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Rezension: »Die Verschworenen« von Ursula Poznanski

Etwas verspätet kommt heute die Rezension zu »Die Verschworenen« von Ursula Poznanski. Da es sich bei dem Buch um den zweiten Teil der Eleria-Trilogie handelt, kommen Spoiler zu Band 1 (»Die Verratenen«) vor.


Bibliographische Daten

Titel: Die Verschworenen
Autorin: Ursula Poznanski
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 464
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7547-5
Reihe: Eleria-Trilogie / Bd. 2

Erster Satz: »Die Kinder sind ein bebender Schatten im ersten Licht der Morgendämmerung.«


Inhalt

In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann. Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet. Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen.

Quelle: Goodreads


Meine Meinung

Schon der erste Teil der Trilogie hat mir recht gut gefallen, weshalb ich auch nicht unbedingt niedrige Erwartungen an dieses Buch hatte. Diese wurden auch größtenteils erfüllt, und der Schreibstil von Ursula Poznanski hat sein Übriges dazu getan, denn der ist einfach nur großartig. Jedes ihrer Bücher lässt sich wunderbar schnell und flüssig lesen, ohne dass ich jemals das Gefühl hatte, über bestimmte Formulierungen zu stolpern, etc.

Hinzu kommt, dass ich recht schnell wieder in die Geschichte reingekommen bin, da das Buch direkt an den Vorgänger anschließt. Dadurch konnte ich mir die letzten Geschehnisse aus Band 1 sofort wieder ins Gedächtnis rufen und hatte keine Schwierigkeiten, mit Teil 2 zu starten. Des Weiteren gab es in diesem Buch viel mehr unerwartete Wendungen und Plot-Twists, wodurch es insgesamt auch spannender war. Einzig einen Cliffhanger am Ende hätte ich mir gewünscht, um noch ein bisschen die Spannung auf den nächsten Teil zu erhöhen. Ich meine, das Buch hat zwar an sich so eine Art Cliffhanger, aber eben doch nicht ganz, weil danach noch eine kurze Szene kam, die das Ende ein bisschen »lasch« hat werden lassen.

Ansonsten kann ich nur den Mittelteil kritisieren, weil es sich dort dann doch ein bisschen gezogen hat. Beziehungsweise, nicht richtig gezogen, aber da ist die Geschichte dann eher so dahin geplätschert. Was natürlich dazu geführt hat, dass ein Großteil der zuvor aufgebauten Spannung wieder zunichte gemacht wurde. Einige Dinge waren aber auch im MIttelteil anders als erwartet, weshalb ich nicht das Gefühl hatte, dass ich langsamer mit dem Lesen vorankomme als vorher.

Fazit

Alles in allem ist »Die Verschworenen« trotzdem ein sehr gutes Buch, das mich auf jeden Fall auf den dritten Teil der Eleria-Trilogie hoffen lässt. Jetzt muss der nur noch in mein Regal einziehen, auch wenn ich ja eigentlich ein Kaufverbot habe … selbstauferlegt, versteht sich, wegen SuB-Abbau und so. Ihr wisst, was ich meine

Rezension: »Kalte Asche« von Simon Beckett

Tatsächlich habe ich es am 31. Mai 2021 noch geschafft, um 20:00 Uhr das neunte Buch für den Monat zu beenden! Und zwar mit einem ganz einfachen Trick, ich habe nämlich einfach das Hörbuch in doppelter Geschwindigkeit gehört, und ganz ehrlich? Ich hätte es mir schlimmer vorgestellt, ich habe trotzdem alles noch verstanden, Gefühle kamen rüber, etc. Werde ich ab jetzt also öfter so mit Hörbüchern machen.

»Kalte Asche« ist der zweite Teil der Reihe rund um den forensischen Anthropologen David Hunter, kann aber auch unabhängig vom ersten Band gelesen werden. Trotzdem würde ich raten, zuerst »Die Chemie des Todes« zu lesen bzw. hören, weil in diesem Buch doch einige Anekdoten gemacht wurden, die im ersten Band erklärt werden. In dieser Rezension kommen jedoch keine Spoiler zu Band 1 vor.


