Rezension: »Sturmtochter – Für immer vereint« von Bianca Iosivoni

Ich habe letzten Sommer angefangen, die Sturmtochter-Reihe zu lesen, weil ich Bianca Iosivoni als Autorin ziemlich gern habe, aber leider bin ich erst jetzt dazu gekommen, sie auch zu beenden. Lest weiter, wenn ihr wissen wollt, wie mir das Buch gefallen hat.

Da es sich um das Finale der Reihe handelt, kommen in dieser Rezension Spoiler zu den vorherigen Bänden vor.


Inhalt

In Schottland herrschen die schlimmsten Zustände seit Clangedenken: Ein Krieg zwischen den fünf großen Clans steht kurz bevor. Ungezügelte Naturgewalten und Elementare verwüsten das Land. Als Sturmtochter der MacLeods verteidigt Ava das Gebiet des WasserClans, doch diesmal ist Lance nicht an ihrer Seite. Denn noch immer fehlt jede Spur von ihm und mit jedem Tag schwindet Avas Hoffnung, ihn jemals wiederzusehen.


Allgemeine Informationen

Titel: Sturmtochter – Für immer vereint

Autorin: Bianca Iosivoni

Genre: Urban Fantasy

Format: Paperback

Seiten: 426

Verlag: Ravensburger

Reihe / Band: Sturmtochter / Band 3

gelesen: 08.02.20 bis 09.02.20


Über die Autorin

Bianca Iosivoni, geb. 1986, schreibt mit Herzblut Young-Adult- und New-Adult-Romane, deren Dramatik, epische Liebesgeschichten und spannungsgeladenen Actionplots den LeserInnen regelmäßig den Atem rauben. Die Idee für die Sturmtochter Ava und die Elemente-Clans begleitete die junge deutsche Autorin schon seit vielen Jahren. Um Inspirationen zu sammeln, reiste sie durch das sagenumwobene Schottland, besuchte die Originalschauplätze und saß mit ihrem Notizbuch auf den sturmumtosten Klippen, um die rau-romantische Atmosphäre der schottischen See einzufangen. Impressionen ihrer Reisen und alles, was sie inspiriert und bewegt, teilt sie auf Twitter, Instagram, Pinterest, Facebook und auf ihrer Website bianca-iosivoni.de.


Meine Meinung

Das Cover

Ich finde das Cover super schön. Normalerweise bin ich zwar kein allzu großer Fan von Personen, die abgebildet sind, aber hier finde ich das überhaupt nicht schlimm, weil es so gut zur Story passt und ich mir Ava auch immer so ähnlich vorgestellt habe. Ich kann mich kaum entscheiden, ob dieses Cover oder das vom zweiten Teil schöner ist.

Ich mag es, dass die Person auch die Erhabenheit über das Meer und insgesamt das Wasser ausstrahlt, da es so noch einen besonderen Bezug zur Story und zur Protagonistin Ava hat.


Der Erzählstil

Bianca Iosivoni ist eine meiner Lieblingsautorinnen und kommt ganz dicht nach Jennifer L. Armentrout auf meiner Liste. Ich hab von ihr bisher zwar noch nicht allzu viele Bücher gelesen, aber sowohl in der Soul-Mates-Dilogie als auch in der Sturmtochter-Reihe fand ich ihren Schreibstil wirklich fantastisch. Es gibt viele, die genau das bemängeln, aber ich kann ehrlich gesagt nicht sehen, wo der Schreibstil schlechter sein sollte als bei anderen Autoren.

Das einzige, was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war die Tatsache, dass Avas Gefühle in diesem Teil ein bisschen zu kurz gekommen sind, aber dafür wurde mehr auf die Gefühle der anderen Charaktere achtgegeben, weshalb das gar nicht sooo schlimm ist, wie es sich vielleicht anhört. Trotzdem hätte ich mir auf jeden Fall mehr Kapitel aus Avas Sicht gewünscht.

„Emotionen sind selten logisch.“

Seite 148

Die Handlung

Wenn ich so zurückblicke, fällt mir auf, dass insgesamt gar nicht so extrem viel passiert, aber dadurch, dass immer aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben wurde, kommt es einem am Ende so viel vor. Das ist auf jeden Fall ein Pluspunkt, denn sonst wäre mir das Buch eindeutig zu kurz und zu einseitig gewesen.

Ich mag es, dass einige Kapitel parallel zueinander stattfanden, sodass man immer einen Überblick hatte, was während des einen Geschehens auf der anderen Seite des Landes passiert ist.

