Rezension: »Die Chemie des Todes« von Simon Beckett

Hallöchen ihr Lieben!

Es war eher eine spontane Entscheidung, mit dem Hörbuch zu „Die Chemie des Todes“ anzufangen, aber ich kann euch sagen: Es hat sich gelohnt und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen!


Inhalt

»DIE CHEMIE DES TODES ist auf jeden Fall der beste Thriller, den ich in diesem Jahr gelesen habe. Ich konnte ihn nicht mehr aus der Hand legen.«

Tess Gerritsen

David Hunter war der beste forensische Anthropologe Englands, bis ein tragischer Unfall sein Leben für immer veränderte. Aber der Tod lässt David einfach keinen Frieden …

»Ich fand DIE CHEMIE DES TODES einfach überwältigend gut – und so wunderbar unheimlich …«

Mo Hayder

Bibliografie

Titel: Die Chemie des Todes
Autor: Simon Beckett
Übersetzung: Andree Hesse
Sprecher: Johannes Steck
Genre: Thriller
Format: Hörbuch
Dauer: ca. 10 Std. 55 Min.
Verlag: Audiobuch Verlag OHG
Reihe: David Hunter / Bd. 1
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

Der Klappentext ist eher weniger aussagekräftig, weshalb ich für euch einfach noch mal kurz zusammenfasse, worum es tatsächlich in dem Buch geht:

David Hunter zieht in das englische Dorf Manham weit ab vom Schuss, um seiner schrecklichen Vergangenheit zu entfliehen und arbeitet dort von nun an als Dorfarzt. Doch es kommt, wie es kommen musste: Innerhalb kurzer Zeit werden zwei Frauen brutal zugerichtet und tot im Wald gefunden, wobei der Täter eine morbide Faszination für tote Tiere zur Schau stellt. Die Morde stellen sowohl David Hunter als ehemaligen forensischen Anthropologen als auch die örtliche Polizei vor ein Rätsel, das es zu lösen gilt, bevor der Täter sein neues Opfer auswählt.

Simon Becketts Schreibstil ist wirklich großartig – flüssig und einfach zu folgen, während der Erzählstil von Sprecher Johannes Steck noch den besonderen Touch hinzubringt, der das Buch zu einem einmaligen Hörerlebnis macht.

Durch die Ich-Perspektive fühlt man sich sofort mit David verbunden und versucht ebenso verzweifelt zu ergründen, wer denn jetzt der Täter ist. Gleichzeitig bleibt aber auch Davids Privatleben nicht auf der Strecke, was einen tieferen Einblick in seinen Charakter gibt als bei anderen Thrillern.

Zwischendurch gab es auch Passagen, in denen aus der Sicht des derzeitigen oder zukünftigen Opfers erzählt wird. Dadurch wurde Spannung aufgebaut und man hat ein paar zusätzliche Informationen erhalten, die David verwehrt geblieben sind. Manchmal gab es auch kleine Andeutungen á la „Erst später sollte ihm klarwerden …“, die die Spannung nochmals gesteigert haben.

Manham ist ein gut gewähltes Setting für die Geschichte, da das Dorf tatsächlich dem typischen Dorf entspricht: ruhig, jeder kennt jeden und Neuankömmlinge werden als Außenseiter betrachtet. Dabei unterscheiden sich aber auch noch die Persönlichkeiten der einzelnen Bewohner, was sehr realistisch wirkte und somit noch beeindruckender war.

Durch Davids Vergangenheit als forensischer Anthropologe gab es außerdem viel Input aus diesem Bereich der Forensik. So erfährt man Genaueres über die unterschiedlichen Stadien der Verwesung eines toten Menschen und welche Faktoren mit in diese „Chemie des Todes“ einspielen – wie beispielsweise das Wetter.

Zeitweise hatte ich schon die richtige Vermutung, wer der Täter ist, doch diese wurde dann relativ schnell wieder abgelöst von einer anderen. Die Auflösung kam jedoch trotzdem sehr überraschend, und gerade was Jenny angeht, weiß man erst ganz zum Schluss, was los ist. Mehr sage ich dazu nicht, um nicht zu spoilern, so leid es mir tut.


Fazit

„Die Chemie des Todes“ ist ein großartiger Thriller, der mit morbiden Informationen und einer großen Portion Spannung um sich wirft, weshalb ich kaum aufhören konnte, bis das Buch beendet war.

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