Rezension: »LightDark – Lichtweg« von Tanya Bush

Hey ihr Lieben!

Heute bekommt ihr die Rezension zu einem Rezensionsexemplar, das ich unbedingt lesen wollte. Tanya hat mich vor einiger Zeit angeschrieben und gefragt, ob ich nicht den Auftakt zur „LightDark“-Reihe lesen wolle … und da konnte ich einfach nicht nein sagen!

Bei dem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, das mir von der Autorin zur Verfügung gestellt wurde. Dies ändert nichts an meiner ehrlichen Meinung oder dem Inhalt der Rezension.


Titel: LightDark – Lichtweg
Autorin: Tanya Bush
Genre: Urban Fantasy
Format: Taschenbuch
Seiten: 383
ISBN: 979-8627744988
Reihe: LightDark / Bd. 1
gelesen: 21.05.20 bis 22.05.20


Inhalt

Als die 17-jährige Maira beinahe Hals über Kopf „Angel’s Heart House“, das INternat, in dem sie den größten Teil ihres bisherigen Lebens verbracht hat, verlassen muss und zu einer Pflegefamilie ziehen soll, bricht für sie eine Welt zusammen. Und das ausgerechnet an ihrem Geburtstag! Schon kurze Zeit später wird sie von merkwürdigen Träumen heimgesucht und als ihr Freund und Mitschüler Matt, in den sie heimlich unsterblich verliebt ist, plötzlich verschwindet, wird die ganze Sache noch mysteriöser. Bald kann Maira kaum noch unterscheiden, was Traum oder Realität ist.

Als dann noch der verdammt gutaussehende, aber äußerst unverschämte Sage auftaucht und sie auf Schritt und Tritt zu verfolgen scheint, gerät ihre Welt, wie sie sie bisher kannte, vollkommen aus den Fugen. Und Maira muss sich einer Vergangenheit stellen, von der sie nicht einmal geahnt hat …


Meine Meinung

Die Gestaltung

Zuallererst einmal möchte ich auf das Cover eingehen, denn mal ganz ehrlich: Wie schön sieht das denn bitte aus?! Im „Real Life“ sind die Farben zwar nicht so knallig und eher matt gehalten, aber das tut dem Aussehen trotzdem nichts. Besonders gut gefällt mir, dass die Bedeutung der Abbildungen erst so richtig klar wird, wenn man das Buch liest. Aber bevor ich jetzt stundenlang über das Cover spreche, kommen wir mal lieber schnell zur Innengestaltung^^

Als ich das Buch das erste Mal aufgeschlagen habe, war ich überrascht, wie groß die Schrift ist, weil ich das nicht so aus Büchern gewöhnt bin. Allerdings war das in diesem Fall eher ein Pluspunkt, weil ich während des Lesens in der Sonne saß und meine Sonnenbrille aufsetzen musste, um von den weißen Seiten nicht geblendet zu werden, und meine Sonnenbrille hat keine Sehstärke auf den Gläsern, weshalb ich damit so gut wie blind bin – die große Schrift hat aber dafür gesorgt, dass ich mir das Buch nicht direkt vor die Nase halten musste, um etwas entziffern zu können, also war das für mich in der Situation perfekt 😉

Ich habe bei der Innengestaltung nur einen winzigen Kritikpunkt, der mich anfangs ein bisschen gestört hat. Und zwar sind die Seitenränder sehr klein gehalten, wodurch die einzelnen Seiten immer sehr dicht beschrieben aussehen, aber da habe ich mich auch schon nach den ersten Seiten dran gewöhnt.


Der Erzählstil

Tanyas Schreibstil gefällt mir wahnsinnig gut. Wenn ich ihn beschreiben müsste, würde ich wahrscheinlich sagen, es ist eine Mischung aus dem Schreibstil von Jennifer L. Armentrout, Bianca Iosivoni und Kerstin Gier. Alle drei gehören zu meinen Lieblingsautorinnen, und mehr will ich dazu gar nicht sagen.

Ich konnte von vornherein in die Story abtauchen und mich auf die Geschichte einlassen, da alles sehr flüssig zu lesen war. Zwar haben sich zwischendurch ein paar Tippfehler eingeschlichen, und an ein oder zwei Stellen war das Komma um ein Wort verrutscht, aber aus irgendeinem Grund hat mich das gar nicht so großartig gestört, wie es mich sonst häufig stört.

Die humorvolle Art, in der die Geschichte von Maira und Sage erzählt wurde, hat mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht. Zwischendurch habe ich auch ziemlich breit gegrinst, was wohl für Außenstehende ziemlich bescheuert ausgesehen haben muss, aber ich konnte einfach nicht anders.


