber anderen Menschen. Die Story hatte den Fokus viel mehr an der außerkörperlichen Beziehung zwischen Rosie und Dev, was mir wirklich gut gefallen hat. So hat sich das Verhältnis zwischen den beiden weder zu schnell noch zu langsam entwickelt.

Natürlich ist klar, dass es bei einer Beziehung zwischen einem augenscheinlich kalten und gefühllosen Typen und einer aufgeweckten und lebhaften Frau zu ein paar Meinungsverschiedenheiten kommen muss. Na ja, diese Meinungsverschiedenheiten waren dann aber auch teilweise ziemlich witzig, obwohl ich mich schon manchmal darüber aufgeregt habe, wenn Devlin einfach zu sehr an seinem Stolz festgehalten hat, und damit alles verbockt hat. Besonders diesbezüglich hat Dev eine ziemlich große Entwicklung durchgemacht, die aber keinesfalls übertrieben wirkt. Man konnte quasi dabei zusehen, wie er langsam immer mehr Vertrauen zu Rosie bekommen hat.

„Wer kein Risiko einging, wurde auch nicht belohnt.“

Seite 144

Auch die Thematik des Paranormalen hat mir gut gefallen. Rosie glaubt an Geister und Übernatürliches und da trifft es sich natürlich ziemlich gut für sie, als sie einen de Vincent trifft, denn auf dieser berühmt-berüchtigten Familie liegt ja bekanntermaßen ein uralter Fluch … Man hat allerhand über das Übernatürliche erfahren, was ich unglaublich spannend und interessant fand, weil es einfach mal etwas komplett Neues war.


Die Charaktere

Rosie ist mir in dem Moment sympathisch gewesen, als ich sie im zweiten Teil der Reihe kennengelernt habe. Dass das dritte Buch von ihr handelt, hat mich mega angespornt, weshalb ich auch gerne schon eher gelesen hätte, aber wie das eben so oft ist, hab ich doch immer ein anderes Buch vorgezogen … Auf jeden Fall ist Rosie eine sehr aufgeweckte Person und zudem wirklich selbstbewusst und schlagfertig. Sie ist chaotisch und tollpatschig und sagt immer ihre Meinung, egal, wer vor ihr steht – und damit ist sie auch die erste Person, die Devlin de Vincent Paroli bietet.

Devlin selbst ist, wie ich schon gesagt habe, eher der distanzierte und kalte Typ, der auf den ersten Blick völlig gefühllos scheint. Selbst seine Brüder misstrauen ihm in den anderen Teilen, weil niemand ihn einschätzen kann. Das liegt vor Allem daran, dass er alles, was ihm je passiert ist, in sich hineingefressen hat. Er lässt niemanden nah an sich heran, weshalb er auch völlig überrumpelt von Rosie ist, als er sie das erste Mal trifft. Je näher sich er und Rosie kommen, desto mehr öffnet er sich ihr gegenüber auch, und man erfährt einige schockierende Dinge über seine Vergangenheit. Besonders die letzten 50 Seiten des Buches haben es in sich, aber ich will nicht zu viel verraten.

Leider war die Geschichte sehr auf diese beiden Charaktere fixiert, da hätte ich mir noch ein paar mehr Informationen zu allen Nebencharakteren gewünscht. Natürlich hat man in den ersten beiden Bände bereits Lucian, Gabe, Julia und Nikki kennengelernt, aber über Rosies Eltern, ihre Schwester sowie über ihre Freundin Sarah hat man kaum etwas erfahren.


Fazit

Ich kann „Golden Dynasty – Stärker als Begehren“ jedem empfehlen, der die vorherigen Teile mochte. Der dritte Band ist meiner Meinung nach der beste der Reihe, und es hat mir wirklich Spaß gemacht, in die Geschichte von Rosie und Dev einzutauchen.


Meine Bewertung

Gestaltung: 5/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 5/5 ⭐

Charaktere: 4/5 ⭐



Liebe Grüße,

Rezension: »Verity« von Colleen Hoover

Werbung da Rezensionsexemplar

Hi ihr Lieben!

Heute mal wieder eine Rezension zu einem Buch, das ich nicht kaufen musste xD. Ich habe mich nämlich bei der Leserunde zu „Verity“ auf Lovelybooks beworben und hab entgegen aller Wahrscheinlichkeit tatsächlich gewonnen! Deshalb vielen Dank an den bold-Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars.

Bei dem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, das mir über Lovelybooks vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Dies ändert nichts an meiner ehrlichen Meinung oder dem Inhalt der Rezension.


