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Rezension: »Leben des Galilei« von Bertolt Brecht

Hey ihr Lieben!

Schullektüre, wer kennt’s nicht? Wahrscheinlich ahnt ihr schon, dass ich mir niemals das Buch bzw. das Drama gekauft hätte, wenn ich es nicht für den Deutschunterricht gebraucht hätte.

Die Rezension ist sehr kurz ausgefallen, aber ich wusste einfach nicht, was ich noch mehr darüber hätte schreiben können … lest selbst, wie es mir gefallen hat:


Inhalt

Leider gibt es im Buch selbst keine Inhaltsangabe, aber grob gesagt geht es um den Physiker Galileo Galilei, der an der Universität in Padua (Italien) Astronomie lehrt. Zunächst möchte er das Kopernikanische Weltsystem beweisen, stößt dann jedoch auf ganz neue astronomische Erkenntnisse.

„Das Leben des Galilei wird vermutlich neben der „Heiligen Johanna der Schlachthöfe“ und dem „Kaukasischen Kreidekreis“ und einigen Stücken Lyrik Brechts größten Anspruch auf Unsterblichkeit begründen.“

W. E. Süskind

Allgemeine Informationen

Titel: Leben des Galilei
Autor: Bertolt Brecht
Genre: Drama
Format: Taschenbuch
Seiten: 131
Verlag: Suhrkamp
gelesen: 10.02.20 bis 30.03.20


Über den Autor

Bertolt Brecht, geboren am 10. Februar 1898 in Augsburg, starb am 14. August 1956 in Berlin.

Das Schauspiel Leben des Galilei wurde 1938/39 im Exil in Dänemark geschrieben. Die Zeitungen hatten die Nachricht von der Spaltung des Uran-Atoms durch den Physiker Otto Hahn und seine Mitarbeiter gebracht. – Die Uraufführung der ersten Fassung des Stückes erfolgte 1943 am Schauspielhaus Zürich, die der zweiten Fassung 1947 in Beverly Hills (Coronet Theatre).


Meine Meinung

Die Gestaltung

Na ja, eigentlich könnte ich diese Kategorie auch auslassen, weil das Cover jetzt wirklich nichts Besonderes ist und die Innengestaltung … tja, alles wirkt eben sehr altbacken und das hat mir von vornherein ein bisschen den Spaß am Lesen verdorben, obwohl das Thema an sich schon recht interessant ist.


Der Erzählstil

Wie bei Dramen gewöhnlich, ist „Leben des Galilei“ in Dialogen geschrieben. Hier fand ich die Sprache der Charaktere sehr typisch für das siebzehnte Jahrhundert, weshalb ich wenig daran auszusetzen habe.

Anders als bei den typischen Klassikern habe ich hier aber doch zwischendurch mit einigen Ausdrücken und besonders mit Formulierungen gehadert. Ich bin es einfach nicht gewohnt, Dramen zu lesen, und werde dies außerhalb des Unterrichts wohl auch nie tun.

Durch die sehr schwierigen Ausdrücke, die teilweise verwendet wurden und den auch ebenso schwierig zu lesenden, sehr verschachtelten Satzbau bin ich oft abgeschweift beim Lesen. Ich denke, einige von euch kennen das auch, wenn man liest, aber nicht bei der Sache ist und gar nicht richtig mitbekommt, was passiert. So ging es mir oft in dem Drama, was ich schade fand – bei „Der Besuch der alten Dame“ ist mir das Lesen insgesamt zum Beispiel einfacher gefallen.


Die Handlung

Das Drama erzählt sozusagen die Geschichte des Physikers Galileo Galilei. Insgesamt spielt die Geschichte mehrere Jahrzehnte lang, wodurch öfter mal größere Zeitsprünge da waren, die aber nicht sonderlich gestört haben, weil das Buch sonst einfach viel zu lang gewesen wäre.

Trotzdem fehlten mir zwischendurch einfach die Zusammenhänge – zwar bin ich mir darüber bewusst, dass Galilei verhaftet wurde, aber allein aus der Handlung des Dramas ist mir nicht klargeworden, weshalb. Das konnte ich mir nur zusammenreimen durch meinen vorherigen Wissensstand.


