Rezension: »Illuminati« von Dan Brown

Inhaltsangabe:

Egal, wie lange ich darüber nachdenke, ich habe das Gefühl, dass meine eigenen Worte einer richtigen Inhaltsangabe nicht wirklich gerecht werden. Ich werde aber trotzdem versuchen, möglichst gut zu beschreiben, was passiert, ohne allzu sehr zu spoilern.

Robert Langdon ist ein Harvardprofessor, der sich auf Symbolologie spezialisiert hat. Mit seinen wissenschaftlichen symbolologischen Werken wird er auch im Internet schnell gefunden.

Als er eines Tages einen Anruf erhält, der von einer der größten wissenschaftlichen Einrichtungen der Welt ausgeht, und in welchem er gebeten wird, in die Schweiz zu fliegen, um sich ein Symbol näher anzuschauen, hält er es zuerst für irgendeinen lahmen Trick, ihn aus den Reserven zu locken. Doch der Chef von CERN, der wissenschaftlichen Einrichtung, lässt nicht nach und als er Langdon ein Fax mit einem gebrandmarkten Toten schickt, auf dessen Brust das legendäre Brandzeichen der „Illuminati“ prangt, ist Langdons Interesse sofort geweckt. Er reist in die Schweiz und ist sich erst sicher, dass das Brandzeichen nur ein Fake ist, da die Geheimgesellschaft der Illuminati schon lange ausgestorben ist. Doch als sich herausstellt, dass aus dem Labor des ermordeten Teilchenphysikers eine lebensgefährliche Menge Antimaterie entwendet wurde, bekommt auch er langsam Zweifel. Gemeinsam mit der Adoptivtochter des Toten macht er sich auf den Weg nach Rom und in die Vatikanstadt, wo er selbst schließlich in lebensbedrohliche Gefahr gerät …


Bibliographische Daten

Titel: Illuminati
Autor: Dan Brown
Übersetzung: Axel Merz
Genre: Thriller
Format: Taschenbuch
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Robert Langdon / Bd. 1


Meine Meinung

Anfangs war ich skeptisch, was den doch recht wissenschaftlichen Schreibstil anging, doch im Nachhinein bin ich schwer beeindruckt davon. Ich kann nicht leugnen, dass ich keinen Moment aufhören konnte zu lesen, weil ich so in den Bann gezogen wurde, dass es mir schwerfiel, überhaupt wieder aufzutauchen. Deshalb muss ich auch ehrlich zugeben, dass ich überhaupt nichts am Schreibstil auszusetzen habe.

Die Idee ist einfach nur wow. Das dürfte alles aussagen, aber ich will euch trotzdem helfen, ein bisschen besser nachzuvollziehen, wie ich mich fühle, wenn es um dieses Buch geht. Die Absicht hinter dem Buch ist nicht nur Aufkläung, sondern in gewissem Maße auch Weiterbildung sowohl im christlichen Glauben als auch in der modernen Teilchenphysik. Dass sich diese beiden Aspekte so einwandfrei kombinieren lassen würden, hätte ich zuvor niemals gedacht, aber ich wurde einfach nur geflasht, wie grandios dies umgesetzt wurde.

Ich habe bei jedem einzelnen Satz bemerkt, wie viel Mühe sich Dan Brown mit seinem Werk gemacht hat, wie viel Recherchearbeit er benötigte und wie viel Liebe zum Detail er eingebracht hat. Die ganze Geschichte war perfekt ausgearbeitet und ich fand sie lehrreicher als jede Physik- oder Religionsstunde, die ich je in meinem Leben hatte (Physik habe ich abgewählt, aber trotzdem).

Auch die Charaktere hatten keine Lücken und waren, vor Allem, keine Sues, wie man die perfekten Protagonisten nennt, die keine Schwächen haben. Es wurde schnell deutlich, auf was der einzelne Charakter besonders spezialisiert hat, was seine Stärken und was eben auch seine Schwächen waren. Die Hintergrundgeschichten haben außerdem eine große Rolle in der Entwicklung der Charaktere gespielt, was man sehr deutlich erkennen konnte, sowohl bei Langdon, als auch bei Vittoria, dem Camerlengo oder dem Chef von CERN.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war, wie bildlich die Geschichte trotz der vielen wissenschaftlichen Aspekte beschrieben wurde. Ich konnte mir sofort ganz Rom und den ganzen Petersdom und die Vatikanstadt sowie das Labor von CERN und die Archive des Vatikans vorstellen, ohne vorher irgendetwas davon zu wissen.

Im Nachhinein wage ich sogar zu behaupten, dass ich durch dieses Buch vielleicht ein Stückchen gläubiger geworden bin, weil ich so fasziniert von der Zusammenarbeit von Glaube und Wissenschaft war, dass ich es noch immer kaum fassen kann, wie schlüssig die ganze Entstehung der Welt mithilfe der Antimaterie ist.

Fazit

Dieses Buch hat mich nahhaltig schwer beeindruckt und ich kann es wirklich als ein Jahreshighlight bezeichnen.

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