Inhalt

Asche zu Asche, Staub zu Staub, Leben zu Tod

Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal erblickt, weiß er sofort: Dieser Tod war kein Unfall. Er will seine Erkenntnisse dem Superintendent mitteilen, doch die Leitung bleibt tot. Ein Sturm hat die Insel von der Außenwelt abgeschnitten. Da geschieht ein weiterer Mord …

»Gruseliger geht’s kaum.«

BILD

(Quelle: Klappentext)


Bibliographische Daten

Titel: Kalte Asche
Autor: Simon Beckett
Übersetzung: Andree Hesse
Sprecher: Johannes Steck
Genre: Thriller
Format: Hörbuch
Dauer: ca. 10 Std. 44 Min.
Verlag: argon Hörbuch
EAN: 978-3-839-89136-0
Reihe: David Hunter / Bd. 2

Erster Satz: »Bei entsprechender Temperatur brennt alles.«


Meine Meinung

Obwohl ich bei weitem lieber selbst lese, ist es zwischendurch doch mal ganz angenehm, ein Hörbuch zu hören. Dafür habe ich die App Audiobooks by Deezer, was sich anbietet, weil ich sowieso ein Deezer-Konto habe und die Audiobooks-App für mich somit kostenlos ist. Ein großer Vorteil der App ist auf jeden Fall, dass man die Geschwindigkeit einstellen kann, weshalb ich das Hörbuch zu »Kalte Asche« in höherer Geschwindigkeit hören konnte und es somit auch geschafft habe, es noch im Mai zu beenden.

Na ja, soviel also dazu. »Kalte Asche« musste ich einfach auch hören, weil ich den ersten Teil der Reihe, »Die Chemie des Todes«, schon so sehr mochte. Der zweite Teil hat mir zwar auch ziemlich gut gefallen und ist eindeutig eine klare Empfehlung von mir, allerdings kommt er meiner Meinung nach trotzdem nicht ganz an seinen Vorgänger ran.

Da ich zwischendurch einige Passagen des Hörbuchs in meiner Taschenbuch-Ausgabe mitgelesen habe, kann ich auch ein bisschen was zum Schreibstil sagen. Mir ist dabei aufgefallen, dass im Hörbuch einige Sätze nicht so vorgelesen wurden, wie sie im Buch stehen, zumindest nicht in meiner Ausgabe. Da die aber auch schon einige Jahre alt ist, kann es gut sein, dass es in neueren Auflagen der Wortlaut genauso ist wie der im Hörbuch. Also werde ich das nicht allzu streng bewerten.

Ansonsten gefällt mir sowohl die Art, wie Simon Beckett schreibt, als auch die Erzählweise von Johannes Steck. Die einzelnen Charaktere haben unterschiedliche Stimmlagen bekommen, die alle fast eindeutig einzuordnen waren. Nur manchmal konnte man bei den Stimmen durcheinandergeraten, insbesondere dann, wenn nicht dabeistand, wer was gesagt hat und beide Charaktere eine ähnliche Stimme hatten.

Natürlich kam auch hier wieder Spannung auf, und gerade zum Ende hin konnte mich kaum stoppen, weiterzuhören. Auch die Handlung war gut durchdacht, es war ein roter Faden erkennbar und es gab einige Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Genauso wenig wie ich diesen krassen Cliffhanger am Ende erwartet hätte, aaah. Jetzt bin ich auch noch gezwungen, den dritten Teil direkt im Anschluss zu hören, um herauszufinden, was mit David passiert!

Insgesamt gab es mir aber trotzdem ein bisschen viele Parallelen zur Handlung des ersten Teils. Mein größter Kritikpunkt allerdings ist der Umgang im Buch mit Akne. Ja, Akne ist vielleicht nicht so schön, aber es ist eine Hautkrankheit, für die niemand etwas kann. Wer Akne hat, ist nicht automatisch ungepflegt. Ich weiß, wovon ich spreche, weil ich selbst von Akne betroffen bin und extrem auf Hygiene achten muss, damit es nicht noch schlimmer wird, als ohnehin schon. Ich trau mich schon kaum ohne Schminke aus dem Haus, auch wenn ich daran arbeite. Fotos ohne Schminke, die möglichst jeden Pickel und jede Unreinheit überdeckt, gehen überhaupt nicht, vielleicht später mal, aber so weit bin ich noch nicht. Und jemanden zu beschreiben, der bzw. die Akne hat, muss auch nicht gleich so sein, dass man sein bzw. ihr Gesicht mit einer „grässlichen Kraterlandschaft“ vergleicht. Und wer glaubt, Akne sei ja gar nicht so schlimm: Nein, im Vergleich zu manch anderen Hautkrankheiten vielleicht nicht, aber auch von Akne gibt es unterschiedliche Stadien, die mehr oder weniger schlimm sind. Und egal, welches Stadium man hat: Akne tut häufig weh, auch wenn das Menschen, die nicht betroffen sind, vielleicht nicht wissen oder wahrhaben wollen. Das musste jetzt einfach mal gesagt werden, tut mir leid für den Ausbruch.

