Rezension: »Die Verratenen« von Ursula Poznanski

Hallöle ihr Lieben!

Ich habe ja schon des Öfteren hier erwähnt, dass ich in letzter Zeit sehr gerne Dystopien lese (und auch schaue), weshalb ich auch schon zu einer weiteren gegriffen habe, dieses Mal zum ersten Teil der Eleria-Trilogie von Ursula Poznanski, die ganz nebenbei eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist. Bisher hat mir keins ihrer Bücher nicht gefallen (nur Thalamus fand ich eher mittelmäßig, es war aber trotzdem nicht schlecht), also war ich sehr gespannt auf dieses Buch …


Inhalt

Vertraue niemandem. Denn jemand will deinen Tod. Es könnte jeder sein.

Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint. Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit. Doch plötzlich sind sie auf der Flucht, verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert.

Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlichen gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Aber sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.


Bibliografie

Titel: Die Verratenen
Autorin: Ursula Poznanski
Genre: Dystopie
Format: Hardcover
Seiten: 461
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7546-8
Reihe: Eleria-Trilogie / Bd. 1
Sprache: Deutsch


Meine Meinung

„Die Verratenen“ ist der Auftakt der Eleria-Trilogie von Ursula Poznanski, und die Reihe lag schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Unter anderem, weil ich die Bücher von der Autorin so gut finde und mich das Thema sofort angesprochen hat.

Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist wie immer grandios und einfach sowie flüssig zu lesen. Ihre Wortwahl hat perfekt zur Geschichte sowie dem Setting gepasst, das übrigens richtig gut gewählt wurde. Die futuristische Welt, die Ursula Poznanski geschaffen hat, mit ihrem Sphärenbund und den „Prims“, den Außenbewohnern, ist einfach sehr gut ausgearbeitet, wodurch keine Lücken oder Logikfehler vorhanden sind.

Am Anfang war es allerdings schon ein bisschen verwirrend, weil man sich erst noch in der Welt von Ria, Aureljo, Tomma und Co. zurechtfinden musste. Da wurde man quasi unvorbereitet in die Geschichte geworfen und musste sich alles selbst zusammenreimen, wobei das an sich gar nicht mal soo schlecht war. Ein bisschen das Gehirn anstrengen und so. Na ja, trotzdem wäre es ganz schön gewesen, ein bisschen mehr erklärt zu bekommen – beispielsweise habe ich erst ab der Hälfte verstanden, was genau ein Vitro ist, aber was es mit den Abstammungsklassen auf sich hat, habe ich mir immer noch nicht ganz zusammengereimt. Es blieben also durchaus ein paar offene Fragen, die hoffentlich in den nächsten zwei Teilen beantwortet werden.

Die Charaktere waren bis auf Ria selbst eher oberflächlich ausgearbeitet, was aber gar nicht mal so schlimm war. Schließlich sollte man sich als Leser selbst Gedanken darum machen, wer jetzt der Verräter in der Gruppe bestehend aus Ria, Aureljo, Tomma, Dantorian, Tycho und Fleming ist. Tatsächlich habe ich auch durchgängig damit gerechnet, dass eine bestimmte Person der Verräter ist, aber letztendlich war es dennoch jemand anderes.

Ria selbst war mir sympathisch, auch wenn ich ihr Verhalten gegenüber Tomma oft grenzwertig und nicht sonderlich einfühlsam fand. Aber das lag eben auch an ihrer Erziehung. Tomma war mir eher so semi-sympathisch, während ich Aureljo überhaupt nicht mochte. Tycho fand ich cool, er erinnert mich ein bisschen an Luc aus der Lux-Reihe. Was Dantorian und Fleming angeht, habe ich die beiden nie so richtig durchschauen können, vielleicht erfahren wir ja in den nächsten zwei Teilen noch ein bisschen was über sie.

Die Gefühle von Ria waren sehr bildlich beschrieben und somit auch nachvollziehbar, insbesondere, weil man wusste, wie sie aufgewachsen ist. Die Beziehung zwischen Ria und Aureljo hat wenig Platz eingenommen, obwohl sie auf jeden Fall vorhanden war – allerdings habe ich nicht ganz verstanden, weshalb die beiden ein Paar sind, weil da eben so wenig drüber geschrieben wurde.

Ich würde nicht behaupten, das Buch sei super spannend gewesen, weil das nicht so ganz stimmt. Ich finde, „interessant“ trifft es eher. Oder auch „faszinierend“. Die Spannung selbst war irgendwie unterdrückt, als wolle sie nicht ganz an die Oberfläche treten, und so hat das ganze Drumherum viel mehr ausgemacht als in anderen Büchern. Das fand ich wirklich gut von der Umsetzung her, da mir die Spannung auch gar nicht gefehlt hat. Trotzdem war es auch mal möglich, das Buch ein-zwei Stunden aus der Hand zu legen oder womöglich sogar noch länger.


Fazit

Der Auftakt der Eleria-Trilogie ist wirklich gut, wenn auch nicht überragend. Ich mochte es sehr, in die Geschichte abzutauchen und diese neue Welt zu erkunden, aber komplett packen konnte sie mich nicht. Ich freue mich aber trotzdem sehr auf den zweiten Band, weil am Ende etwas passiert ist, das mich neugierig auf mehr macht.

2 Gedanken zu “Rezension: »Die Verratenen« von Ursula Poznanski

  1. Hallo Lara,
    bei mir ist es schon etwas her, dass ich die Reihe gelesen habe. Ich erinnere mich nicht mehr an die kleinen Details, weiß aber noch, dass ich die Bücher unglaublich gerne gelesen habe. Ich bin sehr gespannt, was du zu der Geschichte sagen wirst, wenn du auch Band 2 und 3 gelesen hast. Von U.P. habe ich mittlerweile auch schon einige Bücher gelesen. Ich bin mit dir einer Meinung: Die Geschichten haben mir bislang auch immer sehr gefallen. Mein nächstes Buch von ihr wird vermutlich Erebos 2 werden. Das liegt schon auf dem SuB.

    Ich wünsche dir einen schönen Start ins Wochenende und wünsche dir weiterhin viel Spaß mit Ria und ihren Freunden.

    Liebe Grüße
    Tanja

    Gefällt 1 Person

    1. Hey Tanja,

      Cool, ich kenne bisher eher wenig Leute, die die Reihe auch gelesen haben! Ich freue mich schon sehr auf die weiteren zwei Teile, auch wenn ich nicht weiß, wann ich sie tatsächlich lesen werde^^
      Erebos 2 hat mir auch ganz gut gefallen, auch wenn es nicht hundertprozentig an den Vorgänger ranreichen kann. Ich wünsche dir aber trotzdem ganz viel Spaß beim Lesen!!

      Liebe Grüße,
      Lara

      Gefällt mir

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