*Booktalk* Schullektüre – Immer nur langweilig?

Hallo ihr Lieben!

Ich bin mir sicher, jeder von euch kennt es: Schullektüre. Die Langeweile scheint bei diesem Thema im Deutschunterricht oft schon vorprogrammiert zu sein, besonders wenn es um die Analyse von Dramen oder Ähnlichem geht. Aber ich kann euch versichern: Schullektüre muss nicht immer langweilig sein. Denn das ist sie nur, wenn man zulässt, dass es langweilig wird.


Die richtige Einstellung

In der achten und neunten Klasse habe ich mich oft gefragt, warum die Lehrer immer die langweiligsten Bücher für den Unterricht aussuchen. Mittlerweile habe ich etwas mehr verstanden und lese das Buch nicht mehr mit dem Gefühl, es für den Unterricht tun zu müssen, sondern weil ich es wirklich will und weil ich Bücher liebe. Gut, denjenigen unter euch, die nicht so ein großer Bücherfan sind wie ich, wird diese Einstellung vermutlich schwerfallen, aber mir hilft sie auf jeden Fall.

Ich lese, schreibe und rezensiere gerne, genauso gerne, wie ich hier auf diesem Blog Themen rund um Bücher veröffentliche. Wenn ich also ein Drama für die Schule lesen muss, um hinterher eine Inhaltsangabe dazu zu schreiben, dann lese ich dieses Drama in aller Ruhe zu Hause und mache mir zwischendurch Notizen und markiere schöne Zitate – genauso, wie ich es bei jedem anderen Buch mache, das ich lese. Meistens vergesse ich dabei, dass ich das Buch eigentlich für die Schule lesen muss und verstehe die Handlung somit auch viel besser. Im Unterricht kann ich mich besser einbringen, weil ich meine eigene Meinung bereits entwickelt habe, und es fällt mir auch nicht mehr schwer, Charakterisierungen, Analysen oder Inhaltsangaben zu schreiben.

Nervig wird es erst dann, wenn die Lehrer der Meinung sind, man müsse zu jedem Kapitel sogenannte „Reading Logs“ ausfüllen. Also quasi eine Tabelle, in der man sich Notizen zu jedem einzelnen Kapitel des Buches macht – zu den Charakteren, zur Handlung, zu aufgeworfenen Fragen. Das stört den Lesefluss extrem, weshalb ich die Reading Logs meistens erst dann ausfülle, wenn ich das Buch fertig gelesen habe.


Die besten Schullektüren

Hier findet ihr eine kleine Liste mit den besten Schullektüren, die ich bereits durchgenommen habe:

  1. Die Kinder aus Theresienstadt von Kathy Kacer
  2. *The Hate U Give von Angie Thomas
  3. Ketchup Clouds von Annabel Pitcher (deutscher Titel: Ketchuprote Wolken)
  4. Der Schatten an meiner Wand von Kerstin Lundberg Hahn
  5. Leben des Galilei von Bertolt Brecht
  6. *The Adventures of Tom Sawyer von Mark Twain (deutscher Titel: Die Abenteuer des Tom Sawyer)
  7. *The Pit von David Fermer
  8. Tschick von Wolfgang Herrndorf
  9. Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt
  10. Nennt mich nicht Ismael! von Michael Gerard Bauer

*Hierbei handelt es sich um gekürzte Bücher, die extra für Schulen mit Vokabelangaben o.Ä. ausgestattet sind.


Ich hoffe, ich habe einigermaßen verständlich erklärt, wie selbst Schullektüre spannender werden kann, wenn man sich nur darauf einlässt. Habt ihr noch andere Strategien? Wie geht ihr mit Schullektüre um?

Eure

2 Gedanken zu “*Booktalk* Schullektüre – Immer nur langweilig?

  1. Die Strategie klingt echt hilfreich. Zwar bin ich jetzt im März mit der Schule fertig, jedoch werde ich es mir trotzdem mal merken. Aber ich muss zugeben, dass es auch Schullektüren gibt, die ich mir einfach nicht schöner machen kann…manche sind einfach schrecklich und da bringt mir selbst die Liebe fürs Lesen nichts mehr 😄

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