Fazit

Ich will meine Bewertung nicht allein von meinem letzten Punkt abhängig machen, obwohl der für mich schon recht schwer wiegt, weil es nicht nur an einer, sondern an mindestens drei Stellen im Buch vorkam, dass Leute mit Akne als hässlich und unhygienisch dargestellt wurden. Trotzdem ist das Buch ansonsten absolut lesenswert und eine Empfehlung von mir, insbesondere als Hörbuch, da ich es sehr angenehm fand, Johannes Steck zuzuhören.

Rezension: »Wie Blut so rot« von Marissa Meyer

Hey!

Natürlich habe ich nach dem ersten Teil auch den zweiten Band der Luna-Chroniken gelesen. Der mir sogar insgesamt besser gefallen hat, aber lest selbst.


Inhalt

Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grand-mère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …

»Fans von Wie Monde so silbern werden diese absolut gelungene Fortsetzung nur so verschlingen.«

Publishers Weekly

Bibliografie

Titel: Wie Blut so rot
Autorin: Marissa Meyer
Übersetzung: Astrid Becker
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 432
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58287-4
Reihe: Luna-Chroniken / Bd. 2
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Wie sie nun in den Wald kam, begegnete ihr der Wolf. Sie aber wusste nicht, was das für ein böses Tier war, und fürchtete sich nicht vor ihm.

„Wie Blut so rot“ ist der zweite Teil der Luna-Chroniken und eine Adaption des Grimmschen Märchen „Rotkäppchen“. Allein das ist schon eine Erwähnung wert, denn ich finde, das Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf wird viel zu selten in Märchenadaptionen thematisiert, dabei ist es eins von den Schönsten der Brüder Grimm.

Tatsächlich ist die Adaption wirklich gut umgesetzt worden. Vor allem, weil die Geschichte in der Zukunft spielt und das Märchen von Rotkäppchen somit auf „neu“ gemacht wurde. Mich fasziniert einfach dieser Einfallsreichtum, wie Marissa Meyer es geschafft hat, verschiedene Elemente aus dem originalen Märchen mit in ihre eigene Geschichte einzubauen.

Das junge, zarte Ding, das ist ein fetter Bissen, der wird noch besser schmecken als die Alte.

Scarlets Charakter unterscheidet sich sehr von Cinders. Letztere hat in dem Buch auch immer noch Auftritte und fungiert sozusagen als zweite Protagonistin. Scarlet Benoit ist etwas älter als Cinder und mir persönlich sehr sympathisch. Sie weiß, was sie will und hat ein unschlagbares Temperament, das auch schon mal für lustige oder gefährliche Situationen verantwortlich ist.

Wolf ist auch ein toller Charakter, den man so nicht aus Büchern kennt. Er hat eine sehr düstere Ausstrahlung, aber man erkennt mit der Zeit, dass er eigentlich einen eher weichen Kern hat. Ob der jedoch gespielt oder echt ist, das kann ich euch nicht verraten, weil ich sonst spoilern würde. Auf jeden Fall bringt Wolf frischen Wind in die Geschichte – und er harmoniert wirklich gut mit Scarlet, finde ich.

Da auch immer noch Kapitel aus Cinders und Kais Sicht erzählt werden, erfährt man auch, wie es mit den beiden weitergeht, nachdem „Wie Monde so silbern“ ein so unschönes Ende für Cinder hatte … An der Stelle muss ich auch noch mal sagen, wie sehr ich Thorne mag, der zu einem von Cinders Komplizen wird.

»Großmutter, was hast du so große Zähne?«

Die Geschichte rund um Scarlet und Wolf spielt größtenteils in dem kleinen französischen Dorf Rieux und der Großstadt Paris, die jedoch im Krieg fast zerstört wurde. Dorthin zieht es das Duo auf der Suche nach Scarlets Großmutter und da nimmt alles sein Ende … Auf jeden Fall wurde das Setting sehr eindrucksvoll dargestellt und ich konnte mir die ganze Zeit über bildlich vorstellen, wie es im zerstörten Paris oder im idyllischen Rieux aussieht.

Der Handlungsstrang selbst wird immer verzwickter. Er bezieht sich häufig auf den ersten Teil, weshalb man den auf jeden Fall vorher gelesen haben sollte, wobei es auch nicht allzu schlimm sein sollte, wenn man es nicht getan hat, weil die Autorin gekonnt den Inhalt zusammengefasst hat, wenn es gerade gepasst hat – und das, ohne dass Längen entstanden sind.

Am Ende fügt sich mal wieder alles zusammen, auch wenn noch einige offene Fragen bleiben, die im nächsten Teil erläutert werden. Das Ende selbst besteht aus einem eher seichten Cliffhanger, da er nicht allzu dramatisch ist, aber trotzdem neugierig auf mehr macht.