Die Charaktere

Ich fand es interessant, dass Galilei in dem Drama nicht die Rolle des Helden eingenommen hat, wie es ja oft der Fall ist. Bertolt Brecht hat sich nicht darauf berufen, Galileis Handlungen vor dem Publikum zu rechtfertigen, sondern seine Entscheidungen konsequent zu hinterfragen und sich so ein eigenes Bild von ihm als Protagonist zu machen. Für mich wirkte Galilei wie ein sehr jähzorniger Wissenschaftler, der seine guten und auch seine schlechten Eigenschaften hatte, wobei gerade zum Ende hin die schlechten weitaus überwogen, wodurch es mir schwerfiel, mich in ihn hineinzuversetzen.

Über die anderen Charaktere erfährt man auch viel, und meine Deutschlehrerin wäre sicherlich enttäuscht, weil ich nicht zu jedem einzelnen etwas aufschreiben werde. Alle wirkten sehr vielschichtig, und trotzdem waren einige dabei, die nur so wenig Auftritte hatten, dass ich sie nur oberflächlich kennenlernen konnte.


Fazit

„Leben des Galilei“ ist ein Drama, das mich zwiegespalten zurücklässt. Einerseits fand ich die Thematik sehr interessant, andererseits bin ich einfach kein Fan von Dramen.


Meine Bewertung

Gestaltung: 1/5 ⭐

Erzählstil: 3/5 ⭐

Handlung: 2/5 ⭐

Charaktere: 3/5 ⭐



Alles Liebe,

*Booktalk* Schullektüre – Immer nur langweilig?

Hallo ihr Lieben!

Ich bin mir sicher, jeder von euch kennt es: Schullektüre. Die Langeweile scheint bei diesem Thema im Deutschunterricht oft schon vorprogrammiert zu sein, besonders wenn es um die Analyse von Dramen oder Ähnlichem geht. Aber ich kann euch versichern: Schullektüre muss nicht immer langweilig sein. Denn das ist sie nur, wenn man zulässt, dass es langweilig wird.


Die richtige Einstellung

In der achten und neunten Klasse habe ich mich oft gefragt, warum die Lehrer immer die langweiligsten Bücher für den Unterricht aussuchen. Mittlerweile habe ich etwas mehr verstanden und lese das Buch nicht mehr mit dem Gefühl, es für den Unterricht tun zu müssen, sondern weil ich es wirklich will und weil ich Bücher liebe. Gut, denjenigen unter euch, die nicht so ein großer Bücherfan sind wie ich, wird diese Einstellung vermutlich schwerfallen, aber mir hilft sie auf jeden Fall.

Ich lese, schreibe und rezensiere gerne, genauso gerne, wie ich hier auf diesem Blog Themen rund um Bücher veröffentliche. Wenn ich also ein Drama für die Schule lesen muss, um hinterher eine Inhaltsangabe dazu zu schreiben, dann lese ich dieses Drama in aller Ruhe zu Hause und mache mir zwischendurch Notizen und markiere schöne Zitate – genauso, wie ich es bei jedem anderen Buch mache, das ich lese. Meistens vergesse ich dabei, dass ich das Buch eigentlich für die Schule lesen muss und verstehe die Handlung somit auch viel besser. Im Unterricht kann ich mich besser einbringen, weil ich meine eigene Meinung bereits entwickelt habe, und es fällt mir auch nicht mehr schwer, Charakterisierungen, Analysen oder Inhaltsangaben zu schreiben.

Nervig wird es erst dann, wenn die Lehrer der Meinung sind, man müsse zu jedem Kapitel sogenannte „Reading Logs“ ausfüllen. Also quasi eine Tabelle, in der man sich Notizen zu jedem einzelnen Kapitel des Buches macht – zu den Charakteren, zur Handlung, zu aufgeworfenen Fragen. Das stört den Lesefluss extrem, weshalb ich die Reading Logs meistens erst dann ausfülle, wenn ich das Buch fertig gelesen habe.


