Interview mit Stephanie Pinkowsky

Hallo ihr Lieben!

Im April durfte ich Stephanies Roman „Schicksalsfäden“ als Rezensionsexemplar lesen. Wie ihr sicherlich schon gemerkt habt, hat mir das Buch unglaublich gut gefallen, auch wenn ich noch eine Menge Fragen habe … da hat sich ein Interview einfach angeboten!


Möchtest du dich vielleicht erst vorstellen?

Ja, gerne. Ich bin Stephanie Pinkowsky, komme aus Hamburg, bin achtundzwanzig Jahre alt und seit 2016 als freiberufliche Autorin tätig. in der Zeit habe ich vier Romane rausgebracht. Mein aktueller Roman Schicksalsfäden ist seit letztem Jahr im Mai veröffentlicht.

1. Okay. Dann zu deinem Buch „Schicksalsfäden“. Kannst du es vielleicht in 3 Sätzen oder weniger beschreiben?

Schicksalsfäden ist eine Geschichte über Liebe, Verlust, Freundschft und das große Glück, also man kann sagen, über die Höhen und Tiefen des Lebens.

2. Das trifft es glaube ich ganz gut. Ist dir Marleen oder Linda charakterlich gesehen ähnlicher?

Also mir ist definitiv Marleen ähnlicher, denn in in die Figur ist sehr viel von mir selbst eingeflossen, also vor allem was das Schriftstellerleben betrifft, und ansonsten ist sie mir auch sehr ähnlich. Natürlich ist auch sehr viel Fiktion dabei, aber doch. Die Figur kommt schon ziemlich nach mir.

3. Wie bist du auf die Idee zu „Schicksalsfäden“ gekommen?

Ich habe Schicksalsfäden in einer ziemlich schwierigen Lebensphase angefangen zu schreiben, und zwar kurz nach einer Trennung. Es ging mir da erst darum, das ein bisschen zu verarbeiten und Revue passieren zu lassen, aber letztendlich ist es dann natürlich noch mal überarbeitet worden, dass es ein bisschen weg ist von meiner Geschichte, die ich erlebt habe, und es ein rundes Ergebnis gegeben hat, das man auch auf jeden Fall präsentieren kann.

4. Das klingt interessant. Wie viel aus „Schicksalsfäden“ ist denn Realität und wie viel Fiktion?

Also ich würde sagen, im Endergebnis hält sich das schon so ein bisschen die Waage, so fünfzig-fünfzig. Fünfzig Prozent aus dem realen Leben geschöpft, und fünfzig Prozent eben auskorrigiert, um daraus eine fiktive Geschichte zu machen.

5. Wie oft hast du „Schicksalsfäden“ überarbeitet, bevor du es veröffentlicht hast?

Ziemlich häufig, also so sieben mal bin ich schon drüber. Damals in der Endfassung hatte es auch kein Happy End, aber dann habe ich es noch mal umgeschrieben mit einem Happy End, was dann auch wieder etwas mit einem persönlichen Ereignis zu tun hatte. Also diese Trennung, die ich damals hatte – mein Partner ist dann zurückgekommen und er hat sich dann Schicksalsfäden auch mal durchgelesen, und ja, dann haben wir als Gemeinschaftsprojekt noch überarbeitet.

6. Du hast ja auch schon andere Bücher geschrieben. Welches Buch magst du von deinen eigenen am liebsten?

Das ist ganz schwierig für einen Autor, das jetzt zu sagen, weil an jedem Buch ja schon auch ein Stück Herz dranhängt, aber ich finde, so qualitativ und auch von der Geschichte ist tatsächlich Schicksalsfäden das beste. Also die anderen finde ich auch gut, aber man entwickelt sich ja auch kontinuierlich weiter, sowohl vom Schreiben, als auch von Aufbau und Thematik.

7. Wie gefällt dir das Leben als freie Autorin?

Das gefällt mir gut und ich hoffe auch, dass das irgendwann vollständig so sein kann. Also im Moment ist es noch so, dass ich jobbe und natürlich auch sehen muss, wie ich Unkosten und alles stämme, und allein als freie Autorin und gerade auch als Self-Publisherin ist das nicht so leicht, aber es gefällt mir trotzdem. Ich liebe es zu schreiben, ich schreibe eigentlich in jeder freien Minute.

8. Was ist der größte Fehler, den du beim Schreiben einmal gemacht hast?

Auch eine schwierige Frage. Es gibt natürlich immer kleinere Fehler, die man mal macht, also Logikfehler, was man dann aber auch austüddeln kann hinterher bei der Korrektur. Wozu ich neige ist, dass ich manchmal Geschichten zu voll packe. Dass mir während des Schreibens immer ganz, ganz viel einfällt und ich denke, das muss noch rein und das muss noch rein und das muss noch rein. Das wird dann manchmal ein bisschen überladen, aber auch da kann man letztendlich entweder straffziehen, so dass es dann passt – so wie bei Schicksalsfäden, da ist ja auch thematisch ziemlich viel drin – oder man nimmt eben wieder was raus. Dazu neige ich.