»Dass ich dich besser fressen kann.«

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich teilweise schon vorhersehen konnte, wie das Ganze endet und was es tatsächlich mit Wolf auf sich hat. Das lag aber daran, dass ich das Märchen von Rotkäppchen kenne und es sehr offensichtlich ist, dass Wolf an den bösen Wolf im originalen Märchen angelehnt ist.


Fazit

„Wie Blut so rot“ hat mir ungemein besser gefallen als der erste Teil, da es spannend und emotionsgeladen war und ich es zudem sehr schnell weggelesen habe. Den Cliffhanger hätte ich mir trotzdem ein bisschen dramatischer gewünscht, und eine etwas weniger vorhersehbare Storyline wäre auch ganz nett gewesen.

Rezension: »Märchenfluch – Die Rache der Fee« von Claudia Siegmann

Hey!

Mit diesem Hörbuch habe ich diesen Monat schon 7 Bücher beendet. Beachtet einfach nicht, dass dieser Monat bisher erst 9 Tage hatte, das ist unwichtig. Aber es macht mich schon irgendwie happy.

Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Teil der „Märchenfluch“-Reihe von Claudia Siegmann, weshalb Spoiler zum ersten Band auftreten können.


Inhalt

Floras Leben steht Kopf und dafür gibt es drei gute Gründe:

  1. Sie ist die Nachfahrin von Dornröschen und kann Flüche brechen.
  2. Eine böse Fee hat es auf sie abgesehen.
  3. Wenn Hektor Falkenfeder sie anlächelt, schlägt ihr Herz Purzelbäume.

Allerdings ist Hektor nicht nur unglaublich süß, er hat auch viele Geheimnisse – und eins davon trägt den Namen Lavina Tiefenbach und weicht neuerdings nicht von seiner Seite. Doch auch Flora verbirgt Dinge vor den anderen Märchennachfahren. Zum Beispiel, dass sie Tipps von einem hochnäsigen sprechenden Spiegel bekommt, dass sie plötzlich eine fast gleichaltrige Schwester namens Vicky hat – und dass ein gefährlicher junger Mann hartnäckig versucht, ihr Vertrauen zu gewinnen. Flora und ihre Freunde ahnen nicht, dass ihre Probleme gerade erst begonnen haben. Denn eine uralte dunkle Macht sammelt im Verborgenen ihre Kräfte …


Bibliografie

Titel: Märchenfluch – Die Rache der Fee
Autorin: Claudia Siegmann
Sprecherin: Katja Sallay
Genre: Fantasy
Format: Hörbuch
Dauer: 9 Std. 7 Min.
Verlag: Wunderkind
Reihe: Märchenfluch / Bd. 2
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Den ersten Teil der Reihe habe ich 2019 als Hörbuch gehört, die Rezension dazu hatte ich aber auf meinem alten Blog verfasst, der mittlerweile gar nicht mehr existiert. Ich wusste aber noch, dass ich dem Hörbuch damals 4 Sterne gegeben habe, was heute vermutlich einer Bewertung von 3 bis 3,5 Sternen entspricht – ich bin ein bisschen strenger geworden, was das betrifft.

Na ja, obwohl es schon so lange zurückliegt, dass ich den ersten Teil gehört habe, kam ich gut wieder in die Geschichte rein. Die Einzelheiten aus dem ersten Teil kamen nach und nach wieder in mein Gedächtnis zurück, da auch Flora und alle anderen Charaktere sich nicht an alles erinnern konnten, das passiert war, weshalb werde ich hier nicht verraten, weil das schon ein zu großer Spoiler wäre.

Das Cover ist zugeben nicht mein Fall, aber das tut jetzt hier nicht großartig was zur Sache, denn der Schreibstil von Claudia Siegmann ist flüssig und so ließ sich die Geschichte locker-fluffig weghören. Zwar waren einige Stimmlagen der Sprecherin teilweise ein wenig nervtötend, aber dafür hatte sie für jeden einzelnen Charakter eine individuelle Stimme drauf, was das also wieder ausgleicht.

Größtenteils wurde das Buch aus der Sicht von Flo erzählt, zwischendurch gab es aber auch immer mal wieder Abschnitte aus der Sicht von Jonathan, alias der Rosenkavalier – derjenige, der Flo im ersten Teil beinahe umgebracht hätte. Diese PoV-Wechsel haben frischen Wind und mehr Spannung in die Geschichte gebracht und ihr somit auf jeden Fall gut getan.

Die Charaktere waren mir (fast) alle sympathisch, allerdings fehlte es mir hier eindeutig an Tiefe. Die meisten Figuren wurden nur oberflächlich angeschnitten und nicht weiter berücksichtigt – da wäre auf jeden Fall noch Luft nach oben gewesen. Flo war aber trotzdem gut ausgearbeitet und ihre Entscheidungen sowie Gedanken waren allesamt nachvollziehbar. Manchmal wusste man als Leser durch die Kapitel aus Jonathans Sicht aber schon mehr als Flo, wodurch einige Wendungen durchaus vorhersehbar waren – trotzdem blieb das Ende spannend durch und durch und wegen des Cliffhangers werde ich sofort mit Band 3 weitermachen.


