Rezension: »Die rogodanischen Schriften – Verbrannte Erde« von Tim J. Radde

Hey ihr Lieben!

Es ist noch gar nicht allzu lange her, seit ich den ersten Teil der „Die rogodanischen Schriften“-Reihe gelesen habe, und seither habe ich mich sehr auf den nächsten Band gefreut … den ich jetzt ebenfalls lesen durfte! Wenn euch interessiert, wie er mir gefallen hat, dann lest euch doch die Rezension durch^^

Es handelt sich bei dem Buch um den zweiten Teil einer Reihe, weshalb in dieser Rezension Spoiler zum vorherigen Band auftauchen können.

Zur Rezension von Band 1

Zur Rezension von Band 3

Zur Rezension von Band 4

Zur Rezension der Gesamtausgabe

Dieses Buch wurde mir vom Autor zur Verfügung gestellt. Das ändert nichts an meiner ehrlichen Meinung oder dem Inhalt der Rezension.


Allgemeine Informationen

Titel: Die rogodanischen Schriften – Verbrannte Erde
Autor: Tim J. Radde (https://www.timjradde.de/)
Genre: High Fantasy
Format: E-Book
Seiten: 403 (auf meinem E-Reader)
ISBN: 978-3745089066
Reihe: Die rogodanischen Schriften / Bd. 2
gelesen: 18.05.20 bis 20.05.20


Inhalt

Der König ist tot.
Es liegt nun am Widerstand, die bekannte Welt aus den Scherben des alten Regimes neu zu formen. Die Methoden erscheinen jedoch äußerst fragwürdig und wecken Zweifel, ob die Führung der Rebellen nicht aus gänzlich anderen Motiven handelt.
Endrael ist seit der Schlacht von Kammeschir spurlos verschwunden. Sein Meister macht sich auf die Suche nach ihm, sollte er ihn nicht finden, können nur der Begabte Vandrato und dessen Gefährtin Pensa den Kampf um Gerechtigkeit fortführen.
Viele Ungewissheiten beschäftigen die Helden und sowohl alte als auch neue Feinde machen sich bereit, die Macht in diesen unsicheren Zeiten zu ergreifen.


Meine Meinung

Die Gestaltung

Zu allererst sind mir bei diesem Cover die Farben ins Auge gefallen. Das Feuer, zusammen mit dem düsteren Hintergrund, beschreibt ziemlich gut die Stimmung in dem Buch. Auch der besonders gestaltete Bogen, der schon auf dem Cover des ersten Teils abgebildet war, findet sich hier wieder, und in diesem Band erhält er auch noch mal eine ganz neue Bedeutung. Ich will aber nicht zu weit vorweggreifen 😉

Ansonsten ist das Cover recht unscheinbar gehalten, wenn auch trotzdem irgendwie so, dass es ein Blickfang ist, wenn man es erst mal entdeckt hat.


Der Erzählstil

Nachdem ich mich im ersten Band bereits an den Schreibstil gewöhnen konnte, fiel mir der Einstieg in die Geschichte leichter als es zuvor der Fall gewesen war. Noch immer gibt es lange und verschachtelte Sätze, aber nicht mehr in der Fülle, die mir im ersten Teil eher negativ aufgefallen ist. Man sieht deutlich, dass sich der Schreibstil weiterentwickelt hat.

Trotzdem ist Tims Art zu schreiben noch immer charakteristisch detailreich und ausführlich, und besonders in Kampfszenen sehr actionreich. Durch die gut erläuterten Geschehnisse fiel es mir leicht, mir alles sehr bildhaft vorzustellen, insbesondere Kampfszenen, da jeder Schritt und jede Bewegung erwähnt wurden.