Die besten Schullektüren

Hier findet ihr eine kleine Liste mit den besten Schullektüren, die ich bereits durchgenommen habe:

  1. Die Kinder aus Theresienstadt von Kathy Kacer
  2. *The Hate U Give von Angie Thomas
  3. Ketchup Clouds von Annabel Pitcher (deutscher Titel: Ketchuprote Wolken)
  4. Der Schatten an meiner Wand von Kerstin Lundberg Hahn
  5. Leben des Galilei von Bertolt Brecht
  6. *The Adventures of Tom Sawyer von Mark Twain (deutscher Titel: Die Abenteuer des Tom Sawyer)
  7. *The Pit von David Fermer
  8. Tschick von Wolfgang Herrndorf
  9. Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt
  10. Nennt mich nicht Ismael! von Michael Gerard Bauer

*Hierbei handelt es sich um gekürzte Bücher, die extra für Schulen mit Vokabelangaben o.Ä. ausgestattet sind.


Ich hoffe, ich habe einigermaßen verständlich erklärt, wie selbst Schullektüre spannender werden kann, wenn man sich nur darauf einlässt. Habt ihr noch andere Strategien? Wie geht ihr mit Schullektüre um?

Eure

Rückblick: Januar 2020

Der Januar ist immer ein spannender Monat und dieses Mal hatte ich einige Dinge, auf die ich glücklich zurückblicken kann. Im Januar gab es für mich Höhen und Tiefen und weil ich gern ein etwas persönlicheres Verhältnis zu denen habe, die meinen Blog mit Kommentaren, Abonnements und Likes unterstützen und auch zu denen unter euch, die meine Beiträge einfach nur lesen, weil sie euch gefallen, möchte ich euch nicht nur über buchige Dinge erzählen. (Natürlich kommen die aber auch nicht zu kurz!)


Privates

Natürlich geht es mir nach den Weihnachtsferien immer darum, meine Noten aufzubessern, bevor die Zeugnisse verteilt werden. Okay, dieses Halbjahr war mein Zeugnis nicht ganz so zufriedenstellend, aber ich habe mir vorgenommen, es im nächsten Halbjahr besser zu machen und glaube, dass mir das auch gut gelingen wird.

In den ersten beiden Schulwochen hatte ich wie gewöhnlich nach den Ferien ziemlich viel Stress. Es standen nämlich eine Mündliche Prüfung in Englisch, eine Matheklausur und ein Musiktest an, was im Voraus aber immer beängstigender und einschüchternder klingt, als es wirklich ist. Zwar kann ich nicht behaupten, dass ich mit jeder Note, die ich bekommen habe, super zufrieden bin, aber wer kann das schon?

Aber jetzt hab ich erst mal genug von Schule geredet. Ich bin nämlich zwei Tage vor den Zeugnissen endlich meine Zahnspange losgeworden. Der Prozess selbst war zwar keine meiner liebsten Erfahrungen, aber das Ergebnis kann sich auf jeden Fall blicken lassen, und darauf bin ich stolz!

Ein weiteres Highlight im Januar war für mich der Workshop für Kreatives Schreiben, von dem ich euch ja bereits erzählt habe. Dieser hat mich sowohl privat als auch schulisch sehr viel weitergebracht, da ich an nur einem Tag gelernt habe, wie ich es hinbekommen kann, weniger an mir selbst und meinen Ergebnissen zu zweifeln. Ich habe gelernt, dass der Prozess wichtig ist und nicht das, was dabei herauskommt, und dass es in erster Linie darum geht, dass ich zufrieden mit mir selbst bin. Von daher ein großes Dankeschön an meinen Vater für dieses Geburtstagsgeschenk!


Buchiges

Neuzugänge

Insgesamt habe ich im Januar 12 Neuzugänge bekommen bzw. gekauft. Davon waren nur fünf selbstgekauft und alle anderen habe ich nur durch das Einlösen von Gutscheinen bzw. geschenkt bekommen oder aber ausgeliehen, weshalb ich schon sagen muss, dass ich diesen Monat mehr gespart habe als letztes Jahr. Hier ist die Liste mit den Büchern, die bei mir eingezogen sind:

