Rezension: »After Moonrise« von Gena Showalter und P. C. Cast

Normalerweise lese ich nie zwei Bücher parallel, weil ich es einfach schöner finde, mich auf ein einziges Buch zu konzentrieren. Aber als ich in „Die Nebel von Avalon“ lange Zeit nicht weiterlesen konnte, weil das in der Weihnachtszeit einfach zu stressig war und weil das Buch recht anspruchsvoll ist, habe ich mich schließlich dazu überwunden, doch ein weiteres Buch anzufangen. Und das will ich euch in der heutigen Rezension gerne vorstellen.


Geteilte Seele

Eine Metropole, die sich Sterbliche und Geister teilen. Eine City, in der das Böse in übersinnliche Dimensionen vordringt. Ein Ort für die Männer der After-Moonrise-Agency. Seine Gabe als Medium hat Kent Raef zu einem exzellenten Jäger von Gewaltverbrechern gemacht. Sein neuester Fall ist besonders bizarr: Lauren Wilcox‘ Zwillingsschwester wurde ermordet, kommuniziert aber durch Laurens Geist und Körper. Kent muss den Killer finden und die gequälte Seele befreien. Bald weiß er jedoch nicht mehr, welche Schwester ihn um Hilfe anfleht – und in welche er sich verliebt hat.

Die Botschaft

Immer wenn der Mond scheint, zwingt etwas die junge Künstlerin Aurora, eine verstörende Folter-und-Mord-Szene zu malen. Eine Botschaft ihres Unterbewusstseins? Hilfe suchend wendet sie sich an ihren Nachbarn Levi Reid, Detective beim Oklahoma City Police Department. Er ist Experte für Verbrechen im Zwischenreich und will ihr helfen, Mörder und Opfer zu finden! Ihre Zusammenarbeit bringt sie jedoch überraschend nah zueinander – tödlich nah …

„Ein atemberaubendes Werk der beiden Schreib-Königinnen!“

Publishers Weekly

Allgemeine Informationen

Titel: After Moonrise

Autorinnen: Gena Showalter, P. C. Cast

Genre: Urban Fantasy

Format: Taschenbuch

Seiten: 316

Verlag: MIRA Taschenbuch

gelesen: 25.12.19 bis 27.12.19


Meine Meinung

Das Cover

Die Aufmachung des Buches ist ziemlich geheimnisvoll und mysteriös gehalten, was mich sofort neugierig auf den Inhalt gemacht hat. Trotzdem war das Buch kein reiner Coverkauf, aber ich habe es mir zugelegt, weil ich schon viel von den beiden Autorinnen gehört habe, die es geschrieben haben, selbst aber noch nichts von ihnen gelesen hab. So, ich schweife vom Thema ab. Meiner Meinung nach ist das Cover ziemlich passend, da der Inhalt des Buches auch dieses Paranormale und das Geheimnisvolle widerspiegelt. Außerdem harmonieren die Farben des Covers perfekt miteinander – und dieser Blauton ist doch der Hammer, oder nicht?!

Der einzige Minuspunkt beim Cover ist für mich, dass es nicht sehr hochwertig aussieht. Das kann einerseits an der gelben Schriftfarbe liegen, in der die Namen der beiden Autorinnen aufgedruckt wurden, oder an dem Gesamtbild.


Der Erzählstil

Geteilte Seele (P. C. Cast)

Der Start in die Geschichte war etwas schwieriger, als ich es mir erhofft hatte. Ich kam mit dem Schreibstil von P. C. Cast einfach nicht so gut zurecht und das hat sich auch durch die gesamte Geschichte gezogen, die sie verfasst hat (zur Information: Das Buch ist in zwei Teile geteilt, der erste Teil „Geteilte Seele“ wurde von P. C. Cast geschrieben und der zweite Teil „Die Botschaft“ von Gena Showalter). Trotzdem war der Schreibstil jetzt nicht schlecht oder so, aber besonders mitreißen konnte er mich auch nicht, weshalb ich umgangssprachlich wahrscheinlich sagen würde, er war „ok“. Dafür war er aber auch sehr einfach gehalten, sodass ich nicht zu lange bei einigen Sätzen verweilen musste, um sie zu verstehen.

