Rezension: »Falling fast« von Bianca Iosivoni

Hallo ihr Lieben!

Eigentlich wollte ich zuallererst „Schicksalsfäden“ von Stephanie Pinkowsky beginnen, aber leider ist das Buch noch nicht angekommen, weshalb ich kurzerhand zu einem meiner dringensten Want-To-Reads gegriffen habe – und tada! Lest doch selbst nach, wie mir dieses berüchtigte Buch von Bianca gefallen hat!


Allgemeine Informationen

Titel: Falling fast
Autorin: Bianca Iosivoni
Genre: New Adult
Format: Paperback
Seiten: 465
ISBN: 978-3-7363-0839-8
Verlag: LYX
Reihe: Hailee & Chase / Bd. 1
gelesen: 15.04.20 bis 17.04.20


Inhalt

Hailee DeLuca hatte nie vor, nach Fairwood zu kommen. Ihr Plan für diesen Sommer war, endlich all das zu tun, was sie sich bisher nie getraut hat, und dabei jede Menge neue Erfahrungen zu sammeln. Doch als sie zufällig das Straßenschild sieht, kann sie nicht anders, als ihren Roadtrip zu unterbrechen und in die kleine Stadt mitten im Nirgendwo zu fahren. Ihr Freund Jesper lebte dort bis zu seinem Tod vor wenigen Monaten – und Hailee, die ihn in einem Online-Forum für Autoren, aber nie persönlich kennengelernt hat, möchte sich endlich von ihm verabschieden. Niemals hätte sie damit gerechnet, dass sich mit ihrer Ankunft in Fairwood alles für sie verändert. Denn nicht nur lässt ihr Auto sie im Stich und sie muss sich einen Job suchen, um die Reparaturkosten zu bezahlen zu können. Sie lernt auch Chase Whittaker kennen, der attraktiv ist und charmant und von der ersten Sekunde an Gefühle in ihr weckt, die sie längst verloren geglaubt hat. Hailee weiß, dass sie ein Problem hat: Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, und es war nie Teil ihres Plans, länger als unbedingt nötig in Fairwood zu bleiben. Doch je mehr Zeit sie mit Chase verbringt, desto stärker wird ihr Wunsch, nicht gehen zu müssen. Auch wenn das bedeutet, dass Chase ihrem dunkelsten Geheimnis Stück für Stück näher kommt.


Meine Meinung

Die Gestaltung

Ich kann wirklich nur von diesem Buch schwärmen! Das Cover alleine sieht schon unheimlich perfekt aus, ich liebe die Farben, die glänzenden Goldelemente, die Schrift, das Gesamtpaket … Ich will mehr davon! Auch im Inneren macht das Buch etwas her. Wenn man die Klappentexte zurückklappt (ich weiß nicht, wie ich das sonst beschreiben soll xD), passt das Muster dahinter perfekt zum Cover, und hinten ist außerdem noch mal der erste Teil neben dem zweiten Teil „Flying high“ gezeigt – und das Cover ist auch so wunderschön!

Die Aufmachung im Inneren gefällt mir ebenfalls sehr gut. Zwar ist alles sehr schlicht gehalten, aber dafür ist die Geschichte umso aussagekräftiger. Aber schon so kleine Details wie die Namen von Hailee und Chase, die über dem Abschnitt geschrieben stehen, in dem aus der Sicht des jeweils anderen erzählt wird, machen das Leseerlebnis noch süßer. Außerdem sind die Namen in der gleichen Schriftart wie der Titel auf dem Cover, was noch ein zusätzlicher Eyecatcher ist.


Der Erzählstil

Bitte wundert euch nicht, falls irgendwelche Sätze in dieser Rezension ganz und gar nicht sachlich erscheinen, aber ich bringe es einfach nicht über mich, sachlich an diese Sache ranzugehen. Ich saß jetzt bestimmt zehn Minuten noch auf meinem Sitzsack und habe das Buch verarbeitet, und dann noch mal zehn Minuten vor meinem Computer, weil ich überhaupt nicht wusste, was ich in die Rezension schreiben soll. Ehrlich gesagt, weiß ich es immer noch nicht, aber ich möchte sie gerne jetzt schon schreiben, weil ich unbedingt will, dass meine Gefühle bestmöglich rübergebracht werden. Auch wenn ich ehrlich gesagt glaube, dass das niemals klappen wird, weil ich dafür viel zu viel auf einmal fühle.

