Rezension: »Das geheime Vermächtnis des Pan« von Sandra Regnier

Dieses Buch habe ich kurz vor Silvester zum zweiten Mal gelesen. Eigentlich bin ich kein großer Freund von re-reads, aber weil ich den zweiten Band bereits in meinem Regal stehen habe, jedoch nicht mehr wirklich wusste, was im ersten Band passiert, hab ich mich dazu entschieden, das Buch noch einmal zu lesen, und bei dieser Gelegenheit kann ich auch gleich eine Rezension dazu verfassen.

Bei dem Buch handelt es sich um den ersten Teil der Pan-Trilogie von Sandra Regnier, weshalb es keine Spoiler geben wird.

Zur Rezension von Band 2

Zur Rezension von Band 3


„Heißt du tatsächlich City?“

„Natürlich nicht. Meine Freunde nennen mich Felicity. Felicity Morgan.“

Er sah mich so erschüttert an, als hätte ich gesagt, ich wäre die Prinzessin von Wales.

Auszug aus „Das geheime Vermächtnis des Pan“ von Sandra Regnier

Felicity Morgan ist nicht gerade das, was sich die Elfenwelt unter ihrer prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist gerade mal achtzehn, trägt eine Zahnspange und arbeitet abends in einem heruntergekommenen Pub. Leander FitzMor hingegen, der Neue an Felicitys Schule, ist der wohl bestaussehendste Typ Londons. Ein klarer Frauenschwarm und damit ganz sicher nicht Felicitys Typ. Merkwürdig ist nur, dass dieser so anziehend nach Moos riechende Junge einfach nicht mehr von ihrer Seite weichen will …


Allgemeine Informationen

Titel: Das geheime Vermächtnis des Pan

Autorin: Sandra Regnier

Genre: Urban Fantasy

Format: TAschenbuch

Seiten: 414

Verlag: Carlsen

Reihe / Band: Pan-Trilogie / Band 1

gelesen: 29.12.19 bis 30.12.19


Meine Meinung

Das Cover

Dadurch, dass das Cover eine so schöne Farbe hat und dass es so mysteriös und geheimnisvoll wirkt, war es wohl mitunter ein Coverkauf (mal abgesehen davon, dass meine Freundin mir das Buch empfohlen hat). Alles wirkt irgendwie alt, aber trotzdem modern und lässt einen nur Vermuten, worum es tatsächlich im Buch geht.

Insgesamt gefällt mir das Cover wirklich sehr gut; ich habe daran nichts auszusetzen.


Der Erzählstil

Natürlich habe ich das Buch schon einmal gelesen, aber mir war ein Großteil einfach nicht mehr in Erinnerung. Beispielsweise der unglaubliche Schreibstil von Sandra Regnier! Alles ist sehr humorvoll und mit einer großen Portion Sarkasmus geschrieben (was natürlich auch den Charakter der Protagonistin unterstreicht), sodass es beim Lesen nie langweilig wurde. Außerdem blieb es durchweg spannend, obwohl ich das Buch bereits einmal gelesen habe (na gut, ich konnte mich halt an kaum etwas noch erinnern).

Nur zwei kleine Dinge haben mich im ganzen Buch am Erzählstil gestört, und zwar wurde nämlich zwei mal der letzte Buchstabe bei einem Wort vergessen, aber das ist jetzt wahrscheinlich wirklich Meckern auf höchstem Niveau.


Die Handlung

Besonders am Anfang hat die Handlung mich überzeugen können. Ich finde es gut, dass sich Felicity und Lee nicht sofort kennengelernt haben und auch, dass Felicity ihren Prinzipien treugeblieben ist, als auf den nächstbesten Typen reinzufallen. Ich konnte die Handlungsweisen von jedem Charakter gut verstehen und insgesamt war alles sehr verständlich beschrieben. Es gab auch einige sehr spannende Momente und einige, in denen ich Lee gerne ans Ende der Welt verbannt hätte, obwohl er eigentlich keine andere Wahl hatte. Also ja: Gefühlsdrama und eine große Portion Spannung waren in diesem Buch auf jeden Fall dabei und sind nicht zu kurz gekommen.


Die Charaktere

Felicity ist mir eine unglaublich sympathische Protagonistin gewesen. Mit ihrer scharfen Zunge und ihrem (ziemlich schwarzen) Humor hat sie mich an mich selbst erinnert. Und falls einige Leser vielleicht glauben, ihre Minderwertigkeitskomplexe wären nervig, ich fand es überhaupt nicht so. Ich denke, jedes Mädchen oder jede junge Frau in dem Alter hat solche Gedanken, wenn auch nicht so ausgeprägt wie bei Felicity, aber die muss sich wegen ihrer äußeren Erscheinung ja auch ziemlich miese Sprüche gefallen lassen. Außerdem hat sie sich nicht von Lee beeindrucken lassen und spannt ihn brutal auf die Folter, wodurch ich einige Male grinsen oder zumindest schmunzeln musste.

„Wenn du dich selber als Loser bezeichnest, kannst du nicht erwarten, dass die anderen dich akzeptieren.“

„Das geheime Vermächtnis des Pan“ von Sandra Regnier, Seite 64

Lee war anfangs noch überhaupt nicht zu durchschauen. Natürlich wusste ich schon, was er ist, weil ich das Buch schon einmal gelesen hatte, aber ich hatte vergessen, was er alles kann. Hier will ich nicht weiter ins Detail gehen, um nicht zu spoilern. Er war mir sympathisch, aber auch irgendwie unheimlich, und da ging es mir wahrscheinlich genau so wie Felicity.

Der Star Club ist die typische Ansammlung von zickigen Mädchen, die es wahrscheinlich auf jeder Schule in jedem Land gibt. Es gibt immer welche, die selbst behaupten, sie wären die Coolen und dann andere runtermachen, weil sie anders sind. Diese Gruppe hat mich ziemlich aufgeregt während des Lesens, aber trotzdem gehört sie unwiderruflich zur Geschichte dazu.

Felicitys Freundeskreis, bestehend aus Jayden, Corey, Ruby, Nicole und Phyllis (ich hoffe, ich habe niemanden vergessen) hat mich an meinen eigenen Freundeskreis erinnert. Jeder Charakter ist unterschiedlich, was schwierig zu erreichen ist, wenn es so viele auf einmal sind, weshalb die Autorin allein dafür schon ein ziemlich großes Dankeschön verdient, da das Lesen durch diese Personen einfach viel mehr Spaß gemacht hat.


Fazit

Obwohl ich „Das geheime Vermächtnis des Pan“ nun schon zum zweiten Mal gelesen habe, konnte es mich erneut vollends begeistern. Ich habe kaum Kritikpunkte und hatte sehr großen Spaß beim Lesen.


Bewertung

Cover: 5/5 ⭐

Erzählstil: 4,5/5 ⭐

Handlung: 5/5 ⭐

Charaktere: 5/5 ⭐


Gesamt: 4,5 ⭐


Lest ihr zwischendurch Bücher zweimal? Ich muss sagen, dass es sich bei diesem hier wirklich gelohnt hat und ich bin froh, dass ich jetzt mit dem noch vollständigen Wissen aus Band 1 in den zweiten starten kann!

Eure Lara

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