Rezension: »Sakrileg« von Dan Brown

Endlich mal wieder ein Buch von Dan Brown. Ich habe ja »Illuminati« ziemlich geliebt, weshalb ich sehr froh war, als meine Freundin mir den zweiten Teil der Reihe rund um Symbolologe und Harvardprofessor Robert Langdon ausgeliehen hat.


Inhalt

Robert Langdon, Symbolologe aus Harvard, befindet sich aus beruflichen Gründen in Paris, als er einen merkwürdigen Anruf erhält: Der Chefkurator des Louvre wurde mitten in der Nacht vor dem Gemälde der Mona Lisa ermordet aufgefunden. Langdon begibt sich zum Tatort und erkennt schon bald, dass der Tote durch eine Reihe von versteckten Hinweisen auf die Werke Leonardo da Vincis aufmerksam machen wollte – Hinweise, die seinen gewaltsamen Tod erklären und auf eine finstere Verschwörung deuten. Bei seiner Suche nach den Hintergründen der Tat wird Robert Langdon von Sophie Neveu unterstützt, einer Kryptologin der Pariser Polizei und Enkeltochter des ermordeten Kurators. Eine aufregende Jagd beginnt …

(Quelle: Klappentext)


Bibliographische Daten

Titel: Sakrileg
Autor: Dan Brown
Übersetzung: Piet van Poll
Genre: Thriller
Format: Taschenbuch
Seiten: 618
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-15485-2
Reihe: Robert Langdon / Bd. 2

Erster Satz: »In der Grande Galerie stürzte Jacques Saunière, der Museumsdirektor, zu einem der kostbaren alten Meister, einem Caravaggio, klammerte sich an den schweren Goldrahmen und hängte sich mit seinem ganzen Gewicht daran, bis das Gemälde sich von seiner Aufhängung löste.«


Meine Meinung

Zwar kannte ich den Film zum Buch schon, bevor ich das Buch gelesen habe, aber ich muss sagen, dass sich das Lesen trotzdem sehr gelohnt hat. Zunächst einmal ist Dan Browns Schreibstil das, was ich besonders an seinen Büchern schätze. Man erfährt ziemlich viel über Kunst, Architektur, Geschichte und Religion, während man gleichzeitig aufgefordert wird, mitzurätseln und mit Robert Langdon mitzufiebern.

Dadurch, dass Gemälde und Orte so detailliert, aber nicht allzu ausschweifend beschrieben wurden, hatte ich immer ein klares Bild vor Augen und habe mich gefühlt, als sei ich selbst in Paris. Gefallen hat mir auch, dass man nicht nur den historischen Bezug zu vielen Dingen mitbekommt, sondern dass auch die Gegenwart nicht aus dem Blick verloren wird – so werden aktuelle Geschehnisse mit denen aus der Vergangenheit verknüpft und in Verbindung gebracht.

Robert Langdon ist auch ein ziemlich toller Protagonist, auch wenn ich eine seiner Aussage Homosexuelle betreffend schon bedenklich fand. Es ging darum, dass seine Komplizin Sophie Neveu gesagt hat, dass Leonardo da Vinci schwul gewesen sei, und Robert daraufhin meinte, dass man es so »drastisch« nicht ausdrücken müsse, aber ja, der Maler sei homosexuell gewesen. Da frage ich mich, was denn so »drastisch« daran ist, wenn man sagt, jemand sei schwul … ?

Tatsächlich konnte ich aber durchgängig mit Robert und Sophie mitfiebern, habe mich mit ihnen gemeinsam auf der Flucht vor der französischen Polizei befunden und versucht, das Rätsel von Jacques Saunière zu lösen. Einige Wendungen waren da schon relativ vorhersehbar, andere wiederum kamen völlig aus dem Nichts.

Das Ende selbst habe ich so schon vorhersehen können, auch wenn es sich deutlich von dem aus dem Film unterscheidet. Es war einfach schon ab der Hälfte offensichtlich, worauf diese Schnitzeljagd hinauslaufen würde.

Fazit

»Sakrileg« ist auf jeden Fall eine würdige Fortsetzung von »Illuminati«, auch wenn es seinem Vorgänger nicht ganz das Wasser reichen kann. Trotzdem eine große Leseempfehlung von mir!

4 Gedanken zu “Rezension: »Sakrileg« von Dan Brown

  1. aleshanee75

    Hey!

    Die ersten drei Bände der Reihe fand ich auch richtig gut, mein Liebling ist ja Band 3, der leider nicht verfilmt wurde. Warum auch immer …
    Ab Band 4 lässt es aber sehr nach finde ich.

    Liebste Grüße, Aleshanee

    Gefällt 1 Person

    1. Band 3 habe ich nicht gelesen, Band 1 war aber ein Jahreshighlight 2019 für mich. Band 4 fand ich auch ein bisschen schwach, wobei der Film da auch nicht besser war. Die Filme zu Band 1 und 2 mochte ich aber auch ganz gerne!

      Gefällt mir

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