Nichts, was wir sagen oder tun, kann etwas an der Vergangenheit ändern.

136

Okay, fangen wir beim Anfang an, damit ich meine Gedanken ein bisschen sortieren kann. Zum Glück gibt es noch vor der ersten Seite einen Hinweis auf eine Triggerwahnung, die zum Glück am Ende des Buches steht, weil sie einige Dinge spoilert. Ich habe sie mir trotzdem gleich am Anfang durchgelesen, weil ich sowieso schon von vielen anderen Bloggern gehört habe, welche Themen das Buch aufgreift. Trotzdem wurde ich davon nicht im Geringsten beeinträchtigt. Das Lesen blieb für mich ein voller Genuss, denn Biancas Schreibstil ist wie immer sehr flüssig und angenehm zu lesen. Und es war besonders zum Ende hin unglaublich spannend. Im vorletzten Kapitel ist mir erst das ganze Ausmaß der Dinge bewusst geworden, und auch schon vorher war das Buch ein klarer Fall für einen Pageturner.

Schon die ersten Zeilen im Buch haben mich gepackt und ich konnte nicht mehr davon ablassen. Leider bin ich aber meistens nur Abends zum Lesen gekommen, dafür musste ich dann aber auch bis spät in die Nacht hinein weiterlesen. Zudem hat Bianca es hervorragend geschafft, die Emotionen und Gefühle der Charaktere auf mich selbst zu übertragen, wodurch ich besonders am Ende riesiges Herzklopfen hatte.


Die Handlung

Hier möchte ich direkt auf einen Punkt eingehen, den viele andere Blogger bei dem Buch kritisiert haben, nämlich das Ende beziehungsweise die damit verbundene Thematik. Ich werde nicht spoilern, aber es könnte sein, dass einige von euch schon ahnen, worauf ich hinaus will, weshalb es natürlich eure Entscheidung bleibt, ob ihr den folgenden Abschnitt lest oder nicht.

Diejenigen von euch, die das Buch schon gelesen haben, wissen, dass es mit einem ungewöhnlich krassen Cliffhanger endet. Viele haben das als Kritikpunkt genommen, weil das ganze Buch über gar nichts davon erwähnt wurde, obwohl die Geschichte auch aus Hailees Sicht erzählt wurde. Es wurden immer nur Andeutungen gemacht, auch von Hailee selbst, da sie von dem Ende des Sommers nie im Konkreten spricht. Stattdessen redet sie nur davon, ihre Schwester wiederzusehen, und spricht kein einziges Mal aus, was genau sie damit meint. Ich habe in meiner Familie selbst schon miterleben dürfen, was mit einem Menschen wie Hailee passieren kann (mit glücklichem Ausgang). Und dass Hailee nie an ihr Vorhaben im Spezifischen denkt, lässt sich ganz einfach mit der einen Fähigkeit beschreiben, in der die Menschen leider viel zu gut sind: Verdrängung. Mehr will ich hierzu nicht sagen, um nicht zu spoilern, und ich bitte euch, auch darauf zu achten, nichts vom Inhalt preiszugeben, wenn ihr in die Kommentare schreibt.

Ab hier besteht keine Gefahr mehr für euch, dass ihr euch von mir gespoilert fühlen könntet. Da es sich bei „Falling fast“ um ein New Adult Buch handelt, war mir von vornherein klar, dass es sich um eine Liebesgeschichte drehen wird (außerdem wurde das Buch ja auch vom LYX-Verlag veröffentlicht). Diese wurde sehr locker-luftig rübergebracht und genau richtig, um den ernsteren Themen entgegenzuspielen und die ganze Geschichte ein bisschen aufzufrischen. So blieb der Spaß beim Lesen keinesfalls aus.

