Rezension: »The School for Good and Evil – Wer ist der Stärkste im ganzen Land?« von Soman Chainani

Mein zweites Buch im Mai 2021 war fast doppelt so dick wie mein erstes (bei ungefähr 100 Seiten mehr), und trotzdem habe ich weniger als die Hälfte der Zeit zum Lesen gebraucht. Und das fand ich an sich schon sehr überraschend, weil ich vorher schon mit dem Gedanken gespielt hatte, die Reihe »The School for Good and Evil« abzubrechen. Nach dem fünften Teil hier werde ich den letzten Band aber auf jetzten Fall auch noch lesen!

Da es sich bei dem Buch um den fünften Teil einer Reihe handelt, können in dieser Rezension Spoiler zu vorherigen Bänden auftauchen.


Inhalt

Das Böse hat die Herrschaft über Camelot an sich gerissen und den wahren König zum Tode verurteilt. Während Sophie und ihre Klassenkameraden gefangen genommen werden, gelingt Agatha nur knapp die Flucht. Gemeinsam mit den Schülern der Schule für Gut und Böse sucht Agatha nach einem Weg, Sophie und ihre Freunde zu befreien und den falschen König zu stürzen – bevor es zu spät ist.


Bibliographische Daten

Titel: The School for Good and Evil – Wer ist der Stärkste im ganzen Land?
Autor: Soman Chainani
Übersetzung: Ilse Rothfuss
Genre: High Fantasy
Format: Hardcover
Seiten: 607
Verlag: Ravensburger
ISBN: 978-3-473-40188-8
Reihe: The School for Good and Evil / Bd. 5

Erster Satz: »Agatha rannte.«


Meine Meinung

Ich muss schon sagen, ich hätte nicht damit gerechnet, dass mir noch mal ein Buch aus dieser Reihe so gut gefallen würde. Erst habe ich sogar überlegt, ganze fünf Sterne zu geben, allerdings ist mir dann mein kleiner Struggle am Anfang des Buches wieder eingefallen, weshalb ich doch einen halben Stern abgezogen habe.

Und zwar fand ich es am Anfang ein bisschen sehr verwirrend, dass Agatha gefühlt um die halbe Welt gerannt ist, ohne eine Pause zu machen. Klar, sie hat Magie, aber die hat sie nicht angewendet. Und sie war komischerweise auch gar nicht so außer Puste, nachdem sie dreimal am selben Königreich vorbeigelaufen ist. Also ja, der Anfang war meiner Meinung nach nicht ganz stimmig, zumal man nicht sofort wieder zurück in die Geschichte kam, wenn man den vierten Teil schon vor einiger Zeit gelesen hat.

Im zweiten Kapitel kamen dann langsam ein paar Erinnerungen an den vierten Teil hoch, da die Geschehnisse noch mal ein wenig aufgearbeitet wurden. Das zweite Kapitel hätte meiner Meinung nach also eigentlich am Anfang stehen müssen, danach wäre das erste Kapitel in Ordnung gewesen – mit ein paar kleinen Änderungen, Agathas Ausdauer betreffend.

Ich fand es in den anderen Büchern schwer nachzuvollziehen, dass Agatha, Sophie und die anderen Charaktere im Buch schon siebzehn Jahre alt sein sollten. Es war erstens verwirrend für mich, dass sie Erstklässler an der Schule für Gut und Böse waren, und zweitens, dass sie sich auch eher wie 6-Jährige verhalten haben anstatt wie 17-Jährige. Aber genau dieses Problem hatte ich in diesem Buch auf einmal nicht mehr, die Charaktere wirkten irgendwie reifer und erwachsener auf mich.

Natürlich waren viele Dinge recht überzogen dargestellt, aber genau das macht die Reihe auch irgendwie aus. Sie ist dazu da, dass man mit den Charakteren mitfiebert und gleichzeitig einiges zu Grinsen hat. Da das in diesem Teil der Reihe super gut rübergekommen ist, habe ich das Buch auch in so kurzer Zeit, an nur drei Tagen (an denen ich lang Schule hatte!) verschlungen.

Der Schreibstil von Soman Chainani ist sehr schlicht gehalten, wenn nicht sogar einfach. Das passt irgendwie richtig gut zur Geschichte selbst, weshalb es auch so viel Spaß macht, beim Lesen nur so von einer Seite zur nächsten zu blättern und den Inhalt zu verschlingen. Es war aber auch allgemein ziemlich spannend, wie ich finde. Tatsächlich finde ich, dass man das Buch noch in zwei einzelne Bücher hätte teilen können, aber das wäre dann nicht auf dasselbe hinausgelaufen. Wobei, doch, schon irgendwie, denn dem zweiten Teil hätte ich dann komplette 5 Sterne gegeben. Aber gut, wie dem auch sei. Es gab im Grunde genommen zwei Höhepunkte, einen ca. bei der Hälfte, und einen am Ende. Und beide hatten einen Cliffhanger, wenn man so will. Also muss ich schleunigst den sechsten Band bestellen und ebenfalls verschlingen!


Fazit

Überraschenderweise hat der fünfte Teil meiner Meinung nach noch mal richtig das Potenzial der Reihe genutzt, anders als die vorherigen Teile. Genau das ist auch der Grund, weshalb ich Reihen so ungerne abbreche, weil es immer mal sein kann, dass ein richtig guter Band dazwischen ist, der von mir gelesen werden will.

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