Inhalt

Ein unmoralisches Angebot.
Eine unmögliche Liebe.
Und ein Tagebuch, das Unvorstellbares enthüllt …

Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die erfolggekrönten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese ist seit einem Autounfall, der unmittelbar auf den Tod ihrer beiden Töchter folgte, nicht mehr ansprechbar und zum Pflegefall geworden.
Lowen akzeptiert – auch, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy stark hingezogen fühlt. Während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords findet sie Veritys Tagebuch und liest darin Erschreckendes …

„Warnung: Verity wird Ihr Herz nicht erweichen. Es wird Ihnen die Seele erstarren lassen.“

Kindle Crack Book Reviews

Allgemeine Informationen

Titel: Verity

Autorin: Colleen Hoover

Genre: Psychothriller

Format: Paperback

Seiten: 357

Verlag: bold

gelesen: 18.03.20 bis 19.03.20


Meine Meinung

Die Gestaltung

Hier kann ich kaum etwas anderes sagen, als dass mir das Cover unglaublich gut gefällt. Ich mag die Farben und das, was darauf zu sehen ist. Die Wolken spiegeln etwas sehr Düsteres wider, was für mich schon ein perfekter Bezug zur Handlung ist. Die Vögel lassen alles gleichzeitig irgendwie leicht erscheinen, nicht so schwer, wie diese Geschichte mir tatsächlich auf den Magen gegangen ist. Und der Titel ist wirklich perfekt gewählt. Wer von dem Cover noch nicht angetan ist, der ist es spätestens bei der Geschichte.


Der Erzählstil

Der erste Satz hat mich direkt umgehauen: „Erst höre ich das Geräusch seines berstenden Schädels, dann spritzt mir sein Blut entgegen.“ Wow. Ernsthaft jetzt, so ein Anfang macht doch direkt neugierig auf mehr, oder? Colleen Hoovers Schreibstil ist einfach der Wahnsinn. Ich weiß nicht, wie sie das geschafft hat, aber ich bin geradezu durch die Seiten geflogen. In einer Stunde habe ich so viele Seiten gelesen wie noch nie, das könnt ihr mir glauben. Die Wortwahl ist wirklich perfekt, die Ausarbeitung, die Art, Spannung zu erzeugen.

„Manche Familien haben das große Glück, in ihrem Leben nie auch nur eine einzige Tragödie erleben zu müssen. Und dann gibt es welche, bei denen die Tragödien geradezu Schlange zu stehen scheinen. Was schiefgehen kann, geht schief. Und zuletzt kommt alles noch mal schlimmer.“

Seite 41

Im ersten Abschnitt der Leserunde hat mich Colleen Hoover sehr liebevoll und einfühlsam in die Welt von Lowen, Verity und Jeremy eingeführt und schon da habe ich den leisen Nervenkitzel gefühlt, von dem ich wusste, dass er bald noch schlimmer werden würde. Die Autorin hat Spannung aufgebaut, obwohl auf den ersten Seiten noch nicht so viel passiert ist, sodass ich nur kurz meine Meinung zu dem Leseabschnitt aufschreiben konnte, bevor ich mich wieder ins Buch stürzen musste.

So zieht sich der Schreibstil durch das ganze Buch. Die Spannung hat immer weiter zugenommen, der Nervenkitzel hat mich beinahe um den Verstand gebracht, und obwohl das ganze Thema der Geschichte schwer zu verdauen war, konnte ich doch nicht ein einziges Mal meinen Blick von den Seiten abwenden.


Die Handlung

Ihr merkt schon, wie begeistert ich von dem Buch bin. Mein Herz klopft immer noch, wenn ich an dieses Ende zurückdenke … Aber fangen wir vorne an.

Auf den ersten Seiten habe ich sofort Lowen besser kennengelernt, etwas über sie und ihr Leben, ihre Vergangenheit, erfahren. Auch Jeremy hatte seinen ersten Auftritt und ich mochte es, wie erst ganz langsam und ganz allmählich immer mehr über ihn, sein Leben und seine Schicksalsschläge bekannt geworden ist. Ich hätte wirklich zu keiner Zeit mit dem gerechnet, was in dem Buch passiert ist.

„Wer nicht den Mut hat, auf jegliche schützende Schicht zu verzichten, wenn er über sich selbst schreibt, sollte erst gar nicht anfangen, seine Seele zu Papier bringen zu wollen.“

Seite 75

Der zweite Leseabschnitt war dann schon heftiger. Zwischendurch ist mir richtig übel geworden, besonders, als Lowen dann das erste Kapitel aus Veritys Manuskript zu ihrer Autobiographie gelesen hat … ernsthaft, diese Entdeckungen können niemanden kalt lassen, der ein Herz hat. Ich habe in keinem Moment an dem gezweifelt, was in der Autobiographie geschrieben stand. Mir kam Verity einfach von vornherein wie eine zutiefst gestörte Frau vor, die einfach nur eine Psychopathin ist. Hinzu kommt, dass Lowen ganz eindeutig Dinge gesehen hat, die eigentlich unmöglich sein sollten. Ich meine, wenn eine Wachkomapatientin plötzlich am anderen Ende der Treppe steht und dich ansieht, dann wirst du doch auch paranoid, oder? An dieser Stelle hatte ich auf jeden Fall eine ziemlich heftige Gänsehaut, und auch ich habe Angst vor dem bekommen, was wohl noch so passieren wird …

„Von Liebe auf den ersten Blick kann man in Wirklichkeit nur dann sprechen, wenn man so lange zusammenbleibt, dass sie dazu geworden ist.“

Seite 88

Nach dem dritten Leseabschnitt fiel es mir unglaublich schwer, mir eine kurze Pause zu nehmen und meine Gedanken zur Geschichte aufzuschreiben. Lowens Schlafwandlereien haben den Gruseleffekt noch verstärkt, den ich sowieso noch hatte, und ehrlich, ich habe zwar selbst schon geschlafwandelt, aber was ihr passiert ist, das übersteigt meine Erfahrungen bei Weitem, und ich will auch hoffen, dass das so bleibt.

