Rezension: »Golden Dynasty – Stärker als Begehren« von Jennifer L. Armentrout

Hey meine Lieben!

Endlich mal wieder was von Jennifer L. Armentrout! Haha, ich weiß, so langsam könnt ihr es wahrscheinlich nicht mehr hören, aber ich konnte einfach nicht anders, als dieses Buch zu lesen. Wahrscheinlich bekommt ihr im Sommer dafür nicht so viel von meiner Lieblingsautorin zu hören – aber garantieren kann ich für nichts!

Da es sich bei dem Buch um den dritten Teil einer Reihe handelt, kann es sein, dass in dieser Rezension Spoiler zu den vorherigen Bänden auftreten.


Inhalt

Nur wer mutig ist,
kann den Teufel lieben

Jeder in New Orleans hat schon von Devlin „Devil“ de Vincent gehört, der seit dem rätselhaften Tod des Patriarchen das neue Familienoberhaupt ist. Zahlreiche Gerüchte kursieren über die drei Brüder. Rosie ist sich dessen bewusst, als das Schicksal sie mit Devlin zusammenführt. Und doch hat kein Mann bisher solche wilden Fantasien in ihr entfacht. Rosie ist nicht nur entschlossen, den Mythos, der sich um die de Vincents rankt, zu erforschen, sondern auch hinter Devlins gut verborgene Geheimnisse zu kommen. Aber dafür muss sie sich in die Arme des Teufels begeben …

Devlin weiß genau, was für einen Ruf er genießt. Schließlich hat die Boulevardpresse ihm den Spitznamen „Devil“, der Teufel, verpasst. Er sei eiskalt und skrupellos. Seitdem sein Vater unter ungeklärten Umständen aus dem Leben geschieden ist, interessiert sich die Öffentlichkeit immer brennender für seine Familie. Als er Rosie trifft, fragt Devlin sich daher, was ihre wahren Absichten sind. Darüber, was er sich von und mit dieser aufregenden Frau erhofft, ist er sich im Klaren. Aber er muss schnell eine Antwort finden, denn mit jedem Tag scheint sie den Sünden seiner Vergangenheit näher zu kommen.

„Ein mit Leidenschaft gewürzter Pageturner, der das Feuer in Ihnen entfacht.“

Entertainment Weekly

Allgemeine Informationen

Titel: Golden Dynasty – Stärker als Begehren

Autorin: Jennifer L. Armentrout

Genre: New Adult

Format: Paperback

Seiten: 443

Verlag: mtb

Reihe / Band: Golden Dynasty / Band 3

gelesen: 19.03.20 bis 20.03.20


Meine Meinung

Die Gestaltung

Am Cover habe ich bei diesem Buch überhaupt nichts auszusetzen. Ich finde, es wirkt sehr hochwertig und passt auf jeden Fall zur wohlhabenden de-Vincent-Dynastie. Der Titel passt auch perfekt zur Geschichte, wie ich noch mal bemerken muss. Außerdem liebe ich Glitzer auf Büchern, weil das dann so schön glänzt und ein richtiger Blickfang im Regal ist ;).

Auch die Kapitelanfänge sind sehr schön gestaltet, mit ein paar Verzierungen, die sich auch bei dem Motiv auf dem Cover wiederfinden lassen. Insgesamt ist alles also sehr gut aufeinander abgestimmt und sehr stimmig abgerundet.


Der Erzählstil

Jennifer L. Armentrout kann mich mit ihrer Art und Weise zu schreiben immer wieder überraschen. Sie ist meine Lieblingsautorin und ich habe immer wieder das Gefühl, dass ich ihren Schreibstil langsam wirklich auswenig kennen müsste, aber doch bringt sie es immer wieder fertig, mich völlig zu flashen. Bereits das erste Kapitel hat sehr neugierig auf die Geschichte gemacht, zumal es sich dieses Mal ja tatsächlich auch nur um Charaktere drehte, die man bereits in den anderen Teilen kennengelernt. Rosie, die beste Freundin von Nikki aus dem zweiten Teil, und Devlin, der älteste der de-Vincent-Brüder.

Die Golden-Dynasty-Reihe wird ausschließlich in der dritten Person erzählt, und es gibt auch im dritten Teil immer wieder Sichtwechsel zwischen Rosie und Devlin. Von Anfang an wird Spannung erzeugt, wobei der Nervenkitzel selbst erst nach ungefähr 75 Seiten anfängt, was ich jedoch nicht negativ meine. Im Gegensatz, so hatten die Charaktere sowohl ich als Leserin Zeit, in die Geschichte einzufinden, ohne dass es langweilig wurde. Jennifers Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen, nur tauchen an wenigen vereinzelten Stellen immer ein paar Tippfehler auf, die den meisten wahrscheinlich gar nicht aufgefallen wären, aber ich bin eben ein ziemlicher Rechtschreibfreak xD. Schon kurz vor der Hälfte ging es dann richtig los und das Buch war wirklich nervenaufreibend. Die Emotionen sind alle perfekt rübergebracht worden und ich konnte meinen Blick kaum von den Buchseiten abwenden.