  1. Dämonentochter – Verbotener Kuss von Jennifer L. Armentrout (selbstgekauft)
  2. Shadow Dragon – Die wahre Kaiserin von Kristin Briana Otts (durch Einlösen von Gutschein)
  3. Sturmtochter – Für immer vereint von Bianca Iosivoni (durch Einlösen von Gutschein)
  4. Rebellion – Schattensturm von Jennifer L. Armentrout (durch Einlösen von Gutschein)
  5. Die verborgenen Insignien des Pan von Sandra Regnier (selbstgekauft)
  6. Sturmhöhe von Emily Brontë (selbstgekauft)
  7. The Hate U Give von Angie Thomas (Schullektüre, geschenkt)
  8. Leben des Galilei von Bertolt Brecht (Schullektüre, geschenkt)
  9. Dämonentochter – Verlockende Angst von Jennifer L. Armentrout (selbstgekauft)
  10. Dämonentochter – Verführerische Nähe von Jennifer L. Armentrout (sebstgekauft)
  11. Dämonentochter – Verwunschene Liebe von Jennifer L. Armentrout (ausgeliehen)
  12. Dämonentochter – Verzaubertes Schicksal von Jennifer L. Armentrout (ausgeliehen)

Lesemonat

Beinahe scheint es mir, als wäre ich noch ein bisschen im Dezember-Blues. Ich konnte wieder nicht so viele Bücher lesen, wie ich mir eigentlich erhofft hatte, aber trotzdem bin ich unendlich glücklich, endlich „Die Nebel von Avalon“ beendet zu haben. Das Buch wird zwar wahrscheinlich kein Highlight werden, aber dafür gab es noch andere Bücher, die mir sehr gut gefallen haben. Hier seht ihr die Bücher, die ich gelesen habe; wenn die Rezension bereits veröffentlicht wurde, ist sie auch mit dem Buch verlinkt:

  1. Biss zur Mittagsstunde von Stephenie Meyer (558 Seiten); 3,5/5 ⭐
  2. Die Nebel von Avalon von Marion Zimmer Bradley (813 Seiten); 4/5 ⭐
  3. Die verborgenen Insignien des Pan von Sandra Regnier (361 Seiten); 3,5/5 ⭐
  4. Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green (333 Seiten); 5/5 ⭐
  5. Biss zum Abendrot von Stephenie Meyer (620 Seiten); 4,5/5 ⭐
  6. Rebellion – Schattensturm von Jennifer L. Armentrout (542 Seiten); 4,5/5 ⭐
  7. Dämonentochter – Verbotener Kuss von Jennifer L. Armentrout (446 Seiten); 4,5/5 ⭐
  8. Das Paket von Sebastian Fitzek (362 Seiten); 5/5 ⭐
  9. Biss zum Ende der Nacht von Stephenie Meyer (789 Seiten); 4,5/5 ⭐

Eigentlich habe ich aus „Biss zur Mittagsstunde“ und „Die Nebel von Avalon“ gar nicht alle Seiten gelesen, da ich die beiden Bücher schon im Dezember angefangen hatte. Das heißt, aus „Biss zur Mittagsstunde“ habe ich insgesamt nur 435/558 Seiten gelesen und aus „Die Nebel von Avalon“ 342/813. Außerdem hab ich noch 38/371 Seiten in meiner Schullektüre „The Hate U Give“ gelesen.

Von den genannten Büchern war „Das Paket“ mein Highlight, und ich kann mir auch gut vorstellen, dass es ein Jahreshighlight wird. Aber wer weiß, was dieses Jahr überhaupt so auf mich zukommt! Mein größter Flop war „Biss zur Mittagsstunde“. Ich weiß, dass ich es nicht schlecht bewertet habe, was daran liegt, dass ich das Buch nicht grottenschlecht fand oder so. Es war vielmehr die Enttäuschung nach dem Lesen, die mich zu dieser Entscheidung gebracht hat. Ich hatte einfach viel mehr erwartet und diese Erwartungen wurden nicht erfüllt.


Statistik

Bücher: 9

Seiten: 4.268

durchschnittliche Bewertung: 4/5 ⭐


Filme & Serien

Ich gucke generell eher weniger Filme oder Serien, weshalb ich auch nur die Netflix-Serie Shadowhunters gesehen habe, die ich aber ziemlich gut fand, wobei mich das Ende der letzten Staffel ein bisschen enttäuscht hat. Ansonsten habe ich mit der Netflix-Serie Vampire Diaries angefangen, wo ich jetzt bei Staffel 2, Folge 7 bin.


Wie lief euer Lesemonat Januar so? Welches war euer absolutes Highlight?

Ich wünsche euch einen schönen neuen Lesemonat Februar!

Eure Lara