*Booktalk* Buchige Playlists – ein schönes Extra oder unnötiger Schnickschnack?

Immer öfter stößt man heutzutage auf Bücher, die ganz am Anfang eine Playlist stehen haben. Besonders Autor*innen wie Bianca Iosivoni und Laura Kneidl greifen immer wieder auf Playlists zurück, die zu ihren Büchern passen. Doch warum eigentlich?


Es gibt sicherlich unzählige Vor- und Nachteile von diesen buchigen Playlists, aber um nicht zu ausschweifend zu werden, möchte ich hier einfach mal argumentieren, was ich von ihnen halte und wieso das so ist.

Ich muss zugeben, dass ich noch nicht wirklich viele Bücher gelesen habe, die eine Playlist beinhalten, aber auch wenn ich mich für Leserunden bewerbe und dabei die Leseproben lese, fallen mir immer mehr solcher Playlists auf. Die Bücher, die ich jedoch schon gelesen habe, sind die Sturmtochter-Trilogie und die Soul-Mates-Dilogie von Bianca Iosivoni. Und bald stehen auch noch Falling fast und Flying high an, wo ja auch Playlists drin sind.

Wahrscheinlich ist der größte Kritikpunkt an solchen Playlists, dass der Musikgeschmack von jedem unterschiedlich. Und auch ich war bei der Sturmtochter-Trilogie zunächst skeptisch, was die Musikauswahl betraf, die Bianca Iosivoni hier getroffen hat. Aber ich hab sie während des Lesens trotzdem gehört und im Nachhinein kann ich sagen, dass diese Musik die einzelnen Geschehnisse in dem Buch besser unterstreichen konnte als die, die ich sonst höre (einfach ein Mix aus meinen Lieblingssongs, meistens Charts). Außerdem habe ich durch die Sturmtochter-Reihe auch einen neuen Lieblingssänger gefunden, nämlich Breaking Benjamin. Besonders sein Lied „Diary of Jane“, das ich mir hinterher angehört habe, kann ich mittlerweile schon fast auswendig, obwohl ich erst im Februar diesen Jahres darauf gestoßen bin.

Aber trotzdem stehe ich besonders einer Sache skeptisch gegenüber, was die ausgewählte Musik für Bücher angeht: Oftmals sind die Playlists zu kurz für die Bücher. Zwar weiß ich, dass es gar nicht wirklich Sinn der Sache ist, zu jedem Kapitel ein neues Lied zu hören, aber ich kann auch nicht die ganze Zeit ein Lied in Dauerschleife hören, bis eine neue Szene kommt, zu der ein anderes Lied besser passt, das ich extra aus der Playlist raussuchen muss. Also wäre die naheliegendste Lösung, für jedes Kapitel ein eigenes Lied auszuwählen, aber was, wenn es innerhalb dieses Kapitels einen starken Plot-Twist gibt? Beispielsweise, wenn gerade noch eine romantische Liebesszene ist, und im nächsten Moment wird jemand angegriffen und es kommt mehr Action ins Spiel? Da soll man mal ein Lied finden, das anfangs wie ein Liebeslied anmutet und hinterher zu einer Actionszene passt!


Ihr seht also, dass ich diesbezüglich eher zwiegespalten bin. Ich liebe zwar die Idee von Playlists in Büchern, weil ich so einerseits die Möglichkeit bekomme, neue Musik kennenzulernen und die perfekte Untermalung von einigen Szenen geboten kriege, aber andererseits auch ein total unpassendes Lied zu einem Kapitel hören könnte und es den Lesefluss unterbrechen würde, den richtigen Song rauszusuchen.

Wie steht ihr zu dem Thema? Geht es euch ähnlich wie mir oder seid ihr womöglich anderer Meinung?

Eure

2 Gedanken zu “*Booktalk* Buchige Playlists – ein schönes Extra oder unnötiger Schnickschnack?

  1. Ich kann deine Meinung sehr gut nachvollziehen. Wenn ich beim Lesen Musik höre, dann nur während ich New Adult lese und bisher hat das ganz gut geklappt. Ich brauche nicht unbedingt eine Playlist. aber ich finde es doch ein ganz nettes Extra 🙂

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