Durch die vielen Perspektiv-Wechsel kam aber leider auch die Ausarbeitung einiger Handlungen ein bisschen zu kurz und besonders das Ende ging ziemlich schnell von Statten, was mich etwas gestört hat. Ansonsten war aber alles ziemlich schlüssig und ich finde es einfach großartig, wie hinterher alles ineinander übergelaufen ist und zu dem letztlichen Ende geführt hat.

Es gab ziemlich viele Plot-Twists und unerwartete Wendungen, die mich einige Male zum Staunen gebracht haben, aber zwischendurch gab es kleine Flüchtigkeitsfehler in der Rechtschreibung, die jedoch nicht weiter aufgefallen sind.

„Das Leben musste beschützt und gerettet werden – nicht vernichtet.“

Seite 237

Die Charaktere

Avalee MacLeod bzw. Coleman, genannt Ava, ist die Protagonistin des Buches. Während der Kapitel aus ihrer Sicht wird aus der Ich-Perspektive geschrieben, wodurch eine nähere Bindung zu ihr ermöglicht wird als zu den anderen Charakteren. Ich mochte sie ziemlich gerne, da sie eine sehr starke Persönlichkeit hat, jedoch nicht allwissend ist und auch ihre Schwächen hat, wodurch sie sehr authentisch gewirkt hat.

Lance und Bowen Campbell mochte ich ziemlich gerne. Beide haben Personen, die ihnen sehr viel bedeuten, nämlich Ava und Juliana. Lance musste in diesem Teil einiges verdauen und blieb trotzdem häufig stark, wenn er dann jedoch eine Schwäche gezeigt hat, dann war das umso erschütternder, auch für Ava. Bowen war anfangs noch recht schwierig zu durchschauen, aber nachdem ich ihn besser kennengelernt habe, war er einer meiner Lieblingscharaktere. Nach der Sache mit ihrer Schwester Adelaide tun mir die beiden Brüder ziemlich leid.

Reid Kelvin ist einfach ein cooler Typ. Er ist nicht vor den Kopf gefallen, hat eine gesunde Portion an Selbstbewusstsein und trotzdem ist er nicht in jeder Situation derjenige, der richtig handelt. Er hat tatsächlich einiges falsch gemacht, bereut seine Fehler jedoch anschließend immer und die Beziehung zu seinem Vater Arran macht ihm ziemlich zu schaffen, da es immer schwierig für ihn ist, sich zwischen ihm und dem zu entscheiden, was richtig ist.

Sloan Dundas, die Cousine von Avas bester Freundin Brianna, die ja bereits im ersten Teil gestorben ist, war mir anfangs noch unsympathisch, doch nachdem ich gemerkt habe, dass sie sich wirklich geändert hat und nicht mehr diese unausstehliche Zicke von damals ist, mochte ich sie auch ganz gerne. Sie und Reid passen auf jeden Fall perfekt zueinander, da sie beide ganz schöne Nervensägen sein können.

Juliana MacKay hatte es in diesem Teil wohl am stärksten und das Ende hat mich wirklich fassungslos gemacht und ich würde Bianca Iosivoni wirklich gern dafür verwünschen, andererseits weiß ich jedoch auch, dass es nötig war. Sie hat fast alles verloren, und zwar nur, weil die Elementare aufgrund von den Streitereien zwischen den Clans immer häufiger werden und sich immer mehr Clan-Mitglieder an ihre Kräfte verlieren. Ich hätte mir wirklich ein besseres Ende für sie gewünscht.

„Wenn uns die Ereignisse der letzten Wochen eines gelehrt hatten, dann dass Habgier, Neid, Missgunst und Rache das Schlechteste in uns allen hervorbrachten.“

Seite 421

Fazit

„Sturmtochter – Für immer vereint“ ist der grandiose Abschluss der Sturmtochter-Reihe von Bianca Iosivoni. Gefühlschaos, Spannung und Intrigen spielen eine große Rolle und haben mich völlig umgeworfen, obwohl das Buch auch einige Schwächen hatte.


Meine Bewertung

Cover: 5/5 ⭐

Erzählstil: 4/5 ⭐

Handlung: 4/5 ⭐

Charaktere: 4,5/5 ⭐


Gesamt: 4/5 ⭐


Habt ihr die Sturmtochter-Reihe schon gelesen? Oder vielleicht andere Bücher von Bianca Iosivoni?

Eure Lara

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