Der nervenaufreibendste Leseabschnitt war der vierte. Dort hat sich die Beziehung zwischen Lowen und Jeremy langsam angenähert und ich fand von Anfang an, dass die beiden gut zusammenpassen. Auch wenn ich irgendwie das Gefühl hatte, dass Jeremy zu perfekt ist und deshalb einfach etwas zu verbegen haben muss, so wie ich Colleen Hoover kenne. Ob das wirklich so ist oder nicht, das müsst ihr selbst herausfinden, wenn ihr das Buch lest.

„Mittlerweile denke ich, dass Verity aus dem Blickwinkel dieser bösen Menschen geschrieben hat, weil das Böse etwas war, womit sie sich auskannte.“

Seite 157

Am Ende war ich einfach nur noch ein Wrack. Ehrlich jetzt. Ich kann gar nicht glauben, wie ich es gerade schaffe, meine ganzen Gedanken in dieser Rezension aufzuschreiben, und wahrscheinlich merke ich ein paar Stunden später, dass ich ganz viel vergessen habe, was ich eigentlich noch schreiben wollte. Aber das ist ja das tolle bei Büchern. Wenn sie gut sind, dann nehmen sie dich mit und lassen dich nie wieder los, und ich glaube wirklich, dass „Verity“ so ein Buch für mich ist. Über diese Geschichte werde ich wahrscheinlich nie wieder hinwegkommen. Diese unglaublich vielen Plot-Twists und unerwarteten Wendungen, und dann dieses Ende, dass BAM! einfach eingeschlagen ist und plötzlich war die Story vorbei … Ehrlich, Leute, lest dieses Buch!!!


Die Charaktere

Lowen war mir sehr sympathisch als Protagonistin. Ich konnte sie von Anfang an sehr gut nachvollziehen. Sie ist eine Einzelgängerin und als sie plötzlich den Auftrag bekommt, eine Buchreihe für Starautorin Verity Crawford zu beenden, weil diese nach einem Autounfall nicht mehr dazu in der Lage ist, ist sie mega verunsichert. Ich wäre es wahrscheinlich auch, denn obwohl Lowen selbst Schriftstellerin ist, verkaufen sich ihre Bücher bei Weitem nicht so gut und es gibt auch wirklich nicht so viele Menschen, die sie überhaupt gelesen haben. Lowen macht in dem Buch auf jeden Fall eine sehr große Entwicklung durch, die sehr realistisch und authentisch wirkte, genau wie alle ihre Handlungen. Ich selbst wäre genauso paranoid und neugierig gewesen, wie sie es in dem Buch manchmal war, besonders wenn es um Verity ging.

„Ein Kind zu verlieren, oder sogar zwei, bedeutet nicht, dass einem alle weiteren egal sind.“

Seite 330

Jeremy war einer meiner Lieblingscharaktere. Okay, bis das Ende kam, da wurde er von einer anderen Person abgelöst, aber ich werde nichts verraten, was spoilern könnte. Er war einfach perfekt und wirklich der perfekte Bookboyfriend … aber ja. Mehr kann ich zu ihm einfach nicht sagen, ohne zu spoilern, und ihr sollt ja schließlich selbst das Buch lesen und die gleichen Leseerfahrungen machen, die ich dabei gemacht habe.

Ich war mir schon früh sicher, dass mit Verity etwas nicht stimmt. In dem Sinne hat sie mich an Maddy aus „Golden Dynasty“ von Jennifer L. Armentrout erinnert. Obwohl ihre Geschichte doch tatsächlich ganz anders ist, und es mir in keinem Augenblick wie irgendeine Nachmache oder so vorkam. Ich weiß nach diesem heftigen Ende wirklich nicht, was ich von Verity halten soll … Hat sie gelogen oder war alles doch die Wahrheit?


Fazit

„Verity“ ist ein absolutes Jahreshighlight. Ich kann mir nicht vorstellen, dass mir dieses Jahr noch mal irgendein Buch derartige emotionale und sowohl psychisch als auch physisch nervenaufreibende Lesestunden beschert. Colleen Hoover hat sich wirklich selbst übertroffen und ich kann das Buch wirklich absolut jedem nur empfehlen, auch wenn das Thema keinesfalls leicht zu schlucken ist.


Meine Bewertung

Gestaltung: 5/5 ⭐

Erzählstil: 5/5 ⭐

Handlung: 5/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐


Gesamt: 5/5 ⭐


Vielen Dank noch mal an den bold-Verlag und an das Lovelybooks-Team für das Rezensionsexemplar!


Liebe Grüße,