Rezension: »Follow me back« von A. V. Geiger

Hallo ihr Lieben!

Und nun ein weiteres Buch für den Adventurer Readathon 2020. Und zwar dieses Mal für die Stadt Wien, die man bereisen kann, indem man ein Buch über Musik liest – und dies ist in „Follow me back“ der Fall.


Allgemeine Informationen

Titel: Follow me back
Autorin: A. V. Geiger
Übersetzung: Katrin Reichardt
Genre: New Adult
Format: Paperback
Seiten: 358
ISBN: 978-3-7363-0997-5
Verlag: LYX
Reihe: Follow me back / Bd. 1
gelesen: 26.07.20 bis 31.07.20


Inhalt

BIST DU EIN HATER ODER EIN FAN?

Tessa Hart fürchtet sich davor, ihr Zimmer zu verlassen. Ihr einziger Kontakt zur Außenwelt ist ihr Twitter-Account @TessaHeartsEric, auf dem sie sich mit anderen Fans über ihre Liebe zu dem Popstar Eric Thorn austauscht. Was sie nicht ahnt: Der Sänger ist eine der Personen, mit denen sie sich regelmäßig Privatnachrichten schreibt! Eric weiß, dass er Tessa die Wahrheit sagen muss, zumal die junge Frau mit jedem Tag tiefere Gefühle in ihm weckt. Doch als die beiden sich für ihr erstes Treffen verabreden, nimmt plötzlich alles eine gefährliche Wendung …

»Von Anfang bis Ende ein fesselnder Pageturner!«

Anna Todd

Meine Meinung

Die Gestaltung

Wie fast jedes Cover aus dem LYX-Verlag ist auch das von „Follow me back“ ein echter Hingucker. Die Farben harmonieren wunderschön zusammen und sind ein richtiger Blickfang. Als ich mir das Buch bestellt habe, hätte ich anhand der ganzen Bilder im Internet allerdings damit gerechnet, dass es glitzert, wie beispielsweise auch „Bring down the stars“ aus dem LYX-Verlag. Stattdessen ist das Cover glatt mit Folie gestaltet, was zwar auch schon aussieht, aber meiner Meinung nach trotzdem nicht so ganz passt – mit Glitzer hätte es noch besser ausgesehen!

Im Inneren ist das Buch sehr schlicht gehalten. Die Kapitel sind durchnummeriert, haben aber jeweils noch eine eigene Überschrift, wie beispielsweise „Projektion“ im ersten Kapitel. Zudem sind die Vernehmungsprotokolle, die den ganzen Text immer ein bisschen auflockern, in einer anderen Schriftart geschrieben.


Der Erzählstil

Mit ihrem Erzählstil hat mich A. V. Geiger sofort überzeugt. Sie hat nämlich einen locker leichten Schreibstil, den man flüssig weglesen kann, ohne groß über unbekannte Wörter oder Metaphern nachdenken zu müssen. Zwischendurch tauchen allerdings auch die typischen Tippfehler auf, wobei mir da auch nur 3-5 im ganzen Buch aufgefallen sind.

Das Buch ist außerdem in der dritten Person geschrieben, also aus der personalen Erzählperspektive (meine bisherigen Deutschlehrer wären stolz auf mich). Das hat mich doch eher verwundert, weil ich es bei New Adult immer ganz gerne habe, aus der Ich-Perspektive zu lesen. Durch den personalen Erzähler fiel es mir nicht ganz einfach, mich auf Tessa und Eric als Protagonisten einzulassen und ich habe einige ihrer Gedanken und Handlungen nicht ganz nachvollziehen können.

Wie bereits erwähnt, wird also aus der Sicht von Tessa und Eric geschrieben, was auch im Klappentext schon angedeutet wird. An sich eine gute Idee, weil der Leser so die Möglichkeit bekommt, alles noch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, aber es hat mich auch oft zum Verzweifeln gebracht. Zudem wäre es ganz nett gewesen, wenn die Sichtwechsel irgendwie gekennzeichnet gewesen wären, weil so im einen Absatz noch aus Erics Sicht erzählt wurde, und im nächsten dann schon aus Tessas.


