Rezension: »Ich werde fliegen« von Dana Czapnik

Das Buch »Ich werde fliegen« war mir überhaupt kein Begriff und ist irgendwie auch auf den ganzen Buchportalen sowie auch Bookstagram ziemlich untergegangen. Allerdings hat eine meiner Freundinnen mir damals die Empfehlung gegeben, weshalb ich es mir von ihr ausleihen durfte und innerhalb weniger Tage gelesen habe.


Inhalt

So klug wie das Leben. So schmerzhaft schön wie die erste Liebe.

Lucy Adler ist anders als die anderen Mädchen. Statt zu Hause vor dem Spiegel verbringt sie ihre Zeit lieber unter Jungs auf den Basketballplätzen ihrer Heimatstadt New York. Dort ist die 17-Jährige ein Ass. Dort fühlt sie sich frei. Was niemand ahnt: Lucy ist seit Ewigkeiten in ihren besten Freund Percy verliebt. Doch egal, wie nah sie sich beim Basketball oder bei langen Gesprächen über französische Philosophie kommen – wenn es um die Liebe geht, wählt Percy immer die nächstbeste Schulschönheit. Und damit genau das typische Mädchen, das Lucy nie sein wollte. Gibt es für Lucy einen Weg in sein Herz, ohne sich selbst zu verraten?


Bibliographische Daten

Titel: Ich werde fliegen
Autorin: Dana Czapnik
Übersetzung: Stefanie Frida Lemke
Genre: Young Adult
Format: Hardcover
Seiten: 368
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453272033


Meine Meinung

Dieses Mal kann ich nicht von vornherein behaupten, der Schreibstil hätte mich komplett mitgerissen. Eher im Gegenteil: Er ist sehr gewöhnungsbedürftig und erinnert in jedem einzelnen Kapitel eher an einen mysteriösen Prolog als an ein Kapitel mitten im Buch. Dafür wurden aber sehr detaillierte Beschreibungen der Umgebung geliefert – wobei auch das besonders im letzten Stück einfach viel zu viel war. Mehr als drei Seiten lang wurde da nur beschrieben, wie die Häuser aussehen, an denen Lucy vorbeigeht und das will ich doch als Leserin gar nicht wissen. So gesehen ist der Schreibstil in diesem Buch wirklich was Außergewöhnliches und Einmaliges, was jedoch nicht unebdingt jeder Person zusagt.

Die Idee des Buches ist nicht sehr neu, aber meiner Meinung nach trotzdem sehr erfrischend gewesen, zumal das Buch im New York der 90er Jahre spielte, was dem Ganzen eine doch etwas andere Spitze gegeben hat.

Zudem spielt das Buch auch noch das wichtige moralische Thema der Gleichberechtigung und der Emanzipation an, wobei Lucy ja kein typisches Mädchen sein will, aber eben auch kein Junge, und deshalb eben etwas zwischen die Fugen gerät.

Den Start ins Buch fand ich aufgrund des Schreibstils und weil ich bis dahin noch kaum etwas über das New York der 90er Jahre wusste etwas schwierig, aber auch das hat sich nach ein bisschen Gewöhnungszeit wieder gelegt.

Außerdem glaube ich, dass die Geschichte wirklich sehr gut zu der Zeit passt, in der es spielt, wobei ich darüber bekanntlich eher wenig sagen kann, weil ich damit nicht so vertraut bin.

Lucy ist eine Protagonistin, die sehr viel nachdenkt und die sehr viel mitbekommt, was ihr das Leben nicht unbedingt leichter macht. Leider waren ihre Gedanken oft sehr philosophisch und wissenschaftlich, weshalb ich nicht alles verstanden habe, was sie gedacht oder gesagt hat und dadurch wurde das Buch an einigen Stellen für mich schnell langwierig, obwohl es nicht schlecht war.

Im Großen und Ganzen war die Geschichte recht vorhersehbar; ich habe den Klappentext gelesen, ebenso wie meine Mutter, und wir beide haben gleichzeitig gesagt, wie wir glauben, wie das Ende sein wird. Tja, und so war es auch, was ich ein bisschen schade fand, weil es eben vorhersehbar war, aber trotzdem war es gleichzeitig eine große Erleichterung, dass das Buch genau dieses Ende gefunden hat und kein anderes.

Fazit

Da ich etwas komplett anderes von dem Buch erwartet hatte, war ich ziemlich überrascht am Anfang und konnte erst schwer reinfinden, aber trotzdem war es eine schöne und kontroverse Geschichte, die man gut zwischendurch lesen kann, durch die man aber auch nicht durchhetzen sollte.

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