Rezension: »Dämonentochter – Verlockende Angst« von Jennifer L. Armentrout

Weil ich nicht wusste, wie schnell meine Bestellung ankommen würde, hab ich mir das Buch auch noch als E-Book in der Onleihe ausgeliehen, und weil es manchmal einfach praktischer ist, auf dem E-Reader zu lesen, hab ich das dann auch getan. Die Seitenzahlen, die in dieser Rezension auftauchen, hab ich angepasst an die des Taschenbuches, das ich ebenfalls besitze.

Da es sich bei dem Buch um den zweiten Teil der Dämonentochter-Reihe handelt, können Spoiler zum vorherigen Band auftauchen.

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Inhalt

In jeder Generation wird nur ein Apollyon geboren, der mit achtzehn zu unerhörter magischer Macht erwacht. Überraschend macht sich Apollyon Seth – attraktiv, übersinnlich begabt und ungeheuer selbstverliebt – in Alex‘ Leben breit. Der arrogante Seth raubt Alex den letzten Nerv und drängt sich zwischen sie und Aiden. Denn Alex ist es bestimmt, zu einem zweiten Apollyon zu erwachen. Schon einmal, vor Jahrhunderten, führte das zur Katastrophe. Wenn sie in wenigen Monaten achtzehn wird, könnte Seth durch sie die grenzenlosen Kräfte eines Göttermörders erlangen. Während mächtige Feinde versuchen, Alex zu vernichten, läuft ihr die Zeit davon. Kann sie ihr Leben und ihre Liebe retten?


Allgemeine Informationen

Titel: Dämonentochter – Verlockende Angst

Autorin: Jennifer L. Armentrout

Genre: Urban Fantasy

Format: Taschenbuch

Seiten: 479

Verlag: cbt

Reihe / Band: Dämonentochter / Band 2

gelesen: 01.02.20 bis 02.02.20

HIER GEHT’S ZUR LESEPROBE


Über die Autorin

Jennifer L. Armentrout schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene und wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Ihre Bücher klettern immer wieder auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste und ihr Spiegelbestseller Obsidian wird derzeit verfilmt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund Loki in West Virginia. Wenn sie nicht gerade liest oder schlechte Zombie-Filme anschaut, arbeitet sie an ihrem neuesten Roman.


Meine Meinung

Das Cover

Wie auch schon beim ersten Teil bin ich nicht so angetan vom Cover. Es wirkt leider viel zu billig für so eine tolle Geschichte, wobei ich hier aber auch glaube, dass das blaue „Feuer“, das abgebildet ist und eine Rose bildet, das fünfte Element Akasha darstellen soll, welches der Apollyon aufrufen kann.

Die Farben sind schön, keine Frage, aber trotzdem kann ich nicht behaupten, dass ich das Cover übermäßig schön finde. Eine so tolle Geschichte hätte meiner Meinung nach etwas viel Besseres verdient. Allerdings kann ich beim Anblick des Covers einen Bezug zur Geschichte finden, was mir wiederum sehr gut gefällt.


Der Erzählstil

Jennifer L. Armentrout ist nicht ohne Grund meine Lieblingsautorin, aber trotzdem hat mich ihr Erzählstil in diesem Teil wieder positiv überrascht. Ehrlich, je mehr Bücher ich von ihr lese, desto höher steigt sie in meinem Ansehen, weil sie mich immer wieder aufs Neue überrascht.

In diesem Band hat sich Jennifer L. Armentrout perfekt darauf verstanden, Gefühle rüberzubringen und den Leser zu fesseln. Ich war sofort gefangen in der Welt rund um Alex, Seth und Aiden, und einige Male sind fast die Tränen geflossen, weil es manchmal wirklich sehr emotionale und schockierende Ereignisse gab. Auch der Humor bleibt bei der Autorin wirklich nie zu kurz und die Schlagabtäusche zwischen Alex und Seth waren einfach zum Totlachen, also seid froh, dass ich noch lebe!


Die Handlung

Bei diesem Punkt habe ich genauso wenig auszusetzen wie beim Erzählstil. Ich lese ja wirklich viel und bin vertraut mit den klischeehaften Dingen, die immer wieder von neuen Autoren aufgegriffen werden, und ehrlich gesagt ist es auch wirklich schwer, ein Buch ganz ohne Klischees zu schreiben, aber Jennifer L. Armentrout hat das so gut umgesetzt, dass ich wirklich Respekt vor ihr habe. Wirklich, ich kann mich an kein einziges Klischee erinnern, das aufgegriffen wurde, aber vielleicht stehe ich auch noch viel zu sehr im Bann der Geschichte, wer weiß?

Ich finde es sehr gut, dass Alex‘ komplizierte Beziehung zu Aiden und Seth nicht einfach in Vergessenheit gerät. Neben den ganzen Vorfällen wie erneuten Dämonenangriffen und neuen Vorsichtsmaßnahmen im Covenant verzwickt sich Alex immer mehr in ein Netz aus Gefühlen, die sie nicht kontrollieren kann, was als prophezeiter zweiter Apollyon natürlich nicht gerade optimal ist.

Der Höhepunkt war ein Plot-Twist, der mich komplett überrascht hat. Wirklich, ich halte viel von unerwarteten Wendungen und so, aber das war einfach der Hammer. So heftig hat mein Herz beim Lesen eines Buches wahrscheinlich noch nie geschlagen.


Die Charaktere

Alex war eine sehr erheiternde Protagonistin, die ein ziemlich aufbrausendes Temperament hat, was als Halbblut leider nicht ganz so optimal ist. Sie lässt sich nicht unterkriegen oder sich von Reinblütern unterdrücken und ich mag es, dass sie sich nichts gefallen lässt. Sie hat ihren eigenen Willen, muss aber auch schwer mit sich kämpfen, da sie immer wieder einige wirklich dramatische Dinge erlebt, die niemand so leicht wegstecken kann.

Aiden war mir in diesem Band etwas unsympathischer, was aber auch zur Geschichte dazugehörte. Trotzdem konnte ich seine Handlungen nachvollziehen und ich hatte wirklich Mitleid mit ihm und Alex, da ihre Beziehung ja schließlich zum Scheitern verurteilt wäre, sollte es jemals zu einer kommen.

Seth kenne ich bereits aus dem Spin-off der Reihe und ich kann erleichtert sagen, dass er nicht groß anders ist. Ein arroganter Mistkerl eigentlich, der viel zu sehr von sich selbst überzeugt ist, den ich aber auch verstehen kann, weil er mir aus irgendeinem Grund doch sympathisch ist. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur verrückt.


Fazit

„Dämonentochter – Verlockende Angst“ war ein wirklich toller Folgeband, der mich komplett von sich überzeugen konnte. Von Spannung bis hin zu großen Gefühlen und einer kräftigen Portion Humor war alles dabei.


Meine Bewertung

Cover: 3,5/5 ⭐

Erzählstil: 5/5 ⭐

Handlung: 5/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐


Gesamt: 5/5 ⭐


Da die Geschichte mich wirklich überzeugen konnte, habe ich meine Kritik an dem Cover nicht ganz so eng in die Gesamtbewertung mit einbezogen. Trotzdem wird das Buch wahrscheinlich kein Jahreshighlight werden.

Eure Lara

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