Rezension: »Percy Jackson – Diebe im Olymp« von Rick Riordan

Hey ihr Lieben!

Mit „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ breche ich im Rahmen des Adventurer Readathon 2020 auf nach Athen! Und mir hat das Buch tatsächlich besser gefallen als ich erwartet hätte!

Eigentlich hätte ich mir den Percy Jackson Schuber niemals gekauft, wenn meine Freunde und die meiner Schwester mich nicht die ganze Zeit dazu gedrängt hätten. Ich dachte immer, ich wäre für Percy Jackson schon zu alt, genau wie für Harry Potter. Tja, so wie ich mich bei Harry Potter diesbezüglich getäuscht habe, habe ich mich auch bei Percy Jackson getäuscht!


Allgemeine Informationen

Titel: Percy Jackson – Diebe im Olymp
Autor: Rick Riordan
Übersetzung: Gabriele Haefs
Genre: Urban Fantasy
Format: Taschenbuch (Schuber-Exemplar)
Seiten: 448
ISBN (Schuber): 978-3-551313690
Verlag: Carlsen
Reihe: Percy Jackson / Bd. 1
gelesen: 15.07.20 bis 16.07.20


Inhalt

»Ich glaube nicht an Götter«, sagte ich.
»Dann fang lieber schnell damit an«, murmelte Mr D. »Ehe einer von ihnen dich einäschert.«

Percy dachte immer, er sei ein ganz normaler, legasthenischer Junge. Falsch gedacht: Sein Vater ist der Meeresgott Poseidon – und die fiesesten Gestalten der griechischen Mythologie haben Percy ins Visier genommen! Zu seinem Glück gibt es noch andere Halbgottkinder wie ihn, und gemeinsam haben sie eine Chance – vielleicht.


Meine Meinung

Die Gestaltung

Das Cover der Schuber-Ausgabe ist zwar sehr schlicht gehalten, gefällt mir deshalb aber noch besser als die ursprüngliche Auflage. Auch die Farben harmonieren meiner Meinung nach besser miteinander.

Die Innengestaltung ist auch nach meinem Geschmack. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Besonders gut finde ich die Kapitelüberschriften, die dort statt Zahlen stehen. Am Anfang fragt man sich noch, was es damit auf sich haben könnte, und hinterher erkennt man, dass sie ziemlich genau den Inhalt des jeweiligen Kapitels wiedergeben.


Der Erzählstil

Nach diesem Buch weiß ich endlich, weshalb so viele von Rick Riordans Schreibstil schwärmen. Zugegeben, das erste Kapitel wirkte auf mich noch ein bisschen holprig, aber danach war ich voll und ganz begeistert.

Denn Rick Rioradns Schreibstil ist sehr humorvoll und vor allem auch flüssig zu lesen. Besonders in Dialogen musste ich oft schmunzeln, weil einige Dialoge zwischen Percy und Annabeth auch Dialoge zwischen mir und meiner jüngeren Schwester hätten sein können. Nichts für ungut, Mila.

Schnell wurde es spannend und besonders gut haben mir die detaillierten Action- und Kampfszenen gefallen, die mich haben mitfiebern lassen. Auch die Unterwelt wurde sehr anschaulich beschrieben – sowohl den Asphodeliengrund als auch die Felder der Bestrafung und den Palast des Hades konnte ich mir bildlich vorstellen.


Die Handlung

Ich kenne viele Bücher, in denen es um griechische Mythologie geht (bspw. Dämonentochter, Götterleuchten und die Götterfunke-Saga, aber auch der Selfpublisher Mythos – Klinge der Freiheit von Joachim Wältermann), und ich fand es ziemlich interessant zu sehen, wo die Gemeinsamkeiten und Unterschiede liegen. Besonders zur Götterfunke-Saga von Marah Woolf gibt es einige Parallelen, wobei sich Marah Woolf wohl eher an den Percy Jackson Büchern orientiert hat als andersherum. Aber ich weiche vom Thema ab.

Dadurch, dass ich bereits recht viel über die griechische Mythologie weiß, weil ich schon viel darüber gelesen und auch für ein eigenes Buch recherchiert habe, kenne ich viele der Götter und Sagengestalten und konnte auch schnell vorhersehen, wer sich bspw. hinter Mr D. versteckt und wer die Göttereltern welcher Kinder sind. Auch die Wendungen am Ende kamen für mich daher nicht ganz so überraschend, da ich sehr schnell eins und eins zusammengezählt habe. Sei es nun, wer der Dieb der Göttersymbole von Zeus und Hades ist oder wer überhaupt erst der Auftraggeber von Ares und dem Dieb ist – beide Plottwists habe ich vorhergesehen, wodurch sich die Spannung ein klein wenig abgeflacht hat.

Dennoch werden die Leser sehr gekonnt in die griechische Mythologie eingeführt, sodass selbst LeserInnen, die sich bisher nicht mit Göttersagen beschäftigt haben, kein Problem haben sollten, die Geschichte zu verstehen. An dieser Stelle fällt mir noch ein, dass der Latein-Unterricht ziemlich unrealistisch dargestellt wurde. Na gut, Mr Brunner ist kein normaler Latein-Lehrer, aber an meiner Schule werden Texte übersetzt und manchmal wird vielleicht auch kurz über die ein oder andere Heldensage gesprochen, aber das wars dann auch schon. Was bin ich froh, dass ich jetzt mein Latinum habe und dieses Kapitel abschließen kann.

Und schon wieder bin ich vom Thema abgewichen. Ich wollte noch sagen, dass viele Kritiker die Geschichte vermutlich albern finden (ich meine, wer denkt sich aus, dass der Olymp im 600. Stockwerk des Empire State Buildings ist?), aber ich finde, genau dieser Humor und diese teilweise schon recht übertrieben dargestellten Details machen das Buch aus.


Die Charaktere

Percy ist mir sofort sympathisch gewesen. Ich habe ihn mit seiner Legasthenie und seinem ADHD sofort in mein Herz geschlossen. Und er hat wirklich unglaubliche Charakterstärken, die er selbst noch nicht erkennt. Dennoch wirkt er nicht übertrieben perfekt, da auch er Schwächen hat, bei denen er noch lernen muss, sie sich einzugestehen.

Na ja, was soll ich noch groß zu Grover sagen? Er ist einfach der Beste! Ich fand es so rührend, wie er sich gemeinsam mit Percy verhalten hat und auch er hat einen Platz in meinem Herzen eingenommen. Auch Annabeth ist eine sehr coole Begleiterin für Percy und erinnert mich mit ihren sarkastischen Kommentaren oft an mich selbst.

Manchmal hatte ich zwar das Gefühl, dass Percy und Annabeth sich nicht wirklich wie 12-jährige Teenies verhalten, aber im Großen und Ganzen blieben auch sie ihrem Alter und Charakter gerecht.


Fazit

Ich bin positiv überrascht, wie gut mir „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ gefallen hat. Der Hype hat jetzt auch mich erwischt und ich kann es kaum erwarten, endlich weiterzulesen.


Meine Bewertung

Gestaltung: 4,5/5 ⭐

Erzählstil: 4,5/5 ⭐

Handlung: 4/5 ⭐

Charaktere: 4,5/5 ⭐


Gesamt: 4,5/5 ⭐


Alles Liebe,

Lara

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