„Was ist der Sinn von allem, der Sinn des Lebens, wenn man niemanden hat, mit dem man es teilen kann?“

Seite 139

Der wohl größte Pluspunkt beim Schreibstil ist aber für mich der Humor. Rosie und Dev sind beide unglaublich vielschichtige Charaktere, die beide viel durchmachen mussten, und sie sind einander ungefähr so ähnlich wie eine Kartoffel und eine Gardine. Toller Vergleich, ich weiß 😉 – auf jeden Fall musste ich öfter mal grinsen, wenn es zu einem weiteren Schlagabtausch zwischen den beiden kam, denn ihre Dialoge wahren einfach zum Totlachen, ehrlich. Hätte ich nicht zwischendurch in einer Videokonferenz mit ein paar Schulkameraden gesteckt, hätte ich wahrscheinlich ein paar mal laut aufgelacht.


Die Handlung

Als ich zu dem Buch gegriffen habe, war mir bereits klar, dass es ein paar erotische Passagen geben würde, aber damit habe ich eigentlich kein Problem, solange sich die Geschichte nicht zu sehr darauf fixiert, dass die Charaktere miteinander ins Bett steigen. Na ja, überrascht hat mich dann aber doch, dass bis zur Hälfte noch überhaupt nichts derartiges in dem Buch passiert ist. Man vergleiche mal mit dem ersten Band, wo bereits das erste Kapitel mit so einer Stelle anfängt. Vermutlich liegt das daran, dass Rosie Devlin anfangs wirklich nicht leiden kann, und auch Dev ist erst noch zurückhaltender und – wie diejenigen unter euch, die die Reihe bereits gelesen haben, wissen – sehr distanziert gegenüber anderen Menschen. Die Story hatte den Fokus viel mehr an der außerkörperlichen Beziehung zwischen Rosie und Dev, was mir wirklich gut gefallen hat. So hat sich das Verhältnis zwischen den beiden weder zu schnell noch zu langsam entwickelt.

Natürlich ist klar, dass es bei einer Beziehung zwischen einem augenscheinlich kalten und gefühllosen Typen und einer aufgeweckten und lebhaften Frau zu ein paar Meinungsverschiedenheiten kommen muss. Na ja, diese Meinungsverschiedenheiten waren dann aber auch teilweise ziemlich witzig, obwohl ich mich schon manchmal darüber aufgeregt habe, wenn Devlin einfach zu sehr an seinem Stolz festgehalten hat, und damit alles verbockt hat. Besonders diesbezüglich hat Dev eine ziemlich große Entwicklung durchgemacht, die aber keinesfalls übertrieben wirkt. Man konnte quasi dabei zusehen, wie er langsam immer mehr Vertrauen zu Rosie bekommen hat.

„Wer kein Risiko einging, wurde auch nicht belohnt.“

Seite 144

Auch die Thematik des Paranormalen hat mir gut gefallen. Rosie glaubt an Geister und Übernatürliches und da trifft es sich natürlich ziemlich gut für sie, als sie einen de Vincent trifft, denn auf dieser berühmt-berüchtigten Familie liegt ja bekanntermaßen ein uralter Fluch … Man hat allerhand über das Übernatürliche erfahren, was ich unglaublich spannend und interessant fand, weil es einfach mal etwas komplett Neues war.


Die Charaktere

Rosie ist mir in dem Moment sympathisch gewesen, als ich sie im zweiten Teil der Reihe kennengelernt habe. Dass das dritte Buch von ihr handelt, hat mich mega angespornt, weshalb ich auch gerne schon eher gelesen hätte, aber wie das eben so oft ist, hab ich doch immer ein anderes Buch vorgezogen … Auf jeden Fall ist Rosie eine sehr aufgeweckte Person und zudem wirklich selbstbewusst und schlagfertig. Sie ist chaotisch und tollpatschig und sagt immer ihre Meinung, egal, wer vor ihr steht – und damit ist sie auch die erste Person, die Devlin de Vincent Paroli bietet.

Devlin selbst ist, wie ich schon gesagt habe, eher der distanzierte und kalte Typ, der auf den ersten Blick völlig gefühllos scheint. Selbst seine Brüder misstrauen ihm in den anderen Teilen, weil niemand ihn einschätzen kann. Das liegt vor Allem daran, dass er alles, was ihm je passiert ist, in sich hineingefressen hat. Er lässt niemanden nah an sich heran, weshalb er auch völlig überrumpelt von Rosie ist, als er sie das erste Mal trifft. Je näher sich er und Rosie kommen, desto mehr öffnet er sich ihr gegenüber auch, und man erfährt einige schockierende Dinge über seine Vergangenheit. Besonders die letzten 50 Seiten des Buches haben es in sich, aber ich will nicht zu viel verraten.

Leider war die Geschichte sehr auf diese beiden Charaktere fixiert, da hätte ich mir noch ein paar mehr Informationen zu allen Nebencharakteren gewünscht. Natürlich hat man in den ersten beiden Bände bereits Lucian, Gabe, Julia und Nikki kennengelernt, aber über Rosies Eltern, ihre Schwester sowie über ihre Freundin Sarah hat man kaum etwas erfahren.


Fazit

Ich kann „Golden Dynasty – Stärker als Begehren“ jedem empfehlen, der die vorherigen Teile mochte. Der dritte Band ist meiner Meinung nach der beste der Reihe, und es hat mir wirklich Spaß gemacht, in die Geschichte von Rosie und Dev einzutauchen.


Meine Bewertung

Gestaltung: 5/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 5/5 ⭐

Charaktere: 4/5 ⭐


Gesamt: 4,5/5 ⭐


Liebe Grüße,

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