Rezension: »Harry Potter und die Kammer des Schreckens« von J. K. Rowling

Inhaltsangabe:

Das zweite Schuljahr fängt für Harry nicht wirklich optimal an. Erst wird er von seiner Tante und seinem Onkel eingesperrt und darf sich nicht einmal ausreichend um Hedwig kümmern, dann bekommt er Besuch von dem merkwürdigen Hauselfen Dobby, der ihn vor etwas warnen will, jedoch nicht aussprechen darf, vor was. Dann bekommt er eine Abmahnung, weil bei ihm im Garten Zauberei entdeckt wurde, und schließlich muss er von Ron, Fred und George Weasley mithilfe eines fliegenden Autos gerettet werden. Doch als er gemeinsam mit Ron zum Hogwarts-Express will, ist dieser bei ihrer Ankunft schon abgefahren.

Als die Freunde schließlich mit einigen Kratzern in Hogwarts ankommen, beginnt für sie sofort der Albtraum – denn der neue Lehrer für Zauberei gegen die dunklen Mächte ist kein anderer als Gilderoy Lockhart, der aus irgendeinem Grund davon ausgeht, dass Harry gerne genauso ein Star sein würde wie er selbst einer ist (zumindest behauptet er das). Harrys neuer Fan Colin macht es ihm auch nicht leichter, da dieser bei jeder Gelegenheit Autogramme haben will und auch Rons Schwester Ginny liebt ihn, jedoch nicht ganz so aufdringlich.

Bald schon geschehen außerdem merkwürdige Dinge in Hogwarts: Irgendein Wesen scheint sich aus der berüchtigten Kammer des Schreckens befreit haben und versteinert nun die Schüler. Als auch Hermine in tödliche Gefahr gerät, setzt Harry auf alles und entschließt sich, gemeinsam mit Ron dem Untier auf die Schliche zu kommen. Doch als er erkennt, wer tatsächlich hinter der Kammer des Schreckens steckt, ist es schon beinahe zu spät …


Bibliographische Daten

Titel: Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Autorin: J. K. Rowling
Übersetzung: Klaus Fritz
Genre: Urban Fantasy
Format: Taschenbuch
Verlag: Carlsen
Reihe: Harry Potter / Bd. 2


Meine Meinung

In diesem Band fand ich es wesentlich einfacher, der Geschichte zu folgen, einfach aus dem Grund, dass ich bereits wusste, was mich in etwa vom Schreibstil her erwarten würde. Ich fand es nicht mehr störend, sondern besser, dass es einen auktorialen Er-/Sie-Erzähler mit ein paar personalen Eigenschaften gab, da somit ganz andere Blickwinkel ermöglicht wurden als es bei einem Ich-Erzähler möglich ist. Es war sehr flüssig zu lesen und konnte mich sofort in das Harry-Potter-Universum mitreißen, obwohl ich vom ersten Band noch nicht ganz so überzeugt war. Dieser Band hat es aber tatsächlich geschafft, mich im positiven Sinne zu überraschen!

Die Idee mit der Kammer des Schreckens und insgesamt die ganze Idee hinter dem Harry-Potter-Universum ist einfach fantastisch. Ich selbst schreibe ja auch hobbymäßig, aber ich bin trotzdem nicht so kreativ, dass ich eine so umfangreiche und detailreiche Welt erschaffen könnte, die noch dazu so einzigartig und spannend ist, dass man sie unter millionen anderer Welten wiedererkennen würde. Auch die Charaktere und die Kreaturen, die in diesem Harry Potter Roman eine Rolle gespielt haben, waren mehr als nur sehr gut durchdacht, also um es anders auszudrücken: unverbesserlich. Leider bin ich aber nicht so ein Fan von großartigen Übertreibungen, von denen ja besonders bei Familie Dursley eine Menge enthalten sind. Das bedeutet, dass ich die Dursleys immer noch ein bisschen sehr überzogen dargestellt finde, dafür, dass sie in der normalen Menschenwelt leben und auch keine Zauberer sind. Besonders Petunia kommt mir dabei oft unmenschlich vor, was ich persönlich auch ein wenig schade finde.

Die Struktur des Buches konnte mich allerdings wieder richtig überzeugen. Es wurde nie langweilig, es hat sich an keiner einzigen Stelle unnötig in die Länge gezogen und die Spannung hatte einen klaren Roten Faden, an den sie sich gehalten hat. So hatch die gesamte Situation nach und nach immer mehr zugespitzt und der Höhepunkt war wirklich großartig.

Ebenfalls besser hat mir gefallen, dass sich Harry und seine Freunde endlich mal wie normale Menschen in seinem Alter verhalten haben. So wurde besonders am Ende deutlich, dass auch der großartige Harry Potter mal Hilfe von erfahreneren Zauberern benötigt, wenn er Voldemort tatsächlich besiegen will.

Insgesamt war das Buch viel authentischer und nachvollziehbarer und vor Allem spannender als der erste Teil, weshalb ich nun ebenfalls großer Harry-Potter-Fan bin!

Fazit

Mit der großartigen Idee und der noch besseren Umsetzung dieses Bandes bin ich endgültig ins Harry-Potter-Universum hineingezogen worden und habe nicht vor, so bald wieder daraus aufzutauchen!

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