9. Das geht mir selbst auch manchmal so. Gibt es etwas, das dich manchmal vom Schreiben abhält?

Nein. Es ist eher das Gegenteil der Fall, also dass das Schreiben meinen Alltag so dominiert und mir so viel Spaß macht, dass das andere hinter dem Schreiben zurücksteht. Also mal das Staubsaugen und unser Haushalt und so. Wird natürlich dann auch gemacht, aber nein, das Schreiben hat für mich wirklich große Priorität, und ich kann mich nicht erinnern, dass ich irgendwann mal eine Schreibblockade hatte oder nicht dazu gekommen bin. Es gab mal eine Phase, wo ich mal weniger geschrieben habe. Sei es nun beruflich bedingt oder weil die Ideen nicht so flossen, aber dass ich da jetzt wirklich mal pausiert habe, da kann ich mich nicht dran erinnern. Kommt vielleicht noch irgendwann mal, aber aktuell ist mir das noch nicht passiert.

10. An welches Genre traust du dich gar nicht und warum?

Nicht trauen würde ich nicht sagen. Ich bin sowohl als Leserin als auch als Autorin keinem Genre so wirklich abgeneigt. Wenn mich eine Geschichte fesselt, dann ist mir das Genre auch letztendlich egal, also ob die Geschichte dann in der realen Welt spielt oder Science Fiction ist oder von einer Fantasywelt handelt. Solange die Geschichte gut gefällt, ist mit das ganze Drumherum nicht ganz so wichtig. Ich habe bis jetzt ja nur Liebesromane geschrieben, aber jetzt habe ich gerade ein Fantasy-Buch beendet, also mal eine ganz andere Richtung. Das hat mir auch ganz großen Spaß gemacht und ich kann mir auch mal vorstellen, mich an die Genres ranzuwagen, an die ich mich persönlich noch nicht rangewagt habe. Was ich noch gar nicht probiert habe, das ist vielleicht Science Fiction oder mal was Historisches, aber ich würde nicht sagen, ich trau mich das nicht. Ich hatte einfach noch nicht so viel Inspiration, dass ich jetzt gesagt habe, ja, jetzt schreib ich was zu dem Thema. aber ich bin da allen Genres aufgeschlossen, also ich will mich da jetzt nicht festlegen, dass ich immer nur Liebesromane schreibe oder immer nur Fantasy.

11. Hast du ein bestimmtes Vorbild?

Es gibt viele Autoren, die ich bewundere und die tolle Bücher schreiben. Ich bin auch eine totale Leseratte, und lese alles querbeet von Stephen King bis Utta Danella, also auch ziemlich weit gefächert. Aber wirklich ein Vorbild in dem Sinne, nein. Ich möchte sozusagen mein eigener Autor sein.

12. Kann ich gut verstehen. Nehmen wir mal an, du bekommst Besuch von einer guten Fee. Was würdest du dir von ihr wünschen?

Ich würde mir einfach wünschen, dass meine Familie, meine Freunde und alle, die mir wichtig sind, immer gesund und glücklich bleiben.

13. Was für eine Eigenschaft an dir treibt andere oft in den Wahnsinn?

Gerade, wenn ich in einer akuten Schreib- oder Inspirationsphase bin, bin ich manchmal recht unorganisiert, was andere Dinge betrifft. Das merkt man mir schon mal an, aber ich bin auch total orientierungslos, also ich verfahre mich in meinen eigenen Stadtviertel.

14. Mir ist das bei mir selbst mal aufgefallen, wenn andere beim Reden irgendwelche grammatikalischen Fehler machen, dann korrigiere ich diese automatisch und ich glaube, das nervt andere schon ziemlich. Wie verbringst du einen Tag, wenn du nicht gerade schreibst?

Das gibt es selten. Es gibt mal Tage, an denen ich nicht so viel schreibe, dann verbringe ich die Zeit in meinem Garten mit Gartenarbeit oder mit Sport oder mit Lesen natürlich oder etwas unternehmen, wenn man das wieder darf, mit Freunden oder meinem Partner.

15. Hast du ein bestimmtes Lebensziel, das du gerne erreichen möchtest?

Ja, das wäre tatsächlich, dass ich ganz als freiberufliche Autorin leben kann. Also ich muss nicht reich sein, ich muss nicht berühmt sein, aber es wäre schon mein Ziel, dass ich mein Leben davon unterhalten könnte zu schreiben und der ultimative traum wäre natürlich auch das Schriftstellerhäuschen am Meer, aber ob das klappt sei mal dahingestellt. Ich glaube, das Ziel, dass man als freier Autor leben kann, ist schwer zu erreichen, aber das ist jetzt auch nicht unrealistisch. Braucht halt nur seine Zeit.

Möchtest du sonst noch irgendwas loswerden?

An dieser stelle bedanke ich mich natürlich erst mal für das tolle Interview, und auch für deine Rezension natürlich und grüße an dieser Stelle dann einfach alle Leser, Freunde und Bekannte, die das hier gerade schauen oder später noch schauen bzw. lesen werden.

Ich bedanke mich bei dir! Es hat mir großen Spaß gemacht, mehr über dich und deinen Roman „Schicksalsfäden“ zu erfahren.


Liebe Grüße,

Lara

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s