Rezension: »Die rogodanischen Schriften – Letztes Erbe« von Tim J. Radde

Hey alle zusammen!

Vielleicht erinnert ihr euch noch, dass ich im Mai „Die rogodanischen Schriften“ von Tim J. Radde gelesen habe. Vor etwas mehr als einem Monat ist dann auch endlich die Gesamtausgabe der Reihe erschienen – mitsamt einem exklusiven vierten Band, der mehr als 100 Jahre nach der ursprünglichen Trilogie spielt!

Um diesen vierten Band soll es in dieser Rezension gehen, und natürlich werde ich auch noch eine extra Kurzrezension für die Gesamtausgabe schreiben, um einen allgemeinen Überblick zu geben.

In der Rezension kann es zu Spoilern für die vorherigen Bände kommen, da es sich um den vierten Teil einer Reihe handelt.

Zur Rezension von Band 1

Zur Rezension von Band 2

Zur Rezension von Band 3

Zur Rezension der Gesamtausgabe

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, das mir vom Autor zur Verfügung gestellt wurde. Dies ändert nichts an meiner ehrlichen Meinung oder dem Inhalt der Rezension.


Allgemeine Informationen

Titel: Die rogodanischen Schriften – Letztes Erbe
Autor: Tim J. Radde (https://www.timjradde.de/)
Genre: High Fantasy
Format: E-Book (exklusiv in der Gesamtausgabe enthalten)
Seiten: 104 (auf meinem E-Reader)
Reihe: Die rogodanischen Schriften / Sequel
gelesen: 09.07.20 bis 10.07.20


Inhalt

Viele Jahre sind seit dem Kampf gegen Manderion und dem Krieg vergangen. Endrael lebt auf dem Plateau der Lüfte mit den Abbildern seiner Familie. Friede herrscht auf der bekannten Welt, bis sich alles ändert.

Eine Armee von Mischwesen hat den Kontinent überfallen und bedroht, alles Leben zu vernichten. Balar ist tot, seine Kräfte gehören nun Endrael. Dieser versucht nun gemeinsam mit seiner Nachfahrin und einem Wanderprediger die feindlichen Kräfte zurückzuschlagen, um ein weiteres Mal seine Heimat vor dem sichergeglaubten Ende zu bewahren.


Meine Meinung

Die Gestaltung

Da es sich bei „Letztes Erbe“ um ein Sequel handelt, das es nur in der Gesamtausgabe gibt, ist auch kein eigenes Cover vorhanden, das ich bewerten könnte. Stattdessen werde ich mehr auf die Innengestaltung eingehen, denn die finde ich wirklich gelungen!

Im Gegensatz zu den ersten drei Bänden, die ich einzeln gelesen habe, wurde in der Gesamtausgabe mehr Wert darauf gelegt, dass alles anschaulich und übersichtlicher wirkt. So wird mit verschiedenen Textgrößen als Titel und Untertitel gearbeitet. Außerdem sind neue Zeilensprünge leicht eingerückt, was noch mal für ein besseres Leseerlebnis und mehr Übersichtlichkeit sorgt. Zudem gibt es Initialbuchstaben am Anfang jedes Absatzes.


Der Erzählstil

Ich finde, man merkt deutlich, dass sich Tims Schreibstil im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat. Und dennoch ist nichts von seiner Individualität verlorengegangen. Noch immer sind die Ereignisse leicht nüchtern und dennoch spannend geschrieben, aber die Sätze sind nicht mehr so verschachtelt wie zuvor.

Die Wortwahl hat sehr gut gepasst und war vor allem stimmig mit der ganzen Welt, die Tim ausgearbeitet hat. Manchmal waren mir zwar die Beschreibungen ein bisschen zu ausführlich, aber dadurch hat man eben auch einen Einblick bekommen, wie die bekannte Welt hundert Jahre später aussieht.


Die Handlung

Vermutlich denken sich manche von euch jetzt, dass so ein Sequel eigentlich eher unnötig ist und nur der Geldmache dient. Ich kann euch aber sagen, dass dieses Sequel sich wirklich lohnt, wenn einem die anderen drei Teile von „Die rogodanischen Schriften“ gefallen haben.

Ich fand es einfach großartig, wieder aus Endraels Sicht zu lesen und zu erfahren, wie die bekannte Welt nach soo vielen Jahren aussieht und was sich verändert hat. Diese Entwicklung hat Tim sehr realistisch dargestellt und es gibt auch einige Parallelen zu unserer Welt.

Gerade der Anfang war auch auf emotionaler Ebene ein Highlight, denn obwohl bei mir keine Tränen geflossen sind, wurde ich schon ein wenig wehmütig und traurig … Ich habe auf jeden Fall mit Endrael mitgelitten, was zuvor nie so richtig der Fall gewesen war.

Die Zeitsprünge haben mich auch nicht so extrem gestört, weil ich darauf vorbereitet war. Da der vierte Teil an sich recht kurz ist, waren diese Zeitsprünge für eine authentische Handlung notwenig und auch die Rückblicke waren wieder sehr aufschlussreich – so habe ich noch mal etwas mehr über Endrael erfahren können.

Der Spannungsbogen wurde allerdings trotz der Kürze des Buchs weder zu schnell noch zu langsam ausgearbeitet. Zwar wirkte der Grund für die Bedrohung der bekannten Welt ein bisschen an den Haaren herbeigezogen, war aber trotzdem nicht soo unrealistisch, sodass ich mir das alles trotzdem ganz gut vorstellen konnte.


Die Charaktere

Mich hat erstaunt, dass Endrael trotz all der Jahre, die vergangen sind, noch immer so viele seiner ursprünglichen Charakterzüge aufweist. Er ist noch immer ein Kämpfer und jemand, der für Gerechtigkeit einsteht und er lernt auch aus seinen Fehlern, in diesem Teil womöglich mehr als in den Bänden zuvor. Trotzdem merkt man ihm sein Alter auch an, was ich teilweise recht amüsant fand.

Die kleine Katin habe ich ebenfalls sehr liebgewonnen. Sie erinnert mich so sehr an ihre Vorfahrin und sie ist so ein aufgewecktes Mädchen, die einige Eigenschaften von Endrael geerbt hat. Über sie hätte ich gerne noch ein bisschen mehr erfahren.


Fazit

Wer „Die rogodanischen Schriften“ gemocht hat, wird auch den vierten Teil bzw. das Sequel „Letztes Erbe“ mögen. Es mag zwar nicht unbedingt notwendig zu sein, aber ich fand es trotzdem unglaublich toll, noch mal ein letztes Abenteuer gemeinsam mit Endrael zu erleben!


Meine Bewertung

Gestaltung: 4,5/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 4/5 ⭐

Charaktere: 4/5 ⭐


Gesamt: 4,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

Lara

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