Rezension: »Wie Sterne so golden« von Marissa Meyer

Hallo!

Auch vom dritten Teil der Luna-Chroniken konnte ich meine Finger nicht lassen. Nicht nur, weil ich ihn für meine Facharbeit in Deutsch brauche, sondern auch, weil es sich um eine großartige dystopische Reihe handelt, die mich schon nach den ersten zwei Bänden in ihren Bann gezogen hat.


Inhalt

Von ihrem Fenster aus kann Cress den Mond sehen – und die Erde, denn das Mädchen mit den meterlangen blonden Haaren lebt seit ihrer Kindheit in einem Satelliten, allein, gefangen gehalten von der bösen Königin Levana. Doch in all den Jahren der Einsamkeit hat sie sich zu einer begnadeten Hackerin entwickelt. Als eines Tages Cinder und ihre Gefährten zu ihr Kontakt aufnehmen, scheint der Traum von einer Flucht zum Greifen nah. Aber die Rettung per Raumschiff misslingt und Cress rast in ihrem Satelliten auf die Erde zu. Diesmal jedoch ist sie nicht allein, denn der charmante Thorne ist an ihrer Seite. Wird er sie retten können, wie der edle Ritter, von dem Cress ihr Leben lang geträumt hat?

»Umwerfend!«

Los Angeles Times

Bibliografie

Titel: Wie Sterne so golden
Autorin: Marissa Meyer
Übersetzung: Astrid Becker
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 569
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58288-1
Reihe: Luna-Chroniken / Bd. 3
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Als sie noch ein Kind war, schloss die Zauberin sie in einen Turm, der weder Treppe noch Türe hatte.

Der dritte Teil der Luna-Chroniken ist eine Rapunzel-Adaption und gleichzeitig mein liebster Band der Reihe, da er für mich einfach extrem stimmig war.

Überzeugen können die Luna-Chroniken nicht nur aufgrund der Anlehnung an Märchen der Brüder Grimm, sondern auch wegen der super Charaktere. Marissa Meyer hat so unglaublich viele Persönlichkeiten geschaffen, und keine ähnelt so richtig der anderen, was eindeutig ein großes Lob verdient.

Denn auch Cress, die Protagonistin, ist ganz anders als Cinder oder Scarlet. Sie ist nämlich sehr schüchtern und zurückhaltend, gleichzeitig aber auch die beste Hackerin von Luna. Weshalb sie die Gruppe auch perfekt ergänzt, meiner Meinung nach.

Thorne, den männlichen Protagonisten, haben wir schon im zweiten Teil kennengelernt, aber ich hätte niemals damit gerechnet, dass er nicht so hohlköpfig ist wie man anfangs den Anschein hat. Tatsächlich habe ich ihn in diesem Teil unheimlich lieb gewonnen, zumal er und Cress wirklich toll zusammenpassen. Ob sie das selbst auch merken, ist aber eine ganz andere Frage …

In ihrem Zorn packte die Hexe die goldenen Haare und schnitt sie ritsch, ratsch ab. Sie war so unbarmherzig, dass sie das arme Mädchen in eine Wüstenei brachte.

Mein größer Kritikpunkt bisher war bei der Reihe, dass die Geschichten sehr nah am Märchen sind und deshalb auch recht vorhersehbar sind. Das ist hier jedoch meiner Meinung nach nicht der Fall. Zwar finden sich auch wichtige Elemente aus Rapunzel wieder, aber trotzdem nicht so extrem viele, als dass ich den Handlungsstrang hätte vorhersehen können.

Ein großer Pluspunkt ist mal wieder, dass sich das Buch nicht an den Disney-Verfilmungen orientiert, sondern an den originalen Märchen und somit auch die Aspekte der Verbannung in eine Wüste sowie die Blindheit des Prinzen mit eingebracht wurden.

Der schöne Vogel sitzt nicht mehr im Nest und singt nicht mehr, die Katze hat ihn geholt und wird dir auch noch die Augen auskratzen.

Das Setting der Geschichte war mal wieder großartig. Erst die Atmosphäre in Cress‘ Satelliten, dann die Sahara, und schließlich das Dorf Farafrah mitten im nördlichen Afrika. Nicht zu vergessen natürlich die Albatros, die war auch einfach klasse, zumal ich die Atmosphäre in dem Raumschiff wirklich mochte.

Cool finde ich außerdem an der ganzen Reihe, dass es nicht extrem viele unterschiedliche Bösewichte gibt, sondern dass Königin Levana tatsächlich das Bindeglied zwischen den einzelnen Charakteren ist. Im Grunde hat sie es sich also selbst zuzuschreiben, dass die Gruppe rund um Cinder sich gegen sie auflehnt.

Als sie den Prinzen erkannte, fiel sie ihm um den Hals und weinte. Ihre Tränen aber benetzten seine Augen.

Trotzdem habe ich auch hier einen klitzekleinen Kritikpunkt. Und zwar war mir Cress stellenweise doch ein bisschen zu weinerlich. Aber immerhin ist eine deutliche Entwicklung bei ihr festzustellen, die eindeutig größer ist als bei Cinder oder Scarlet zuvor. Und der Showdown am Ende hat sowieso noch mal super viel aus der Geschichte rausgeholt.


Fazit

Ich könnte jetzt ganz viele Punkte aufzählen, weshalb „Wie Sterne so golden“ zu meinem liebsten Teil der Luna-Chroniken zählt, aber das würde den Rahmen sprengen, weshalb ich es einfach dabei belasse.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s