Die Handlung

Leider konnte mich die Handlung und ihr Verlauf nicht so ganz überzeugen. Wer mich kennt, weiß, dass ich wirklich gerne New Adult lese, und deshalb weiß ich auch, dass es ein paar Klischees in diesem Genre gibt, die sich manchmal einfach nicht vermeiden lassen. In „Follow me back“ war es mir dann aber doch ein bisschen zu viel des Guten, zumal ich mich nur für dieses Buch entschieden habe, weil mir gesagt wurde, es sei anders als andere New Adult Bücher. Dem kann ich so leider nicht zustimmen.

Die Geschichte fängt allerdings sofort spannend mit einem Vernehmungsprotokoll an, in dem die Polizei Eric vernimmt. Man weiß also sofort, dass am Ende irgendwas Schlimmes passieren wird, aber es wird auch in den Vernehmungsprotokollen immer ein bisschen um den heißen Brei herumgeredet. Solche Protokolle tauchen immer wieder zwischen einzelnen Kapiteln auf und steigern die Spannung.

Der Mittelteil zieht sich jedoch trotzdem sehr in die Länge. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass nichts passiert, denn erst ganz am Ende kommt es zu der Auflösung, auf die ich hingefiebert hatte und von der ich gehofft hatte, sie würde mich noch mal positiv überraschen. Na ja, leider waren meine Hoffnungen diesbezüglich unberechtigt, denn ich habe das Ende in etwa genau so schon vorhergesehen. Die ganzen Klischees, die aufgegriffen werden, haben es mir sehr einfach gemacht, die ganze Geschichte in meinem Kopf zu Ende zu stricken.

Zwischendurch gab es für mich auch ein paar Unstimmigkeiten. Beispielsweise kann ich immer noch nicht so ganz verstehen, warum Tessa und Eric überhaupt miteinander in Kontakt getreten sind – okay, Erics Perspektive kann ich da schon verstehen, aber warum chattet Tessa als offensichtliches Fangirl mit einer Person, die sich hinter dem Account @EricThornIstScheisse versteckt?

Für New Adult gibt es auch sehr wenig Romantik in dem Buch. Große Zeitsprünge haben dafür gesorgt, dass ich die Entwicklung von Tessas und Erics Beziehung nicht ganz nachvollziehen konnte. Am Ende gibt es im ganzen Buch nur eine einzige romantische Szene, und die ist ganz am Ende und esteht aus zwei Küssen. Wow.

Am Ende besticht das Buch aber dann noch mal mit einem fiesen Cliffhanger, der mich dazu antreibt, auch den zweiten Teil noch lesen zu wollen. In der Hoffnung, dass der mir etwas besser gefällt.


Die Charaktere

Mit Tessa und Eric hat A. V. Geiger zwei interessante, aber auch klischeebeladene Charaktere geschaffen. Tessas Agoraphobie wurde gut beschrieben, genau wie ihre Verdrängungstaktiken und ihre Therapiestunden. Manchmal kam es mir aber doch ein bisschen sehr übertrieben vor, wenn sie ihre Zähltechnik angewandt hat. Aber ich will nicht zu viel verraten.

Leider kratzt man bei Eric und Tessa aber trotz ihrer Ängste und Leidenschaften nur an der Oberfläche. Die beiden sind nicht sehr tiefgründig ausgearbeitet, da man als Leser nichts über ihr früheres Leben erfährt.


Fazit

„Follow me back“ ist ein schönes Buch für Zwischendurch, aber kein besonderer New Adult Roman. Es wird mit ein paar ernsten Themen gespielt, ansonsten ist die Story aber sehr klischeebeladen und vorhersehbar.


Meine Bewertung

Gestaltung: 4/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 3/5 ⭐

Charaktere: 3/5 ⭐


Gesamt: 3,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara

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