Fazit

„Märchenfluch – Die Rache der Fee“ ist eine tolle Fortsetzung einer großartigen Märchenadaption, wobei auch hier noch Luft nach oben ist. Dennoch hat mir der zweite Teil besser gefallen als der erste, weshalb ich schon gespannt auf den dritten und letzten bin.

Rezension: »Vengeful – Die Rache ist mein« von V. E. Schwab

Hey ihr Lieben!

Kurz nachdem ich „Vicious“ beendet hatte, habe ich auch sofort mit dem Hörbuch zum zweiten Teil, „Vengeful“, angefangen. Und auch die Fortsetzung hat mich nicht enttäuscht!


Inhalt

Was ist besser, als die Frau des mächtigsten Mannes der Stadt zu sein? Die mächtigste Frau der Stadt zu sein – ohne Mann.

Nachdem Marcella von ihrem eigenen Ehemann, dem Unterweltboss Marcus Riggins, umgebracht wird, erwacht sie mit einer zerstörerischen Superkraft wieder zum Leben. Und schwört Rache. Mit der Hilfe anderer ExtraOrdniärer setzt sich Marcella an die Spitze des Verbrecherimperiums und merzt ihre Feinde gnadenlos aus.
Alles läuft wie am Schnürchen – bis die Todfeinde Victor Vale und Eli Ever auftauchen und die Stadt zum Schauplatz ihrer Auseinandersetzung machen.


Bibliografie

Titel: Vengeful – Die Rache ist mein
Autorin: V. E. Schwab
Übersetzung: Petra Huber, Sara Riffel
Sprecher: Jacob Weigert
Genre: Fantasy
Format: Hörbuch
Dauer: 14 Std. 55 Minuten
Verlag: Argon Hörbuch
Reihe: Villains / Bd. 2
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Die Atmosphäre in „Vengeful“ ist noch immer düster und mysteriös, was der Geschichte sehr gut tut. Der Klappentext führt aber leider ein kleines Bisschen in die Irre, denn die Geschichte ist nicht ausschließlich aus Marcellas Sicht erzählt, sie fängt bloß mit ihrem Tod an. Stattdessen begleiten wir weiterhin Victor, Sydney und den Rest des Dreamteams mehrere Jahre nach den Geschehnissen in „Vicious“.

Die Charaktere sind auch in diesem Band wieder sehr gut ausgearbeitet, allerdings insgesamt ein bisschen tiefgründiger und gleichzeitig irgendwie oberflächlicher. Ich kann es schlecht beschreiben, aber auf der einen Seite kam Victor mir beispielsweise gefühlskälter und gleichzeitig herzlicher vor. Da wäre es mir schon ein bisschen lieber gewesen, wenn er nicht die ganze Zeit so schwankend unterwegs gewesen wäre.

Trotzdem konnte mich V. E. Schwab schon wieder mit ihrem unglaublichen Schreibstil überzeugen. Auch der Sprecher hat in diesem Hörbuch wieder fantastische Arbeit geleistet. Und erneut gibt es wieder viele Zeitsprünge und dadurch unterschiedliche Handlungsstränge, die sich am Ende alle zusammengeknüpft haben, auch wenn besonders bezüglich June ein paar offene Fragen blieben. Da hoffe ich auf jeden Fall noch auf einen dritten Teil oder zumindest ein Spin-off, denn das Ende hat mir leider auch nicht soooo gut gefallen.

In „Vengeful“ trifft man zudem neue EOs (ExtraOrdniäre) mit neuen Fähigkeiten. Durch das Zusatzmaterial am Ende wurde eine davon noch näher beleuchtet, wobei ich ihren Namen schon wieder vergessen habe … Was soll’s.


Fazit

„Vengeful“ ist eine würdige Fortsetzung von „Vicious“ und konnte mich ebenfalls überzeugen. Allerdings hat hier noch das gewisse Etwas gefehlt, das mich im ersten Band so gefesselt hat.

Rezension: »Tell me no lies« von A. V. Geiger

Hallo ihr Lieben!

Da ich zurzeit besser mit Hörbüchern zurechtkomme, lese ich insgesamt weniger Prints – deshalb habe ich auch erst jetzt „Tell me no lies“ beendet. Wobei es hier auch daran lag, dass ich von der Geschichte nicht ganz überzeugt werden konnte …


Allgemeine Informationen

Titel: Tell me no lies
Autorin: A. V. Geiger
Übersetzung: Katrin Reichardt
Genre: New Adult
Format: Paperback
Seiten: 333
ISBN: 978-3-7363-1045-2
Verlag: LYX
Reihe: Follow me back / Bd. 2
gelesen: 09.08.20 bis 26.09.20


Inhalt

WAS IST MIT ERIC THORN GESCHEHEN?