Die Handlung

Das Buch beginnt ein Jahr, nachdem die Protagonistin Maira das Internat in Irland verlassen und zu einer Pflegefamilie nach Montana, USA, ziehen musste. Die Leser begleiten Maira ein bisschen in ihrem Alltag und erfahren durch Rückblicke auch immer mehr von ihrer Vergangenheit. Das hat Tanya sehr gut umgesetzt, da so keine allzu großen Zeitsprünge nötig waren, um alles zu erzählen, was erzählt werden musste um Maira authentisch wirken zu lassen. Sowohl die Kapitel aus der Gegenwart als auch die aus der Vergangenheit haben mir unglaublich gut gefallen, da ich die Welt um mich herum vergessen und einfach in die Geschichte abtauchen konnte.

Sobald die teils belustigenden und teils traurigen Abschnitte aus Mairas Vergangenheit erzählt worden waren, nahm die Geschichte noch mal an Fahrt auf. Es warteten unerwartete Wendungen und Plot-Twists auf mich, die mich immer auf das nächste Kapitel neugierig gemacht haben.

Der rote Faden war immer da und erkennbar, auch wenn es natürlich – wie es sich für eine gute Geschichte gehört – auch immer wieder Schlenker gab, die den Leser ein bisschen in die Irre geführt haben, nur um hinterher das erste Rätsel aufzulösen und zwei neue entstehen zu lassen. Dadurch habe ich immer mit Spannung und einem leicht beklemmenden Gefühl in der Brust auf das Ende hingefiebert, das mich dann noch mal in meinen Grundfesten erschüttert hat.

Manch einer, der das Buch liest / gelesen hat, wird vielleicht sagen, dass der Cliffhanger am Ende gar nicht sooo schlimm war, aber ich fand ihn ziemlich fies, weil ich es jetzt gar nicht mehr erwarten kann, bis der zweite Teil erscheint. Und bis dahin sind es noch ein paar Monate, denn geplant ist die Erscheinung im Oktober. Wie soll ich das denn bitte aushalten?! (Nicht, dass das jetzt jemand falsch versteht, ich bin ein riesen Fan von Cliffhangern, weil ich mir für meine eigenen Geschichten auch immer besonders fiese ausdenke.)

Und bevor ich es vergesse: Insgesamt ähnelt das Buch sowohl der Lux-Reihe von Jennifer L. Armentrout als auch der Soul-Mates-Dilogie von Bianca Iosivoni. Licht und Dunkelheit mit- und gegeneinander sind in vielen Büchern thematisiert, aber es hat seinen Grund, weshalb diese fast alle zu meinen Lieblings-Schätzen gehören.


Die Charaktere

Maira war mir auf Anhieb sympathisch. Sie hatte eine schwere Kindheit, die ihren Charakter stark geprägt hat, was auch deutlich zu erkennen war. Durch die Rückblicke in ihre Vergangenheit und den Einblick in ihre Gedanken war sie sehr tiefgründig ausgearbeitet und ich konnte sie sofort ins Herz schließen. Ich konnte all ihre Handlungen, Aktionen und Emotionen nachvollziehen, auch wenn ich in gewissen Situationen anders gehandelt hätte, weil ich einfach nicht das gleiche erlebt habe wie sie (zum Glück nicht). Das Geheimnis um ihre Herkunft hat mich zwar nicht sonderlich überrascht, aber das ganze Ausmaß, das erst zum Ende hin wirklich deutlich wurde, war dann doch unerwartet.

Und Sage ist ein wirklich toller Kerl. Er bleibt noch ein bisschen geheimnisumwittert und mysteriös, aber ich hoffe, dass ich da im zweiten Band noch ein bisschen mehr über ihn und seine Beweggründe sowie seine Vergangenheit erfahre, denn auch er ist mir ans Herz gewachsen.

Außerdem bin ich sehr gespannt, ein bisschen was über gewisse Personen aus Mairas Vergangenheit herauszufinden, sowie gemeinsam mit ihr Zeit mit ihrer Pflegefamilie zu verbringen. Diese ist mir ebenso ans Herz gewachsen wie alle anderen Charaktere, wobei ich noch ein bisschen schwanke was Tobi angeht, da er mir nicht so ganz geheuer ist. Aber ich lasse mich da einfach mal überraschen.


Fazit

„LightDark – Lichtweg“ konnte mich sehr überraschen und mitreißen. Die Geschichte von Maira hat mich mitgerissen und berührt, weshalb ich den Erscheinungstermin des zweiten Bandes (der übrigens den Titel „LightDark – Schattenpfad“ tragen wird) kaum noch erwarten kann.


Meine Bewertung

Gestaltung: 4/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 4,5/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐


Gesamt: 4,5/5 ⭐


Vielen, vielen Dank liebe Tanya, dass ich dein Buch lesen und rezensieren durfte! Ich fiebere jedem neuen Projekt von dir entgegen!


Liebe Grüße,

Lara

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