Die Botschaft (Gena Showalter)

Mit dem Schreibstil von Gena Showalter bin ich sehr viel besser klargekommen. Zwar war er auch einfach und nicht besonders anspruchsvoll, aber insgesamt konnte er mich einfach mehr mitreißen. So bin ich geradezu durch die paar 190 Seiten geflogen, die noch übrig waren. Vielleicht lag dieser Umstand auch daran, dass die Handlung mich mehr überzeugen konnte, aber vom Erzählstil bzw. Schreibstil her kann ich auf jeden Fall schon mal sagen, dass er mir viel besser gefallen hat als der von P. C. Cast.


Die Handlung

Geteilte Seele (P. C. Cast)

Wie bereits beim Schreibstil erwähnt, bin ich nur schwierig in die Geschichte reingekommen. Zwar fand ich die Thematik und die Grundidee wirklich interessant, weil sie mal was Neues für mich war und ich bisher noch kein einziges Buch über Geister gelesen habe, aber irgendwie konnte mich die Handlung einfach nicht mitreißen. Die Geschichte war teilweise spannend, doch alles ging viel zu schnell, sodass ich das Gefühl hatte, gar nicht mehr hinterherzukommen.

Die Botschaft (Gena Showalter)

Die Handlung dieser Geschichte fand ich grandios. Es war durchweg spannend und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Gena Showalter hat eine klare Storyline gezeigt, die komplett durchdacht war. Mir sind überhaupt keine Unstimmigkeiten aufgefallen und für mich als Leserin hat alles einen Sinn gemacht, egal wie kompliziert die Situation war. Der Lesespaß war bei dieser Geschichte auf jeden Fall da und durch einige überraschende Wendungen ging er auch nie verloren. An der Handlung dieser Geschichte habe ich überhaupt nichts auszusetzen.


Die Charaktere

Da sich beide Geschichten im Buch um die After-Moonrise-Agency drehen, werde ich die Charaktere nicht noch mal einzeln aufteilen, da dann viele doppelt vorkämen.

Raef, der Protagonist aus „Geteilte Seele“ war mir von Anfang an unsympathisch. Er war mir zu mürrisch, zu miesgelaunt und einfach viel zu unüberlegt. Außerdem war er das typische Klischee des Märchenprinzen, der die arme, verlorene Prinzessin rettet. Auch mit Lauren und Aubrey bin ich nicht wirklich warmgeworden. Ich habe nicht verstanden, wie ihre Seelen miteinander verknüpft waren, weil sie Zwillinge sind (ich weiß, das hätte ich auch unter dem Punkt Handlung erwähnen können) und fand es einfach nur merkwürdig, wie sie sich verhalten haben.

Ganz im Gegensatz zu den beiden stehen Levi und Harper in „Die Botschaft“. Denn Levi war mir sofort sympathisch, genau wie Harper auch. Zwar kann ich nicht bestreiten, dass Levi einige Gemeinsamkeiten mit Raef hat (beispielsweise die mürrische Ader), aber ich konnte ihn und seine Handlungen besser verstehen. Was eventuell daran lag, dass man bei ihm deutlich gemerkt hat, dass er nicht perfekt ist und seine Fehler hat. Harper, die auf den ersten Blick immer im Schatten ihrer Freundin und Mitbewohnerin Lana steht, bei genauerem Hinsehen jedoch eine ziemlich starke und schlagfertige Persönlichkeit ist, hat mich auch direkt fasziniert.

Alles zusammengefasst sind die Charaktere einzigartig und auch alle unterschiedlich, wobei die Personen in „Die Botschaft“ wesentlich besser ausgearbeitet waren, weshalb ich auch besser mit ihnen klargekommen bin.


Fazit

„After Moonrise“ von Gena Showalter und P. C. Cast ist ein wirklich tolles Buch über die paranormale Welt und die After-Moonrise-Agency. Leider konnte mich der erste Teil der Geschichte, der von P. C. Cast geschrieben wurde, nicht ganz überzeugen, dafür wurde ich aber umso mehr vom zweiten Teil mitgerissen, den Gena Showalter verfasst hat.


Bewertung

Cover: 4/5 ⭐

Erzählstil – „Geteilte Seele“: 2,5/5 ⭐

Erzählstil – „Die Botschaft“: 4/5 ⭐

Handlung – „Geteilte Seele“: 2/5 ⭐

Handlung – „Die Botschaft“: 5/5 ⭐

Charaktere: 3/5 ⭐


Gesamt: 3,5/5 ⭐


Habt ihr das Buch schon gelesen, oder vielleicht sogar andere von den beiden Autorinnen? Könnt ihr mir vielleicht ähnliche Bücher empfehlen?

Eure Lara

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