Wo ist Eric Thorn? Ist er am Leben? Tessa Hart ist die Einzige, die die Wahrheit kennt. Aber sie hat beschlossen, ihre Eric-Thorn-Fangirl-Zeiten ein für alle Mal hinter sich zu lassen – und nie wieder in die Nähe einer Twitter-App zu kommen. Denn auch wenn sie sich inzwischen traut, ihr Zimmer zu verlassen, so fürchtet sie sich noch immer vor der Vergangenheit. Doch genau dieser muss sich Tessa früher stellen als gedacht …

»Von Anfang bis Ende ein fesselnder Pageturner!«

Anna Todd über „Follow me back“

Meine Meinung

Die Gestaltung

Das Cover ist mal wieder wirklich schön, wie bei fast allen LYX-Büchern. Keine Ahnung, was ich noch groß dazu sagen kann. Die Farben harmonieren toll miteinander und der Titel passt ebenfalls perfekt zur Geschichte. Nur ein bisschen Glitzer wäre schön gewesen, also quasi ein bisschen Struktur auf dem Cover.

Von der Innengestaltung her kann ich auch nicht meckern. Die Kapitel sind nummeriert, haben aber gleichzeitig auch Überschriften, die das Ganze ein bisschen mysteriöser und geheimnisvoller wirken lassen. Da das Buch aus mehreren Sichtweisen geschrieben wurde, wäre es allerdings noch ganz schön gewesen, wenn die Namen der jeweiligen Erzählperspektive noch drübergestanden hätten.


Der Erzählstil

A. V. Geigers Schreibstil war wie auch im ersten Band „Follow me back“ schon sehr schlicht und einfach zu lesen. An den richtigen Stellen wurden Fachbegriffe verwendet, die verschiedenste psychische Erkrankungen erklärt haben. So wurde beispielsweise ständig von Agoraphobie, Priming und Projektion gesprochen – wer den ersten Band nicht gelesen hat, wäre mit diesen Wörtern gnadenlos überfordert gewesen.

Die Vernehmungsprotokolle, die ungefähr jedes zweite Kapitel auftauchten, waren sachlich geschrieben und es wurden keine Gedanken der Protagonisten ersichtlich. Dadurch wurde Spannung aufgebaut – zum Glück, denn das war auch das einzige, was spannungsmäßig in der Geschichte passiert ist.


Die Handlung

Das Buch knüpft direkt an den Cliffhanger vom ersten Band an, der zugegeben recht fies war, aber auch nicht überrascht hat. Er wirkte auf mich schon vor zwei Monaten sehr gewollt. Dieses Gefühl hatte ich auch den ganzen zweiten Teil über. Die Story wirkte an den Haaren herbeigezogen und war in sich nicht sehr stimmig.

Der Klappentext hat mich zunächst wirklich in die Irre geführt, denn schon im ersten Kapitel erfährt man, wo Eric Thorn sich aufhält. Das war eine Enttäuschung, weil ich eigentlich damit gerechnet hatte, dass man genau das erst im Laufe der Story herausfindet. Auch der Grund für sein angebliches Verschwinden wirkte auf mich einfach unrealistisch und nicht nachvollziehbar. Beide Protagonisten haben unglaublich naiv gehandelt und sich keine Gedanken darum gemacht, was ihre Entscheidungen für Folgen mit sich bringen könnten.

Dann hat sich die Geschichte gefühlt unendlich in die Länge gezogen. Es ist nichts passiert, außer dass Erics und Tessas Romanze immer wieder am gleichen Punkt zum Stillstehen kam.

Am meisten gestört hat mich jedoch der Umgang mit Tessas psychischen Erkrankungen. Im ersten Band wurde ganz gut mit ihrer Agoraphobie umgegangen, doch hier wirkt es, als wäre diese nur ein Hirngespinst und nichts Ernstes. Sie wird als unwichtig abgetan und verharmlost dargestellt. Auch wundert es mich sehr, dass Tessa ihre Agoraphobie auf einmal komplett überwunden hat. Die Heilung von psychischen Krankheiten erfolgt langsam und nicht von heute auf morgen, was in dem Buch ganz falsch dargstellt wurde.