„Ein Buch ist nicht bloß ein Buch, Hails. Es ist die Chance, etwas von sich selbst dieser Welt zu hinterlassen, wenn man eines Tages nicht mehr da ist.“

Seite 312

Ich möchte eigentlich gar nicht unbedingt mehr zur Handlung der Geschichte sagen, weil ich dann immer mehr Gefahr laufe, euch irgendwie zu spoilern. Aber ich werde trotzdem versuchen, noch ein paar Informationen zu liefern. Und zwar ist das ganze Buch eher ruhig gehalten. Es gibt keine Actionszenen, die besonders aufwühlend sind (außer die ganz am Ende), und die Beziehung zwischen Hailee und Chase entwickelt sich weder zu schnell noch zu langsam. Und, liebe Tanya, wenn du das hier liest, dann muss ich dir recht geben, denn Chase ist wirklich ein absoluter Traum-Bookboyfriend!


Die Charaktere

Hailee DeLuca ist mir eine sehr sympathische Protagonistin und ich freue mich schon sehr, zu erfahren, wie es im zweiten Teil weitergeht. Sie hat schwerwiegende Entscheidungen getroffen, und musste sehr viel miterleben, aber sie gibt sich einen Sommer, um endlich mal mutig zu sein und das zu tun, was sie sich unter normalen Umständen niemals getraut hätte. Im Laufe des Buches lernt man sie besser kennen, und obwohl ich kurz vorm Ende schon das Gefühl hatte, sie wirklich zu kennen, hat mich das Ende noch mal eines Besseren belehrt. Ich hoffe nur, dass sie im zweiten Teil weiterhin mutig bleibt.

Die Sache mit dem Motorschaden scheint sie nicht mehr allzu sehr mitzunehmen – zumindest hoffe ich das insgeheim. Denn ganz egal, wie sehr ich mich anstrenge, ich kann mich nicht dazu bringen, auch nur einen Funken Enttäuschung darüber zu empfinden, dass Hailee länger als geplant in der Stadt bleibt.

Seite 224

Chase Whittaker ist, wie bereits erwähnt, ein fabelhafter Bookboyfriend für mich geworden. Ich liebe die Art, wie er mit seinem Schicksal umgeht, und ich finde es sehr gut, dass Bianca ihn nicht zu einem Bad Boy gemacht hat. Zwar wirkt er zunächst eher unnahbar und manchmal schwankt er zwischen den richtigen Entscheidungen, aber er ist unglaublich loyal und treu und würde alles für seine Familie tun. Gerade im letzten Kapitel habe ich seinen Herzschmerz genau mitfühlen können.

Jesper Harrington hat ebenfalls eine große Rolle in dem Buch, obwohl er bereits verstorben ist (das wird direkt im ersten Kapitel gesagt, weshalb ich das jetzt mal nicht als Spoiler ansehe). Er war der beste Freund von Hailee, obwohl sich die beiden nie persönlich gesehen haben, und als Hailee von ihm eine ganz persönliche Sache erhalten hat (in der letzten Hälfte des Buches), da musste ich tatsächlich die eine oder andere Träne vergießen.


Fazit

Bianca hat es mit „Falling fast“ geschafft, mich völlig aufgewühlt zurückzulassen. Die Geschichte ist seicht und somit ein krasser Gegensatz zu den ernsten Themen, die darin angesprochen werden, und ich kann nur sagen, dass das Buch für mich auf jeden Fall zu meinen Jahreshighlights gehört.


Meine Bewertung

Gestaltung: 5/5 ⭐

Erzählstil: 5/5 ⭐

Handlung: 5/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐


Gesamt: 5/5 ⭐


Alles Liebe,

Lara

2 Gedanken zu “Rezension: »Falling fast« von Bianca Iosivoni

  1. Hey Lara,
    natürlich habe ich das hier gelesen. 🙂

    Es beruhigt mich, dass dich die Geschichte offenbar genauso neben der Spur zurückgelassen hat, wie mich. 😀

    Eine wirklich schöne, passende Rezension, ohne zu viel zu verraten.

    LG

    Gefällt 1 Person

    1. Hi Tanya,

      jetzt bin ich nur umso gespannter auf Band 2. Viele sagen ja, dass Flying high nicht ganz so gut sein soll, aber ich versuche mal unvoreingenommen damit anzufangen. Jetzt erst mal ist aber noch ein anderes Buch dran 😉

      Puh, da bin ich aber erleichtert, dass ich nicht zu viel verraten habe. Zwischendurch war ich nämlich schon ganz schön am hin und her überlegen, wie ich die Sätze am besten schreibe ohne zu spoilern!

      Liebe Grüße,
      Lara

      Liken

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