Die Handlung

Das Buch startet direkt mit einer Zusammenfassung des ersten Teils, was an sich eine sehr gute Idee ist, da der Leser so noch mal alles Revue passieren lassen kann und die Möglichkeit hat, seine Erinnerungen aufzufrischen. Allerdings glaube ich, dass man hier viel hätte kürzen können, da sehr viele Details dabei waren, die in einer groben Zusammenfassung nicht unbedingt von Nöten gewesen wären. So müssten neue Leser den ersten Band gar nicht gelesen haben, um den zweiten zu verstehen.

„In Zeiten des Krieges und Leides sollte kein zukünftiger König sein Wohl der Welt präsentieren und sich so über seine Subjekte stellen.“

Seite 59

Die Atmosphäre und das Setting des Buches sind nach wie vor sehr lobenswert. Ich finde es großartig, was für eine facettenreiche Welt hier erschaffen wurde, und dann auch noch in so einem großen Ausmaß und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet, sodass nie Logigfehler oder Ähnliches auftraten.

Die Sichtwechsel haben mich hier auch nicht mehr sonderlich gestört, da ich mich ein bisschen daran gewöhnen konnte. Eher im Gegenteil, ich fand, dass die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen erzählt wurde, die Spannung erhöht haben. Dadurch wurde die Story sehr umfangreich, mit vielen unterschiedlichen Storylines, die teilweise schon im zweiten Teil zusammengelaufen sind, teils aber auch nicht, was bereits erahnen lässt, dass dem im dritten Teil noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.

„Ein König braucht das Volk, wie das Volk einen König braucht.“

Seite 147

Auch die Zeitsprünge, die dadurch aufkamen, hat Tim erfolgreich gelöst, denn es gab immer öfter Rückblicke, in denen erzählt wurde, was zuvor geschehen ist. Diese waren zwar oft sehr lang, wodurch der Hauptstrang ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist, aber auf der anderen Seite war es dadurch so, dass ich als Leserin das Gefühl hatte, live bei den Geschehnissen dabei zu sein anstatt auf diese zurückzublicken.

Zudem haben sich einige Fragen, die im ersten Teil aufgekommen sind, aufgelöst, während gleichzeitig neue entstanden sind, die hoffentlich im dritten Band alle zur Genüge beantwortet werden, wobei ich da eigentlich keine Bedenken habe. Auch gab es immer mal wieder Plot-Twists und unerwartete Wendungen, die mich die Luft haben anhalten lassen und dafür gesorgt haben, dass ich erst mal kurz durchatmen musste, bevor ich mich wieder in die Geschichte stürzen konnte.


Die Charaktere

Wie auch schon in der Rezension zu Band 1 kann ich hier nur wieder erwähnen, dass die Charaktere sehr facettenreich ausgearbeitet wurden. Dieses Mal kamen sie mir auch tiefgründiger gestaltet vor, aber das kann daran liegen, dass ich im ersten Teil bereits die Gelegenheit hatte, die meisten von ihnen kennenzulernen und mich in sie hineinzuversetzen.

„Gänzlich nichts zu tun ist nie die Antwort.“

Seite 233

Ausnahmslos jeder Charakter macht in diesem Buch eine enorme Entwicklung durch, die vielleicht auf den ersten Blick nicht allzu offensichtlich ist, aber dennoch vorhanden. Besonders Endrael hat sich stark entwickelt, und auch Kravan ist zu einer ganz neuen Persönlichkeit geworden.


Fazit

Insgesamt ist sehr viel in dem zweiten Teil der „Die rogodanischen Schriften“-Reihe passiert, aber trotzdem kam mir die Geschichte nie überladen vor. Ich habe fast nirgends Kritikpunkte oder Ähnliches, aber trotzdem hat mir das gewisse Etwas gefehlt.


Meine Bewertung

Gestaltung: 4,5/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 4,5/5 ⭐

Charaktere: 4,5/5 ⭐


Gesamt: 4,5/5 ⭐


An dieser Stelle bedanke ich mich noch mal herzlich bei Tim dafür, dass ich auch den zweiten Teil lesen und rezensieren durfte!


Liebe Grüße,

Lara

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