Am Ende nahm die Geschichte dann noch mal ein bisschen an Fahrt auf. Allerdings gab es dann auch immer wieder Hinweise darauf, wer der Bösewicht ist, die so offensichtlich waren, dass mich die Auflösung am Ende nicht mehr überraschen konnte. Zwar ist mir klar, dass die Autorin eigentlich beabsichtigt hatte, den Spieß einmal komplett umzudrehen, aber genau das war es, das nicht hätte passieren dürfen.

Die letzten dreißig Seiten waren dann auch nur noch dazu da, dass die Leser wussten, was später mit Eric und Tessa passiert. Also war auch das ziemlich langweilig und nicht relevant für die Geschichte – da hätte man einiges kürzerfassen können, zumal sich Erics Gedanken durchgängig wiederholt haben und er keine neuen Erkenntnisse gewonnen hat.


Die Charaktere

In „Tell me no lies“ ist Tessa ein ganzes Stück über sich hinaus gewachsen. Sie hat einiges dazugelernt und gewöhnt sich schnell an die neue Situation, in die sie hereingeworfen wird. Leider aber auch zu schnell in Anbetracht ihrer Angststörungen und ihrer Paranoia. Ihre Handlungen wirken sehr unbedacht und sie reagiert unglaublich naiv. Ständig regt sie sich darüber auf, dass die ganze Welt sie wie eine Mörderin sieht, obwohl es doch ihre Idee war, Erics Tod vorzutäuschen und mit ihm durchzubrennen.

Auch Eric ist mir hier unsympathischer. Zwar wird langsam deutlich, dass auch an ihm nicht alles spurlos vorbeigeht, aber erst gegen Ende hin. Er ist noch naiver als Tessa und nicht mehr die Person, die ich im ersten Band so gemocht habe. Im Grunde genommen ist alles Schlimme, was im zweiten Teil passiert, nur seine Schuld, weil er so ein eingeschränktes Denkvermögen hat. Sorry für die Ausdrucksweise, anders kann und will ich es nicht beschreiben.

(Um den Spoiler anzeigen zu lassen, markiere den nächsten Abschnitt)

Auch ist für mich unverständlich, warum Eric erst ganz zum Schluss auf die Idee kommt, aus seinem Vertrag mit der Plattenfirma auszusteigen, wo doch er und Tessa beide so extrem unglücklich mit ihrer Situation sind. Aber wie gesagt: ich konnte die Aktionen der beiden sowieso nicht nachvollziehen.

(Spoiler Ende)


Fazit

„Tell me no lies“ konnte nicht ganz an den ersten Teil reichen, obwohl selbst der mir schon nicht extrem gut gefallen hat. Diese beiden Bücher hätte ich mir getrost ersparen können, auch wenn ich sie nicht wirklich schlecht fand.


Meine Bewertung

Gestaltung: 4/5 ⭐

Erzählstil: 4,5/5 ⭐

Handlung: 2/5 ⭐

Charaktere: 2,5/5 ⭐


Gesamt: 3/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara

Rezension: »Vanitas – Grau wie Asche« von Ursula Poznanski

Helloo zusammen!

Ich habe in den letzten Tagen festgestellt, dass ich während der Schulzeit sehr gut mit Hörbüchern zurechtkomme, besser als mit Prints oder E-Books. Deshalb habe ich mir gleich nach „Cryptos“ ein weiteres Buch von Ursula Poznanski vorgenommen, und zwar den zweiten Teil von „Vanitas“, das ich ebenfalls dieses Jahr gehört habe.


Allgemeine Informationen

Titel: Vanitas – Grau wie Asche
Autorin: Ursula Poznanski
Sprecherin: Luise Helm
Genre: Psychothriller
Format: Hörbuch (Audio)
Dauer: ca. 10 Std, 33 Min
EAN: 978-3-839817223
Verlag: Argon Hörbuch
Reihe: Vanitas / Bd. 2
gehört: 09.09.20 bis 23.09.20


Inhalt

Seit wann muss man auf dem Friedhof um sein Leben fürchten?

Carolin ist zurück in der Blumenhandlung am Wiener Zentralfriedhof. Ihre Verfolger wissen: Sie ist am Leben. Nichts wünscht sie sich jetzt so sehr wie etwas Langeweile – da wird der Friedhof von Grabschändern heimgesucht. Nachts werden Gräber geöffnet, die Überreste der Toten herausgeholt und die Grabsteine mit satanistischen Symbolen beschmiert. Nicht lange, und auf einem der Gräber liegt eine frische Leiche. Doch fast noch irritierender ist ein junger Mann, der täglich den Blumenladen besucht und sich seltsam verhält, wenn er sich unbeobachtet glaubt. In Carolin wächst die Angst. Sie entschließt sich zu einem folgenreichen Schritt …


Meine Meinung

Die Gestaltung

Das Cover vom ersten Teil hat mir bereits gut gefallen, das vom zweiten Band finde ich sogar noch ein bisschen besser. Einfach, weil es so gut das ganze Gefühl von der Geschichte widerspiegelt. Düster, trostlos, gleichzeitig aber sehr mysteriös. Und der Tod spielt natürlich auch eine große Rolle.

Die Farben harmonieren sehr gut miteinander, nur meiner Meinung nach hätte schon beim ersten Band eher ein Cover mit Blumen darauf gepasst. Einfach wegen der Blumennachrichten, die Carolin so manches Mal schon von Robert zugeschickt worden sind und die in der Reihe eine wichtige Rolle spielen. Im ersten Band mehr als im zweiten, aber trotzdem.


Der Erzählstil

Wer die Bücher von Ursula Poznanski kennt, weiß mittlerweile vermutlich, weshalb sie eine so bekannte Autorin ist. Ich selbst kann kaum an einem ihrer Bücher vorbeigehen, ohne vorher mindestens die ersten fünf Seiten zu lesen und es dann zu kaufen.

Ihr Schreibstil ist auch in „Vanitas – Grau wie Asche“ wieder sehr locker, leicht und vor allem flüssig. Zudem ist es mal wieder aus Carolins Sicht erzählt, was den Leser tiefer in ihre Gedanken und Gefühle eintauchen lässt. Dazu aber mehr unter „Charaktere“.

Luise Helm ist eine tolle Sprecherin, die ich sofort mit Carolin identifizieren konnte. Ihre Stimme passt so gut zu ihr und ich finde es wirklich bemerkenswert, wie sie es schafft, die richtigen Wörter zu betonen und zudem die Stimmlage anzupassen, wenn eine andere Person spricht.


Die Handlung

Zuerst einmal sei gesagt: Ich finde „Vanitas – Grau wie Asche“ wirklich nicht schlecht, sondern relativ gut. Besonders dafür, dass mir die Protagonistin und einige Teile der Handlung eher suspekt vorkamen. Es war wirklich unterhaltend zu hören und an einigen Stellen auch amüsant und zudem gab es zwischendurch immer mal wieder ein bisschen Spannung.

Der Einstieg war auch sehr gut, aber von da an ging die Geschichte eher schleppend voran. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass sie sich nur noch um sich selbst gedreht hat, bis es am Ende dann wieder etwas zügiger ging.

Die Thematik an sich, die erst am Ende ernsthaftig aufgegriffen wird, ist an sich wirklich interessant und für einen Thriller sehr gut ausgewählt, weil sie wirklich viel Stoff bietet. Leider hat Ursula Poznanski dieses Potenzial nicht ganz umgesetzt.

(Um den Spoiler zu lesen, den folgenden Abschnitt bitte markieren)

Das Thema war mir einfach nicht feinfühlig genug ausgearbeitet, insbesondere, weil Kinderpornographie noch heute sehr aktuell und leider nicht sonderlich selten ist.

Außerdem waren die Wendungen sehr vorhersehbar. Schon als Carolin Alex entführt hat, war mir klar, wie alles enden würde. Da wäre sicherlich noch ein bisschen Einfallsreichtum gut für die Geschichte gewesen!

(Spoiler Ende)


Die Charaktere

Tja. Nun zu Carolin selbst. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich sie schon im ersten Teil nicht sonderlich gern hatte. Sie hätte sich so viele Dinge ersparen können, und auch hier, im zweiten Teil, war sie an ihren Problemen ausnahmslos immer selbst Schuld.

Einerseits beschwert sie sich darüber, dass der Polizist Tassani ihr so viel Aufmerksamkeit schenkt und sie als Verdächtige behandelt, andererseits beginnt sie aber gleichzeitig damit, selbst zu ermitteln und der Polizei damit ins Handwerk zu pfuschen. Zudem wurden ihre Aktionen äußerst unverständlich und unrealistisch dargestellt. Zwar hat sie Panikattacken und nachvollziehbare Ängste, weil sie ein Trauma hat, aber sie fordert ihr Schicksal auch immer wieder heraus, indem sie sich in ausweglose Situationen begibt. Und das, obwohl sie weiß, dass sie sich damit noch mehr in ihr Lügennetz verstrickt!


Fazit

Ich bin zwiegespalten, was dieses Buch angeht. Einerseits hat es mir einige sehr unterhaltende und amüsante Stunden bereitet, andererseits waren mir Carolins Charakter und ihre damit einhergehenden Reaktionen nicht plausibel genug. Es fehlte der Geschichte einfach an Glaubwürdigkeit.


Meine Bewertung

Gestaltung: 4/5 ⭐

Erzählstil: 5/5 ⭐

Handlung: 3/5 ⭐

Charaktere: 2,5/5 ⭐


Gesamt: 3,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara